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	<title>Elmar Leimgruber &#187; NGOs</title>
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		<title>Tag der Pressefreiheit: ROG fordert UN-Sonderbeauftragten für Journalisten</title>
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		<pubDate>Tue, 03 May 2016 09:42:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Anlässlich des heutigen internationalen Tag der Pressefreiheit fordert Reporter ohne Grenzen (ROG) einen UN-Soderbeauftragten für Journalisten. &#8220;Pressefreiheit darf nicht nur in Sonntagsreden hochgehalten werden. Wo Journalisten wegen ihrer Arbeit um Leib und Leben fürchten müssen, nehmen Zensur und Desinformation überhand“, betont ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske.  &#8220;Ein UN-Sonderbeauftragter mit einem starken Mandat würde den Schutz von Journalisten [...]]]></description>
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<p>Anlässlich des heutigen internationalen Tag der Pressefreiheit fordert  Reporter ohne Grenzen (ROG) einen UN-Soderbeauftragten für Journalisten. &#8220;Pressefreiheit darf nicht nur in Sonntagsreden  hochgehalten werden. Wo  Journalisten wegen ihrer Arbeit um Leib und  Leben fürchten müssen,  nehmen Zensur und Desinformation überhand“, betont   ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske.  &#8220;Ein UN-Sonderbeauftragter mit   einem starken Mandat würde den Schutz von Journalisten international zur   Chefsache machen&#8221;. Die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen werden daher aufgerufen,  schnellstmöglich einen UN-Sonderbeauftragten für den Schutz von  Journalisten einzusetzen.<span id="more-16394"></span>In einem Brief an alle UN-Botschafter wirbt die Organisation für einen Mechanismus, um die Staaten endlich  wirksam zur Einhaltung ihrer völkerrechtlichen Pflicht zum Schutz von  Journalisten vor Gewaltverbrechen anzuhalten. Ziel ist es, endlich die  seit Jahren konstant hohen Zahlen getöteter Medienschaffender zu senken. Internationale Organisationen, Nichtregierungsorganisationen und Medien sind aufgerufen, den Aufruf ebenfalls zu unterstützen.</p>
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<p>Der Initiative von Reporter ohne Grenzen haben sich jetzt Menschenrechtsorganisationen, Medien- und Journalistenverbände sowie namhafte Medienunternehmen von allen Kontinenten angeschlossen, darunter der Weltzeitungsverband  WAN-IFRA, Human Rights Watch, das Committee to Protect Journalists und  viele weitere Nichtregierungsorganisationen, die sich für Presse- und  Meinungsfreiheit einsetzen. Auch viele Zeitungen wie die <em>New York Times</em>, <em>The Hindu</em> und <em>Bangkok Post</em> sowie Mediengruppen wie <em>ABP</em> (Indien) und <em>Grupo RBS</em> (Brasilien) unterstützen den Aufruf.</p>
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<p>Trotz zahlreicher UN-Beschlüsse zur Sicherheit von  Journalisten bleiben die Zahlen besorgniserregend: Im Laufe der  vergangenen zehn Jahre sind weltweit mindestens 787 Journalisten wegen ihres Berufs getötet worden, 67 davon allein im Jahr 2015. Die meisten Reporter sterben  außerhalb von Kriegsgebieten, weil sie in Ländern wie Brasilien oder  Mexiko über organisierte Kriminalität, Korruption, Machtmissbrauch oder  Menschenrechtsverletzungen berichtet haben. Viele dieser Verbrechen  bleiben ungestraft.</p>
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<div>
<p>Der von Reporter ohne Grenzen vorgeschlagene  Sonderbeauftragte für den Schutz von Journalisten sollte überwachen,  inwieweit die UN-Mitgliedsstaaten ihre einschlägigen völkerrechtlichen  Verpflichtungen erfüllen. Er  sollte direkt dem UN-Generalsekretär  unterstehen und die Befugnis zu eigenständigen Untersuchungen haben,  wenn Staaten nach Gewalttaten gegen Journalisten nicht ermitteln.</p>
