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	<title>Elmar Leimgruber &#187; Kriminalität</title>
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		<title>Das Sorgenbarometer der Europäer</title>
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		<pubDate>Sat, 21 May 2011 22:09:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Sorge Nummer Eins in Europa ist die Arbeitslosigkeit. Wie die Studie &#8220;Challenges of Europe 2011&#8243; des GfK Vereins zeigt, rückt das Thema Inflation, das nun an zweiter Stelle steht, verstärkt in den Fokus: Die Deutschen haben die meisten Sorgenfalten in Europa (gefolgt von Italien, Frankreich und Polen): In der aktuellen Studie des GfK Vereins [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/gfk-Europas_Sorgenranking.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-9447" title="gfk Europas_Sorgenranking" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/gfk-Europas_Sorgenranking-300x244.jpg" alt="" width="300" height="244" /></a>Die Sorge Nummer Eins in Europa ist die Arbeitslosigkeit. Wie die Studie &#8220;Challenges of Europe 2011&#8243; des GfK Vereins zeigt, rückt das Thema Inflation, das nun an zweiter Stelle steht, verstärkt in den Fokus:</p>
<p>Die Deutschen haben die meisten  Sorgenfalten in Europa (gefolgt von Italien, Frankreich und Polen): In der  aktuellen Studie des GfK Vereins gaben 68  Prozent der Deutschen spontan  mehr als 3 Themen an, über die sie sich  Sorgen machen. Mehr  als die  Hälfte der Deutschen zeigt sich 2011 übrigens besorgt über die Lage auf   dem Arbeitsmarkt, während sich schon jeder Dritte Sorgen um die  Stabilität der Preise und jeder vierte um soziale Sicherheit und  Bildungspolitik macht. Im Durchschnitt nannte jeder Bundesbürger 3,7  Probleme,  die ihn nachdenklich stimmen. Die sorgenfreiste Nation ist  wie im Jahr 2010  Schweden, wo die Menschen im Durchschnitt nur ein  Problem nennen können. Verdoppelt  hat sich in Deutschland die  Wahrnehmung von Zuwanderung und  Integration. Mit 16 Prozent erreicht  die Besorgnis bei diesem Thema ein  hohes Ausmaß.<span id="more-9443"></span></p>
<p>Die Hauptsorge der Österreicher  hingegen ist (im Gegensatz zum Rest  Europas, wo diese Sorge gesamt betrachtet an letzter Stelle steht) die  Zuwanderung bzw. die Integration (während dies beispielsweise für Polen  gleich Null Relevanz hat), gefolgt von Arbeitslosigkeit und  Bildungspolitik. Das Thema Wohnen und Mieten stellt (im Gegensatz zur  dauernden Thematisierung durch die AK) hingegen in Österreich (genauso  wie beispielsweise in Deutschland, Italien und Belgien) überhaupt kein  Problem dar, während es vor allem in Russland (25 Prozent) und Frankreich vordringlich zu sein  scheint.</p>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/gfk-Sorgenranking_Europa.jpg"><img class="size-medium wp-image-9448 alignleft" title="gfk-Sorgenranking_Europa" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/gfk-Sorgenranking_Europa-292x300.jpg" alt="" width="292" height="300" /></a>In Europa insgesamt liegen die Themen Arbeitslosigkeit (mit 39 Prozent)  sowie Preis-  und Kaufkraftentwicklung (Inflation) den Menschen  besonders am Herzen (26 Prozent), gefolgt von  politischer und  konjunktureller Stabilität, Kriminalität und  Gesundheitswesen. Die mit Abstand stärkste und noch gestiegene Präsenz hat das  Thema in Spanien. Dort sorgen sich gut drei Viertel der Bürger über die  Lage auf dem Arbeitsmarkt, was bei einer Arbeitslosenquote von über 20  Prozent jedoch nicht überrascht. Dagegen ist die Arbeitslosigkeit in den  Niederlanden mit nur 6 Prozent so gut wie kein Thema. Am  stärksten beunruhigt die Inflation die Menschen in Russland, wo die  Preise aktuell um etwa 9 Prozent gestiegen sind. 42 Prozent sind hier  besorgt. In Deutschland und Polen sorgt sich jeweils jeder Dritte, in  Frankreich jeder Vierte um die Preise.</p>
