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	<title>Elmar Leimgruber &#187; Mensch</title>
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		<title>Der Papst (im deutschen Bundestag) über den freiheitlichen Rechtsstaat</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 22:02:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Benedikt-XVI-c-frei.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-10513" title="Benedikt XVI (c-frei)" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Benedikt-XVI-c-frei-238x300.jpg" alt="" width="238" height="300" /></a>Der Maßstab und der Grund um Politiker zu sein, &#8221; darf nicht der Erfolg und schon gar nicht  materieller Gewinn sein&#8221;, betonte der aus Deutschland stammende Papst Benedikt XVI. (mit bürgerlichem Namen Joseph Ratzinger) bei seiner mit Spannung erwarteten Rede im deutschen Bundestag am 22. September: &#8220;Die Politik muß Mühen um Gerechtigkeit sein und  so die Grundvoraussetzung für Frieden schaffen&#8221;. Erfolg könne auch &#8220;Verführung  sein und so den Weg auftun für die Verfälschung des Rechts, für die  Zerstörung der Gerechtigkeit&#8221; erläuterte der Papst den Parlamentariern seine Gedanken: &#8220;Dem Recht zu dienen und der Herrschaft des Unrechts zu wehren ist und bleibt die grundlegende Aufgabe des Politikers&#8221;.</p>
<p>Das Christentum habe im Unterschied zu anderen  Religionen nie eine  staatliche Rechtsordnung aufgrund göttlicher  Offenbarung vorgegeben. Eine (auch parlamentarische) Mehrheit könne zwar für &#8220;einen Großteil der rechtlich zu regelnden Materien ein genügendes Kriterium sein&#8221;. Dies gelte jedoch nicht in &#8220;den Grundfragen des Rechts, in denen es um die Würde des Menschen und der Menschheit geht&#8221;. geltendes Recht könne auch genauso Unrecht sein. In dieser Überzeugung hätten auch &#8220;Widerstandskämpfer gegen das Naziregime und gegen  andere totalitäre Regime gehandelt und so dem Recht und der Menschheit  als ganzer einen Dienst erwiesen&#8221;.<span id="more-10503"></span></p>
<p>Bei der Suche nach der Wahrheit und nach den richtigen Antworten auf die aktuellen Probleme appellierte der Papst, &#8220;geöffnete Vernunft&#8221; (Gewissen) und Natur (beide begründet &#8220;in der schöpferischen Vernunft Gottes&#8221;) als Grundlagen und Rechtsquellen zu erkennen, die letztlich über die Jahrhunderte hindurch auch zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte geführt hätten, erklärte der Papst.</p>
<p>&#8220;Von der Überzeugung eines Schöpfergottes her ist  die Idee der Menschenrechte, die Idee der Gleichheit aller Menschen vor  dem Recht, die Erkenntnis der Unantastbarkeit der Menschenwürde in jedem  einzelnen Menschen und das Wissen um die Verantwortung der Menschen für  ihr Handeln entwickelt worden&#8221;. Die &#8220;zu ignorieren oder als bloße Vergangenheit zu  betrachten, wäre eine Amputation unserer Kultur insgesamt und würde sie  ihrer Ganzheit berauben. Die Kultur Europas ist aus der Begegnung von  Jerusalem, Athen und Rom – aus der Begegnung zwischen dem Gottesglauben  Israels, der philosophischen Vernunft der Griechen und dem Rechtsdenken  Roms entstanden. Diese dreifache Begegnung bildet die innere Identität  Europas. Sie hat im Bewußtsein der Verantwortung des Menschen vor Gott  und in der Anerkenntnis der unantastbaren Würde des Menschen, eines  jeden Menschen Maßstäbe des Rechts gesetzt, die zu verteidigen uns in  unserer historischen Stunde aufgegeben ist&#8221; forderte Papst Benedikt XVI.</p>
