<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Elmar Leimgruber &#187; Judentum</title>
	<atom:link href="http://www.redakteur.cc/tag/judentum/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.redakteur.cc</link>
	<description>Elmar Leimgruber online</description>
	<lastBuildDate>Mon, 10 Nov 2025 00:33:56 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.1.4</generator>
		<item>
		<title>Österreich: Weltreligionen und Staat gemeinsam gegen Terrorismus</title>
		<link>http://www.redakteur.cc/osterreich-weltreligionen-und-staat-gemeinsam-gegen-terrorismus/</link>
		<comments>http://www.redakteur.cc/osterreich-weltreligionen-und-staat-gemeinsam-gegen-terrorismus/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 Jan 2015 23:03:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturia.com]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasismus]]></category>
		<category><![CDATA[Fuad Sanac]]></category>
		<category><![CDATA[gemeinsame Erklärung der Religionsvertreter]]></category>
		<category><![CDATA[gemeinseme Erklärung gegen Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Heinz Fiescher]]></category>
		<category><![CDATA[Iannis Nikolitsis]]></category>
		<category><![CDATA[IGGIÖ]]></category>
		<category><![CDATA[Ioannis Nikolitsis]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Josef Ostermayer]]></category>
		<category><![CDATA[Judentum]]></category>
		<category><![CDATA[Jugentum]]></category>
		<category><![CDATA[Kardinal Christoph Schönborn]]></category>
		<category><![CDATA[künstlerische Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Koran]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Lothar Pöll]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenwürde]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Bünker]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Chaim Eisenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Religionen]]></category>
		<category><![CDATA[Respekt]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Kurz]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Statement gegen den Terror]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorbekämpfung]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismusbekämpfung]]></category>
		<category><![CDATA[Tora]]></category>
		<category><![CDATA[Weltreligionen]]></category>
		<category><![CDATA[Wortlaut]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.redakteur.cc/?p=15907</guid>
		<description><![CDATA[Zu einem wohl einmaligen Schulterschluss zwischen dem Staat Österreich und der in Österreich vertreetenen monotheistischen Weltreligionen (Christentum, Judentum, Islam) kam es gestern, Dienstag, in Wien. In einem gemeinsamen Statement, das auch von Bundespräsident Heinz Fischer unterzeichnet ist, betonen die Religionsvertreter ihre Ablehnung von Gewalt und Terrorismus und gegenseitigen Respekt für das, &#8220;was dem anderen heilig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Statement-gegen-Terror1.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-15909" title="Staat und Weltreligionen: Gemeinsames Statement gegen Terror" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Statement-gegen-Terror1.jpg" alt="" width="373" height="211" /></a>Zu einem wohl einmaligen Schulterschluss zwischen dem Staat Österreich und der in Österreich vertreetenen monotheistischen Weltreligionen (Christentum, Judentum, Islam) kam es gestern, Dienstag, in Wien. In einem gemeinsamen Statement, das auch von Bundespräsident Heinz Fischer unterzeichnet ist, betonen die Religionsvertreter ihre Ablehnung von Gewalt und Terrorismus und gegenseitigen Respekt für das, &#8220;was dem anderen heilig ist&#8221;.</p>
<p>&#8220;Werte und Prinzipien, die über Jahrhunderte hinweg erarbeitet und entwickelt wurden, wie Menschenwürde, Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, kann der Fanatismus irregeleiteter Menschen auch mit Gewalt und Terror nicht aus der Welt schaffen&#8221;, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die Bundespräsident Heinz Fischer in der Präsidentschaftskanzlei vorstellte.</p>
<p><span id="more-15907"></span></p>
