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	<title>Elmar Leimgruber &#187; Justiz</title>
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		<title>Türkei: Journalisten angeklagt -DJV protestiert</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Aug 2015 06:51:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der Türkei sind aktuell 18 Journalisten wegen &#8220;terroristischer Propaganda&#8221; angeklagt. Ihr einziges &#8220;Verbrechen&#8221; besteht jedoch aus Sicht des Deutschen Journalisten Verbands (DJV) darin, dass sie ihren Job erledigen, also berichten. Die 18 Journalisten, darunter der Chefredakteur der Zeitung Cumhuriyet, müssen sich vor der Justiz verantworten, weil sie Fotos einer tödlich verlaufenen Geiselnahme veröffentlicht hatten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Türkei sind aktuell 18 Journalisten wegen &#8220;terroristischer Propaganda&#8221; angeklagt. Ihr einziges &#8220;Verbrechen&#8221; besteht jedoch aus Sicht des Deutschen Journalisten Verbands (DJV) darin, dass sie ihren Job erledigen, also berichten. Die 18 Journalisten, darunter der Chefredakteur der Zeitung  Cumhuriyet,  müssen sich vor der Justiz verantworten, weil sie Fotos  einer tödlich  verlaufenen Geiselnahme veröffentlicht hatten. Daraus  konstruierte die  Istanbuler Staatsanwaltschaft den Vorwurf der  terroristischen  Propaganda, die mit bis zu siebeneinhalb Jahren  Gefängnis geahndet  wird.<span id="more-16210"></span></p>
<p>Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die türkische Justiz  daher auf, die Klagen gegen 18 Journalisten wegen angeblicher  terroristischer Propaganda fallen zu lassen. &#8220;Die Geiselnahme des türkischen Staatsanwalts, über die die  Journalisten berichtet hatten, war von großem öffentlichen Interesse&#8221;,  sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Darüber zu informieren sei  die Aufgabe von Journalistinnen und Journalisten. „Dass die  Berichterstatter dafür verurteilt werden sollen, ist ein krasser Verstoß  gegen die Pressefreiheit.“ Der Prozess gegen die betroffenen Kollegen  sei eine Farce, die sofort beendet werden müsse.</p>
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		<title>GfK Global Trust Report 2013: Militär, Polizei und Handwerk führen</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Feb 2013 09:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Militär und Armee stehen im Vertrauensindex hoch. Dies geht aus dem GfK Global Trust Report 2013 hervor. Das Marktforschungsinstitut GfK hat in 25 Ländern die Vertrauensfrage gestellt: Welche Wirtschaftsbranchen und Institutionen genießen am meisten Vertrauen, welche am wenigsten? Über alle 25 Länder hinweg erhalten bei den Institutionen das Militär und die Armee mit 79 Prozent [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/GFK-D-Vertrauen-in-Institutionen-2013.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-14449" title="GFK D-Vertrauen in Institutionen 2013" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/GFK-D-Vertrauen-in-Institutionen-2013-260x300.jpg" alt="" width="208" height="240" /></a>Militär und Armee stehen im Vertrauensindex hoch. Dies geht aus dem <a title="GfK Global Trust Report" href="http://www.redakteur.cc/?s=Global+Trust+Report" target="_blank">GfK Global Trust Report</a> 2013 hervor. Das Marktforschungsinstitut GfK hat in 25 Ländern die Vertrauensfrage gestellt: Welche Wirtschaftsbranchen  und Institutionen genießen am meisten Vertrauen, welche am wenigsten? Über alle 25 Länder hinweg erhalten bei den Institutionen das Militär  und die Armee mit 79 Prozent das größte Vertrauen. Auf Rang zwei folgen  mit 66 Prozent die Kirchen bzw. die Glaubensgemeinschaften. Das  Schlusslicht der internationalen Liste bilden &#8211; wie in fast allen  untersuchten Ländern &#8211; die politischen Parteien. Sie erreichen im  Durchschnitt lediglich einen Vertrauenswert von 18 Prozent.</p>
<p>Bei den Branchen liegen die Unterhaltungselektronik- und  Haushaltsgerätehersteller im Gesamtdurchschnitt an der Spitze: knapp 74  Prozent aller Befragten vertrauen diesem Wirtschaftsbereich, gefolgt vom  Handwerk mit 69 Prozent. Die hinteren Plätze des Vertrauens-Rankings  der Branchen belegen die Banken bzw. Versicherungen mit 62 Prozent und  die Telekommunikations- und Internetanbieter sowie die  Fluggesellschaften mit jeweils 60 Prozent.<span id="more-14446"></span></p>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/GFK-D-Vertrauen-in-Branchen-2013.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-14450" title="GFK D-Vertrauen in Branchen 2013" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/GFK-D-Vertrauen-in-Branchen-2013-300x291.jpg" alt="" width="240" height="233" /></a>Bis auf wenige Ausnahmen sind die Vertrauenswerte in Deutschland im   Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. Die Autoindustrie kann ihr hohes  Vertrauensniveau  halten, die Energie- und Wasserversorger verlieren  leicht. Als einzige Institution konnte die deutsche Regierung ihren   Vertrauenswert verbessern. Zwar rangiert sie mit 34 Prozent im hinteren   Drittel des Rankings, konnte im Vergleich zum Vorjahr aber fünf   Prozentpunkte hinzugewinnen. &#8220;Grund für diese Entwicklung könnte die &#8211;   laut Medienberichten &#8211; positive Wahrnehmung des derzeitigen   Krisenmanagements durch die Bundeskanzlerin sein&#8221;, sagt Raimund Wildner, Geschäftsführer des GfK Vereins.</p>
<p>Bei den Institutionen genießt die Polizei das höchste Vertrauen in    Deutschland. Sie erreicht 81 Prozent und führt das Ranking klar an. Im    Vergleich zum Vorjahr wird jedoch ein Minus von vier Prozentpunkten    gemessen. Auf Rang zwei liegt mit deutlichem Abstand die Justiz. Sie    erreicht einen Vertrauenswert von 65 Prozent, gefolgt von den    Nichtregierungsorganisationen (NGOs) mit 59 Prozent. Schlusslicht  sind und bleiben die politischen Parteien, zu denen nur  jeder Sechste  Vertrauen hat. Im internationalen Vergleich liegen die  deutschen  Parteien mit diesem Wert allerdings noch im Mittelfeld.</p>
<p>Wenig  Vertrauen  schenken die Deutschen auch dem Internet (34 Prozent)  und großen  Unternehmen bzw. internationalen Konzernen (26 Prozent). An Vertrauen  verloren haben auch die Energie- und Wasserversorger. Sie  erreichen  aktuell nur noch 51 Prozent, ein Jahr zuvor waren es noch 5   Prozentpunkte mehr. Grund dafür könnten die steigenden Ökostromumlagen   sein, durch die sich die Strompreise für viele Privatkunden erhöhen.</p>
<p>In Deutschland hat offenbar das Handwerk auch in puncto Vertrauen  goldenen Boden. 87 Prozent der Bundesbürger vertrauen dieser Branche.  Damit belegt sie &#8211; wie schon im vergangenen Jahr &#8211; klar den Spitzenplatz  bei den elf untersuchten Wirtschaftsbereichen. Auf Rang zwei finden  sich die Unterhaltungselektronik- und Haushaltsgerätehersteller, denen  78 Prozent der Bevölkerung vertrauen, gefolgt von den Autoherstellern  mit 71 Prozent.</p>