<p>&#8220;Dramatisch&#8221; seien hingegen aktuelle Tendenzen die besagten: &#8220;Was nicht verifizierbar oder falsifizierbar ist, gehört danach nicht in den Bereich der Vernunft im strengen Sinn. Deshalb müssen Ethos und Religion dem Raum des  Subjektiven zugewiesen werden und fallen aus dem Bereich der Vernunft im  strengen Sinn des Wortes heraus.&#8221; Hierzu fordert der Papst eine öffentliche Diskussion. Das &#8220;positivistische Konzept von Natur und Vernunft&#8221; sei zwar &#8220;großartig&#8221; und gar &#8220;notwendig&#8221;, aber es reiche bei weitem nicht aus, sondern &#8220;verkleinert den Menschen&#8221; und &#8220;bedroht seine Menschlichkeit&#8221;. Als Antwort appelliert Benedikt XVI, die inneren Fenster zu öffnen und &#8220;die Weite der Welt, den Himmel und die Erde&#8221; zu sehen &#8220;und all  dies recht zu gebrauchen lernen&#8221;. Hier gelte es auf die &#8220;Ökologie des Menschen&#8221; zu achten: &#8220;Auch der Mensch hat eine Natur, die er achten muß und die er nicht beliebig manipulieren kann.&#8221;</p>
<p>In Anlehnung an die weise Bitte König Salomons an Gott (im Alten Testament der Bibel), appellierte der Papst schließlich: &#8220;Ich denke, auch heute könnten wir letztlich nichts  anderes wünschen als ein hörendes Herz – die Fähigkeit, Gut und Böse zu  unterscheiden und so wahres Recht zu setzen, der Gerechtigkeit zu  dienen und dem Frieden&#8221;.</p>
<p>Die Rede von Papst Benedikt XVI. im deutschen Bundestag   im Wortlaut ist <a title="Papst-Rede im deutschen Bundestag" href="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2011/september/documents/hf_ben-xvi_spe_20110922_reichstag-berlin_ge.html" target="_blank">hier</a> vollständig online und (inklusive Empfang und Begrüßung; Papstrede ab Minute 41) <a title="Papstrede als Video" href="http://player.rv.va/vaticanplayer.asp?language=it&amp;tic=VA_U6I4DMP9" target="_blank">hier als Video</a> abrufbar.</p>
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		<title>Vom PISA-Rebell zum Polit-Aufsteiger</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Dec 2010 23:02:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[PISA-Rebell Nico Marchetti Eigentlich wäre es ja nicht der Rede wert, darüber zu berichten, dass die Junge ÖVP im 10. Wiener Gemeindebezirk gestern Abend einen neuen Obmann gewählt hat: zu uninteressant und viel zu provinziell eigentlich für redakteur.cc, ein Medium, das für den gesamten deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz, Südtirol, Liechtenstein) Informationen bietet. Eigentlich. Wäre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4 class="mceTemp">
<dl id="attachment_7743" class="wp-caption alignright" style="width: 217px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/DSCN2218.jpg"><img class="size-medium wp-image-7743 " title="DSCN2218" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/DSCN2218-259x300.jpg" alt="" width="207" height="240" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">PISA-Rebell Nico Marchetti</dd>
</dl>
</h4>
<p>Eigentlich wäre es ja nicht der Rede wert, darüber zu berichten, dass die Junge ÖVP im 10. Wiener Gemeindebezirk gestern Abend einen neuen Obmann gewählt hat: zu uninteressant und viel zu provinziell eigentlich für redakteur.cc, ein Medium, das für den gesamten deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz, Südtirol, Liechtenstein) Informationen bietet. Eigentlich. Wäre derjenige, der nun mit seinem neuen Team -übrigens einstimmig- gewählt wurde einfach irgend ein Neuer.</p>
