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	<title>Elmar Leimgruber &#187; Handelspartner</title>
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		<title>18. April: Weltweiter Aktionstag gegen TTIP</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Apr 2015 11:51:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das geplante Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA führt weiterhin zu Verstimmungen in Europa. Regierungen beruhigen, Wirtschaftskammer (WKÖ) und Industriellenkammer sehen durch TTIP neue Chancen auch für Klein- und Mittelbetriebe. Die Skeptiker hingegen befürchten, dass die Interessen der größten internationalen Konzerne jeweils über die Interessen von Mensch und Umwelt gestellt werden. So ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/TIPP-Aktionstag.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-16078" title="TIPP-Aktionstag" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/TIPP-Aktionstag.jpg" alt="" width="680" height="196" /></a>Das geplante Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA führt weiterhin zu Verstimmungen in Europa. Regierungen beruhigen, Wirtschaftskammer (WKÖ) und Industriellenkammer sehen durch TTIP neue Chancen auch für Klein- und Mittelbetriebe.</p>
<p>Die Skeptiker hingegen befürchten, dass die Interessen der größten internationalen Konzerne jeweils über die Interessen von Mensch und Umwelt gestellt werden. So ist für morgen, 18. April ein <a title="Aktionstag: TTIP stoppen" href="http://www.ttip-stoppen.at" target="_blank">weltweiter Aktionstag</a> gegen TTIP, CETA und  TiSA angesetzt. Zu den Gegnern von TTIP gehören unter anderem die deutsche Konsumentenschutzorganisation Foodwatch, der Österreichische Journalistenclub (ÖJC) und der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB), der ebenso aufruft, am Aktionstag teilzunehmen. <a title="Aktionstag: TTIP stoppen." href="http://www.ttip-stoppen.at/" target="_blank">Nähere Infos zum Aktionstag gibts online.</a> Und die <a title="TTIP: EU-Diskussionsgrundlagen" href="http://trade.ec.europa.eu/doclib/press/index.cfm?id=1230" target="_blank">Diskussionsgrundlagen der EU zum Thema TTIP sind ebenfalls online</a> abrufbar.<span id="more-16077"></span></p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3421046794/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3421046794&amp;linkCode=as2&amp;tag=elmarswunderb-21&amp;linkId=DDI5PJC5OC5S3NZM"><img class="alignright" style="border: 0px none;" src="http://ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=3421046794&amp;Format=_SL250_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=elmarswunderb-21" border="0" alt="" width="158" height="250" /></a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=elmarswunderb-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3421046794" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Foodwatch sieht in TTIP einen massiven &#8220;Angriff auf die Demokratie&#8221; und lädt zu einer <a title="Foodwatch-Aktion gegen TTIP" href="https://aktion.foodwatch.de/ea-action/action?ea.client.id=1940&amp;ea.campaign.id=36278&amp;ea.tracking.id=newsl#3" target="_blank">Online-Aktion</a> ein, bei der die Abgeordneten an Ihre Pflicht erinnert werden. Seit dem Start dieser Aktion vor zwei Wochen haben laut foodwatch bereits tausende Bürgerinnen und Bürger  insgesamt weit mehr als 30.000 persönliche E-Mails an Ihre  Wahlkreisabgeordneten geschickt und nachgefragt: &#8220;Ist Ihnen bewusst,  dass das geplante Freihandelsabkommen auch Ihren politischen  Handlungsspielraum einschränken kann? Warum lassen Sie sich entmachten?&#8221;. foodwatch (deren Geschäftsführer Thilo Bode schrieb den TTIP-Bestseller &#8220;Die Freihandelslüge&#8221;) ist aus folgenden Gründen gegen TTIP:</p>
<p><strong>“1.</strong> Alle im TTIP-Vertrag zwischen der EU und den USA  gegenseitig anerkannten Standards und Richtlinien könnten zukünftig nur  noch einvernehmlich weiterentwickelt werden. Denken Sie nur an die mehr  als dringend nötige Verbesserung des Tierschutzes in der Landwirtschaft!  Wollen wir in Europa in dieser Frage wirklich vom Konsens mit einem  Handelspartner abhängig sein? Wir meinen: Nein. Wir wollen selbst  vorangehen und Standards im Verbraucher- und Umweltschutz jederzeit  eigenständig und mutig weiterentwickeln können.</p>
