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	<title>Elmar Leimgruber &#187; Michael Konken</title>
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		<title>Türkei: Journalisten angeklagt -DJV protestiert</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Aug 2015 06:51:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der Türkei sind aktuell 18 Journalisten wegen &#8220;terroristischer Propaganda&#8221; angeklagt. Ihr einziges &#8220;Verbrechen&#8221; besteht jedoch aus Sicht des Deutschen Journalisten Verbands (DJV) darin, dass sie ihren Job erledigen, also berichten. Die 18 Journalisten, darunter der Chefredakteur der Zeitung Cumhuriyet, müssen sich vor der Justiz verantworten, weil sie Fotos einer tödlich verlaufenen Geiselnahme veröffentlicht hatten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Türkei sind aktuell 18 Journalisten wegen &#8220;terroristischer Propaganda&#8221; angeklagt. Ihr einziges &#8220;Verbrechen&#8221; besteht jedoch aus Sicht des Deutschen Journalisten Verbands (DJV) darin, dass sie ihren Job erledigen, also berichten. Die 18 Journalisten, darunter der Chefredakteur der Zeitung  Cumhuriyet,  müssen sich vor der Justiz verantworten, weil sie Fotos  einer tödlich  verlaufenen Geiselnahme veröffentlicht hatten. Daraus  konstruierte die  Istanbuler Staatsanwaltschaft den Vorwurf der  terroristischen  Propaganda, die mit bis zu siebeneinhalb Jahren  Gefängnis geahndet  wird.<span id="more-16210"></span></p>
<p>Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die türkische Justiz  daher auf, die Klagen gegen 18 Journalisten wegen angeblicher  terroristischer Propaganda fallen zu lassen. &#8220;Die Geiselnahme des türkischen Staatsanwalts, über die die  Journalisten berichtet hatten, war von großem öffentlichen Interesse&#8221;,  sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Darüber zu informieren sei  die Aufgabe von Journalistinnen und Journalisten. „Dass die  Berichterstatter dafür verurteilt werden sollen, ist ein krasser Verstoß  gegen die Pressefreiheit.“ Der Prozess gegen die betroffenen Kollegen  sei eine Farce, die sofort beendet werden müsse.</p>
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		<title>4U9525-Flugzeugabsturz: Journalistenvertreter fordern Respekt in der Berichterstattung</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Mar 2015 13:58:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) und sein Medienrat erinnern in einer Aussendung an den Täter- und Opferschutz im österreichischen Medienrecht. Alle österreichischen Journalisten werden dringend ersucht, in der Berichterstattung über den stark in der Öffentlichkeit diskutierten Airbus-Absturz (4U9525), die Würde der Opfer und auch die des mutmaßlichen Täters zu gewährleisten. &#8220;Dazu gehören, die „Verpixelung“ von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) und sein  Medienrat  erinnern in einer Aussendung an den Täter- und Opferschutz im österreichischen Medienrecht. Alle österreichischen Journalisten werden dringend ersucht, in der Berichterstattung über den stark in der Öffentlichkeit diskutierten Airbus-Absturz (4U9525), die Würde  der Opfer und auch die des mutmaßlichen Täters zu gewährleisten. &#8220;Dazu gehören, die „Verpixelung“ von Fotos und Videos in denen man  Personen erkennen kann und der Schutz von Namen und der Privatsphäre der  Beteiligten&#8221;, betont der ÖJC. Bereits vor Tagen hatte der deutsche Journalisten Verband (DJV) die Journalisten dazu aufgefordert, in ihrer Berichterstattung über den Absturz des Germanwings-Flugzeugs Respekt vor dem Leid der Angehörigen zu zeigen.<span id="more-16041"></span>„Als österreichische Journalisten müssen wir nicht  ausführlicher als die Kolleginnen und Kollegen berichten, deren Länder  direkt betroffen sind“, ruft ÖJC-Präsident Fred Turnheim zur Beruhigung  in der Berichterstattung über die Hintergründe, die zum tragischen  Absturz des Germanwings-Airbus geführt haben, auf.</p>
<p>&#8220;Das  vorschnelle Ziehen von Schlüssen kann nur Spekulation sein, aber nicht  Teil einer seriösen Berichterstattung. Besonders schlecht für das Image  von uns Journalisten ist es, wenn falsche Fotos gezeigt werden&#8221;, erklärt Turnheim: Die  Wiedergabe von Ferndiagnosen selbsternannter „Experten“  ist kein  Qualitätsjournalismus. Besonders in solchen tragischen Situationen ist  ein behutsamer Journalismus gefragt, der nur Fakten  transportiert, so Turnheim.</p>