<p>Den letzten Platz belegen die Banken und Versicherungen. Sie büßen im  Vergleich zum Vorjahr sogar noch einmal 7 Prozentpunkte ein und kommen  nun auf einen Vertrauenswert von 29 Prozent. &#8220;Nicht einmal mehr jeder  dritte Bundesbürger vertraut dieser Branche. Hier wirken sich wohl vor  allem die Skandale der letzten Zeit aus, die von Zinsmanipulationen bis  zu Razzien wegen des Verdachts der Beihilfe zur Steuerhinterziehung  reichen&#8221;, fasst Wildner zusammen.</p>
<p>Diese Ergebnisse sind ein Auszug aus dem &#8220;GfK Global Trust Report&#8221; 2013  und basieren auf rund 28.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag des  GfK Vereins im Zeitraum September bis November 2012 in insgesamt 25  Ländern durchgeführt wurden. Grundlage der Untersuchung ist die Abfrage  des Vertrauens in 12 Institutionen, 11 Branchen und in die Mitmenschen  allgemein mittels folgender Skala: &#8220;vertraue ich voll und ganz&#8221;,  &#8220;vertraue ich überwiegend&#8221;, &#8220;vertraue ich weniger&#8221;, &#8220;vertraue ich  überhaupt nicht&#8221;.</p>
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		<title>DJV fordert: Türkei lass deine Journalisten frei!</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Nov 2012 22:04:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Während die Türkei immer wieder für sich beansprucht, EU-reif zu sein, sitzen derzeit dort 76 Journalisten in Haft. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) fordert daher von den türkischen Behörden &#8220;ein sofortiges Ende der Journalistenverfolgungen&#8221;. Der DJV schließt sich damit der europaweiten Kampagne der Europäischen Journalisten-Föderation (EJF) unter dem Motto „Stand up for journalism“ am 5. November [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/stand-up-for-journalism_ifj.org_.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-13746" title="stand-up-for-journalism_ifj.org" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/stand-up-for-journalism_ifj.org_-300x173.jpg" alt="" width="300" height="173" /></a>Während die Türkei immer wieder für sich beansprucht, EU-reif zu sein, sitzen derzeit dort 76 Journalisten in Haft. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) fordert daher von den türkischen Behörden &#8220;ein sofortiges Ende der Journalistenverfolgungen&#8221;.</p>
<p>Der DJV schließt sich damit der europaweiten  Kampagne der Europäischen  Journalisten-Föderation (EJF) unter dem Motto „Stand  up for journalism“ am 5.  November an, die in diesem Jahr den türkischen  Kollegen gewidmet ist.<span id="more-13743"></span></p>
<p>Die betroffenen Journalisten sind laut DJV zum Teil bereits seit drei Jahren   eingesperrt, ohne dass Anklage gegen sie erhoben wurde. Anfang dieses   Jahres hatten die türkischen Behörden dann rund 30 der damals über 100   gefangenen Journalisten entlassen. Der DJV verlangt nun die unverzügliche Freilassung aller 76 inhaftierten  Journalisten in der Türkei:</p>
<p>Der DJV-Vorsitzende kritisierte  die medienfeindliche Politik der  türkischen Regierung: „Zensur und  voreilige Selbstzensur aus Angst vor  Repressalien bestimmen den Alltag  der Kolleginnen und Kollegen in der  Türkei. Wo Journalisten verfolgt  werden, herrscht keine  Pressefreiheit.“</p>
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		<title>Widerstand gegen Lockerung des Berufsgeheimnisses</title>
		<link>http://www.redakteur.cc/breite-front-gegen-justizministerin-karl/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Mar 2012 23:06:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Österreichs Justizministerin Beatrix Karl Die österreichische Journalistengewerkschaft startet eine Online-Petition gegen die Einschränkung der Pressefreiheit durch eine Gesetzesabänderung (konkret § 112 StPO): Konkret geht es darum, dass weisungsgebundene Staatsanwälte mit Hilfe der Polizei praktisch jederzeit redaktionelle Unterlagen und Daten von Redaktionscomputern beschlagnahmen können. &#8220;Informanten wird damit jeder Schutz entzogen. Die Aufdeckung von Korruptionsfällen und Fehlverhalten [...]]]></description>
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<dl id="attachment_11046" class="wp-caption alignright" style="width: 167px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Beatrix-Karl-IMG_7742001.jpg"><img class="size-medium wp-image-11046 " title="Beatrix Karl IMG_7742001" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Beatrix-Karl-IMG_7742001-196x300.jpg" alt="" width="157" height="240" /></a></dt>
<h4 class="wp-caption-dd">Österreichs Justizministerin Beatrix Karl</h4>
</dl>
</div>
<p>Die österreichische Journalistengewerkschaft startet eine Online-Petition gegen die Einschränkung der Pressefreiheit durch eine Gesetzesabänderung (konkret § 112 StPO): Konkret geht es darum, dass weisungsgebundene Staatsanwälte mit Hilfe der Polizei praktisch jederzeit redaktionelle Unterlagen und Daten von Redaktionscomputern beschlagnahmen können. &#8220;Informanten wird damit jeder Schutz entzogen.</p>
<p>Die Aufdeckung von Korruptionsfällen und Fehlverhalten der Regierung sollen damit praktisch unmöglich gemacht werden, reagiert Franz C. Bauer, Chef der Journalistengewerkschaft. &#8220;In einer überfallsartigen Änderung des <a title="StPO-Änderung: Ursprünglicher Entwurf" href="http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/ME/ME_00347/index.shtml" target="_blank">ursprünglichen Ministerratsentwurfs</a> und nach Ende der Begutachtungsfrist habe Justizministerin Beatrix Karl nach der Gebutachtungsfrist Formulierungen in eine <a title="StPO-Änderung: Abgeänderte Fassung" href="http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/I/I_01677/index.shtml" target="_blank">Änderung der Strafprozessordnung (StPO)</a> eingeschleust, die das Redaktionsgeheimnis und damit die Pressefreiheit abschaffen, lautet der Vorwurf. <a title="Onlinepetition der Ö-Journalistengewerkschaft" href="http://scripts.oegbverlag.at/gpa/pet_pressefreiheit/index.php" target="_blank">Und hier kann die Petition &#8220;Rettet die Pressefreiheit&#8221; der Journalistengewerkschaft online unterzeichnet werden.</a><span id="more-12211"></span></p>
<p>Auch der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) fordert eine sofortige Rücknahme der geplanten StPO-Änderung: er befürchtet eine endgültige  Aushebelung des Redaktionsgeheimnisses: &#8220;Dies ist ein neuerlicher Versuch des Justizministeriums die Grund-und   Freiheitsrechte und damit die Pressefreiheit einzuschränken&#8221;, reagiert ÖJC-Präsident Fred Turnheim: &#8220;Dieser neuerliche Angriff auf Grundpfeiler des demokratischen   Rechtsstaates zeigt von einem gefährlichen demokratiepolitischen   Gedankengut der Justizministerin.&#8221; Der ÖJC fordert daher alle Nationalräte auf, &#8220;diesem Angriff auf die  Pressefreiheit keinesfalls zuzustimmen&#8221;.</p>