<p>An  Brisanz gewonnen hat für die Europäer das Thema Politik und Regierung, das nun an dritter Stelle steht. Am stärksten besorgt zeigen sich mit 57  Prozent die Belgier. In Italien ist der Unmut diesbezüglich ebenfalls sehr groß: jeder dritte Bürger ist beunruhigt. Unverändert  auf Platz 4 der Sorgenliste steht 2011 die Kriminalität, während die wirtschaftliche Stabilität mit 12 Prozent an 5. Stelle rangiert. Insbesondere  in Italien (23 Prozent), Frankreich und den Niederlanden (jeweils 22  Prozent) wird die verstärkte Bekämpfung von Verbrechen gefordert. In  Deutschland (17 Prozent) und Großbritannien (14 Prozent) spielt dieses  Thema ebenfalls eine nicht zu unterschätzende Rolle.</p>
<p>Diese  Ergebnisse sind ein Auszug aus der GfK-Studie &#8220;Challenges of Europe&#8221;  und basieren auf rund 13.300 Verbraucherinterviews, die im Auftrag des  GfK Vereins im Februar 2011 in Deutschland, Italien, Frankreich, Polen,  Österreich, Großbritannien, Belgien, Russland, Spanien, den Niederlanden  und Schweden durchgeführt wurden. Die Ergebnisse sind daher noch nicht  von der Reaktorkatastrophe in Japan beeinflusst. Grundlage der  Untersuchung ist folgende offene Frage, die jedes Jahr unverändert gestellt wird: &#8220;Welches sind Ihrer Meinung nach die dringendsten  Aufgaben, die heute in [jeweiliges Land] zu lösen sind?&#8221;</p>
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		<title>ÖBB-Polizei-Lok unterwegs durch Österreich</title>
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		<pubDate>Wed, 04 May 2011 22:03:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die neue Polizei-Taurus der ÖBB Foto: BMI/Thuma Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und das Innenministerium (BMI) arbeiten intensiver zusammen: Am 4. Mai 2011 haben Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und ÖBB-Vorstandsvorsitzender Christian Kern eine Kooperationsvereinbarung für noch mehr Sicherheit in österreichischen Zügen und an den Bahnhöfen unterzeichnet. Bereits seit mehreren Jahren gibt es eine enge Zusammenarbeit zwischen dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_9277" class="wp-caption alignright" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Polizei-Lok_BMI-Thuma.jpg"><img class="size-medium wp-image-9277 " title="Polizei-Lok_BMI Thuma" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Polizei-Lok_BMI-Thuma-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></dt>
<h4 class="wp-caption-dd">Die neue Polizei-Taurus der ÖBB<br />
Foto: BMI/Thuma</h4>
</dl>
</div>
<p>Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und das Innenministerium (BMI) arbeiten intensiver zusammen: Am  4. Mai 2011 haben Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und  ÖBB-Vorstandsvorsitzender Christian Kern eine Kooperationsvereinbarung  für noch mehr Sicherheit in österreichischen Zügen und an den Bahnhöfen  unterzeichnet. Bereits seit mehreren Jahren gibt es eine enge  Zusammenarbeit zwischen dem Innenministerium und der Bahn, die nach Polizeiangaben ausgezeichnet funktioniert. Als Symbol der erfolgreichen Partnerschaft  fährt nun für ein Jahr eine im Polizei-Design gebrandete Taurus-Lok  durch Österreich.<span id="more-9272"></span></p>
<p>Die Sicherheit für die Fahrgäste der ÖBB und Kriminalprävention wird seit vielen Jahren großgeschrieben, betont die ÖBB. Das BM.I nimmt dabei als wichtiger Partner eine zentrale Rolle ein. &#8220;Der Austausch des Know-how  des Innenministeriums mit den ÖBB zeigt seit vielen Jahren Erfolge in  allen Bereichen. Die Intensivierung der Zusammenarbeit ist ein wichtiger  Schritt und zeigt, wie wichtig der ÖBB die Sicherheit ihrer Kunden  ist&#8221;, sagte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner. Die Erfolge würden der  Kooperation recht geben, so konnte beispielsweise die Zahl der  Diebstähle an Reisenden im Jahr 2010 neuerlich um 15 Prozent gesenkt  werden. Auch Schwerpunktaktionen gegen Suchtmittelhandel in der S-Bahn  würden deutliche Erfolge zeigen.</p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_9278" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Kern-Mikl-Leitner-Mahrer_BMIThuma.jpg"><img class="size-medium wp-image-9278" title="Kern, Mikl-Leitner-Mahrer_BMI:Thuma" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Kern-Mikl-Leitner-Mahrer_BMIThuma-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></dt>