<p>DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken: „Der Schmerz und die Trauer der Angehörigen von Absturzopfern sind unermesslich. Es verbietet sich für Journalisten, die Trauernden zu bedrängen.“ Die Grenzen der Berichterstattung gebe der Pressekodex vor. Dort heißt es: „Die Berichterstattung über Unglücksfälle und Katastrophen findet ihre Grenze im Respekt vor dem Leid von Opfern und den Gefühlen von Angehörigen. Die vom Unglück Betroffenen dürfen grundsätzlich durch die Darstellung nicht ein zweites Mal zu Opfern werden.“ Konken: „Diese Richtlinie ist bindend.“Zugleich trat der DJV-Vorsitzende vereinzelt geäußerter Kritik an der Anwesenheit zahlreicher Journalisten in der Stadt Haltern am See entgegen, aus der eine Schülergruppe stammte, die unter den Absturzopfern ist: „Es steht außer Frage, dass Journalisten über die Auswirkungen der Katastrophe auf die Kleinstadt und die Schule berichten müssen. Es geht nicht um das Ob, sondern um das Wie.“</p>
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		<title>Alarm: 5000 Journalisten ohne Jobs</title>
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		<pubDate>Sun, 26 May 2013 22:02:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[5000 Journalisten sind aktuell allein in Deutschland arbeitlos. Das sind 11,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor.  Der Deutsche Journalisten-Verband bezeichnet die Zunahme der Zahl arbeitslos gemeldeter Journalistinnen und Journalisten bei der Bundesagentur für Arbeit als alarmierend. Im gleichen Umfang wuchs die Zahl der Arbeitsuchenden auf über 9.100. Die Zahl der offenen Stellen verringerte sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>5000 Journalisten sind aktuell allein in Deutschland arbeitlos. Das sind 11,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor.  Der Deutsche Journalisten-Verband bezeichnet die Zunahme der Zahl  arbeitslos gemeldeter Journalistinnen und Journalisten bei der  Bundesagentur für Arbeit als alarmierend.<span id="more-14999"></span></p>
<p>Im gleichen Umfang wuchs die Zahl der Arbeitsuchenden auf über  9.100. Die Zahl der offenen Stellen verringerte sich um 11,7 Prozent auf  430. „Ein so drastischer Anstieg der arbeitslosen Kolleginnen und  Kollegen ist ein Alarmzeichen für die Lage des Journalismus in  Deutschland“, kommentiert DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken das  Zahlenmaterial. „Dass so viele Journalisten ihre Arbeit verloren haben,  steht in krassem Widerspruch zu den alles in allem immer noch  stattlichen Renditen der meisten Medienunternehmen.“ Auch die  Arbeitsbelastung in den Redaktionen rechtfertige keinen Personalabbau.</p>
<p>„Wer  mit journalistischer Qualität Geld verdienen will, braucht dafür  arbeitende und nicht arbeitslose Journalisten“, sagte der  DJV-Vorsitzende. Er forderte deshalb die Medienunternehmer auf, sich  aktiv für den Erhalt journalistischer Arbeitsplätze einzusetzen.  „Journalist ist ein qualifizierter Beruf. Eine einmal weggefallene  Stelle später neu zu schaffen, kann teurer sein als sie auch in  wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu erhalten,“ so Konken.</p>
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		<title>Internationaler Tag und Feinde der Pressefreiheit 2013</title>
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		<pubDate>Fri, 03 May 2013 07:31:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zum heutigen Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai stellt Reporter ohne Grenzen (ROG) die neue Liste der „Feinde der Pressefreiheit“ vor. Sie umfasst rund 40 Staatschefs, paramilitärische Gruppen und kriminelle Netzwerke, die unabhängige Journalisten verfolgen und versuchen, Medien gleichzuschalten. Neue „Feinde der Pressefreiheit“ sind demnach Ägypten, Syrien und Pakistan. Die Liste ist hier abrufbar. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Top-Pressefreiheit-2013.