<p>Ähnliche Reaktionen kommen auch von der Österreichischen Rechtsanwaltskammer (ÖRAK) und von der Kammer der Wirtschaftstreuhänder: Die ÖRAK kritisiert &#8220;die Schaffung gesetzlicher Rahmenbedingungen, unter denen Redaktionsgeheimnis, anwaltliche Verschwiegenheit und eine Reihe weiterer gesetzlich geregelter Verschwiegenheitspflichten und -rechte problemlos von der Staatsanwaltschaft ausgehebelt werden können, und zwar ohne Einbindung eines unabhängigen Gerichts, dessen Kompetenzen im Strafverfahren weiter zugunsten der weisungsgebundenen Staatsanwaltschaft eingeschränkt werden&#8221;. Beschuldigte Rechtsanwälte, Journalisten, Ärzte, Steuerberater, Notare, Priester  könnten so künftig nicht mehr der Sicherstellung von Aufzeichnungen und Datenträgern widersprechen: &#8220;Es wäre daher ein Leichtes, die Verschwiegenheit eines Rechtsanwaltes oder das Redaktionsgeheimnis auszuhebeln, indem man den Betroffenen in die Position eines Beschuldigten versetzt&#8221;, mahnt ÖRAK-Präsident Rupert Wolff.</p>
<p>Bisher hatten unabhängige Gerichte zu entscheiden, ob die Verwendung zulässig ist. Mit dem neuen Gesetz liege das nun im Ermessen des Staatsanwalts, kritisiert die Kammer der Wirtschaftstreuhänder: &#8220;Das ist ein unzulässiger Eingriff in die Schutzrechte der Klienten und ist abzulehnen&#8221;, sagt der Präsident der Freien Berufe, Klaus Hübner, der auch Präsident der Kammer der Wirtschaftstreuhänder ist.</p>
<p>Da das BZÖ wegen dieser geplanten Gesetzesänderung einen Misstrauensantrag gegen Justizministerin Beatrix Karl eingebracht hat, reagiert nun auch diese auf die Vorwürfe: &#8220;Scheinbar ist es den Kritikern nicht recht, dass sich das Justizsystem auf die Schwerstkriminalität in Sachen Amtsmissbrauch und Korruption konzentriert&#8221;. Und sie verspricht, dass &#8220;das Redaktionsgeheimnis und Informationen von Geheimnisträgern weiterhin vollumfänglich geschützt werden.&#8221; Und natürlich werden laut Karl &#8220;auch in Zukunft werden Hausdurchsuchungen ausschließlich durch einen Richter bewilligt. Zusätzlich soll es für dabei sichergestellte Unterlagen die Möglichkeit des Widerspruchs zunächst an die Staatsanwaltschaft und bei Uneinigkeit eine Anrufung des Einzelrichters und eine Beschwerdemöglichkeit an einen Richtersenat geben&#8221;, verspricht die Justizministerin und: &#8220;rechtswidriges Handeln von Amtspersonen führt selbstverständlich zur Nichtigkeit etwaiger Entscheidungen&#8221;.</p>
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		<title>EU-Parlament sorgt sich um EU-Grundrechte in Ungarn</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Feb 2012 23:07:13 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ungarns Regierungschef Victor Orban vor dem EU-Parlament Foto: © EU-Parlament Ungarn mit seinem Regierungschef Victor Orban (Fidesz) steht unter Beobachtung des EU-Parlaments. In einer nicht bindenden  Resolution wird die EU-Kommission aufgefordert, mögliche Änderungen und Umsetzungen der ungarischen Gesetze genau zu verfolgen. Das Europäische Parlament ist &#8220;zutiefst besorgt über die Lage in Ungarn in Bezug auf die Praxis der [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Victor-Orban_C_EU-Parlament.jpg"><img class="size-medium wp-image-12053 " title="Victor Orban_C_EU-Parlament" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Victor-Orban_C_EU-Parlament-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></dt>
<h4 class="wp-caption-dd">Ungarns Regierungschef Victor Orban vor dem EU-Parlament<br />
Foto: © EU-Parlament</h4>
</dl>
</div>
<p>Ungarn mit seinem Regierungschef Victor Orban (Fidesz) steht unter Beobachtung des EU-Parlaments. In einer nicht bindenden  Resolution wird die EU-Kommission aufgefordert,  mögliche Änderungen  und Umsetzungen der ungarischen Gesetze genau zu  verfolgen. Das Europäische Parlament ist &#8220;zutiefst besorgt über die  Lage in  Ungarn in Bezug auf die Praxis der Demokratie, die  Rechtsstaatlichkeit,  die Achtung und den Schutz der Menschenrechte und  der sozialen Rechte,  die Gewaltenteilung, die Gleichheit und das  Diskriminierungsverbot&#8221;.</p>
<p>Ungarn muss die Grundwerte der EU einhalten, sind die Abgeordneten überzeugt. Das EU-Parlament hat daher am Donnerstag entschieden, zu untersuchen, ob EU-Rechte und Grundwerte  in Ungarn geachtet werden. Zusätzlich zum Bericht wird dann darüber  entscheiden, ob <a title="EU-Vertrag (englisch)" href="http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:C:2010:083:0013:0046:EN:PDF" target="_blank">Artikel 7 des EU-Vertrags</a> aktiviert werden soll. Artikel  7 wird benutzt, um eine eindeutige Gefahr einer schwerwiegenden  Verletzung der Grundwerte der Union zu prüfen. Das Parlament beauftragt den Ausschuss für bürgerliche  Freiheiten,  Justiz und Inneres in Zusammenarbeit mit der Kommission, dem  Europarat  und der Venedig-Kommission weiterzuverfolgen, wie die  Empfehlungen der  Kommission und des Europäischen Parlaments umgesetzt  wurden und hierzu  einen Bericht vorzulegen.<span id="more-12049"></span></p>
</div>
</div>
<p>Die Abgeordneten fordern konkret die Kommission dazu auf, die   Rechtsvorschriften Ungarns und ihre Umsetzung sorgfältig auch darauf hin   zu prüfen, ob sie nicht nur buchstabengetreu, sondern auch mit dem   Geist der europäischen Rechtsvorschriften im Einklang stehen. Die   Kommission soll eine eingehende Studie in Auftrag geben, um die   folgenden Punkte zu gewährleisten:</p>
<p>- die vollständige Unabhängigkeit der Justiz,<br />
- dass die Regelungen über die ungarische Nationalbank mit den Rechtsvorschriften der EU vereinbar sind,<br />
- dass die institutionelle Unabhängigkeit in Bezug auf  Datenschutz  und Informationsfreiheit wiederhergestellt und garantiert  ist,<br />
- dass die Befugnis des Verfassungsgerichts zur Prüfung  sämtlicher  Gesetze in vollem Umfang wiederhergestellt wird,  einschließlich des  Rechts auf Prüfung von Haushalts- und Steuergesetzen,<br />
-  dass die Medienfreiheit und der Medienpluralismus im Wortlaut und bei   der Durchführung des ungarischen Mediengesetzes garantiert werden,<br />
- dass das neue Wahlgesetz den demokratischen Normen der EU entspricht und der Grundsatz des politischen Wechsels geachtet wird,<br />
-  dass das Recht auf Ausübung politischer Opposition auf demokratischem   Wege innerhalb und außerhalb der Institutionen gewährleistet ist,<br />
-  dass das Gesetz über Kirchen und Glaubensgemeinschaften die  Grundsätze  der Gewissensfreiheit achtet und auch davon Abstand genommen  wird, die  Registrierung von Glaubensgemeinschaften einer Billigung  durch das  Parlament Ungarns mit Zweidrittelmehrheit zu unterwerfen.</p>