<h4 class="wp-caption-dd">ÖBB-Chef Christian Kern, Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und Wiens Landespolizeikommandant Karl Mahrer vor der Polizei-Lok<br />
Foto: BMI/Thuma</h4>
</dl>
</div>
<p>Kriminalität soll aber erst gar nicht passieren &#8211; die Vermeidung von  Kriminalität in Zügen und an Bahnhöfen, die Durchführung von gemeinsamen  Schwerpunktaktionen und auch die Installierung von Polizeiinspektionen  direkt an Bahnhöfen sind wichtige Eckpunkte der Zusammenarbeit.  Videoüberwachung an Bahnhöfen und in Zügen ergänzen die  Sicherheitsleistungen für den Kunden.</p>
<p>Die Kooperation mit dem BMI  umfasst unterschiedliche Bereiche. Neben der intensiven Zusammenarbeit  bei Groß- und Sportveranstaltungen, steht vor allem die gegenseitige  Unterstützung bei Aus- und Weiterbildung im Fokus. 2011 wurden rund 500  ÖBB-Mitarbeiter durch die Kriminalprävention des BMI über das Verhalten  in Ausnahmesituationen geschult.</p>
<p>Als Zeichen  der guten Zusammenarbeit zwischen BMI, Polizei und den ÖBB haben  Innenministerin Mikl-Leitner und ÖBB-CEO Kern nach der Unterzeichnung  der Kooperationsvereinbarung eine Taurus-Lok im Polizei-Design getauft.  Die in den klassischen Polizeifarben silber, rot und blau gestaltete Lok  wird für ein Jahr in ganz Österreich unterwegs sein.</p>
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		<title>ROG: Organisiertes Verbrechen bedroht Journalismus</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 23:10:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Foto: Reporter ohne Grenzen Das Organisierte Verbrechen ist auf dem Vormarsch und zwar auch Journalisten und Medien gegenüber. Wie Reporter ohne Grenzen (ROG) berichtet, sind weltweit zwischen den Jahren 2000 und 2010 insgesamt 141 Journalisten ermordet worden, die sich in ihrer Arbeit mit dem Einfluss und den Machenschaften krimineller Gruppen beschäftigt haben. Durch die Gewalt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl class="wp-caption alignleft" style="width: 250px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/index.php?eID=tx_cms_showpic&amp;file=uploads%2Fpics%2Farton39608-36b79.jpg&amp;width=500m&amp;height=500&amp;bodyTag=%3Cbody%20bgColor%3D%22%23ffffff%22%3E&amp;wrap=%3Ca%20href%3D%22javascript%3Aclose%28%29%3B%22%3E%20%7C%20%3C%2Fa%3E&amp;md5=50e2044099f5ceb9f47f54c046efe6d9"><img style="border: 0pt none;" src="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/typo3temp/pics/ecd3100c56.jpg" border="0" alt="Foto: Reporter ohne Grenzen" width="240" height="121" /></a></dt>
<h4 class="wp-caption-dd">Foto: Reporter ohne Grenzen</h4>
</dl>
</div>
<p>Das Organisierte Verbrechen ist auf dem Vormarsch und zwar auch Journalisten und Medien gegenüber. Wie Reporter ohne Grenzen (ROG) berichtet, sind weltweit zwischen den Jahren 2000 und 2010 insgesamt 141  Journalisten ermordet worden, die sich in ihrer Arbeit mit dem Einfluss  und den Machenschaften krimineller Gruppen beschäftigt haben. Durch die Gewalt krimineller  Gruppen kommen demnach mehr Journalisten ums Leben als durch die Gewalt diktatorischer Regimes, heißt es  in dem zehnseitigen Bericht. Diese Entwicklung zeichne sich seit Ende  des Kalten Krieges ab.<span id="more-8572"></span></p>