<p>Hier handelt es sich jedoch um einen, der schon längst vorher nicht nur in seinem Bezirk als Bezirksgeschäftsführer bekannt war, sondern im vergangenen Jahr einen politischen Frontalangriff auf die rote Unterrichtsministerin Claudia Schmied initiierte: Als Chef der ÖVP-nahen Schüler-Union und als Bundesschulsprecher machte er öffentlichkeitswirksam auf die Anliegen und Bedürfnisse der Schüler aufmerksam und rief sogar zu einem <a title="PISA-Boykott-Aufruf von Nico Marchetti" href="http://www.google.at/url?sa=t&amp;source=web&amp;cd=7&amp;ved=0CC8QFjAG&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.schuelerunion.at%2Fdownload%2Fpisa_boykott_offener_brief.pdf&amp;rct=j&amp;q=nico%20marchetti&amp;ei=3_D-TMC9H4Ki8QPOi92MCw&amp;usg=AFQjCNFQaNgW0snpN8YMinj1DyqM1aVGuw&amp;cad=rja" target="_blank">Boykott</a> des <a title="Der PISA-Test und die Folgen" href="http://www.redakteur.cc/pisa-und-das-oesterreichische-schulsystem/" target="_blank">PISA-Tests</a> auf, nach dem die Testbögen einfach unausgefüllt abgegeben werden sollten. Die Rede ist von Nico Marchetti.<span id="more-7738"></span></p>
<h4 class="mceTemp">
<dl id="attachment_7744" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Marchetti-Rothleitner-DSCN2214.jpg"><img class="size-medium wp-image-7744 " title="Marchetti Rothleitner DSCN2214" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Marchetti-Rothleitner-DSCN2214-300x232.jpg" alt="" width="240" height="186" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Der bisherige Favoritner Bezirksjugendobmann Kurt Rothleitner (rechts) und sein Nachfolger Nico Marchetti, der bereits seinen Schatten vorauswirft</dd>
</dl>
</h4>
<p>Er war damals nach eigenen Angaben als Bundesschulsprecher angetreten, damit die Schulpartnerschaft ernster genommen wird und damit sich die  Bildungspolitik der Ministerin mehr nach den Bedürfnissen der  Schülerinnen und Schüler richtet als nach &#8220;Parteiideologien und  Marketinggags  á la „Neue Mittelschule“&#8221;. Zudem machte er sich stark für die Einführung eines eigenständigen Unterrichtsfachs  „Politische Bildung“ ab der Unterstufe.</p>
<p>Nach seinem Aufruf, die PISA-Tests zu boykottieren, bekam Marchetti nicht nur zivil- und strafrechtliche Klagen seiten des mit der in Österreich zur Durchführung der PISA-Studie beauftragten SPÖ-nahen BIFIE-Instituts, sondern auch seine eigene Partei, die ÖVP liess ihn irgendwie im Regen stehen.</p>
<p>Um so beeindruckender ist es, dass sich Marchetti durch diese öffentliche &#8220;Verheizung&#8221; nicht entmutigen liess, sondern weiterhin politisch aktiv blieb, wenn auch nicht mehr so in der Öffentlichkeit. Die gestrige Wahl zum &#8220;Team-Chef&#8221; der Jungen ÖVP Favoriten bieten dem inzwischen Wirtschaft Studierenden weitere Möglichkeiten, fruchtbare Ideen zu entwickeln für Favoriten (Wiens 10. Bezirk), für die gesamte Stadt Wien und vielleicht auch für &#8220;seine&#8221; Partei, die einerseits verwöhnte, andererseits orientierungslose <a title="Volkspartei verzweifelt gesucht" href="http://www.redakteur.cc/volkspartei-verzweifelt-gesucht/" target="_blank">ÖVP</a> Wien.</p>
<p>Hilfreich kann dem Jugendbezirkschef unter anderem das sein, was FCG-Gewerkschafter Andreas Gjecaj beim Bezirkstag in seinem politischen Referat den jungen Schwarzen nahelegte: Die Säulen der Gesellschaft: Politik, Wirtschaft, Religion, Kultur und Wissenschaft haben ein Credo: den Menschen im Mittelpunkt. Diese Säulen müssen voneinander unabhängig sein und das Gemeinwohl im Blickpunkt haben und sie müssen in der Balance sein, sodass keine zu dominant ist, was derzeit aber bei der Wirtschaft der Fall ist, kritisierte Gjecaj.</p>
<p>Frischen kritischen Wind kann ja besonders die all zu an die regierende SPÖ angepasste Wiener ÖVP jedenfalls bestens gebrauchen. Wünschenswert wäre allerdings, dass die ÖVP nicht -wie &#8220;Altparteien&#8221; üblicher Weise reagieren- abblockt, sondern junge Ideen nicht nur anhört und ernstnimmt, sondern auch fördert: Immerhin wird es -längerfristig betrachtet- vor allem die Zukunft der jetzt Jungen in Wien und in Österreich sein, an die es heute schon zu denken gilt.</p>