<p>&#8220;Gewalt im Namen Gottes ist für Gläubige gleich welcher Religion die  größte Blasphemie,&#8221; hatte der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph  Schönborn bereits in einer ersten Reaktion auf die Mordanschläge in  Paris reagiert: &#8220;Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren&#8221;, das  zweite der zehn Gebote gelte nicht nur für Juden und Christen, sondern  sinngemäß für jeden religiösen Menschen, hatte der Wiener Erzbischof  weiter ausgeführt.</p>
<p>Der gemeinsamem Erklärung von Kirche und Staat war ein Treffen des Bundespräsidenten mit Kardinal Christoph Schönborn, IGGiÖ (Isalamische Glaubensgemeinschaft in Österreich) -Präsident Fuad Sanac, Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg, Bischof Michael Bünker, Superintendent Lothar Pöll sowie Bischofsvikar Iaonnis Nikolitsis vorausgegangen. Dazu stießen die Minister Sebastian Kurz und Josef Ostermayer.</p>
<p>Ergebnis der Erklärung war neben dem gemeinsamen Bekenntnis zu Menschenrechten und demokratischen Werten die &#8220;Abscheu&#8221; über die terroristischen Verbrechen und die Solidarität mit den Opfern, die unterschiedlichen Religionen angehören, und deren Angehörigen. das verlange eine &#8220;brüderliche Zusammenarbeit&#8221; der abrahamitischen Religionen, denn &#8211; wie es in der gemeinsamen Erklärung heißt -&#8221;Bibel, Tora und Koran sind Bücher der Liebe, nicht des Hasses&#8221;.</p>
<p>Kardinal Schönborn unterstrich das nach wie vor gute Verhältnis unter den Religionsgemeinschaften in Österreich und mahnte Respekt vor dem ein, &#8220;was anderen heilig ist&#8221;: Jede Form von Gewalt als Antwort auf Beleidigungen der Religion seien abzulehnen, der Rechtsstaat stelle dafür geeignete und ausreichende juridische Mittel zur Verfügung. Der Kardinal erinnerte zugleich an die hetzerischen antisemitischen Karikaturen in der NS-Zeit, auf die staatliche Behörden damals mit &#8220;hämischem Einverständnis&#8221; reagiert hätten. Dieser Blick in die Geschichte sollte auch heute &#8220;nachdenklich machen&#8221;, wenn es um das Ausreizen künstlerischer Freiheit geht, mahnte Schönborn.</p>
<p>Und hier die gemeinsame Erklärung von Bundespräsident Heinz Fischer, Kardinal Christoph Schönborn, Bischof Michael Bünker, Bischofsvikar Iaonnis Nikolitsis, Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg, IGGIÖ-Präsident Fuat Sanac und Superintendent Lothar Pöll über gemeinsame Positionen und Werte vor dem Hintergrund des Mordanschlags in Paris vom 7. Jänner im Wortlaut:</p>
<p><em>Wien, 13. Jänner 2015</em></p>
<p><em>Gemeinsame Erklärung</em>:</p>
<p><em>In der vergangenen Woche hat es in Paris einen sich über drei Tage hinziehenden Terroranschlag von islamistischen Fanatikern mit zahlreichen Todesopfern gegeben. </em><br />
<em>In einer solchen Situation ist Klugheit und Verantwortungsbewusstsein erforderlich. </em><br />
<em>Frankreich hat dies in einer imposanten und eindrucksvollen Kundgebung am vergangenen Sonntag getan. </em><br />
<em>Auch in Österreich hat es eine beeindruckende Zahl von Reaktionen der Solidarität und des Mitgefühls gegeben. </em><br />
<em>Die Bundesregierung hat für vergangenen Sonntag, den 11. Jänner, zu einer öffentlichen Kundgebung auf dem Ballhausplatz zwischen Hofburg und Bundeskanzleramt gemeinsam mit den gesetzlich anerkannten Religionsgemeinschaften eingeladen, um ein Zeichen der Betroffenheit, der Solidarität und der Entschlossenheit im Kampf gegen den Terror zu setzen. </em><br />
<em>Bei dieser Veranstaltung wurde eine Erklärung der Bundesregierung vorgetragen, in der die Lehren aus der Geschichte bekräftigt wurden, unser Bekenntnis zu Menschrechten, Rechtsstaatlichkeit und Meinungsfreiheit bekräftigt wurde und in der zur gemeinsamen Verteidigung unserer Werte und Prinzipien aufgerufen wurde. </em><br />
<em>Als weiteren Schritt hat der Bundespräsident Vertreter der drei größten Religionsgemeinschaften in Österreich, nämlich des Christentums, des Islams und des Judentums sowie zwei Vertreter der Bundesregierung eingeladen, um in diesem Kreis Gedanken auszutauschen und gemeinsame Positionen zu definieren. </em><br />
<em>Folgendes stand und steht dabei im Vordergrund:</em></p>
<p><em>1. Unsere Abscheu in Bezug auf die in Frankreich begangenen Verbrechen.</em></p>