<p>Die höchste Zahl an Todesopfern unter  Journalisten durch kriminelle Gewalt zählt ROG in Mexiko und auf den  Philippinen. 69 Journalisten, die seit dem Jahr 2000 in Mexiko ermordet  wurden, gehen auf das Konto der Drogenkartelle. Elf Reporter werden in  dem mittelamerikanischen Land seit 2003 vermisst. Dieser Trend zeichnet  sich auf den Philippinen schon seit den 80er Jahren ab: In dem  südostasiatischen Land ist die Organisierte Kriminalität für die  Mehrheit der 142 ermordeten Journalisten seit 1986 – das Jahr des Falls  des Diktators Ferdinand Marcos – direkt oder indirekt verantwortlich.</p>
<p>Mafia,  Kartelle sowie Warlords, Paramilitärs und separatistische Gruppen, die  illegalen Handel und Geschäfte betreiben, um sich selbst zu finanzieren,  „ haben die verbliebenen diktatorischen Regimes als größte Quelle  physischer Gefahren abgelöst“, schreibt ROG in dem Bericht.</p>
<p>Organisierte  Kriminalität ist nicht nur die größte körperliche Bedrohung für  Medienvertreter. Zugleich stellen die häufig undurchsichtigen  kriminellen Strukturen auch höchste Anforderungen an Berichterstatter.  Globalisierte Kriminalität stellt mittlerweile eine komplexe ökonomische  und geopolitische Realität dar, die sich unter anderem aus globalen  ökonomischen Netzwerken, Geldwäsche und Steuerparadiesen zusammensetzt.  „Es ist eine mächtige Parallelwirtschaft mit enormen Einfluss über die  legale Wirtschaft – eine, über die es für Medien höchst schwierig ist,  zu berichten“, so ROG in seiner jüngsten Publikation.</p>
<p>Aufgrund  des hohen Rechercheaufwands und der mit der Berichterstattung  verbundenen Gefahren beschäftigen sich viele Journalisten nur  oberflächlich mit dem Phänomen der Organisierten Kriminalität. Tiefer  gehende Berichte erscheinen in einigen Ländern erst, wenn ein  krimineller Skandal auffliegt und die Polizei tätig geworden ist oder  Chefs krimineller Banden gefasst worden sind.</p>
<p>Unter ständiger  Bedrohung und mit unzureichenden Ressourcen ausgestattet, beschränken  sich viele Medien darauf, gegenseitige Vorwürfe krimineller  Organisationen zu veröffentlichen oder offizielle Quellen zu zitieren.  Bei zahlreichen kriminelle Gruppen gehört es zum strategischen Ziel,  Medien für ihre Zwecke zu instrumentalisieren und zu unterwandern.</p>
<p>In  den von struktureller krimineller Gewalt betroffenen Ländern hat kaum  eine der Regierungen ausreichende Maßnahmen für den Schutz von  Journalisten vor krimineller Gewalt ergriffen. In den  Schlussempfehlungen des Berichts plädiert ROG deswegen unter anderem für  verstärkte Selbsthilfemaßnahmen von Medien und Journalisten:  Medienmitarbeiter, die in einer Konfliktzone arbeiten, sollten sich  zusammentun und einen gemeinsamen Pool für Informationen und Quellen  gründen. Redaktionen, Journalistenschulen und Universitäten sollten  spezifische Kurse zur Recherche und Berichterstattung über Organisierte  Kriminalität anbieten.</p>
<p>Der vollständige 10-seitige Bericht zur Organisierten Kriminalität und Pressefreiheit ist <a title="Initiates file download" href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/rte/docs/2011/110224_ROG_Bericht_organisierte_Kriminalitaet.pdf" target="_self">hier</a> downloadbar.</p>
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		<title>Journalisten über Migration und Integration</title>
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		<pubDate>Tue, 18 May 2010 22:03:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rund 85 Prozent der österreichischen Chronikjournalisten sind in bezug auf das Thema Migranten und mediale Integration &#8220;problembewusst&#8221; und &#8220;differenziert denkend&#8221;. Dies geht aus dem aktuellen Dossier des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) &#8220;nGrad8&#8243; hervor. Die Gruppe der &#8220;Problembewussten&#8221; bewertet demnach die Darstellung der Migranten in den österreichischen Medien als problematisch, weil diese häufig mit negativen Ereignissen wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rund 85 Prozent der österreichischen Chronikjournalisten sind in bezug auf das Thema Migranten und mediale Integration &#8220;problembewusst&#8221; und &#8220;differenziert denkend&#8221;.  Dies geht aus dem aktuellen Dossier des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) &#8220;nGrad8&#8243; hervor. <span id="more-4136"></span></p>