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		<title>Deutscher Medienpreis für Bundeskanzlerin Merkel</title>
		<link>http://www.redakteur.cc/deutscher-medienpreis-fur-bundeskanzlerin-merkel/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 11:47:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Frau Europa&#8221; Angela Merkel Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel wird mit dem Deutschen Medienpreis 2009 ausgezeichnet. Opern-Star Anna Netrebko wird im Rahmen der feierlichen Verleihung am Dienstag, den 9. Februar 2010, in Baden-Baden die Laudatio auf die deutsche Kanzlerin halten. Eine Jury aus führenden Chefredakteuren hat Angela Merkel für diese Auszeichnung ausgewählt. In der Begründung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5 class="mceTemp">
<dl id="attachment_2035" class="wp-caption alignleft" style="width: 193px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/time-Merkel-cover-frau-europa.jpg"><img class="size-full wp-image-2035" title="time-Merkel-cover-frau-europa" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/time-Merkel-cover-frau-europa.jpg" alt="" width="183" height="244" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">&#8220;Frau Europa&#8221; Angela Merkel</dd>
</dl>
</h5>
<p>Die deutsche Bundeskanzlerin <a title="What about &quot;Frau Europa&quot;?" href="http://www.redakteur.cc/what-about-frau-europa-angela-merkel/" target="_blank">Angela Merkel</a> wird mit dem  Deutschen Medienpreis 2009 ausgezeichnet. Opern-Star Anna Netrebko  wird im Rahmen der feierlichen Verleihung am Dienstag, den 9. Februar 2010, in Baden-Baden die Laudatio auf die deutsche Kanzlerin halten.</p>
<p>Eine Jury aus führenden Chefredakteuren hat Angela Merkel für  diese Auszeichnung ausgewählt. In der Begründung der Jury heißt es:  &#8220;Im Mittelpunkt ihres politischen Denkens und Handelns steht stets  der Mensch. Die Würde und die Rechte des Individuums leiten Angela  Merkel bei ihren politischen Entscheidungen, die geprägt sind von  Berechenbarkeit und Verlässlichkeit. In der Außenpolitik verfolgt sie einen Kurs, der die Partnerschaft in den Vordergrund stellt, ohne  dass sie die manchmal notwendige Konfrontation scheut. <span id="more-2373"></span>Ihr  konsequenter Einsatz für Menschenrechte, für die Wahrung der  Schöpfung und eine freiheitliche Wirtschafts- und  Gesellschaftsordnung habe ihre Wurzeln in der ganz persönlichen  Biographie von Angela Merkel.&#8221;</p>
<p>Die weltberühmte Sopranistin mit russischer und österreichischer  Staatsbürgerschaft, Anna Netrebko, wird in einer für sie  ungewöhnlichen Rolle die Laudatio auf Kanzlerin Angela Merkel halten. Seit vielen Jahren begeistert die Künstlerin auf den großen Bühnen  der Welt ihr Publikum. Anna Netrebko hat es wie kaum ein anderer  Künstler geschafft, die klassische Opern-Musik auch einem breiteren  Publikum nahe zu bringen. Im Jahr 2007 hat das US-amerikanische  &#8220;Time&#8221;-Magazin Anna Netrebko in die Liste der 100 einflussreichsten  Persönlichkeiten der Welt aufgenommen.</p>
<p>Die Preisverleihung findet in Baden-Baden statt. Geladen sind etwa 150 führende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Medien und  Kultur. Mit dem Deutschen Medienpreis wurden bisher unter anderem  Nelson Mandela, François Mitterrand, Yassir Arafat, Yitzhak Rabin,  Kofi Annan, König Juan Carlos von Spanien und im letzten Jahr Dalai  Lama ausgezeichnet.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Welche moralische Autorität hat ein Staat, der seinen Menschen die medizinische Grundversorgung verwehrt?</title>
		<link>http://www.redakteur.cc/medizin-usa/</link>
