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	<title>Elmar Leimgruber &#187; Goldener Windbeutel</title>
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		<title>Dreisteste Werbemasche bei Kindern: Goldener Windbeutel 2013 für Capri Sonne</title>
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		<pubDate>Thu, 16 May 2013 22:06:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/2013_Goldener_Windbeutel_0135.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-14955" title="2013_goldener_windbeutel" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/2013_Goldener_Windbeutel_0135-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Der ultrasüße Softdrink Capri-Sonne  erhält den Goldenen Windbeutel 2013. Rund 120.000  Verbraucher haben in den vergangenen vier Wochen online  auf  www.goldener-windbeutel.de unter fünf Kandidaten abgestimmt,  welcher  Hersteller am schlimmsten Kinder verführt. Eindeutiger &#8220;Sieger&#8221; mit  mehr als  50.000 Stimmen: Die Wild-Gruppe/SiSi-Werke mit ihrem zuckrigen  Getränk  Capri-Sonne. Mit  aggressivem Marketing gezielt an Kinder versuchen Unternehmen, den  Verkauf von Junkfood und Soft Drinks anzuheizen. Bei der von foodwatch ausgerufenen  Online-Wahl zum Goldenen Windbeutel  auf www.goldener-windbeutel.de haben  sich vom 18. April bis zum 15. Mai  2013 insgesamt 119.835 Verbraucher  beteiligt.</p>
<p>&#8220;Ich  will keine Kinder mehr verführen&#8221; &#8211; mit diesem Demonstrationsschild  protestierte eine zwei Meter große, wandelnde Capri-Sonne an der  Zentrale von Hersteller Wild (Deutsche SiSi-Werke). &#8220;Lasst die Kinder  mit eurem Zuckerbomben-Marketing in Ruhe&#8221;, steht auf einem Transparent  vor dem Firmengelände &#8211; und auf der Straße vor der Pforte, gesprüht mit  Kreide-Spray. Mit dieser Aktion in Eppelheim bei Heidelberg haben  Aktivisten der Verbraucherorganisation foodwatch am 16. Mai den Goldenen  Windbeutel 2013 verliehen, den Negativpreis für die dreisteste  Werbemasche des Jahres bei einem Kinderlebensmittel. Die Annahme des Preises wurde verweigert.<span id="more-14939"></span></p>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/capri-sonne_mit_banderole_freigestellt_DRUCK.jpg"><img class="size-medium wp-image-14954 alignleft" title="capri-sonne_mit_banderole_freigestellt_DRUCK" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/capri-sonne_mit_banderole_freigestellt_DRUCK-222x300.jpg" alt="" width="222" height="300" /></a>Capri-Sonne  (in der Geschmacksrichtung Orange) enthält pro  200-Milliliter-Beutel  umgerechnet sechseinhalb Stück Würfelzucker und  damit mehr als ein  gleich großes Glas Fanta Orange. Eine ganze Reihe  von  Marketingaktivitäten für Capri-Sonne zielen direkt auf Kinder:   Capri-Sonne tritt als Sponsor und Veranstalter von Kinder-Sportevents   auf, betreut Kinder in Hotelanlagen, spricht diese gezielt mit einer   Internetseite an und macht sie über ihre facebook-Seite zu   Markenbotschaftern. Bis Anfang Mai verbreitete der Hersteller zudem   werbliches Unterrichtsmaterial an Grundschullehrer, in dem Kindern die   Ernährungsempfehlung ausgesprochen wurde, &#8220;viel&#8221; Capri-Sonne zu   verzehren. Nach der foodwatch-Kritik stoppte Wild die Verbreitung des   Materials &#8211; ein erster, kleiner Erfolg des Goldenen Windbeutels 2013.</p>
<p>&#8220;Capri-Sonne  &amp; Co. sind Dickmacher ersten Ranges, das ist   wissenschaftlich  erwiesen. Dennoch fixt Wild Kinder auf allen Kanälen   an, immer noch mehr  Zuckergetränke zu konsumieren &#8211; im Internet,   Fernsehen, in der Schule,  bei Sportveranstaltungen und sogar als   Kinderbetreuer in Ferienanlagen&#8221;,  kritisiert Oliver Huizinga,  Experte  für Lebensmittelwerbung bei  foodwatch. In einer ganzen Reihe  von  Studien ist der Zusammenhang  zwischen Soft-Drink-Konsum und dem  Risiko  für die Bildung von  Übergewicht belegt. In Deutschland gelten 15   Prozent der Kinder als  übergewichtig, 6 Prozent sogar als fettleibig   (adipös).</p>