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-14860" title="Top-Pressefreiheit 2013" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Top-Pressefreiheit-2013-161x300.jpg" alt="" width="129" height="240" /></a>Zum heutigen Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai stellt <em>Reporter ohne Grenzen</em> (ROG) die neue Liste der „Feinde der Pressefreiheit“ vor. Sie umfasst  rund 40 Staatschefs, paramilitärische Gruppen und kriminelle Netzwerke,  die unabhängige Journalisten verfolgen und versuchen, Medien  gleichzuschalten. Neue „Feinde der Pressefreiheit“ sind demnach Ägypten, Syrien und Pakistan. <a title="ROG-Liste der Pressefreiheit 2013" href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/docs/130502_Feinde_der_Pressefreiheit_final.pdf" target="_blank">Die Liste ist hier abrufbar.</a></p>
<p>Zahlreiche Organisationen beziehen zum heutigen Welttag der Pressefreiheit Stellung, darunter der Österreichische Journalisten Club (ÖJC): &#8220;Pressefreiheit ist unteilbar. Wenn man die Morde an Journalisten in  Mexiko, Syrien und Afghanistan verurteilt, dann muss man auch im eigenen  Haus, zum Beispiel bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für freie  und demokratische Medien, für Ordnung sorgen&#8221;, argumentiert  ÖJC-Präsident Fred Turnheim und fordert einen &#8220;Runden Tisch zur Verbesserung der Pressefreiheit in Österreich&#8221;.<span id="more-14856"></span></p>
<p>Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) appelliert aus Anlass des Internationalen  Tags der Pressefreiheit an die Medienunternehmer in  Deutschland, die Arbeitsbelastung der Journalisten zu  reduzieren und die redaktionelle Personalausstattung zu verbessern: „Die Pressefreiheit muss gelebt werden“, forderte  DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. „Das ist nur möglich, wenn  Journalistinnen und Journalisten die Möglichkeit haben, frei und  kritisch zu recherchieren.“ Eine unterbesetzte Redaktion sei dazu ebenso  wenig in der Lage wie ein freier Journalist, der mehr auf Masse als auf  Klasse setzen müsse, um wirtschaftlich zu überleben, so Konken.</p>
<p>Die Österreichische Journalistengewerkschaft fordert zum heutigen Tag freien Zugang zu Information sowie die Sicherung der materiellen Basis der Medien und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. &#8220;Österreichs Politiker und Behörden betrachten die Information der Bürgerinnen und Bürger immer noch als Akt obrigkeitlicher Gnade. Wir fordern daher die gesetzliche Verankerung einer behördlichen Informationspflicht&#8221;, so Franz C. Bauer, Vorsitzender der Journalistengewerkschaft in der GPA-djp. Der freie Zugang zur Information dürfe nicht Gegenstand behördlicher und politischer Willkür bleiben.</p>
<p>Den diesjährigen Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai nimmt der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) zum Anlass, mit einer Kampagne die Bedeutung von unabhängigen Zeitungen und Magazinen für die Wahrung der Pressefreiheit hervor zu streichen. &#8220;Wenngleich Soziale Medien Möglichkeiten des Meinungsaustausches bieten und Suchmaschinen Werkzeuge zur Informationsbeschaffung sind, können sie keine objektive Information gewährleisten oder gar die &#8216;Watchdog&#8217;-Funktion der freien Presse ersetzen&#8221;, zeigt sich VÖZ-Präsident Thomas Kralinger überzeugt.</p>
<p>Auf Platz 1 des ROG-Rankings der Pressefreiheit steht nicht mehr Norwegen (jetzt Platz 3) wie im Vorjahr, sondern heuer Finnland, gefolgt von den Niederlanden. Österreich verliert 7 Positionen und stürzt von Platz 5 auf 12. Die Schweiz verliert 6 Positionen und und belegt nun den 14. Platz, während Deutschland nur leicht absackt und jetzt auf Rang 17 liegt.</p>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Schlusslichter-Pressefreiheit-2013.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-14861" title="Schlusslichter Pressefreiheit 2013" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Schlusslichter-Pressefreiheit-2013-222x300.jpg" alt="" width="222" height="300" /></a>Neu auf der ROG-Liste der &#8220;Feinde de Pressefreiheit stehen u.a. die  Muslimbruderschaft in Ägypten, die syrische Rebellengruppe  Al-Nusra-Front und bewaffnete Rebellen im pakistanischen Baluchistan.  