		<comments>http://www.redakteur.cc/medizin-usa/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 07:55:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Innerhalb der EU ist medizinische Grundversorgung selbstverständlich Foto: aok.de Wenn ein Staat im so genannten Osten oder Süden (von Europa aus betrachtet) seinen Menschen nicht elementarste Werte, wie die einer medizinischen Grundversorgung zuerkennt, dann betrachten wir ihn -wie ich finde zu Recht- als zumindest rückständig. Die USA hingegen, die seit Jahrzehnten für sich in Anspruch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5 class="mceTemp">
<dl id="attachment_2313" class="wp-caption alignright" style="width: 260px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/aok-Stethoskop.jpg"><img class="size-full wp-image-2313" title="aok-Stethoskop" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/aok-Stethoskop.jpg" alt="" width="250" height="120" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Innerhalb der EU ist medizinische Grundversorgung selbstverständlich<br />
Foto: aok.de</dd>
</dl>
</h5>
<p>Wenn ein Staat im so genannten Osten oder  Süden (von Europa aus betrachtet) seinen Menschen nicht elementarste Werte, wie die einer medizinischen Grundversorgung zuerkennt, dann betrachten wir ihn -wie ich finde zu Recht- als zumindest rückständig.</p>
<p>Die USA hingegen, die seit Jahrzehnten für sich in Anspruch nehmen, sowohl Weltrichter als auch moralische Instanz für die Welt zu sein, verweigern ihren Menschen genau diese Werte: Nur wer in den USA das nötige Geld hat, hat bislang auch einen Anspruch auf medizinische Grundversorgung, entweder über teure Privatversicherungen oder im Krankheitsfall durch direkte Bezahlung der anfallenden Kosten. Arme Menschen hingegen können es sich im wahrsten Sinne des Wortes aus finanziellen Gründen nicht &#8220;leisten&#8221; krank zu werden, weil es die staatliche Krankenversicherung, die in Europa glücklicherweise üblich ist, dort nicht gibt.</p>
<p>Und US-Präsident Barack Obama will dies -vollkommen zu Recht- ändern: <span id="more-2307"></span>Er will ein neues Gesetz, das nicht nur den Reichen, sondern allen Menschen in den USA eine medizinische Grundversorgung ermöglicht. Und siehe da: Das Selbstverständlichste vom Selbstverständlichen klappt nicht: Seine politischen Gegner, die Republikaner laufen seit Monaten Sturm gegen diese Pläne Obamas, und sein edles Ziel scheint zum Scheitern verurteilt.</p>
<p>Was steckt dahinter? Auch unter den Republikanern gibt es sicher nicht nur Reiche, sondern auch Arme: Warum verweigert man Menschen, die sowieso täglich um das Überleben kämpfen müssen, eine medizinische Grundversorgung? Entscheidet man hier über die Köpfe des Volkes hinweg? Ist es einfach eine Zweiklassen-Neidgesellschaft, dass man das, was man sich selbst leisten kann, anderen nicht auch gönnen will?</p>
<p>Ich verstehe diese Haltung der Republikaner in den USA genauso wenig wie ihren Standpunkt zum Thema Todesstrafe: Wer gibt einem Menschen das Recht, über das Leben eines anderen Menschen zu entscheiden? Beides hat auch mit dem Christentum nichts zu tun, auf das sie sich so gerne berufen: Im Gegenteil: Im Christentum gelten Werte wie Menschenwürde, Solidarität, Vergebung&#8230;</p>
<p>Was sind das bloss für Politiker, die sich sonst immer für ach so wertekonservativ geben, aber wo Solidarität gefragt ist, kneifen und alles nur egoistisch für sich selbst haben wollen?</p>