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<p>Durch diese zentrale und dauerhafte Stellung im System der Vereinten Nationen könnte ein Sonderbeauftragter helfen, den UN-Aktionsplan zur Sicherheit von Journalisten besser umzusetzen. Ebenso könnte er die Bemühungen anderer Institutionen für mehr Schutz von Journalisten unterstützen, darunter UN-Organe wie  die UNESCO, der UN-Menschenrechtsrat, der UN-Hochkommissar für  Menschenrechte und der UN-Sonderberichterstatter für Meinungsfreiheit,  aber auch andere Organisationen wie der Europarat und der  Sonderberichterstatter für Meinungsfreiheit der Interamerikanischen  Menschenrechtskommission.</p>
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<p>Details zur Rolle des vorgeschlagenen UN-Sonderbeauftragten finden Sie in den Empfehlungen von Reporter ohne Grenzen im September.</p>
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<p>In den vergangenen Jahren haben verschiedene Gremien der  Vereinten Nationen eine ganze Reihe von Resolutionen zum besseren Schutz  von Reportern verabschiedet – ohne, dass sich die Situation dadurch  grundlegend verändert hätte.</p>
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<p>So rief der Weltsicherheitsrat am 27. Mai 2015 die Staaten auf, ihren Verpflichtungen zum Schutz von Journalisten in  bewaffneten Konflikten nachzukommen. In seiner einstimmig angenommenen Resolution 2222 nahm er zugleich erstmals direkt auf das Recht auf Meinungsfreiheit gemäß Artikel 19 der Allgemeinen Menschenrechtserklärung.</p>
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<p>Am 18. Dezember 2014 verabschiedete die UN-Vollversammlung die Resolution Nr. 69/185,  die unter anderem die Rolle von Bürgerjournalisten anerkennt. Ferner  betont diese Resolution, dass Journalisten besonders gefährdet sind, zu  Zielen von gesetzeswidriger oder willkürlicher Überwachung zu werden. Im  September 2014 konkretisierte der UN-Menschenrechtsrat das Spektrum geeigneter Schutzmechanismen für gefährdete Journalisten, darunter die Schaffung von  Frühwarnsystemen und von spezialisierten Staatsanwaltschaften für die  Verfolgung der Täter.</p>
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<div>
<p>2013 legte die UN-Vollversammlung den 2. November als jährlichen Welttag gegen Straflosigkeit fest, um auf die fortdauernde Untätigkeit vieler Staaten bei der Bekämpfung von Verbrechen an Journalisten aufmerksam machen.</p>
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		<title>Reporter ohne Grenzen: Merkel sei hart zu Putin! (Info und Kommentar)</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Apr 2013 09:54:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[INFO: Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel soll bei ihrem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Sonntag (7. April) ihre Sorge um die zunehmende Kontrolle des Internets in Russland zum Ausdruck zu bringen, forert &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221; (ROG). „Die neuen Regeln, die angeblich Kinder und Jugendliche schützen sollen, sind so schwammig formuliert, dass sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>INFO: Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel soll bei  ihrem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Sonntag  (7. April) ihre Sorge um die zunehmende Kontrolle des Internets in  Russland zum Ausdruck zu bringen, forert &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221; (ROG). „Die neuen Regeln, die angeblich  Kinder und Jugendliche schützen sollen, sind so schwammig formuliert,  dass sie leicht gegen Oppositionelle und kritische Medien benutzt werden  können“, sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr in Berlin. „Es ist  hochproblematisch, wenn einige wenige Beamte darüber entscheiden, welche  Seiten sich Nutzer anschauen dürfen und welche nicht.“<span id="more-14651"></span></p>