<p><em>2. Unsere Solidarität mit den Opfern und deren Angehörigen.</em></p>
<p><em>3. Eine Warnung vor weiterem Blutvergießen: Es gibt kein Anliegen der Welt, schon gar kein religiöses Anliegen, dem man mit Mord- und Totschlag dienen oder nützen kann.</em></p>
<p><em>4. Werte und Prinzipien, die über Jahrhunderte hinweg erarbeitet und entwickelt wurden, wie Menschenwürde, Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, kann der Fanatismus irregeleiteter Menschen auch mit Gewalt und Terror nicht aus der Welt schaffen.</em></p>
<p><em>5. In Österreich sind Staat und Kirche getrennt. Das ist aber kein Hindernis, bei der Abwehr von Terror sowie bei der Verteidigung von Demokratie, Menschenwürde und Menschenrechten zusammenzuarbeiten. Im Gegenteil: Diese Zusammenarbeit ist wertvoll und wichtig.</em></p>
<p><em>6. Bei den Terroranschlägen in Frankreich sind Christen, Juden, Muslime und vielleicht auch Menschen ohne religiöse Bindung ums Leben gekommen. </em><br />
<em>Aus diesen und vielen anderen Gründen ist die brüderliche Zusammenarbeit von Christen, Juden und Muslimen, in die auch die anderen gesetzlich anerkannten Religionsgemeinschaften sowie Menschen ohne religiöse Bindungen einbezogen und willkommen sind, besonders wichtig.</em></p>
<p><em>7. Meinungsfreiheit und der Respekt vor dem, was anderen Menschen heilig ist, sind hohe Rechtsgüter, die ebenso gut nebeneinander existieren können wie Meinungsfreiheit und der Schutz vor Verleumdung und Beleidigung.</em></p>
<p><em>8. Christen, Juden und Muslime in Österreich sind vereint im Bekenntnis zum Rechtsstaat, in der Achtung vor unseren Mitmenschen und deren Überzeugungen und in der selbstverständlichen entschiedenen Ablehnung von Terror und Gewalt. </em><br />
<em>Wir bekräftigen den Satz: </em><br />
<em>Bibel, Tora und Koran sind Bücher der Liebe, nicht des Hasses.</em></p>
<p><em>9. Maßnahmen, die für die Zukunft mehr Sicherheit bewirken sollen, können nicht auf die Ausrüstung der Sicherheitsbehörden beschränkt sein, sondern müssen insbesondere auch Bildungspolitik und Integrationspolitik umfassen.</em></p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.redakteur.cc%2Fosterreich-weltreligionen-und-staat-gemeinsam-gegen-terrorismus%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.redakteur.cc/osterreich-weltreligionen-und-staat-gemeinsam-gegen-terrorismus/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Beschneidung: Pro und Contra</title>
		<link>http://www.redakteur.cc/zum-thema-beschneidung/</link>
		<comments>http://www.redakteur.cc/zum-thema-beschneidung/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Jul 2012 22:04:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturia.com]]></category>
		<category><![CDATA[Akt der Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Beschneidung]]></category>
		<category><![CDATA[Beschneidungsurteil]]></category>
		<category><![CDATA[Christen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Grundgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Irmingard Schewe-Gerigk]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Juden]]></category>
		<category><![CDATA[Judentum]]></category>
		<category><![CDATA[Kardinal Christoph Schönborn]]></category>
		<category><![CDATA[Karmasin]]></category>
		<category><![CDATA[körperliche Unversehrtheit]]></category>
		<category><![CDATA[Körperverletzung]]></category>
		<category><![CDATA[Komplikationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Landesgericht Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Moslems]]></category>
		<category><![CDATA[Profil]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Religionsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Terre Des Femmes]]></category>
		<category><![CDATA[Umfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Urteil]]></category>
		<category><![CDATA[Zirkumzision]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.redakteur.cc/?p=13221</guid>