<p><strong>2.</strong> Der TTIP-Vertrag wäre ein völkerrechtliches Abkommen und würde damit  Vorrang vor EU-Recht und Gesetzen der EU-Mitgliedstaaten genießen. Das  bedeutet in der Praxis: Künftige Gesetze müssten &#8220;TTIP-kompatibel&#8221; sein,  dürften den Vereinbarungen im Freihandelsabkommen nicht widersprechen.  Dies würde ganz automatisch zu einer Einschränkung des politischen  Handlungsspielraumes führen. Das glauben Sie nicht? Das Bundeskanzleramt  hat uns in einem Brief ganz offiziell bestätigt, &#8220;dass der  Regelungsspielraum der EU und der EU-Mitgliedstaaten [?] in Teilen  eingeschränkt werden kann.&#8221;” (foodwatch)</p>
<p>Sowohl  TTIP als auch CETA beinhalten einen   &#8220;Investor-Staat-Streitbeilegungsmechanismus&#8221; (ISDS), kritisiert der Österreichische Gewerkschaftsbund: Mit diesem   Mechanismus zur Beilegung von Streitigkeiten können Konzerne das   nationale Gerichtswesen umgehen und direkt vor privaten internationalen   Schiedsgerichten &#8211; und damit außerhalb der nationalen und europäischen   Rechtssysteme &#8211; gegen einen Staat klagen. Es geht um Entschädigungen  für  Regulierungen in Bereichen wie Gesundheit, Umwelt, Finanzen oder   anderen Bereichen öffentlicher Politik, die aus Sicht der Investoren   ihre Rechte beeinträchtigen. &#8220;Eine Neuausrichtung der Handelspolitik muss auf fairem  Handel, auf hohen Standards zum Schutz der ArbeitnehmerInnen, Gesundheit  und der Umwelt für alle weltweit sowie auf Demokratie und Transparenz  basieren&#8221;, fordert Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB.</p>
<p>Während  Investoren Sonderrechte in der Form von privaten Schiedsgerichten  bekommen sollen, ist für die Bestimmungen zu international anerkannten  sozialen Mindeststandards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)  Unverbindlichkeit vorgesehen. Damit heißen die Handelsminister gut, dass  grundlegende Bestimmungen für die Arbeitnehmer nicht  rechtsverbindlich durchsetzbar sind und bei Verstößen ohne jegliche  Konsequenz bleiben, kiritiseirt der ÖGB. Weder USA noch Kanada haben das Übereinkommen zur  Vereinigungsfreiheit und dem Recht auf Kollektivvertragsverhandlungen  zur Durchsetzung von Gewerkschaftsrechten ratifiziert. In den USA sind  Arbeitgeber extrem gewerkschaftsfeindlich eingestellt und verhindern die  Gründung von betrieblichen ArbeitnehmerInneninteressenvertretungen,  wenn nötig auch mithilfe von auf Zerschlagung von Gewerkschaften  spezialisierten Anwaltsfirmen.</p>
<p>Gewerkschaften  kritisieren, dass wichtige öffentliche Dienstleistungen wie Bildung,  Gesundheit, Verkehr, Kultur, Wasser nur ungenügend aus den  Freihandelsabkommen ausgenommen sind.</p>
<p>Die wichtigsten-ÖGB Forderungen:</p>
<ul>
<li>Keine Investitionsschutzbestimmungen und Investor-Staat-Streitbeilegungsverfahren (ISDS)</li>
<li>Öffentliche Dienstleistungen müssen unmissverständlich aus dem Anwendungsbereich ausgenommen werden.</li>
<li>Verbindliche Verankerung von ILO-Kernarbeitsnormen und internationalen Umweltabkommen</li>
<li>Nein zum Regulatorischen Kooperationsrat</li>
<li>Keine Verhandlungen im Lebensmittelsektor</li>
<li>Keine Geheimverhandlungen.</li>
</ul>
<p>Der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) fordert anlässlich des  morgigen globalen Aktionstages gegen das Handelsabkommen TTIP die  österreichischen Verhandler und die Abgeordneten zum EU-Parlament  dringend auf, die Bereiche Medien, Kultur und Urheberrechte aus den  TTIP-Verhandlungen mit den USA herauszunehmen. &#8220;Urheberrechte gehören nicht in das Freihandelsabkommen&#8221;, fordert der ÖJC. Das deutsch-österreichische Urheberrecht ist demnach um ein Vielfaches  journalisten- und autorenfreundlicher als das anglo-amerikanische  Copyright. &#8220;Es geht daher in diesen Verhandlungen schlicht und einfach  um das Geld der Autorinnen und Autoren und um einen kostenlosen  Wissenstransfer von Europa in die USA&#8221;,erklärtÖJC-Präsident Fred Turnheim. &#8220;Da das Urheberrecht autorenorientiert und das Copyright  verlagsorientiert sind, ist hier ein Zusammenwachsen beider  Rechtssysteme nicht möglich&#8221;, so Turnheim.</p>
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