<p>Die ungarischen Behörden indes müssen den Empfehlungen,  Einwänden und Forderungen der Kommission, des Europarats und der  Venedig-Kommission nachkommen und die betroffenen Gesetze unter  Einhaltung der Grundwerte und Normen der EU abändern, heißt es in der  von Fraktionen S&amp;D, ALDE, Grünen/EFA und der VEL/NGL-Fraktion  vorgelegten Entschließung. Der Text wurde mit 315 Ja-Stimmen bei 263  Nein-Stimmen und 49 Enthaltungen angenommen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zum Hintergrund der Aktion des EU-Parlaments: Am 18. April 2011 hat das ungarische Parlament die neue Verfassung angenommen, die am 1. Januar 2012 in Kraft getreten ist. Am  17. Januar 2012 hat die Europäische Kommission  Vertragsverletzungsverfahren gegen Ungarn in drei Angelegenheiten  eingeleitet und hat daher auch Regierungschef Victor Orban bereits am 18. Januar nach Straßburg zitiert: in Bezug auf die Unabhängigkeit der ungarischen  Zentralbank, die Herabsetzung des verbindlichen Ruhestandsalters von  Richtern von 70 auf 62 Jahre und die Unabhängigkeit der  Datenschutzbehörde. Die Kommission hat die staatlichen Stellen Ungarns  außerdem um weitere Informationen über die Unabhängigkeit der Justiz  ersucht hat. Die ungarische Regierung hat einen Monat Zeit, um darauf zu  reagieren.</p>
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		<title>GfK Global Trust Report 2011: Wem vertrauen die Menschen?</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 23:11:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gewinner und Verlierer im Vertrauensranking Grafik: GfK Verein Die Deutschen vertrauen staatlichen Institutionen wie Polizei, Justiz und Bundeswehr am meisten, während sie den politischen Parteien stark misstrauen. Wirtschaftlich setzen die Deutschen am meisten auf das Handwerk, am wenigsten vertrauen sie Banken und Versicherungen. Der GfK Verein hat in 25 Ländern die Vertrauensfrage gestellt &#8220;Welche Wirtschaftsbranchen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_11349" class="wp-caption alignright" style="width: 250px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/gfk-globaltrustreport2011.jpg"><img class="size-medium wp-image-11349 " title="Wem die Deutschen vertrauen - Ergebnisse des GfK Global Trust Reports 2011" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/gfk-globaltrustreport2011-300x211.jpg" alt="" width="240" height="169" /></a></dt>
<h4 class="wp-caption-dd">Gewinner und Verlierer im Vertrauensranking<br />
Grafik: GfK Verein</h4>
</dl>
</div>
<p>Die Deutschen vertrauen staatlichen Institutionen wie Polizei, Justiz und Bundeswehr am meisten, während sie den politischen Parteien stark misstrauen. Wirtschaftlich setzen die Deutschen am meisten auf das Handwerk, am  wenigsten vertrauen sie Banken und Versicherungen. Der GfK  Verein hat in 25 Ländern die Vertrauensfrage gestellt &#8220;Welche  Wirtschaftsbranchen und Institutionen genießen das Vertrauen der  Bevölkerung?&#8221; und hat anschließend die Ergebnisse im GfK Global Trust Report 2011 veröffentlicht.</p>
<p>Der Kirche vertrauen demnach im  Durchschnitt alle untersuchten Länder 56  Prozent. Es folgen die  Medien, die in Indien und Indonesien mit 81 bzw.  77 Prozent jeweils auf  Platz zwei stehen. Der Kirche wird in Südafrika  mit 82 Prozent das  meiste Vertrauen entgegengebracht, doch auch in den  USA ist mit 78  Prozent das Vertrauen in diese Institution  überdurchschnittlich hoch und  in Russland ist die Kirche mit 60 Prozent  Vertrauenschampion der  Organisationen. Dagegen ist in Deutschland das  Vertrauen mit nur 40  Prozent deutlich geringer.<span id="more-11346"></span></p>
<p>Im  internationalen Vergleich verschiedener Institutionen können Militär   und Armee mit 79 Prozent das größte Vertrauen verbuchen. Dabei zeigt   sich ein international einheitliches Bild: In Frankreich,   Großbritannien, Polen, den USA, Brasilien und Japan beispielsweise liegt   das Militär bzw. die Armee ganz vorne. Auf Rang zwei folgen mit 59   Prozent die Medien (TV, Radio, Zeitungen).</p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_11350" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/GfK-Global-Trust-Report-2011.jpg"><img class="size-medium wp-image-11350 " title="GfK Global Trust Report 2011" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/GfK-Global-Trust-Report-2011-300x284.jpg" alt="" width="240" height="227" /></a></dt>
<h4 class="wp-caption-dd">GfK Global Trust Report: Vertrauensvergleich<br />
Grafik: GfK Verein</h4>
</dl>
</div>
<p>Über  die 25 Länder insgesamt betrachtet, liegen bei den  Wirtschaftsbereichen  die Unterhaltungselektronik- und  Haushaltsgerätehersteller sowie die  Lebensmittelhersteller an der  Spitze, diesen Branchen vertrauen mehr als  70 Prozent. Jedoch zeigen  sich Unterschiede zwischen den Ländern: In  Großbritannien, den USA und  Japan führt die Unterhaltungselektronik- und  Haushaltsgerätebranche das  Ranking an. In Deutschland, Italien und  Polen steht das Handwerk an  der Spitze. Die Franzosen halten den Handel  für besonders verlässlich  und in Brasilien vertrauen die Menschen vor  allem den  Arzneimittelherstellern. In Südafrika, wo das Vertrauen in die   Wirtschaft generell besonders hoch ist, liegen die   Lebensmittelhersteller mit 83 Prozent vorne, während sie global an   zweiter Stelle stehen.</p>
<p>In  Deutschland führen staatliche Institutionen das Vertrauens-Ranking  an,  was ein Beleg für eine gut funktionierende Demokratie sein kann. An  der  Spitze steht mit Abstand die Polizei, der 85 Prozent der Deutschen   vertrauen. Gute Werte erzielen auch Justiz und Gerichte mit 67  Prozent,  Militär und Armee mit 62 Prozent sowie Ämter, Behörden und  Verwaltung  mit 59 Prozent. Aber nur 29 Prozent vertrauen der Regierung.  Wenig  Zuversicht haben die Deutschen auch in Nichtregierungsorganisationen  &#8211; sie erreichen mit 27 Prozent den  schlechtesten Wert in Europa. Am  wenigsten vertrauen die Deutschen den  politischen Parteien &#8211; sie  erlangen nur 17 Prozent. Andere europäische  Länder zeigen allerdings  noch größere Politikverdrossenheit: In Frankreich  liegt der Vertrauenswert  der Parteien bei 12 Prozent, in Italien und  Spanien bei nur jeweils 9  Prozent.</p>
<p>77 Prozent der Deutschen gaben an, dass  sie anderen Menschen allgemein  voll und ganz bzw. überwiegend vertrauen. Nur  21 Prozent sagen, dass  sie wenig oder überhaupt kein Vertrauen in andere  haben. In Europa wird  das Miteinander insgesamt eher positiv  eingeschätzt: Eine deutliche  Mehrheit der untersuchten Länder weist bei  dieser Frage Werte von mehr  als 70 Prozent auf. Nur die Italiener legen  ein gewisses Misstrauen an  den Tag: Lediglich 49 Prozent vertrauen dort ihren  Mitmenschen. Dieser  Wert wird mit 47 Prozent nur von Argentinien,  Ägypten und Nigeria  unterboten.</p>
<p>Nur 36 Prozent der Deutschen haben Vertrauen  in Banken und Versicherungen &#8211; sie bilden damit das Schlusslicht bei der  Bewertung von Wirtschaftsbranchen. Der Vergleich mit anderen  europäischen Ländern zeigt, dass die Finanzinstitutionen in Italien (24  Prozent), Spanien (30 Prozent) und Frankreich (35 Prozent) noch  schlechtere Werte aufweisen. Dafür schätzen die Deutschen das Handwerk  am meisten: 88 Prozent der Befragten vertrauen diesem Wirtschaftszweig.  Das wird nur in den Niederlanden mit einem Vertrauenswert von 90 Prozent  übertroffen.</p>