Andere, wie die baskische Untergrundorganisation ETA und den  birmanischen Präsidenten Thein Sein, zählt <em>Reporter ohne Grenzen </em>hingegen nicht mehr zu den „Feinden der Pressefreiheit“. Andere  „Feinde der Pressefreiheit“ stehen seit Jahren unverändert auf  der  ROG-Liste. Dazu gehören RUSSLANDS Präsident Wladimir Putin, die   Staatschefs von ASERBAIDSCHAN und BELARUS, Ilcham Alijew und Alexander   Lukaschenko, Drogenkartelle aus MEXIKO, Mafiagruppen aus ITALIEN und   Taliban-Chef Mullah Omar. Neu ist in diesem Jahr die Form, in der ROG   die „Feinde“ präsentiert: Sie stellen sich in ironischen Selbstporträts   vor oder werden in Form fiktiver Anklagen für ihre Verbrechen gegen die   Pressefreiheit zur Rechenschaft gezogen.</p>
<p>In  ÄGYPTEN tauschten die Muslimbrüder mithilfe ihrer Mehrheit im Parlament  und ihrem Kandidaten Mohammed Mursi als Präsident die Herausgeber und  Chefredakteure staatlicher Zeitungen aus und ersetzten sie mit Getreuen.  Der von Mursi ernannte Generalstaatsanwalt Talaat Abdullah überzieht  kritische Journalisten mit Klagen wegen Verleumdung, Beleidigung des  Präsidenten und Verunglimpfung des Islam. Ausländische Korrespondenten  werden als Spione diffamiert, einheimische Kollegen mit Gewalt bedroht.</p>
<p>In  SYRIEN, wo seit Beginn des Aufstandes im März 2011 mindestens 23  Journalisten und 59 Bürgerjournalisten getötet wurden, zählt ROG  Präsident Baschar al-Assad seit Jahren zu den „Feinden der  Pressefreiheit“. Auf der aktuellen Liste stehen jedoch auch gegen ihn  kämpfende Rebellen. Die im April 2011 gegründete Al-Nusra-Front greift  systematisch Mitarbeiter syrischer Staatsmedien an, entführt  Journalisten und bedroht ausländische Korrespondenten, die die Rebellen  kritisieren. Neu hinzugekommen sind auf der Liste der „Feinde der  Pressefreiheit“ 2013 außerdem religiöse Extremisten auf den MALEDIVEN  und bewaffnete Gruppen in PAKISTAN, die in der rohstoffreichen Provinz  Baluchistan für mehr Unabhängigkeit kämpfen.</p>
<p>In anderen Ländern hat sich die Situation laut ROG verbessert. Den Präsidenten von BIRMA, Thein Sein, zählt <em>Reporter ohne Grenzen</em> nicht mehr zu den „Feinden der Pressefreiheit“. Im Zuge  innenpolitischer Reformen ließ er etliche regimekritische Journalisten  frei, schaffte die Vorzensur für Printmedien ab und erlaubt seit April  2013 die Herausgabe privater Tageszeitungen. Ebenfalls von der Liste  gestrichen wurde in SPANIEN die baskische Untergrundorganisation ETA,  die den bewaffneten Kampf weitgehend eingestellt und Ende 2012  angekündigt hat sich aufzulösen. Nach wie vor müssen einige Journalisten  im Baskenland unter Polizeischutz arbeiten, systematische Angriffe  gegen Medien beobachtete ROG allerdings im vergangenen Jahr nicht mehr.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Deutscher Journalisten-Verband lehnt Vorratsdatenspeicherung ab</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Apr 2013 22:03:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV lehnt die geplante Abänderung des Telekommunikationsgesetzes in Richtung Vorratsdatenspeicherung entschieden ab. Aus Sicht des DJV kann der Informantenschutz in diesem Bereich bei Annahme des Gesetzes nicht gewährleistet werden. Er hat den daher Innenausschuss des Bundesrates aufgefordert, dem Plenum der Länderkammer die Ablehnung des Gesetzes zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes und zur Neuregelung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV lehnt die geplante Abänderung des Telekommunikationsgesetzes in Richtung <a title="Vorratsdatenspeicherung" href="http://www.redakteur.cc/?s=vorratsdatenspeicherung" target="_blank">Vorratsdatenspeicherung </a>entschieden ab. Aus Sicht des DJV kann der Informantenschutz in diesem Bereich bei  Annahme des Gesetzes nicht gewährleistet werden. Er hat den daher Innenausschuss des  Bundesrates aufgefordert, dem Plenum der Länderkammer die Ablehnung des  Gesetzes zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes und zur Neuregelung  der Bestandsdatenauskunft zu empfehlen.<span id="more-14739"></span></p>