		<description><![CDATA[Rituelle islamische Kindes-Beschneidung in Deutschland Foto: CC Matthias Schreiber Seit das Kölner Landesgericht die Beschneidung (Zirkumzision) von Buben aus religiösen Gründen als Körperverletzung verurteilte, gehen sowohl in Deutschland als auch in Österreich die Wogen hoch: Konfessionslose und Gegner von &#8220;Privilegien&#8221; für Glaubensgemeinschaften haben genauso wie viele gläubige Christen keinerlei Verständnis dafür, dass ohne medizinische Notwendigkeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_13225" class="wp-caption alignright" style="width: 250px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Rituelle_Kindes-Beschneidung_CC-Matthias-Schreiber.jpg"><img class="size-medium wp-image-13225" title="Rituelle_Kindes-Beschneidung_CC Matthias Schreiber" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Rituelle_Kindes-Beschneidung_CC-Matthias-Schreiber-300x200.jpg" alt="Nähere Infos zum Foto: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Rituelle_Beschneidung.jpg&amp;filetimestamp=20120710195007" width="240" height="160" /></a></dt>
<h4 class="wp-caption-dd">Rituelle islamische Kindes-Beschneidung in Deutschland<br />
Foto: CC Matthias Schreiber</h4>
</dl>
</div>
<p>Seit das Kölner Landesgericht die Beschneidung  (Zirkumzision) von Buben aus religiösen Gründen als Körperverletzung verurteilte, gehen sowohl in Deutschland als auch in Österreich die Wogen hoch:</p>
<p>Konfessionslose und Gegner von &#8220;Privilegien&#8221; für Glaubensgemeinschaften haben genauso wie viele gläubige Christen keinerlei Verständnis dafür, dass ohne medizinische Notwendigkeit Jungen im Judentum und im Islam in der heutigen Zeit noch die Vorhaut ihres Penis abgetrennt wird und begründen dies mit dem Grundgesetz, wonach es ein Recht auf körperliche Unversehrtheit eines jeden Menschen gibt. Neben direkt betroffnenen jüdischen und islamischen Verbänden sehen hingegen die deutsche Bischofskonferenz und auch Wiens Erzbischof Kardinal Schönborn durch dieses Urteil die Religionsfreiheit, welche ebenfalls das Grundgesetz garantiert, gefährdet:<span id="more-13221"></span></p>
<div>
<p>Schönborn schreibt in einem Kommentar für die Zeitung &#8220;heute&#8221; von einem  &#8220;besorgniserregenden Signal&#8221;: Es wäre ein &#8220;Akt der Gewalt&#8221;, würde man Eltern das Recht absprechen, &#8220;ihre Kinder selber und nach ihren eigenen Wertmaßstäben zu erziehen&#8221;. Für Juden sei die Beschneidung &#8220;von grundlegender religiöser Bedeutung&#8221; und &#8220;geradezu ein Identitätsmerkmal der Zugehörigkeit zum Judentum&#8221;, erklärt der Kardinal. Im Islam sei die Beschneidung eine fest verankerte Tradition. In vielen Teilen der Welt werde zudem die Beschneidung aus hygienischen Gründen praktiziert, so Schönborn.</p>
<p>Die Menschenrechtsorganisation Terre des Femmes hingegen, die sich seit Langem gegen die Beschneidung von Mädchen vor allem in islamischen Ländern einsetzt, begrüßt hingegen das &#8220;wegweisende Urteil&#8221; des Landgerichts Köln: &#8220;Es zeigt deutlich, dass die körperliche Unversehrtheit von Kindern nicht mit religiösen Argumenten verletzt werden darf,&#8221; betont Irmingard Schewe-Gerigk, Vorstandsvorsitzende von Terre des Femmes.</p>
<p>Wie das österreichische Nachrichtenmagazin &#8220;profil&#8221; in seiner am heutigen Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, sind 46% der Österreicher dafür, die rituelle Beschneidung von Buben zu verbieten. 40% wollen laut der im Auftrag von &#8220;profil&#8221; vom Meinungsforschungsinstitut Karmasin Motivforschung durchgeführten Umfrage, dass Beschneidungen wie bisher erlaubt bleiben. 14% wollten sich zu dem Thema nicht äußern.</p>
<p>Das Landesgericht Köln wertete die Beschneidung aus religiösen Gründen, wie sie im Judentum und im Islam seit Jahrtausenden praktiziert wird, als Körperverletzung. Anlass für das Urteil war die Beschneidung eines 4-Jährigen, die zu <a title="Beschneidung: Was zum Urteil von Köln führte" href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article108294167/Vierjaehriger-litt-unter-schweren-Komplikationen.html" target="_blank">schweren Komplikationen</a>, darunter Nachblutungen noch Tage später, geführt hatte.</p>
</div>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.redakteur.cc%2Fzum-thema-beschneidung%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.redakteur.cc/zum-thema-beschneidung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