<p>Seit November 2012 führt laut ROG die russische Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor eine schwarze Liste von Webseiten, die Internetprovider im Land blockieren müssen (<a title="Internetzensur" href="http://www.redakteur.cc/?s=Internetzensur" target="_blank">Internetzensur</a>).  Offiziell dient sie dem Jugendschutz und soll Pornografie und Themen wie  Drogenkonsum oder Selbstmord aus dem Netz fernhalten. Doch schon kurz  nach dem Start fanden sich darauf auch Seiten von Oppositionellen und  angeblichen Extremisten. So sperrte der  russische Blog-Anbieter Live Journal im Februar das Konto von Michael  Jakowlew, dem Oppositionsführer in Russlands siebtgrößter Stadt Omsk.  Kurz zuvor hatte der Youtube-Beitreiber Google vor einem Moskauer  Gericht gegen die Sperrung eines angeblich jugendgefährdenden Videos geklagt.</p>
<p>Mehr als 2000 Seiten finden sich Angaben der russischen Piratenpartei zufolge inzwischen auf  der schwarzen Liste. Vor allem Seiten über Homosexualität und  „Extremismus“, Glücksspiel und Drogen seien in den vergangenen Monaten  gesperrt worden, so der russische Journalist Andrej Soldatow. Er hat sich mit seiner Webseite <em>Agentura.ru</em> auf Überwachung und Geheimdienste spezialisiert und dokumentiert akribisch alle bekannten Fälle von Internetzensur. Soldatow berichtet von einem Experiment in der  Region Kostroma, wo lokale Internetprovider ihren Nutzern nur noch  Zugang zu einem „gesäuberten“ Internet anböten.</p>
<p>Doch es sind  nicht nur strenge Internetgesetze, die die Pressefreiheit in Russland  bedrohen. Im März verabschiedete das Parlament ein Gesetz, das den  Gebrauch von Schimpfwörtern in den Medien verbietet und dafür bis zu  5000 Euro Strafe vorsieht. Dies hielt selbst die russische Regierung für  so unpräzise, dass sie die Abgeordneten bat, das Gesetz noch einmal zu  überarbeiten. Im November 2012 hatten Abgeordnete der Regierungspartei  Einiges Russland versucht, das umstrittene Agentengesetz von  Nichtregierungsorganisationen (NGOs) auf Medien auszuweiten. Medien, die über  russische Politik berichten und sich zu 50 Prozent aus dem Ausland  finanzieren, müssten sich als ausländische Agenten registrieren,  forderten sie in ihrem Gesetzvorschlag.</p>
<p>Nur wenige Medien wagen in dieser Lage noch offene Kritik an der Regierung. Zu ihnen gehören der Internet-Sender <em>Doschd TV</em>, die Boulevard-Zeitung <em>Moskowski</em> Komsomolez, die Zeitung <em>Nowaja Gaseta </em>und der Radiosender <em>Echo Moskwy</em>. Auf der ROG <a title="ROG-Rangliste der Pressefreiheit 2013" href="http://www.redakteur.cc/rog-ranking-pressefreiheit-2013/" target="_blank">Rangliste der Pressefreiheit</a> steht Russland auf Platz 148 von 179 – nur zwei Plätze vor dem Irak. <em>Nowaja Gaseta</em>-Chefredakteur Dmitri Muratow zeichnete zum 20-jährigen Jubiläum seiner Zeitung ein entsprechend düsteres Bild:  In Russland habe die Presse ihre grundlegende Aufgabe aufgegeben, die  Mächtigen zu kontrollieren. „Heute kontrollieren die Medien eher die  Bevölkerung“, so Muratow.</p>
<p>KURZKOMMENTAR: <em>Sicher ist es notwendig, dass gegen Internetzensur aufgetreten wird. Dies gilt auch und im Besonderen für Russland. Und sicher ist es auch sinnvoll, dass &#8220;Frau Europa&#8221; <a title="Angela Merkel plädiert für Pressefreiheit" href="http://www.redakteur.cc/merkel-verteidigt-meinungs-und-pressefreiheit/" target="_blank">Angela Merkel (CDU), die sich immer wieder für Pressefreiheit</a> eingesetzt hat, hier beim russischen Machthaber auftritt. Aber mindestens genauso notwendig wäre es, dass das, was ROG von Merkel verlangt, auch von Deutschlands Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD) erwartet wird, der immerhin nun in Diensten Putins steht.</em></p>
<p><em>Und bei aller berechtigten Kritik Russland gegenüber sollte nicht vergessen werden, dass Internet-Überwachung und -Zensur inzwischen auch im &#8220;freien&#8221; Europa auf der Tagesordnung steht und dies hier nicht nur toleriert, sondern offensichtlich sogar erwünscht ist. Erinnert sei hier beispielsweise an die fast kritiklose Umsetzung von Internetkontrollmaßnahmen durch das als besonders liberal geltende Frankreich. <a title="UNO fordert Internet-Totalkontrolle" href="http://www.redakteur.cc/uno-fuer-internet-ueberwachung/" target="_blank">Ebenfalls fragwürdig in diesem Zusammenhang ist auch, dass bekanntlich selbst die Vereinten Nationen (UNO) eine weltweite Kontrolle des Internet fordern.</a> Es wäre daher angemessen, dass Reporter ohne Grenzen auch hier mahnt.</em></p>