<p>Auch der  Kompromiss zum Richtervorbehalt und zur nachträglichen Benachrichtigung  Betroffener ändere nichts an der Problematik, kritisiert DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken.  „Nach dem Gesetz in der vorliegenden Fassung müssen Journalisten  befürchten, dass Ermittlungsbehörden die elektronischen Daten ihrer  Informanten leichter ausspähen können. Sie könnten dann ihre Quellen  nicht mehr wirksam schützen.“ Ein Beleg dafür sei, dass bei Gefahr in  Verzug die richterliche Genehmigung zur Bestandsdatenauskunft auch im  Nachhinein eingeholt werden dürfe. Nach Auffassung des Europäischen  Gerichtshofs für Menschenrechte sei es jedoch für den Quellenschutz  unabdingbar, dass ein Richter angerufen werde, bevor die Polizei oder  die Staatsanwaltschaft Zugang zu den Quellen erhält. Das sei nicht  gewährleistet. Der Bundesrat müsse dem Gesetz deshalb seine Zustimmung  verweigern.</p>
<p>Den Gesetzgeber forderte der DJV-Vorsitzende auf, die Diskussion um  die Bestandsdatenauskunft zum Anlass zu nehmen, den Informantenschutz zu  stärken und Journalisten beim Zeugnisverweigerungsrecht nicht  schlechter zu behandeln als Rechtsanwälte, Abgeordnete oder Geistliche.  „Ob die Anonymität der Informanten von Journalisten gewahrt bleibt, darf  bei Ermittlungsmaßnahmen nicht vom Einzelfall abhängen“, betont Konken.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>DJV warnt Bildjournalisten vor Vermarktungsportalen</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Apr 2013 22:05:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) warnt hauptberuflich tätige Bildjournalisten vor Vermarktungsportalen, die sich vornehmlich an Amateure wenden. Hintergrund der Stellungnahme ist die kürzlich bekannt gewordene Kooperation der WAZ-Mediengruppe (welche über die österreichische Kronenzeitung auch in Österreich tätig ist) mit dem finnischen Foto- und Videovermarkter Scoopshot. Sie bietet den WAZ-Titeln die Möglichkeit, ihre Fotos künftig über Scoopshot [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) warnt hauptberuflich tätige Bildjournalisten vor Vermarktungsportalen, die sich vornehmlich an Amateure wenden. Hintergrund der Stellungnahme ist die kürzlich bekannt gewordene Kooperation  der WAZ-Mediengruppe (welche über die österreichische Kronenzeitung auch in Österreich tätig ist) mit dem finnischen Foto- und Videovermarkter  Scoopshot. Sie bietet den WAZ-Titeln die Möglichkeit, ihre Fotos künftig  über Scoopshot zu beziehen. Offen ist dabei die Höhe der Honorierung,  fest steht nur die 30-prozentige Provision für das Portal. „Damit wird dem Honorardumping Tür und Tor geöffnet“, kritisiert der DJV-Vorsitzende Michael Konken.<span id="more-14669"></span></p>
<p>„Profi-Journalisten sollten sich nicht in den Wettbewerb mit Laien und Leserreportern begeben, die Fotos ohne jeden journalistischen Anspruch zu Dumpingpreisen liefern“, mahnt Konken. „In Vermarktungsportalen, die auf Breitenwirkung setzen, ist der Unterschied zwischen Profi- und Amateurbildern nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. Es dürfte für Bildjournalistinnen und -journalisten unmöglich sein, für ihre Fotos angemessene Honorare zu bekommen, wenn sie in einer Reihe mit Schnappschüssen von Handykameras stehen, die für Preise im 10-Euro- Bereich angeboten werden.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Konken fordert in diesem Zusammenhang die Tageszeitungen dazu auf, endlich ihre Honorarpolitik zu korrigieren und auch die Freien angemessen zu bezahlen. Zeitungen müssten auch weiterhin mit professionellen Bildjournalisten aus ihrer Region zu fairen Konditionen zusammenarbeiten.</p>
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		<title>Deutscher Journalisten Verband (DJV) plädiert für sichere Jobs 2013</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Dec 2012 23:04:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Sichere Jobs für Journalisten wünscht sich der Deutsche Journalisten Verband (DJV). Mit einer Grußbotschaft zum Weihnachtsfest und zum Jahreswechsel hat  sich DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken an die Mitglieder des  Deutschen Journalisten-Verbands gewandt:<span id="more-14142"></span></p>