<p>Ich befürchte, dass es auch hier eigentlich nicht um das Thema Gesundheit geht, sondern dass es sich &#8220;nur&#8221; um ein politisches Problem handelt: dass die Republikaner einfach alles dransetzen, um den erfolgreichen neuen und anderen amerikanischen Weg von Barack Obama einzubremsen, ihn zu hindern, Reformen umzusetzen, und um die eigenen Anhänger zu mobilisieren, bei den nächsten Wahlen wieder republikanisch zu wählen. Es geht also leider wohl wieder und immer nur um Macht und nicht um das, worum es den politischen Verantwortlichen eigentlich gehen sollte und zwar weltweit: Um den Schutz der Menschenwürde für alle Menschen, um möglichst gute und gerechte Lebensbedingungen für alle Menschen, um die Solidarität aller Menschen miteinander und untereinander, um den weltweiten Frieden unter allen Menschen, um die Bewahrung der Schöpfung. Ja dann ginge es uns allen, der ganzen Menschheit, gut.</p>
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		<title>Über das Monster Mensch</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Jan 2010 03:31:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Thomas Müller: &#8220;Bestie Mensch&#8221; In jedem Menschen steckt auch ein Monster: &#8220;Derjenige, der noch nie daran gedacht hat, einen anderen umzubringen, der ist mir suspekt&#8221;. Damit schockte der prominente Kriminalpsychologe Thomas Müller bereits 2004 in einem Interview mit dem “Falter” anlässlich der Präsentation seines ersten Bestsellers &#8220;Bestie Mensch&#8221;. In jedem Mensch steckt ein Sadist, ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5 class="mceTemp">
<dl id="attachment_2178" class="wp-caption alignright" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3902404051?ie=UTF8&amp;tag=elmarswunderb-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3902404051"><img class="size-thumbnail wp-image-2178" title="BestieMensch" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/BestieMensch-150x150.jpg" alt="" width="193" height="201" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Thomas Müller:<br />
&#8220;Bestie Mensch&#8221;</dd>
</dl>
</h5>
<p>In jedem Menschen steckt auch ein Monster: &#8220;Derjenige, der noch nie daran gedacht hat, einen anderen umzubringen, der ist mir suspekt&#8221;. Damit schockte der prominente Kriminalpsychologe Thomas Müller bereits 2004 in einem <a title="Thomas Müller im Gespräch mit dem &quot;Falter&quot;" href="http://www.falter.at/print/F2004_39_3.php" target="_blank">Interview mit dem “Falter”</a> anlässlich der Präsentation seines ersten Bestsellers <a title="Thomas Müller: &quot;Bestie Mensch&quot;" href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FBestie-Mensch-Tarnung-L%25C3%25BCge-Strategie%2Fdp%2F3499620928%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks%26qid%3D1263605406%26sr%3D8-1&amp;site-redirect=at&amp;tag=elmarswunderb-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">&#8220;Bestie Mensch&#8221;</a>.</p>
<p>In jedem Mensch steckt ein  Sadist, ein Diktator, ein blinder Mitläufer. Dies behauptet nun auch das Wissenschaftsmagazin <a title="PM Magazin" href="http://www.pm-magazin.de/de/heftartikel/artikel_id909.htm" target="_blank">P.M. in seiner aktuellen Ausgabe</a>. Den Beweis lieferten sogenannte &#8220;Monsterstudien&#8221;, <span id="more-2168"></span>in denen Psychologen in  ausgeklügelten Versuchen die  verborgenen Abgründe der menschlichen Natur aufdeckten.</p>
<p>Ihren Höhepunkt fanden laut P.M. die Psychoversuche mit dem  Stanford-Prison-Experiment im Jahr 1971 (das übrigens 30 Jahre später <a title="DVD &quot;Das Experiment&quot; mit Moritz Bleibtreu" href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FDas-Experiment-Moritz-Bleibtreu%2Fdp%2FB001CV0K1A%3Fie%3DUTF8%26s%3Ddvd%26qid%3D1263608902%26sr%3D8-1&amp;site-redirect=at&amp;tag=elmarswunderb-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">verfilmt </a>wurde). Kalifornische Psychologen  wollten das Denken und Fühlen von Inhaftierten und ihren Aufsehern  ergründen. Es wurden 24 männliche Studenten als Versuchspersonen aus  mehr als 70 Bewerbern ausgewählt. Mit heimlichem Münzwurf wurde  entschieden, wer Gefangener wurde, wer Wärter. Wen das schlechtere  Los traf, wurde ohne Ankündigung verhaftet und in ein extra  aufgebautes Gefängnis im Keller des Psychologischen Instituts der  Stanford University gesperrt. Statt ihres Namens trugen sie nur noch  eine Nummer. Jeden Morgen mussten sie zum Appell aus ihren kleinen  Zellen treten.</p>