<p>Die Ergebnisse sind ein  Auszug aus dem GfK Global Trust Report 2011 und basieren auf rund 28.000  Interviews, die im Auftrag des GfK Vereins im Herbst 2011 weltweit in  insgesamt 25 Ländern durchgeführt wurden. Grundlage der Untersuchung ist  die Abfrage des Vertrauens in elf Institutionen, elf Branchen und in  die Mitmenschen allgemein mittels folgender Skala: &#8220;vertraue ich voll  und ganz&#8221;, &#8220;vertraue ich überwiegend&#8221;, &#8220;vertraue ich weniger&#8221;, &#8220;vertraue  ich überhaupt nicht&#8221;. Der GfK Global Trust Report wird künftig jährlich  veröffentlicht. Der GfK Verein ist eine  1934 gegründete Non-Profit-Organisation zur Förderung der  Marktforschung und Gesellschafter der GfK SE.</p>
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		<title>EU will härtere Gesetze gegen Sexualverbrechen an Kindern</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 22:03:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Österreichs Justizministerin Beatrix Karl Die Verpflichtung der Mitgliedsstaaten zu härterer Gesetzgebung bei Sexualverbrechen an Kindern sowie zum Löschen von Kinderpornoseiten im Internet hat das EU-Parlament kürzlich beschlossen. Die Richtlinie zur Bekämpfung von sexuellem Missbrauch und sexueller Ausbeutung von Kindern und Kinderpornographie, auf die sich Europaabgeordnete und Innenminister der Mitgliedstaaten bereits geeinigt haben, wird EU-weite Bestimmungen [...]]]></description>
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<div class="mceTemp">
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Beatrix-Karl-IMG_7742001.jpg"><img class="size-medium wp-image-11046" title="Beatrix Karl IMG_7742001" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Beatrix-Karl-IMG_7742001-196x300.jpg" alt="" width="196" height="300" /></a></dt>
<h4 class="wp-caption-dd">Österreichs Justizministerin Beatrix Karl</h4>
</dl>
</div>
<p>Die Verpflichtung der Mitgliedsstaaten zu härterer Gesetzgebung bei Sexualverbrechen an Kindern sowie zum Löschen von Kinderpornoseiten im Internet hat das EU-Parlament kürzlich beschlossen. Die Richtlinie zur Bekämpfung von sexuellem  Missbrauch und sexueller  Ausbeutung von Kindern und Kinderpornographie,  auf die sich  Europaabgeordnete und Innenminister der Mitgliedstaaten  bereits  geeinigt haben, wird EU-weite Bestimmungen zur Prävention,   Strafverfolgung von Tätern und zum Opferschutz einführen. Die   Mitgliedstaaten haben nun zwei Jahre Zeit, die neuen Regeln in ihre   jeweilige nationale Gesetzgebung zu übersetzen.</p>
<p>Null Toleranz für Gewalt gegen Kinder will Österreichs Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP) bereits jetzt mit ihrem Kinderschutzpaket rechtlich fixieren: In der Strafgesetznovelle 2011 sind strengere Strafen für Gewalt gegen Kinder, das Verbot von Cyber-Grooming, sowie eine Nachschärfung beim Thema Kinderpornographie enthalten. Außerdem wird die Liste von jenen Delikten erweitert, die, obwohl im Ausland begangen, in Österreich strafbar sind. So sollen in Zukunft die österreichischen Strafgesetze ohne Rücksicht auf die Gesetze des Tatorts bei Genitalverstümmelung und schwerer Nötigung gelten: Dazu zählen auch Zwangsverheiratungen. Der Strafrahmen hierfür beträgt künftig bis zu fünf Jahre Haft.<span id="more-11042"></span></p>
</div>
<p>Der neu beschlossene Text der verpflichtenden EU-Richtlinie zum Kinderschutz schlägt konkret Mindesthöchststrafen für 20 Straftaten vor &#8211; weit  mehr als gewöhnlich in der EU-Gesetzgebung. Die Abgeordneten setzten  sich für härtere Strafen innerhalb der EU ein, insbesondere in  Missbrauchsfällen von Vertrauenspersonen oder Personen mit  Entscheidungsbefugnis über oder Einfluss auf das Kind, wie zum Beispiel  Familienmitglieder, Erziehungsberechtigte oder Lehrer, oder im Fall des  Missbrauchs von besonders gefährdeten Kindern, beispielsweise mit  körperlicher oder geistiger Behinderung oder unter Alkohol- oder  Drogeneinfluss. Kinder in die Prostitution oder zu sexuellen Handlungen zu zwingen,  wird beispielsweise mit mindestens 10 Jahren Gefängnis bestraft.  Produzenten von Kinderpornographie erwartet eine Gefängnisstrafe von  mindestens drei Jahren, und sich pornographisches Material von Kindern  im Internet anzusehen, wird mit mindestens einen Jahr bestraft.</p>
<p>Cyber-Grooming, die Anfreundung eines Erwachsenen mit einem Kind über das Internet mit dem Ziel, es zu treffen und sexuell zu missbrauchen, wird EU-weit zu einer  Straftat, ebenso pädophiler Sextourismus, sowohl wenn die Straftat in einem  der Mitgliedstaaten als auch wenn sie von einem EU-Bürger im Ausland begangen wird. EU-Mitgliedstaaten müssen zudem sicherstellen, dass Internetseiten, die  Kinderpornografie enthalten oder verbreiten und sich auf Servern in  ihrem Hoheitsgebiet befinden, unverzüglich entfernt werden. Sollte dies nicht möglich sein, müssen sie die entsprechenden Seiten innerhalb ihres Gebiets blockieren. Die Maßnahmen  zur Sperrung der Webseiten müssen transparenten Verfahren folgen und  angemessene Sicherheitsklauseln beinhalten.</p>
<p>Da etwa 20 Prozent der Sexualstraftäter nach ihrer Verurteilung  weitere Straftaten begehen, schreibt die neue verpflichtende EU-Richtlinie vor, dass  verurteilte Straftäter &#8220;zeitweise oder dauerhaft daran gehindert werden  sollen, berufliche Tätigkeiten auszuüben, die direkten und regelmäßigen  Kontakt mit Kindern beinhalten&#8221;. Mitgliedstaaten dürfen daher künftig weiterreichende Maßnahmen wie  beispielsweise die  Erfassung von verurteilten Tätern in Sexualstraftäter-Registern  ergreifen. Arbeitgeber erhalten zudem das Recht, wenn sie jemanden einstellen,  Informationen über Verurteilungen für sexuelle Straftaten an Kinder  anzufordern.</p>
<p>Diese legislative Resolution wurde im EU-Parlament mit 541 Ja-Stimmen, 2 Gegen-Stimmen und 31 Enthaltungen angenommen. Sie wird voraussichtlich vor Ende des Jahres auch vom  Ministerrat offiziell angenommen. Danach haben die Mitgliedstaaten zwei  Jahre Zeit, um die neuen Regeln in die jeweilige Gesetzgebung ihres  Landes umzusetzen.</p>
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		<title>Korruptionsbekämpfung Made In Austria</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 22:08:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bundeskanzler Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Spindelegger (ÖVP) Vorausgeschickt -und dies muss hier leider sein: Alles hier in diesem Kommentar Geschriebene beruht natürlich auf dem Prinzip der Unschuldsvermutung: Ja sicher kann man es der Öffentlichkeit gut verkaufen, wenn man mal einen amtierenden Politiker wegen Korruption gerichtlich verurteilt, vor allem,  wenn man dabei auch noch dem politischen [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Spindelegger-IMG_4018.jpg"><img class="size-medium wp-image-10568 " title="Faymann/Spindelegger IMG_4018" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Spindelegger-IMG_4018-220x300.jpg" alt="" width="176" height="240" /></a></dt>