<p>In seinem Weihnachtsbrief erinnerte Konken an die aktuellen  Probleme bei mehreren Medien, darunter Frankfurter Rundschau, FTD und  dapd. An die Adresse der dort beschäftigten Journalistinnen und  Journalisten gerichtet, sagte er: „Sie alle machen jetzt eine schwere  Zeit durch, eine Zeit der Sorgen und der Ungewissheit. Ihnen gilt wie  noch nie zuvor die Solidarität des Deutschen Journalisten-Verbandes und  seiner 38.000 Mitglieder. Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen, dass es  für Sie so schnell wie möglich wieder eine Perspektive im Journalismus  gibt.“</p>
<p>Nicht die Beliebtheit gedruckter Medien lasse nach, wohl aber die  Bereitschaft zum Kauf oder zum Abonnement. „Wir haben über die  Finanzierung von Qualitätsjournalismus zu reden. Wir müssen intensiv  darüber nachdenken, ob die Kopplung von redaktionellen Arbeitsplätzen  und Honoraretats von Freien an Anzeigenaufkommen und verkaufte Auflage  auch zukünftig das richtige Rezept ist, um dem Journalismus seine Rolle  als vierte Gewalt im Staate dauerhaft zu sichern.“</p>
<p>Als wichtigstes  Ereignis des nächsten Jahres bezeichnete der DJV-Vorsitzende die  Tarifverhandlungen mit den Zeitungs- und Zeitschriftenverlegern: „Der  DJV wird sich 2013 für den Fortbestand der Flächentarifverträge  einsetzen und für angemessene Gehälter und Honorare streiten.“ Denn:  „Gute journalistische Arbeit hat ihren Preis.“ Er hoffe, dass das Jahr  2013 sichere Arbeitsplätze mit sich bringe und neue schaffen.</p>
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		<title>DJV verurteilt islamistischen Mordaufruf an Journalisten</title>
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		<pubDate>Wed, 23 May 2012 22:03:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Der deutsche Journalisten Verband (DJV) ist empört über einen Mordaufruf an Journalisten. In einem im Internet kursierenden Mordaufruf eines Islamisten wird unter anderem dazu aufgerufen, Journalisten zu ermorden, die Demonstranten mit Mohammed-Karikaturen gezeigt hätten.<span id="more-12848"></span></p>
<p>„Unvoreingenommene und kritische Berichterstattung ist die Aufgabe von Journalistinnen und Journalisten“, reagiert DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken: „Dazu gehört auch die Berichterstattung über Demonstrationen.“ Es sei völlig inakzeptabel, dass Journalisten ins Visier von Fanatikern gerieten.</p>
<p>Der DJV-Vorsitzende forderte die Sicherheitsbehörden zu umfangreichen und zügigen Ermittlungen gegen die Urheber des Mordaufrufs auf. „Es muss klar sein, dass Hasspamphlete keinen Platz in der demokratischen Gesellschaft haben.“ Er erwarte, dass die ins Visier geratenen Journalisten und ihre Angehörigen von den Behörden größtmöglichen Schutz erhielten, so Konken.</p>
<p>Seit Jahresbeginn wurden übrigens weltweit 21 Journalisten und 6 Blogger getötet, viele von ihnen in Kriegsgebieten wie Syrien oder Somalia. Im Schnitt kam alle fünf Tage ein Berichterstatter ums Leben. Zum<a title="Internationaler Tag der Pressefreiheit" href="http://www.redakteur.cc/heute-ist-der-tag-der-pressefreiheit/" target="_blank"> Internationalen Tag der Pressefreiheit</a> am 3. Mai hatte Reporter ohne Grenzen (ROG) diese Zahl publiziert und die neue <a title="Liste: Feinde der Pressefreiheit" href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/rte/docs/2012/120504_Liste_Feinde_der_Pressefreiheit.pdf" target="_blank">Liste der „Feinde der Pressefreiheit“</a> vorgestellt.</p>
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		<title>Heute ist der internationale Tag der Pressefreiheit</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 22:09:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus Anlass des heutigen Welttags der Pressefreiheit hat der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) die europäischen Politiker aufgefordert, der Presse- und Meinungsfreiheit in den einzelnen Mitgliedsstaaten der EU mehr Beachtung zu schenken. Die europäische Politik müsse die grundlegende Bedeutung freier Medien für die Demokratie stärker in den Mittelpunkt rücken, forderte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. „Pressefreiheit ist ein Grundwert und nicht ein Luxusartikel, auf den man in der Euro-Krise leicht verzichten kann“, stellte Konken klar.<span id="more-12672"></span></p>