<p>Jedes Detail stimmte, sogar die Uniformen der Wärter und die  Häftlingskleidung. Was dann geschah, schockierte alle. Aus dem  Experiment wurde Wirklichkeit. Die Aufseher begannen laut P.M. die zunehmend  verängstigten Gefangenen zu quälen, schlugen sie, erniedrigten sie  sexuell, ließen sie auf dem nackten Betonboden schlafen. Aus braven  Studenten wurden brutale Menschenquäler, weswegen dieses psychologische Experiment auch vorzeitig abgebrochen werden musste.</p>
<p>Ähnlich schaurige Ergebnisse wie die von Stanford Prison brachten auch die Untersuchungen von <a title="Das Milgram Experiment" href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=Milgram%20Experiment&amp;tag=elmarswunderb-21&amp;index=books&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">Stanley Milgram</a> (aus dem Jahr 1974): Als er Freiwillige darum ersuchte, hatten diese keine Bedenken, -und dies ohne äusseren Zwang- andere Menschen auch mit (vermeintlichen) Stromschlägen zu töten. Wie das Journal <a title="American Psychologist" href="http://www.apa.org/pubs/journals/amp/index.aspx" target="_blank">&#8220;American Psychologist&#8221;</a> berichtete, hat ein US-Psychologe diesen Milgram-Test übrigens im Jahr 2008 mit Freiwilligen wiederholt und es wurde ihnen vorher mitgeteilt, dass sie jederzeit aussteigen könnten. Auch hier ignorierten zwei Drittel der Testpersonen die Schreie und das Flehen der &#8220;Gequälten&#8221; und verabreichten ihren Opfern vermeintlich tödliche Stromschläge .</p>
<p>Im Zusammenhang mit dem Skandal um die Folterung und Demütigung irakischer Häftlinge im US-Gefängnis Abu Ghureib war zunächst auch nur von wenigen schwarzen Schaden die Rede. Laut dem Fachmagazin <a title="Science" href="http://www.sciencemag.org/" target="_blank">&#8220;Science&#8221;</a> kommen Sozialpsychologen der Princeton University nach Auswertung von insgesamt 25.000 psychologischen Studien, die acht Millionen Fälle dokumentieren, zum eindeutigen Schluss: Eine strenge Hierarchie und die Duldung durch Vorgesetzte schalte wichtige Kontrollmechanismen in der Psyche aus und dadurch könnten auch sonst &#8220;normale&#8221; Menschen rasch zu  Sadisten und Menschenquälern werden.</p>
<p>Nun, das sind beunruhigend und beängstigende Ergebnisse: Und meine Meinung dazu?</p>
<p>Im Grunde ist der Mensch an sich auf das Gute ausgerichtet und strebt von Natur aus auf das Gute hin. Dennoch gibt es jedem Menschen auch böse Seiten. Und es liegt in der <a title="Freiheit bei Hans Jonas" href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FWagnis-Freiheit-Freiheitsbegriff-philosophischen-theologischer%2Fdp%2F3170195506%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks%26qid%3D1263612348%26sr%3D1-3&amp;site-redirect=de&amp;tag=elmarswunderb-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">Freiheit des Menschen</a>, sich -auch in Extremsituationen- aktiv und bewusst gegen die Versuchung des Bösen und für das Gute zu entscheiden. Natürlich weiss niemand, wie er sich in gewissen Situationen mit Sicherheit verhalten würde. Aber ich hoffe darauf, dass ich stark genug wäre.</p>
<p>Und was denken Sie darüber? Schreiben Sie mir Ihre Meinung.</p>
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