<p>Die Gruppe der &#8220;Problembewussten&#8221; bewertet demnach die Darstellung der Migranten in den österreichischen Medien als problematisch, weil diese häufig mit negativen Ereignissen wie Kriminalität (Drogen, illegale Zuwanderung, Raub, Mord, Schlepperbanden), Problemen im Bildungssystem, im Wohnungsbereich und mit fehlender Integrationswilligkeit in Verbindung gebracht werden.</p>
<p>Insgesamt wurden 26 MedienverteterInnen aus 13 Medien befragt, darunter die 10 reichweitenstärksten Tageszeitungen Österreichs, die APA, die Tageszeitung Österreich und die Wiener Zeitung. Integration wird von allen JournalistInnen als ein heikles und polarisierendes Thema gesehen.</p>
<p>81 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Migranten überwiegend negativ dargestellt werden, 8 Prozent meinen, die Darstellung sei neutral, der Rest meint überwiegend positiv. Die am häufigsten genannten Kontexte sind Kriminalität, soziale Themen, politische Konflikte, Einzelschicksale und Sprachprobleme. Auf die Frage, wie Migranten und Migrantinnen in Medien dargestellt werden, nehmen die meisten Befragten eine Differenzierung zwischen Boulevardzeitungen und Qualitätszeitungen vor.</p>
<p>Insgesamt bewerten 50 Prozent der befragten Journalisten die Berichterstattung über Migranten in den österreichischen Medien als zu wenig. 31 Prozent erklären, sie sei ausreichend. Argumente für die geringe Berichterstattung in den österreichischen Medien sind laut Studie Vorgaben der Führungsebene, ökonomische Überlegungen und Angst vor negativer Berichterstattung.</p>
<p>Das ÖIF-Dossier nGrad8 steht als Download auf<a href="http://www.integrationsfonds.at/wissen/oeif_dossier/oeif_dossiers/" target="_blank"> http://www.integrationsfonds.at/wissen/oeif_dossier/oeif_dossiers/</a> zur Verfügung.</p>
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		<title>Merkel und Schäuble handeln mutig, wenn auch moralisch zweifelhaft</title>
		<link>http://www.redakteur.cc/merkel-und-schauble-mutig/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 07:22:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Darf der Staat gestohlene Steuersünder-Daten kaufen? Es wäre Unrecht, wollte man Unrecht dadurch besiegen, dass man ein weiteres Unrecht begeht: Unrecht bleibt immer Unrecht. Und dennoch geht es manchmal wohl nicht anders, zumindest dann, wenn keinesfalls Menschenleben gefährdet sind. Da ist das eine Unrecht: Es gibt europaweit und darüberhinaus vielleicht wohl einige sehr wohlhabende Menschen, [...]]]></description>
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<dd class="wp-caption-dd">Darf der Staat gestohlene Steuersünder-Daten kaufen?</dd>
</dl>
</h5>
<p>Es wäre Unrecht, wollte man Unrecht dadurch besiegen, dass man ein weiteres Unrecht begeht: Unrecht bleibt immer Unrecht.</p>
<p>Und dennoch geht es manchmal wohl nicht anders, zumindest dann, wenn keinesfalls Menschenleben gefährdet sind.</p>
<p>Da ist das eine Unrecht: Es gibt europaweit und darüberhinaus vielleicht wohl einige sehr wohlhabende Menschen, die nicht nur weit überdurchschnittlich verdienen, sondern ihren reichlichen Überschuss zudem an der Steuer vorbei auf Schweizer Banken transferieren.</p>
<p>Da ist das zweite Unrecht: Während sogenannte Transparenzgesetze die Staaten der Europäischen Union (so auch Österreich) dazu zwingen, bei der Aufklärung von internationalem Steuerbetrug auch durch Bankdaten mitzuhelfen, bleibt die Schweiz diesbezüglich eine Oase für Steuerhinterzieher im grossem Stil, was mitten in Europa ein schweres Unrecht darstellt, zumal die Schweizer Banken und Behörden hier nicht zur Aufklärung beitragen wollen. Und als Nicht-EU-Land kann man die Schweiz wohl vermutlich auch nicht zur Mithilfe verpflichten.</p>