<p>Sicherheitspolizeigesetz und Vorratsdatenspeicherung schränken die Pressefreiheit in Österreich ein, schreibt der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) zum heutigen Welttag der Pressefreiheit: So wird der § 38 SPG häufig von der Exekutive dafür benutzt, Journalisten von einem Einsatzort &#8220;wegzuweisen&#8221;. Der ÖJC fordert daher erneut eine Änderung des Sicherheitspolizeigesetzes. &#8220;Die Vorratsdatenspeicherung widerspricht klar dem Lissabon-Vertrag und dem Artikel 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention. Daher sollte Österreich hier Vorreiter bei der Abschaffung sein&#8221;, so der ÖJC-Präsident. Turnheim unterschreibt am 3. Mai, dem Tag der Pressefreiheit, die von der &#8220;AK Vorrat&#8221; initiierte &#8220;Verfassungsklage gegen Vorratsdatenspeicherung&#8221;.</p>
<p>Die unabhängige und kritische Berichterstattung und die damit verbundene demokratische Form des Journalismus hat den äquivalenten Schutz zu genießen, wie die anderen drei Säulen der demokratischen Gesellschaft, die Exekutive, die Legislative und die Judikative, fordert Konken. Die EU-Kommission habe etwa in Ungarn „viel zu spät und halbherzig“ auf die Einführung der Zensur in Form des Mediengesetzes reagiert. „Deutliche Worte von EU-Politikern fielen zur Wirtschaftskrise in Ungarn, nicht aber zur Einschränkung der Pressefreiheit.“</p>
<p>Der DJV-Vorsitzende kritisierte ferner, dass die Ukraine erst durch die Haftbedingungen von Julia Timoschenko in den Fokus deutscher und europäischer Politiker geraten sei. Reglementierungen der Pressefreiheit, wie sie vor Monaten vom ukrainischen Parlament beschlossen wurden, seien in Brüssel und Berlin scheinbar unbemerkt geblieben. „Wer es mit den demokratischen Grundwerten Europas Ernst meint, darf nicht die Augen vor der Wirklichkeit in einigen Mitgliedsstaaten verschließen“, sagte Konken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch in Österreich gibt es in den vergangenen Jahren vermehrt Angriffe auf die Pressefreiheit, wie der ÖJC aufzeigt: Das vom Österreichischen Journalisten Club (ÖJC) mehrfach, auch in parlamentarischen Stellungnahmen, kritisierte Sicherheitspolizeigesetz schränkt massiv die Möglichkeiten der freien Berichterstattung ein. Die von Österreich viel zu früh umgesetzte Vorratsdatenspeicherung wird nun von der  EU-Kommission neu geregelt. Nach &#8220;Spiegel&#8221;-Informationen soll bereits in den kommenden Monaten ein neuer Entwurf für die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung vorliegen. ÖJC-Präsident Fred Turnheim ersucht daher die österreichische Bundesregierung dringend, bei den Verhandlungen in Brüssel gleich die Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung durchzusetzen.</p>
<p>Der Tag der Pressefreiheit am 3. Mai wurde 1993 von der UNO-Generalversammlung ausgerufen. Zwei Jahre zuvor war in Namibias Hauptstadt Windhuk die &#8220;Erklärung zur Pressefreiheit&#8221; beschlossen worden. Seit damals hat sich die Lage für Journalisten weltweit nicht verbessert &#8211; sondern dramatisch verschärft. So könnte heuer, nach Angaben des in Wien ansässigen IPI, &#8220;2012 für Journalisten das tödlichste Jahr seit 15 Jahren&#8221; werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Verfallt nicht der PR-Strategie eines Massenmörders!</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 22:08:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist zwar nicht nur notwendig, sondern auch sinnvoll, über den Prozess gegen den norwegischen Massenmörder Anders Behring Breivik zu berichten, aber in einer Art und Weise, dass er sich nicht als &#8220;verehrenswürdiger Held&#8221; und &#8220;Opfer des Systems&#8221; darstellen kann. Der sich zu seinem Wahnsinnstaten Bekennende erklärt sich nicht nur für unschuldig, da er aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist zwar nicht nur notwendig, sondern auch sinnvoll, über den Prozess gegen den norwegischen Massenmörder Anders Behring Breivik zu berichten, aber in einer Art und Weise, dass er sich nicht als &#8220;verehrenswürdiger Held&#8221; und &#8220;Opfer des Systems&#8221; darstellen kann. Der sich zu seinem Wahnsinnstaten Bekennende erklärt sich nicht nur für unschuldig, da er aus &#8220;Notwehr&#8221; gehandelt habe, sondern &#8220;bereut&#8221; offenbar aus vollster Überzeugung nur, nicht noch mehr Menschen ermordet zu haben.<span id="more-12545"></span></p>