<p><em>Und noch eine grundsätzliche Frage sei abschließend gestattet: In welchem (auch westlichen) Land manipulieren und kontrollieren nicht &#8220;öffentliche Meinung&#8221; und Medien die Bevölkerung?</em></p>
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		<title>Ärzte ohne Grenzen: Twitter-Kampagne gegen Novartis</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Feb 2012 23:07:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Millionen von Menschen, vor allem in Entwicklungsländern können nur deswegen ausreichend medizinisch versorgt werden, weil günstige Generika  erhältlich sind.  Dabei handelt es sich um &#8220;Klone&#8221; von  Marken-Arneimitteln, welche dieselben Wirkstoffe enthalten wie das patentgeschützte, aber meist teurere Originalpräparat. Der Schweizer Pharmakonzern Novartis aber versucht seit Jahren, vor Gericht eine zentrale Bestimmung zum Schutz der öffentlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Stop-Novartis.gif"><img class="alignright size-medium wp-image-12102" title="Stop Novartis" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Stop-Novartis-300x69.gif" alt="" width="300" height="69" /></a>Millionen von Menschen, vor allem in Entwicklungsländern können nur deswegen ausreichend medizinisch versorgt werden, weil günstige Generika  erhältlich sind.  Dabei handelt es sich um &#8220;Klone&#8221; von  Marken-Arneimitteln, welche dieselben Wirkstoffe enthalten  wie das patentgeschützte, aber meist teurere Originalpräparat. Der Schweizer Pharmakonzern Novartis aber versucht seit Jahren, vor Gericht eine zentrale Bestimmung zum Schutz der öffentlichen Gesundheit im indischen Patentrecht (Abschnitt 3d) abzuschwächen, um ein Generikaverbot  zu erreichen. Darauf weisst die Menschenrechtsorganisation Ärzte ohne Grenzen hin: &#8220;Wir fordern Novartis auf: Lasst die Klage fallen!&#8221;<span id="more-12098"></span></p>
<p>Konkreter Anlass des Rechtsstreits nun ist demnach die Patentierung des Krebsmedikamentes Glivec von Novartis. Gerichtsverfahren geht am 28. Februar in die letzte Runde.  Im Verfahren geht es aber laut Ärzte ohne Grenze  um mehr als nur den Patentstatus eines einzelnen Medikamentes: Es geht um die Frage, ob die blosse Weiterentwicklung eines längst bekannten Wirkstoffes tatsächlich ein neues Patent verdient &#8211; und letztlich darum, ob Indien, der grösste Generika-Hersteller weltweit, weiterhin in bisherigem Ausmass bezahlbare Medikamente für Millionen Patienten in ärmeren Ländern auf der ganzen Welt produzieren kann.</p>
<p>Die Bilanz des Schweizer Unternehmens weist (nach eigenen Angaben) seit Jahren riesige Gewinne aus: Der Nettoumsatz betrug 58,6 Milliarden US-Dollar (16 Prozent mehr als im Vorjahr), der Reingewinn 13,5 Milliarden US-Dollar (12 Prozent mehr als im Vorjahr). Neben der auch von anderen NGOs viel kritisierten Hochpreisschiene vertreibt Novartis aber auch selbst Generika unter den Namen Sandoz und Hexal.</p>
<p>Bis zum Prozessbeginn am 28. Februar wollen Ärzte ohne Grenzen nun Novartis über den Kurzmitteilungsdienst <a title="Ärzte ohne Grenzen bei Twitter" href="http://twitter.com/msf_schweiz" target="_blank">Twitter</a> auffordern, die Klage fallen zu lassen: &#8220;Jeden Tag werden wir dort Nachrichten verschicken und Patienten zu Wort kommen lassen, die dringend auf Generika aus Indien angewiesen sind. Für die Kampagne brauchen wir Ihre Unterstützung.&#8221;<br />
Nähere Infos sind <a title="STOP Novartis" href="www.msfaccess.org/STOPnovartis" target="_blank">online</a> &#8211; in englischer Sprache &#8211; Patientenbeispiele und Tweets inklusive verfügbar. Über Twitter können auch direkt Messages an Novartis geschickt werden.</p>