<p>&#8220;Wild gehört zu den Lautesten, wenn es darum geht,  schon  kleinen  Kindern in Schulen und bei Freizeitveranstaltungen seinen  zuckrigen  Drink aufzudrängen &#8211; bei der Kritik von mehr als 50.000  Verbrauchern  stellt sich das Unternehmen aber auf taub. Wir fordern,  dass  Capri-Sonne alle Marketingaktivitäten einstellt, die sich direkt an   Kinder richten.&#8221; foodwatch  fordert daher ein grundsätzliches Verbot der   Bewerbung unausgewogener  Produkte direkt an Kinder.</p>
<p>Die Verbraucherschutz-Organisation foodwatch fordert nun die Konsumenten auf ihrer <a title="Protestschreiben an Wild/Sisi-Werke" href="http://www.goldener-windbeutel.de/die_wahl/die_beschwerde/index_ger.html" target="_blank">Webseite zum Protest</a>: &#8220;Schreiben Sie daher jetzt persönlich an Dr. Hans-Peter Wild, den Chef von Capri-Sonne:  Fordern Sie den Windbeutel-Gewinner auf, das Verbrauchervotum ernst zu  nehmen und sämtliche Marketing-Maßnahmen einzustellen, die sich gezielt  an Kinder richten! Lass die Kinder in Ruhe, Herr Capri-Sonne!&#8221;</p>
<p>Das Wahl-Ergebnis im Detail:</p>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/ergebnis_goldener_windbeutel_2013.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-14956" title="ergebnis_goldener_windbeutel_2013" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/ergebnis_goldener_windbeutel_2013-300x209.jpg" alt="" width="300" height="209" /></a>1.	Capri-Sonne von Wild/SiSi-Werke: 51.054 Stimmen / 42,6 %<br />
2.	Paula von Dr. Oetker: 26.231 Stimmen / 21,9 %<br />
3.	Kosmostars von Nestlé: 24.710 Stimmen / 20,6 %<br />
4.	Monsterbacke Knister von Ehrmann: 11.580 Stimmen / 9,7 %<br />
5.	Pom-Bär von funny-frisch (Intersnack): 6.260 Stimmen / 5,2 %</p>
<p>Anders  als in den Vorjahren hatte foodwatch beim Goldenen Windbeutel 2013  nicht die Werbelüge des Jahres, sondern die dreisteste Werbemasche bei  einem Kinderprodukt gesucht. Nachdem in den Jahren 2009 bis 2012 das  Thema Etikettenschwindel im Blickpunkt stand, möchte foodwatch nun das  Problem der Fehlernährung bei Kindern und die Verantwortung der  Lebensmittelindustrie in den Fokus rücken.</p>
<p>Bei einem Marktcheck mit mehr  als 1.500 Produkten hat foodwatch 2012 belegt, dass drei Viertel der  direkt an Kinder vermarkteten Lebensmittel zur Kategorie der süßen oder  fettigen Snacks gehören. Das Angebot folgt einer ökonomischen Logik:  Während die Gewinnmargen bei Obst und Gemüse unter 5 Prozent liegen,  betragen sie bei Junkfood, Soft-Drinks und Süßwaren bis zu 18 Prozent.  Lebensmittelhersteller haben daher ein finanzielles Interesse daran,  möglichst viele unausgewogene Kinderprodukte zu verkaufen.<strong></strong></p>
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		<title>Die dreisteste Werbelüge des Jahres: foodwatch bläst zur Wahl</title>
		<link>http://www.redakteur.cc/wahl-der-dreistesten-werbeluege-2013/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Apr 2013 22:01:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist soweit: Ab sofort können die Verbraucher online einen Monat lang abstimmen, welches Unternehmen den Preis für die dreisteste Werbelüge des Jahres bei einem Kinderprodukt erhalten soll: Nominiert sind &#8220;Capri Sonne&#8221;, &#8220;Monster-Backe&#8221;, &#8220;Pom-Bär&#8221;, &#8220;Kosmostars&#8221; und &#8220;Paula&#8221;. Die Wahl zum Goldenen Windbeutel 2013 ist eröffnet. Mit der Kür der dreistesten Werbemasche bei Kinderprodukten in diesem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Bewerber-Goldener-Windbeutel2013.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-14760" title="Foodwatch: Bewerber-Goldener Windbeutel2013" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Bewerber-Goldener-Windbeutel2013-300x240.jpg" alt="" width="300" height="240" /></a>Es ist soweit: Ab sofort können die Verbraucher <a title="Goldener Windbeutel" href="http://www.goldener-windbeutel.de/die_wahl/index_ger.html" target="_blank">online</a> einen  Monat lang abstimmen, welches  Unternehmen den Preis für die dreisteste  <a title="Werbelüge" href="http://www.redakteur.cc/?s=werbel%C3%BCge" target="_blank">Werbelüge</a> des Jahres bei  einem Kinderprodukt erhalten soll: Nominiert sind &#8220;Capri Sonne&#8221;, &#8220;Monster-Backe&#8221;, &#8220;Pom-Bär&#8221;, &#8220;Kosmostars&#8221; und &#8220;Paula&#8221;.</p>