<p>Es gibt zu viele Menschen (im extrem linken genauso wie im extrem rechten politischen Spektrum) in ganz Europa, die sich aus Enttäuschung und Frust über das aktuelle politische System nach einer Leitfigur sehnen. Diese soll dann in beiden Fällen die aktuellen politischen Zustände beenden und eine neue, &#8220;gerechtere und bessere Gesellschaftsordnung&#8221; herbeiführen, in der es allen Menschen gut geht, in der alle Menschen im Wohlstand leben. In beiden politischen Systemen gäbe es dann keinen Spielraum mehr für Toleranz und für andere Meinungen, sondern die dem &#8220;neuen&#8221; System Unangepassten würden verfolgt: im einen Fall die sogenannten Reichen zu Gunsten der so genannten Armen verfolgt, enteignet und enterbt und im anderen Fall grundsätzlich Andersdenkende und Minderheiten, die dem System der Leitfigur nicht zustimmen. Das darf vor allem in einem geeinten Europa niemals (mehr) passieren.</p>
<p>Und daher muss alles unternommen beziehungsweise unterbunden werden, was schwache zu Extremismen neigende Menschen darin bestärken könnte, einem wahnsinnigen Idol hinterherzueifern. In diesem Zusammenhang ist für mich gänzlich unverständlich, warum die norwegische Justiz TV-Übertragungen aus dem Gerichtssal zulässt, wo der Massenmörder Breivik von vorne herein die Medien und die Öffentlichkeit für seine PR-Aktion missbrauchen wollte. Bei allem Verständnis für die Hinterbliebenen ist es zudem auch fraglich, ob eine Haft von maximal 21 Jahren (in Norwegen Höchststrafe) für Massenmord die höhere Strafe bedeutet als tatsächlich lebenslang in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher zu landen, was Breivik ja unbedingt vermeiden will.</p>
<p>Ich warne jedenfalls davor, den offensichtlich scharf kalkulierenden norwegischen Attentäter und Massenmörder zu unterschätzen, anzunehmen, dass er nicht genau wüsste, wie er Medien zu seinem Vorteil einsetzen kann: Er plante auch seine Anschläge sehr penibel und so agiert er sicher sicher nach vor.  Ich appelliere daher an alle Medienvertreter, im Zusammenhang mit der Berichterstattung im Fall Breivik ausnahmslos auf jegliche Live-Übertragung zu verzichten und bei der Auswahl des zu sendenden Materials in diesem Fall nicht nur nach üblichen Kriterien abzuwägen, sondern sich hier ganz besonders der Verantwortung bewusst zu sein, was entsprechende Filmberichte bei umsturzanfälligen Menschen anrichten könnte. Medien riskierten sonst zu (wenn auch ungewollten) indirekten (terroristischen) Mittätern in Breiviks Dienste zu werden.</p>
<p>Im Zusammenhang mit dem Prozess gegen den norwegischen Massenmörder   Anders Behring Breivik hat übrigens auch der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) eine   zurückhaltende Berichterstattung angemahnt. Deren Standpunkt stimme ich vollinhaltlich zu: Es gelte, den Spagat   zwischen dem Informationsauftrag der Journalistinnen und Journalisten   und dem Opferschutz zu schaffen, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael   Konken: „Journalisten dürfen sich nicht zu Breiviks unfreiwilligen   Helfern machen lassen.“ Der Beschuldigte habe es darauf angelegt, den   Strafprozess als Medienspektakel zu missbrauchen. Journalisten dürften  seinen Verführungskünsten nicht verfallen.</p>
<p>„Auch in diesem Fall,  der für Norwegen eine Katastrophe war, gelten die  Richtlinien des  Pressekodex“, betonte Konken. So sehe etwa dessen Ziffer  11.2 vor, dass  sich die Medien „nicht zum Werkzeug von Verbrechern  machen“ lassen  dürften. Und weiter heiße es: „Die Berichterstattung über  Unglücksfälle  und Katastrophen findet ihre Grenze im Respekt vor dem  Leid von Opfern  und den Gefühlen von Angehörigen. Die vom Unglück  Betroffenen dürfen  grundsätzlich durch die Darstellung nicht ein zweites  Mal zu Opfern  werden.“ Konken: „Wenn Journalisten den Ausführungen des  Angeklagten so  viel Raum schenken, wie er es sich wünscht, geraten  Schrecken und  Ungeheuerlichkeit seiner Taten in den Hintergrund.“ Das  dürfe auf  keinen Fall geschehen, so Konken.</p>
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