<p>Und das ist das dritte Unrecht: <span id="more-2703"></span>Irgendwer hat brisante Daten von mutmasslichen 1500 deutschen  Steuersündern aus einer Schweizer Bank entwendet und bietet diese nun in Form einer CD der deutschen Regierung um 2,5 Mio. Euro zum Kauf an. Schon eine erste Stichprobe, so heisst es, würde dem Staat mehrere Mio. Euro an Steuern bringen, der Kauf würde sich also auch finanziell lohnen.</p>
<p>Die deutsche Regierung, allen voran Bundeskanzlerin <a title="What about Angela Merkel" href="http://www.redakteur.cc/what-about-frau-europa-angela-merkel/" target="_blank">Angela Merkel </a>und ihr Finanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU), hat nun eine sicher zweifelhafte, aber in jedem Fall eine mutige Entscheidung getroffen: nämlich ohne politische Rücksicht auch auf das eigene Wählerklientel jene Wirtschaftstreibenden aufzuspüren und rechtlich verfolgen zu wollen, die in grossem Stil und über Jahre hindurch in Deutschland Steuern hinterzogen haben: Ja, das ist mutig. Genauso wie Merkels Vorstoss, Spitzenmanager-Gehälter gesetzlich nach oben hin zu begrenzen.</p>
<p>Aber es ist in der Tat auch eine ethische Frage: ist es moralisch gerechtfertigt, eine CD mit gestohlenem Material zu kaufen und zu verwerten, um Steuersünder ausfindig zu machen?</p>
<p>Zunächst mal: grundsätzlich nein.</p>
<p>Aber: vorausgesetzt, die Schweiz wäre auch unter internationalem Druck weiterhin nicht bereit, den deutschen Steuerbehörden bei der Aufklärung von schwerwiegender Steuerhinterziehung behilflich zu sein: Diese CD könnte ein erster Schritt sein, der Schweiz zu beweisen, dass Aufklärung auch ohne Hilfe funktioniert.</p>
<p>Eines ist jedoch sicher: Die Schweiz muss hier umdenken und darf nicht zum Handlanger von Kriminellen werden.</p>
<p>Andererseits: Dieses unmoralische Angebot könnte Schule machen. Und dann ist die Frage: wo zieht man den Schluss-Strich? Und ab wann bezahlt man dann nicht mehr für kriminelle Handlungen? Bankdaten zu stehlen ist in der Tat ja eine kriminelle Handlung, die auch geahndet (und keinesfalls bezahlt) werden müsste.</p>
<p>Laut einer repräsentativen Umfrage des Forsa-Instituts für das Hamburger Magazin &#8220;stern&#8221; sind übrigens 57 Prozent der Deutschen dafür, dass der Fiskus die Bankdaten von bis zu 1500 Deutschen kauft, auch wenn diese illegal beschafft worden sind. 43 Prozent lehnen den Handel ab. Zum Kauf der Daten raten vor allem die Anhänger der Opposition: 71 Prozent der Anhänger der Linken wollen dies. 68 Prozent sind es bei der SPD und 63 Prozent bei den Grünen. Deutlich zurückhaltender sind die Wähler von Union und FDP, doch auch hier ist eine Mehrheit von je 54 Prozent dafür.</p>
<p>Und noch kurz zu einem weiteren Thema, das in diesem Zusammenhang immer wieder auftaucht: Datenschutz ist grundsätzlich ein unschätzbar hohes Gut, das man nicht leichtfertig gefährden sollte. Und der Datenschutz gehört auch gesetzlich verankert: Im Prinzip geht es niemanden, auch den Staat nichts an, wer seiner Bürger wo wie viel Geld hat. Und wenn wir schon bei diesem Thema sind: es müsste ein international gültiges Gesetz her, das die Weitergabe und den Handel mit Adressen (ohne ausdrückliche Genehmigung aller) streng verbietet.</p>
<p>Aber wo Kriminalität beginnt, hört der Datenschutz auf. Und wenn die Fahnder schon die Adresse eines Täters haben dürfen (womit auch Datenschützer kein Problem haben dürften), wieso sollen sie dann nicht auch anhand von Bankdaten überprüfen und belegen können, dass er kriminell ist?</p>
<p>Alles in allem ist dies alles hier aber ein äusserst komplexes Thema, zu dem ich nur Denkanstösse bieten, aber  keine eindeutige Antwort geben will: Ich lade Sie ein, sich Ihre eigene Meinung zu diesem Thema zu bilden und mir auch zu schreiben.</p>
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