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	<title>Elmar Leimgruber &#187; Joe Biden</title>
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		<title>EU sei bereit: &#8220;America First&#8221; wird fortbestehen (Analyse)</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Nov 2020 02:20:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit heute Nacht ist die freie Welt irgendwie eine andere: Donald Trump wurde von seiner Bevölkerung abgewählt. Der neue US-Präsident heisst Jo Biden. Und die gesamte Welt setzt grosse Hoffnung auf ihn. Wird er diesen hohen Erwartungen entsprechen (können)? Wohl eher nicht: Egal wie man zu Donald Trump als US-Präsident stand: Diplomatie war nicht seine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_16587" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/IMG_8728.jpg"><img class="size-medium wp-image-16587" title="IMG_8728" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/IMG_8728-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Gage Skidmore</p></div>
<p>Seit heute Nacht ist die freie Welt irgendwie eine andere: Donald  Trump wurde von seiner Bevölkerung abgewählt. Der neue US-Präsident  heisst Jo Biden. Und die gesamte Welt setzt grosse Hoffnung auf ihn.  Wird er diesen hohen Erwartungen entsprechen (können)? Wohl eher nicht:</p>
<p>Egal  wie man zu Donald Trump als US-Präsident stand: Diplomatie war nicht  seine Stärke und so wussten sowohl die Amerikaner als auch die restliche  Welt -vor allem über Twitter- wofür er stand und was er wollte: Das war  zwar -entsprechend seinem problematischen „ich zuerst“-Charakter- teils  sehr wechselhaft und gar „zickig“. Aber zum einen muss man ihm  zugestehen, dass die US-Wirtschaft unter seiner Präsidentschaft durchaus  Höhenflüge erlebte und zum anderen auch aussenpolitisch durch seinen  harten Kurs erstaunlich viel funktionierte.<span id="more-16584"></span></p>
<p>Joe Biden wird wohl  nachträglich unter anderem auch hier mit seinem Vorgänger verglichen  werden und zwar nicht nur von den Wählern seines abgeschlagenen  politischen Gegners. Biden wird daher beispielsweise wohl den harten  Wirtschafts-Konkurrenzkampf gegen China nicht nur fortsetzen, sondern  vermutlich verstärken. Ja: Biden wird weit sympathischer auftreten und  stilvoller sprechen, aber inhaltlich wird sich wohl eher wenig ändern,  vermute ich.</p>
<p>Doch Einiges vielleicht doch und zwar im  Gesundheitsbereich: Der Kampf gegen <a href="https://www.redakteur.cc/?s=Corona" target="_blank">Corona</a>, den Donald Trump energisch  verweigerte, muss endlich (hat Biden auch schon angekündigt) beginnen: 238.000 Tote sind genug. Und auch  dies ist notwendig: Die Krankenversicherung für alle (Obamacare) wird  wohl wieder flächendeckend eingesetzt.</p>
<p>Biden hat zugesagt, die  gespaltenen Vereinigten Staaten einen zu wollen und Präsident aller  Menschen zu sein. Auch dies wird ihm vermutlich -bedingt auch durch den  aggressiven Verlierer provoziert- um Einiges schwerer fallen, als man  ihm wünschen würde. Dann müsste er möglichst alles an Massnahmen  vermeiden, weswegen die konservative Wählerschaft ihm die Stimme  verweigert hat: Daran zweifle ich sehr.</p>
<p>Ok, der Oberste  Gerichtshof der USA ist jetzt mehrheitlich konservativ besetzt und  dieser würde vermutlich im Zweifelsfall auch so agieren. Insofern  herrscht nun mit Biden als Linksliberalen ein gewisses Gleichgewicht der  politischen Kräfte in den USA, das durchaus wünschenswert ist.</p>
<p>Dass  Kamala Harris nicht nur die erste Frau als Vizepräsident der USA ist,  sondern auch Migrationshintergrund hat, kann förderlich sein, um  ethnische Spannungen im zerstrittenen Land zu entschärfen zu versöhnen:  dies wäre wünschenswert.</p>
<p>Und auch wenn der Spruch „America First“  nicht seiner ist: er ist inzwischen sosehr im US-Volk und in der  Wirtschaft verwurzelt, dass Biden diesen zwar nicht aussprechen, aber  dennoch fortsetzen wird. Dies wird wohl auch die Zusammenarbeit mit  Europa im Rahmen der NATO betreffen:</p>
<p>Biden wird zwar vermutlich  nicht mehr unzivilisiert gegen die EU „trumpeln“, sie aber dennoch  weiter klar vor die Alternative stellen: Entweder man bezahlt die USA  oder diese kümmert sich eben auch militärisch nur mehr um ihre eigenen  Interessen, nicht mehr um jene Europas. Darauf sollte man in Europa  vorbereitet sein und entsprechend überlegen, was man künftig (nicht  mehr) will. Dann wird man hierfür aber auch die Verantwortung für die  Konsequenzen übernehmen müssen.</p>
<p>Wer sich jetzt also einen  „harmlosen Opa“ als US-Präsident freut, könnte schon bald hart erwachen:  Es gilt daher jetzt, von vorne herein dem neuen US-Präsidenten  gegenüber wohlwollend zu sein, sich jedoch gleichzeitig darauf  einzustellen, dass ein sinnvoller und langfristig erfolgreicher Weg für  Europa und die EU nur ein gemeinsamer mit den USA und ihrem jeweiligen  Präsidenten sein kann und nicht gegen sie:</p>
<p>Na dann: EU und USA: Auf eine gute Zusammenarbeit!</p>
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