<h4 class="wp-caption-dd">Bundeskanzler Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Spindelegger (ÖVP)</h4>
</dl>
</div>
<p>Vorausgeschickt -und dies muss hier leider sein: Alles hier in diesem Kommentar Geschriebene beruht natürlich auf dem Prinzip der Unschuldsvermutung:</p>
<p>Ja sicher kann man es der Öffentlichkeit gut verkaufen, wenn man mal einen amtierenden Politiker wegen <a title="Korruption" href="http://www.redakteur.cc/?s=Korruption" target="_blank">Korruption</a> gerichtlich verurteilt, vor allem,  wenn man dabei auch noch dem politischen Gegner eins auswischen kann. Und es schaut tatsächlich danach aus, wie wenn in diesem Lande wirklich die Korruption bekämpft würde, wenn in langarmiger Vorbereitung der nächsten Nationalratswahlen immer mehr ehemalige Minister (natürlich wiederum dem verfeindeten politischen Lager anhängig) als korrupt hinstellt.<span id="more-10562"></span></p>
<p>Aber immer wieder muss man sich bei solchen dubiosen Aufdeckungen, die schwer dem Zufall entspringen können, die Frage stellen: nicht nur: wem schaden solche &#8220;Skandale&#8221; und wem nützen sie? Nun ja: den Schaden haben nicht nur die direkt Betroffenen, sondern auch ihre Parteien. Und wenn man dieses öffentliche &#8220;Aufdeckungs-Spiel&#8221; genau beobachtete, war eines auffällig: alle waren sie böse, nur die SPÖ, die war und ist die immerwährend Gute und die sorgt jetzt zusammen mit den (natürlich auch immer unschuldigen) Grünen für volle Aufklärung und für die Aufarbeitung des Korruptionssumpfes aus einer Zeit, in der sie ausnahmsweise mal nicht an der Regierung war. Und selbst angeblich so sachliche Zeitungs-Journalisten beklagen sich bei Diskussionsrunden im ORF-Fernsehen über diesen unglaublichen Sumpf aus der schwarz-blauen Zeit und outeten sich lobenswerterweise auch gleichzeitig mit ihrem Bedauern, dass dies alles zwar ÖVP und FPÖ/BZÖ schade, dass aber die SPÖ (leider) nicht davon profitiere. Da stimmt doch was nicht.</p>
<p>Die ÖVP ist im Allgemeinen meines Erachtens viel zu &#8220;brav&#8221; und zu rücksichtsvoll ihrem Koalitionspartner SPÖ gegenüber: während dieser direkt oder indirekt jede Chance nützt, um die ÖVP -verbunden mit der Warnung vor einer weiteren Regierung ohne sie -ins Korruptionseck zu stellen, beunruhigt und verärgert dies die Spitzen der ÖVP zu selten: Im Gegenteil: des lieben Koalitionsfriedens zuliebe deckt sie dem intriganten Koalitionspartner SPÖ meist auch noch den Rücken. ÖVP-Chef <a title="Michael Spindelegger" href="http://www.redakteur.cc/?s=Spindelegger" target="_blank">Spindelegger</a> ist es zu verdanken, dass er hierzu in der vergangenen Woche mal einen Schlussstrich gezogen hat und die medial monatelang verschwiegenen staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen SPÖ-Kanzler Faymann endlich nun nicht mehr unkommentiert ließ und endlich die Vertuschung beendete. Und das ist richtig und notwendig so.</p>
<p>Wenn man dauernd durch den Koalitionspartner direkt oder indirekt in die Nähe von Korruption (vgl. dazu auch meinen Kommentar zum Thema: <a title="Kommentar: Über Lobbying und Korruption" href="http://www.redakteur.cc/ueber-lobbying-und-korruption/" target="_blank">Lobbying und Korruption</a>) gerückt wird, um ihn damit mutmaßlich zu erpressen, dass es auch in künftigen Legislaturperioden keinen anderen Koalitionspartner für die ÖVP geben darf als die SPÖ, ist das schon kriminell. Und natürlich darf sich dies die meist eh viel zu angepasste ÖVP nicht bieten lassen. Und ja: es ist höchste Zeit, dass alles auch aufgedeckt wird, wie <a title="Werner Faymann" href="http://www.redakteur.cc/?s=Faymann" target="_blank">Faymann</a> bereits in seiner Zeit als Infrastrukturminister seine Macht und seinen Einfluss dazu missbraucht hat, um durch den indirekten Großeinkauf bei einflussreichen Zeitungen durch <a title="ÖJC will Transparenz bei Zeitungsinseraten" href="http://www.redakteur.cc/ojc-will-transparenz/" target="_blank">Inserate</a> ihr Wohlwollen zu erschleichen und zu noch mehr Macht und Einfluss zu kommen. Es dieser Form hat es dies noch nie gegeben und dann heisst es dazu aus dem Bundeskanzleramt lapidar &#8220;Österreich hat größere Probleme&#8221;.</p>
<p>Wie bitte: Der amtierende Bundeskanzler hat sich die Macht an der Spitze des Staates moicht nur durch billigste Populismussprüche, sondern durch Bestechung von Massenmedien (vgl. dazu auch meinen Kommentar zum Thema: <a title="Kommentar: Journalistische Unabhängigkeit und wirtschaftliche Zwänge" href="http://www.redakteur.cc/journalistische-unabhangigkeit-und-wirtschaftliche-zwange/" target="_blank">Journalistische Unabhängigkeit und wirtschaftliche Zwänge</a>) , noch dazu mit Steuergeldern (!) erschlichen und das soll nicht der Rede wert sein? Wäre der Betroffene nicht ein Roter, der noch dazu dank großzügiger Inserate die einflussreichsten Medien gnädig gestimmt hat, dann würden jetzt alle Medien des Landes einhellig seinen Rücktritt als Bundeskanzler fordern. Also das ist ein Skandal, dass er einfach weitermachen kann, während die politischen Gegner (im Vergleich dazu) wegen Bagatellen vor Gericht landen.</p>
<p>Natürlich aber ist es sinnvoll, dass sich die beiden Koalitionspartner SPÖ und ÖVP nun offenbar wieder versöhnt haben. Aber um welchen Preis? Und was lief hinter den Kulissen ab? Ich fürchte leider, die Opposition hat Recht: Dieser geplante &#8220;Beirat&#8221;, der öffentliche Inserate künftig prüfen soll, ist die reinste Augenauswischerei, denn es soll ja nicht verboten werden, dass Ministerien in Massenmedien werben, aber es soll vorher vom Beirat genehmigt werden. Und wer sitzt in diesem Gremium: Vertreter der jeweiligen Regierung? Oppositionsvertreter? Pseudounabhängige (wie im <a title="ORF-Stiftungsrat" href="http://www.redakteur.cc/?s=ORF-Stiftungsrat" target="_blank">ORF-Stiftungsrat</a>)?</p>
<p>Ich befürchte, dass sich die beiden Regierungsparteien darauf hinter geschlossenen Türen geeinigt haben, dass es zum Wohle beider ist, wenn sie weiterhin mit Steuergeldern Inserate in auflagenstarken Zeitungen schalten können und dass damit eigentlich beide Parteien wohlwollende Berichterstattung kaufen können und den Beirat gibts halt Alibihalber für die aktuell verunsicherte Öffentlichkeit. Und ich befürchte leider, dass sich die ÖVP wieder mal hat einlullen lassen der SPÖ nach dem Motto: schau, wir haben uns eh gegenseitig voll lieb und wichtig ist, dass wir zwei und nur zwei alle Macht im Land haben und die teilen wir uns auf: viel für mich und ein bissi auch für dich (weil du ÖVP eh nicht merkt, dass du weniger bekommst, weil du dich um Wichtigeres kümmerst als um meine Intrigen).</p>
