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	<title>Elmar Leimgruber &#187; Haushaltsführung</title>
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		<title>Pflegende Kinder sind Bankrotterklärung der Pflegepolitik</title>
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		<pubDate>Mon, 13 May 2013 22:07:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es kann doch nicht sein, dass Kinder und Jugendliche ihre kranken Angehörigen pflegen, kritisiert Selbstbestimmt Leben Österreich (SLIÖ) das Sozialministerium scharf: &#8220;42.000 pflegende Kinder und Jugendliche sind die Bankrotterklärung der bisherigen österreichischen Pflegepolitik, die im großen Stil auf pflegende Angehörige gesetzt hat&#8221;, stellt Bernadette Feuerstein von Selbstbestimmt Leben Österreich fest. &#8220;Pflege, Haushaltsführung und psychische Unterstützung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es kann doch nicht sein, dass Kinder und Jugendliche ihre kranken Angehörigen pflegen, kritisiert Selbstbestimmt Leben Österreich (SLIÖ) das Sozialministerium scharf: &#8220;42.000 pflegende Kinder und Jugendliche sind die Bankrotterklärung der  bisherigen österreichischen Pflegepolitik, die im großen Stil auf  pflegende Angehörige gesetzt hat&#8221;, stellt Bernadette Feuerstein von  Selbstbestimmt Leben Österreich fest. &#8220;Pflege, Haushaltsführung und psychische Unterstützung sind keine  Tätigkeiten, die von Kindern und Jugendlichen für ihre Angehörigen  durchgeführt werden sollen. Es ist in der UN-Kinderrechtskonvention  verankert, dass Kinder vor dieser Art von Ausbeutung geschützt werden  müssen.&#8221; so Feuerstein. Regelmäßige Pflege und Unterstützung im Alltag  oder bei der Haushaltsführung müssen von familienentlastenden Diensten  erledigt werden, die niederschwellig von außen angeboten und organisiert  werden müssen.<span id="more-14922"></span></p>
<p>Seit einigen Monaten ist bekannt, dass in Österreich über 42.000 Kinder  und Jugendliche regelmäßig Angehörige pflegen bzw. für sie den Haushalt  führen. 14% der pflegenden Kinder und Jugendlichen, so die vom  Sozialministerium beauftragte Studie, wenden dafür täglich mehr als fünf  Stunden auf.  Das Sozialministerium aber reagiert darauf denkbar  simpel: Pflegende Kinder und Jugendliche werden wie erwachsene pflegende  Angehörige behandelt, d.h., sie sollen Beratung erhalten und vier  Wochen Auszeit pro Jahr, um z.B. ohne schlechtes Gewissen an  Schulskikursen teilnehmen zu können.</p>
<p>Im Sozialministerium von Rudolf Hundstorfer (SPÖ) existiere  offensichtlich kein Unrechtsbewusstsein, wenn z.B. 8-jährige ihrem Vater  bei der Körperpflege helfen oder  12-jährige für die psychische Unterstützung ihrer an Demenz erkrankten  Großmutter zuständig sind. SLIÖ kritisiert diesen Zustand massiv und  fordert den flächendeckenden, dem realen Bedarf entsprechenden Ausbau  persönlicher Assistenz sowie mobiler Unterstützungs- und Pflegedienste.</p>
<p>Seit dem Bericht einer ministeriellen Arbeitsgruppe von 1990 ist bekannt, dass es österreichweit zu wenig mobile Unterstützungsdienste für pflegebedürftige Personen gibt und dass das Angebot dringend ausgebaut werden muss. Dies ist bislang nur unzureichend erfolgt, zu sehr verließen sich Bund und Länder auf pflegende Angehörige. Mit verheerenden Folgen, wie nun zu sehen ist. &#8220;Der flächendeckende Ausbau bedarfsorientierter Unterstützungsdienste sowie der Persönlichen Assistenz darf nicht länger verzögert werden&#8221;, fordert<br />
Feuerstein.</p>
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