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		<title>Reporter Ohne Grenzen und der Eurovision Song Contest</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Feb 2012 11:25:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Eurovision Song Contest ist nicht unpolitisch, kritisieren Reporter ohne Grenzen Grafik: eurovision.de/NDR &#8220;Der Eurovision Song Contest (ESC) ist nicht einfach eine unpolitische Musikveranstaltung, wie die Organisatoren uns weismachen wollen&#8221;, sagt ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske. &#8220;Er findet in einem Land statt, in dem es keine freie Berichterstattung gibt und kritische Journalisten bedroht werden&#8221;, so Rediske. Reporter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_12041" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/LOgo-Eurovision-Songcontest-2012-Baku_eurovision.de_.jpg"><img class="size-medium wp-image-12041 " title="Eurovision Songcontest 2012 Baku_eurovision.de" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/LOgo-Eurovision-Songcontest-2012-Baku_eurovision.de_-300x136.jpg" alt="" width="300" height="136" /></a></dt>
<h4 class="wp-caption-dd">Der Eurovision Song Contest ist nicht unpolitisch, kritisieren Reporter ohne Grenzen<br />
Grafik: eurovision.de/NDR</h4>
</dl>
</div>
<p>&#8220;Der Eurovision Song Contest (ESC) ist nicht einfach eine unpolitische Musikveranstaltung, wie die Organisatoren uns weismachen wollen&#8221;, sagt ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske. &#8220;Er findet in einem Land statt, in dem es keine freie Berichterstattung  gibt und kritische Journalisten bedroht werden&#8221;, so Rediske. Reporter ohne Grenzen fordert daher von der aserbaidschanischen Regierung, die  Visavergabe und Akkreditierung für ausländische Journalisten frei und  transparent zu gestalten. Unbehinderte Recherche muss vor, während und  nach dem ESC sowohl in Baku als auch im Rest des Landes möglich sei.  Journalisten dürfen in ihrer Arbeit nicht thematisch beschränkt werden.</p>
<p>Einen Tag vor dem Deutschland-Finale des Eurovision Song Contests (ESC)  ruft Reporter ohne Grenzen (ROG) zudem alle am Contest daher alle Beteiligten auf, sich intensiv mit  dem Gastgeberland Aserbaidschan auseinanderzusetzen und öffentlich  Position zu den Verletzungen der Presse- und Meinungsfreiheit dort zu  beziehen. Rediske: &#8220;Jury,  Journalisten, Produzenten und Sänger – sie alle können und sollten dazu  beitragen, dass die Menschenrechtsverletzungen nicht ignoriert werden.&#8221;<span id="more-12040"></span><br />
Zum Eurovision Song Contest versucht die aserbaidschanische Regierung –  mit tatkräftiger Hilfe westlicher PR-Agenturen – ihr Land als modernen,  offenen Staat zu präsentieren. Als für den Bau einer millionenschweren  Veranstaltungshalle im Zentrum Bakus etliche Einwohner mit Gewalt aus  ihren Häusern vertrieben wurden, versuchten die Behörden hingegen, eine  unabhängige Berichterstattung zu verhindern. „Die Diskrepanz zwischen  der glitzernden PR-Fassade und der bitteren Wirklichkeit Aserbaidschans  kann nur eine unabhängige Presse sichtbar machen“, betont  ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske.</p>
<p>ROG zählt den aserbaidschanischen Präsidenten Ilcham Alijew zu den Feinden der Pressefreiheit, Journalisten arbeiten in dem südkaukasischen Land unter ständiger Bedrohung. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben lokaler NGOs über 50 Medienvertreter überfallen oder von der Polizei angegriffen, besonders während der Proteste gegen die Regierung im Frühjahr 2011. Immer wieder werden Journalisten und Blogger aus fadenscheinigen Gründen verhaftet. Awas Sejnalli, Chefredakteur der Zeitung Chural, sitzt seit Ende Oktober 2011 im Gefängnis, nachdem er in Artikeln den autokratisch regierenden Präsidenten Ilcham Alijew kritisiert hatte. Gegen mehrere Blogger, die im Frühjahr zu Protesten aufgerufen hatten, wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Morde an den Journalisten Elmar Husejnow (2005) und Rafik Tagi (2011) sind bis heute nicht aufgeklärt.</p>
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