<p>Und deswegen bin auch ich unzufrieden mit dieser erneuten großkoalitionären Kuschelpartie und ich befrüchte, dass die Korruption auf höchster Ebene auch weiterhin nicht wirklich bekämpft wird. Und vor allem: Korruption hat vor allem in der hohen Politik nichts verloren. Es spricht daher nichts gegen Untersuchungsausschüsse, im Gegenteil: aber darin müssen alle Parlamentsparteien vertreten sein und und was noch viel wichtiger ist: Es darf nicht parteilich nur in eine Richtung ermittelt werden, sondern genau so, wie gegen Funktionäre von FPÖ oder BZÖ oder ÖVP ermittelt wird, genau in derselben Strenge müssen auch SPÖ und Grüne durchleuchtet werden: dass beispielsweise immer wieder vertrauliche Ermittlungsakten bei den Grünen oder in roten Medien auftauchen, sollte auch zu denken geben.</p>
<p>Es gibt nicht gute und böse Parteien, sondern es gibt nur gute und schlechte Politiker und solche gibt es ausnahmslos in allen Parteien. Auch daher muss auch Justitia tatsächlich glaubwürdig und daher kompromisslos blind sein und ohne Rücksicht auf die Machtposition von Verdächtigen und unabhängig von ihrer politischen Farbe ermitteln und auch Urteile fällen. Das ist vermutlich zwar zu viel verlangt und es glaubt auch kaum wer an dessen Realisierung, weil das Netz jahrzehntelanger Macht weit gespannt ist. Das erwarten sich aber die Menschen wie sonstwo auf der Welt auch in Österreich: zu Recht.</p>
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		<title>Der Volkszorn und die Gerechtigkeit (Kommentar)</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Aug 2011 22:08:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor einigen Jahren brannte Paris, nun brennt London. Das wirft einige schwerwiegende Fragen auf: Was ist mit den jungen Menschen dort los, dass sie zerstören und plündern? In wie weit hat die Politik versagt, wenn es so weit gekommen ist? Und was hat nun zu geschehen? Eines ist sicher: Manche linken Revoluzzer freuen sich insgeheim [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Jahren brannte Paris, nun brennt London. Das wirft einige  schwerwiegende Fragen auf: Was ist mit den jungen Menschen dort los,  dass sie zerstören und plündern? In wie weit hat die Politik versagt,  wenn es so weit gekommen ist? Und was hat nun zu geschehen?</p>
<p>Eines ist sicher: Manche linken Revoluzzer freuen sich insgeheim  schon über die Aufstände und erwarten sich nun den lang erwünschten  &#8220;Sieg über den Kapitalismus&#8221;. Das ist fatal. Gewalt darf in einer  Demokratie niemals und unter gar keinen Umständen gerechtfertigt werden.  Der &#8220;Kapitalismus&#8221; ist zwar kein ideales  Gesellschaftssystem, aber  letztlich dennoch die einzige Alternative,  weil er beruflichen Einsatz  und Erfolg belohnt und Misserfolg bestraft und dies ist gerecht. Zumindest in Europa wird  Zweiteres sogar durch ein funktionierendes Sozialsystem  aufgefangen.  Und das ist gut, sinnvoll und auch notwendig. Die eigentlichen Probleme  aber liegen wo anders:<span id="more-10159"></span></p>
<p>Während so genannte konservative Parteien seit vielen Jahren vor zu  viel Zuwanderung warnen, was auf Dauer nur zu Konflikten führen kann  (und wohl auch bislang führte), ignorieren linke Parteien und  Regierungen diese Sorge der Bevölkerung systematisch. Nicht &#8220;Aufhetzung&#8221;  durch so genannte rechte Parteien führt zu einer  &#8220;Fremdenfeindlichkeit&#8221;, sondern die Chronologie ist eine andere: die all  zu großzügige Einwanderungspolitik vieler westlicher Regierungen seit  Jahrzehnten war durch eine folgende fast automatische systematische  Nichtintegration von vorne herein zum Scheitern verurteilt. Das daraus  folgende bei vielen Einheimischen beunruhigende Gefühl der Fremdheit im  eigenen Land führte in Folge dann erst zum Wählen rechter Parteien: wenn  die Anzahl von Zuwanderern so gering ist, dass sie sich schon aus einem  Bedürfnis der Zugehörigkeit gern integrieren, dann stellen sie für  niemanden -auch gefühlsmässig- keine Bedrohung dar. Wenn hingegen eine  große Anzahl von Einwanderen unter sich bleiben kann und es gar keine  Notwendigkeiten gibt, sich zu integrieren, dann sind soziale und  ethnische Konflikte nur eine Frage der Zeit.</p>
<p>Das Problem verschärft noch die Tatsache, dass ein Großteil der  Zuwanderer seit Jahrzehnten nicht eigentliche schutzwürdige Flüchtlinge  im Sinne der UNO sind, sondern aus der falschen Illusion heraus, im  freien Westen zu Wohlstand zu kommen, ihre Heimat verließen. Und hier  wäre es eine Frage der Verantwortung und des  Wohlwollens (die leider zu  oft nicht wahrgenommen werden), wenn man Einwanderungswillige nicht in  ihrer falschen  Wohlstandserwartung bestärkt, sondern indem man sie auf  den Boden der harten Realität  zurückholt, dass nämlich -genauso wie  anderswo- auch in Europa nur jene zu  Wohlstand kommen, die ihn sich  mühsam erarbeiten, und dass es für niemanden eine  Garantie dafür gibt,  dass er ihn tatsächlich je erreichen wird. Die dringende Empfehlung zur  raschen Rückkehr ins  Heimatland würde in vielen Fällen auch das zu  erwartende Leid der  Betroffenen von vorne herein lindern und wäre daher  sogar eine gute Tat. Wer hingegen falsche  Hoffnungen nährt, betrügt  den  Zuwanderungswilligen, was &#8211; wie man jetzt  sieht &#8211; auf Dauer nur zu  Frust und Enttäuschung oder vielleicht gar zu Gewalt führen  kann.  Europa ist nun mal genausowenig ein  Schlaraffenland wie andere Länder  auf der Welt.</p>
<p>Eine rigorose Einwanderungspolitik verbunden mit effektiven  Integrationsmaßnahmen ist daher dringend nötig: dies erkennen  mittlerweile endlich auch die meisten europäischen Staaten. Die  Beherrschung der jeweiligen Landessprache von Kind an muss für  Einwanderungswillige einfach selbstverständlich sein. Wer aber sich auf  Dauer nicht integrieren will und erst recht, wer kriminell ist/wird,  riskiert, seinen Anspruch auf Aufenthalt im Gastland zu verlieren: das  ist richtig so. Und Gewalt und Terror in einer Demokratie dürfen niemals  und unter gar keinen Umständen toleriert werden. In den Bereichen  Integration, Polizei, öffentliche Sicherheit (auch durch  Kamera-Überwachung des öffentlichen Raums) und Polizei dürfen daher auch  keinerlei &#8220;Einsparungen&#8221; vorgenommen werden.</p>
<p>Aber natürlich muss auch das aktuelle ungerechte soziale Pulverfass -vor allem  in Europas Großstädten- entschärft werden: Ja, es ist schwer zu  ertragen, wenn man selbst nichts hat und andere sich alles leisten können.  Aber Neid macht krank. Und so manches linke  Medium schürt in  verantwortungsloser Weise seit Jahren diesen Neid.  Dabei muss an dieser  Stelle mal gesagt werden, dass die allermeisten Menschen,  die heute in Europa  in einem gewissen Wohlstand leben, diesen nicht durch  Ungerechtigkeiten  und durch Ausbeutung der Armen (wie dies linke  Ideologen und Medien  immer wieder unterstellen) erworben haben, sondern  durch harte Arbeit  über Generationen hindurch: sie haben ihn sich also  verdient. Daher wäre  es auch falsch, ihnen das Erarbeitete wieder  wegzunehmen.</p>
<p>Und ja, es ist ungerecht, dass einige immer mehr haben (wollen) und manche andere kaum zum Überleben haben. Und vor allem ist es ungerecht, dass jene, die im   Überfluss leben, auch noch steuerlich begünstigt werden. Vor allem   ist es problematisch, dass manche so genannte Superreiche ungestraft im großen  Stil  mit dem Geld anderer spekulieren können und damit immer noch  reicher  werden.  Und manchmal entsteht sogar der Eindruck, dass auch die  Justiz  Jedermann frei spricht, wenn nur die finanziellen Zuwendungen (an  den  Staat) dafür entsprechend hoch sind. Natürlich gehören so genannte   Top-Manager vor Gericht gestellt und zu Schadensersatzleistungen verpflichtet, die ihre Banken und Unternehmen in  den  Ruin treiben, während sie selbst Millionen an Bonuszahlungen  erhalten.  Und dasselbe gilt noch viel mehr auch für jene, die am  Verlust anderer  groß kassieren. Natürlich also muss es in der so  genannten Oberschicht per Gesetz  drastische finanzielle Einschnitte  geben (<a title="Kommentar: Die staatlichen Großverdiener und der gemeine Pöbel" href="http://www.redakteur.cc/die-staatlichen-grossverdiener/" target="_blank">Dauerhafte Jahreseinkommen von über 500.000 Euro sind ja aus meiner Sicht sowieso unmoralisch</a> und daher nicht verantwortbar) und müssen Steuerlöcher  geschlossen werden.</p>
<p>Dennoch jedoch gibt es keine gerechtere Gesellschaftsform  als die,  in der jener mehr verdient und sich in Folge ein Vermögen aufbauen kann,  der  mehr und tüchtiger arbeitet als ein anderer. Dass allen alles in   gleichem Maße zuteil kommen sollte, wie dies so manche linken Ideologen   seit Jahren propagieren, ist folglich sicher der falsche Weg, weil es ungerecht wäre und weil es in der   Natur des Menschen liegt, sich selbst was zu erarbeiten und aufzubauen: und das ist gut so. Wenn aber das Gesellschaftsystem jedem, der tüchtiger und fleissiger ist, wieder   wegnimmt, was er sich erarbeitet hat, dann führt dies zu beruflicher   Passivität und zu einer reinen Empfängermentalität dem Staat gegenüber: wieso   sollte man auch fleissig sein und arbeiten, wenn man die Früchte dessen   nicht verkosten darf?</p>
<p>Auch deshalb waren (sind und werden sein) alle  sozialistischen und  kommunistischen Systeme zum Scheitern verurteilt und  führ(t)en entgegen  dem verkündeten hohen Ideal der Herrschaft des  Proletariats zur  diktatorischen Herrschaft einiger weniger über die  bewusst dumm gehaltenen Massen. Zu glauben, Kommunismus/Sozialismus  könnten auch  anders funtionieren (als die triste Wirklichkeit in allen  bisherigen  Versuchen weltweit gezeigt hat) und dies wäre anzustreben,  entspräche  einer problematischen Wirklichkeitsverweigerung.</p>
<p>Das Ziel aber muss dennoch eine möglichst gerechte Gesellschaftsform  sein, wo jeder die selben Chancen hat, sich (nicht auf Kosten von  anderen, sondern) durch Arbeit und Fleiß ein Leben in Würde zu  ermöglichen. Wirklich &#8220;Wohlhabende&#8221; (also nicht die so genannte Mittelschicht) durch Steuerbegünstigungen und Ähnliches zu  privilegieren, ist also genauso sicher der falsche Weg, wie &#8220;Armen&#8221;  dadurch &#8220;helfen&#8221; zu wollen, indem man sie ins Sozialschmarotzertum  treibt, weil man so mehr Geld zur Verfügung hat als wie wenn man einer geregelten Arbeit nachgeht). Wer weniger leistet, soll auch weniger verdienen und Arbeit und  Fleiß müssen sich auch finanziell (auch durch gerechte Löhne) lohnen. Das ist gerecht und richtig  so.</p>
<p>Zudem muss Großspekulantentum strafbar werden genauso wie zu hohe Einkommen (nicht gleichzusetzen mit dem Wert des Eigentums) gerechter besteuert werden müssen. Und tatsächlich einwandern (nicht zu verwechseln mit einer befristeten Aufnahme von tatsächlichen Flüchtlingen im Sinne der UNO) und erst recht eine europäische Staatsbürgerschaft erhalten sollte nur der, der sich durch aktive Integration und fleissige Arbeit bewährt hat. Und dieses ständige Neidpredigen linker Kreise muss auch endlich aufhören. Dann sollte es -zumindest längerfristig- möglich sein, dass die Schere zwischen arm und reich wieder kleiner wird, es daher auch keinen realen Grund für Neid und Eifersucht mehr gibt. Und dann ist -zumindest in Ansätzen- eine gerechtere Welt für alle möglich. Und diese ist anzustreben: in Europa und weltweit.</p>
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		<title>Schwere Niederlage für Regierung Berlusconi bei Volksabstimmung</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Jun 2011 22:12:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit jeweils etwa 95 Prozent der Stimmen (vorläufiges Endergebnis laut Innenministerium) gegen die Pläne der Regierung erteilten die Italiener Premier Silvio Berlusconi an diesem verlängerten Wochenende bei einer Volksabstimmung einen schweren Denkzettel. Während Berlusconi die Staatsbürger dazu aufforderte, das italienweite Referendum zu boykottieren, um nicht die nötige Wahlbeteiligung von über 50 Prozent zu erreichen, verweigerten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit jeweils etwa 95 Prozent der Stimmen (<a title="Vorläufiges Endergebnis des italienischen Referendums 2011" href="http://referendum2011.interno.it/" target="_blank">vorläufiges Endergebnis laut Innenministerium</a>) gegen die Pläne der Regierung erteilten die Italiener Premier Silvio Berlusconi an diesem verlängerten Wochenende bei einer Volksabstimmung einen schweren Denkzettel. Während Berlusconi die Staatsbürger dazu aufforderte, das italienweite Referendum zu boykottieren, um nicht die nötige Wahlbeteiligung von über 50 Prozent zu erreichen, verweigerten ihm viele die Gefolgschaft und nahmen demonstrativ daran teil. Inhaltlich ging es bei den Referenden ging es um Regierungs-Vorhaben, die  Wasserversorgung Italiens zu privatisieren, neue <a title="Kommentar: Die Zukunft der Atomenergie" href="http://www.redakteur.cc/zukunft-der-energie/" target="_blank">Atomkraftwerke</a> zu errichten  und um das &#8220;entschuldigte&#8221; Fernbleiben von angeklagten Regierungsmitgliedern bei Gerichtsverhandlungen. Allen  vier Plänen erteilten die Italiener eine klare Absage.<span id="more-9574"></span></p>
<p>Italienweit beteiligten sich über 55 Prozent der Wahlberechtigten am Referendum, in der Autonomen Provinz Bozen (<a title="Referendum: Wahlergebnis in Südtirol" href="://www.wahlen.bz.it/refhome_ld.htm" target="_blank">Südtirol</a>) waren es jeweils gar mehr als 66 Prozent. Die Südtiroler erteilten den Plänen der Regierung Berlusconi mit jeweils über 97 Prozent der Stimmen eine noch deutlichere Absage. Da das Ergebnis der Referenden für die Regierung bindend ist, dürfen die Vorhaben nun nicht verwirklicht werden. Am 22. Juni muss sich die Regierung Berlusconi erneut einer Vertrauensabstimmung durch das Parlament stellen, dessen Ausgang angesichts der aktuellen Wahlniederlange unsicher erscheint. Gegen den Regierungschef selbst laufen aktuell mehrere Gerichtsverfahren unter anderen in der so genannten <a title="Ruby in Wien: Eindrücke in Bildern" href="http://www.redakteur.cc/lugners-brave-ruby/" target="_blank">Ruby-Affäre</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
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