<p>Die Wahl zum  <a title="Goldener Windbeutel" href="http://www.redakteur.cc/?s=Windbeutel" target="_blank">Goldenen Windbeutel</a> 2013 ist eröffnet. Mit  der Kür der dreistesten Werbemasche bei Kinderprodukten in diesem  Jahr rückt die Verbraucherschutzorganisation <a title="Foodwatch" href="http://www.redakteur.cc/?s=foodwatch" target="_blank">foodwatch</a> das Thema Kinderlebensmittel in den Fokus.</p>
<p><span id="more-14755"></span></p>
<p>foodwatch vergibt den Goldenen  Windbeutel 2013 bereits zum fünften  Mal, in den vergangenen Jahren immer  als Negativpreis für die Werbelüge  des Jahres. 2012 entfiel eine  Mehrheit der fast 130.000 abgegebenen  Stimmen auf Hipp. Die vorherigen  &#8220;Preisträger&#8221; waren Ferrero (2011), Zott  (2010) und Danone (2009).</p>
<p>Während auf der einen Seite Fehlentwicklungen bei der Kinderernährung,    insbesondere grassierendes Übergewicht, beklagt werden, wird die    Lebensmittelindustrie nicht zur Verantwortung gezogen, kritisieren die  Verbraucherschützer. In einem   Marktcheck mit mehr als 1.500  Kinderprodukten hatte foodwatch 2012   nachgewiesen, dass drei Viertel  der gezielt an Kinder vermarkteten   Industrieprodukte süße und fettige  Snacks sind. Mit Werbung fast   ausschließlich für unausgewogene  Produkte verstärkt die   Lebensmittelindustrie diesen Trend &#8211;  gleichzeitig setzt sie darauf, die   Erziehungshoheit der Eltern zu  umgehen, indem sie Kinder über   Sportvereine, Schulen und Kindergärten  oder digitale Medien anspricht, kritisiert foodwatch:</p>
<p>&#8220;Kinder sind die Zielscheibe der perfidesten Webestrategien von Lebensmittelherstellern&#8221;, sagt Oliver Huizinga, Experte für Lebensmittelwerbung bei der Verbraucherorganisation foodwatch. &#8220;Mit  allen Mitteln versuchen die Unternehmen, den Einfluss der Eltern zu  umgehen und Kinder für jene Produkte anzufixen, die die höchsten  Gewinnmargen versprechen &#8211; und das sind nun einmal Süßigkeiten und  Snacks.&#8221;</p>
<p>Für den Goldenen Windbeutel 2013 hat foodwatch fünf Produkte nominiert:</p>
<p><strong>1. Capri-Sonne von Wild/SiSi-Werke, nominiert für Schul-Marketing und Sport-Schwindel:</strong> Für die Wasser-Zucker-Aroma-Mixtur mit ein bisschen Fruchtsaft setzt  Hersteller Wild auf die Nähe zum Sport: Er spricht Kinder bei  gesponserten Sport-Events an, vergibt ein eigenes Schwimmabzeichen.  Außerdem verbreitet Capri-Sonne Unterrichtsmaterial mit Markenlogo und  Lernaufgaben zum Produkt &#8211; indirekte Werbung an den Eltern vorbei.</p>
<p><strong>2. Monster-Backe Knister von Ehrmann für die Vermarktung überzuckerter Produkte als Spielzeug:</strong> Der Hersteller setzt alles daran, überzuckerte Produkte als Spielzeug  zu vermarkten. Bei all den Knister-, Blubber- oder  Zunge-Färb-Applikationen gerät schnell in Vergessenheit, dass der &#8220;Fun-  und Action-Joghurt&#8221; mit acht Stück Würfelzucker pro 135-Gramm-Becher  ganz einfach eine Süßigkeit ist.</p>
<p><strong>3. Pom-Bär von Funnyfrisch für ein Paradebeispiel scheinheiliger Werbebeschränkungen:</strong> Der Hersteller hat sich eine Selbstbeschränkung für  &#8220;verantwortungsvolles Marketing&#8221; auferlegt, die Werbung an Kinder unter  12 Jahren grundsätzlich ausschließt. Außer, wenn die Produkte besondere  Nährwert-Eigenschaften erfüllen. Diese Hürde überspringt nach  funnyfrischs kreativer Definition aber selbst der fettig-salzige  Pom-Bär-Snack (2,5 Prozent Salz, 28 Prozent Fett &#8211; und damit mehr als  fünf Mal so salzig und doppelt so fettig wie Pommes frites von  McDonald&#8217;s). Der wird mal eben als &#8220;kindgerecht&#8221; umgedeutet &#8211; und  kräftig weiter direkt an Kinder beworben.</p>
<p><strong>4. Nestlé Kosmostars für Zucker-Kleinrechen-Tricks:</strong> Laut Nestlé ein &#8220;vollwertiger Start in den Tag&#8221; mit &#8220;Vollkorngarantie&#8221; &#8211;  in Wahrheit schlicht eine Süßigkeit. &#8220;Weniger als 9 Gramm Zucker pro  Portion&#8221;, wirbt Nestlé für seine Kinder-Frühstücksflocken &#8211; rechnet die  &#8220;Portion&#8221; aber auf gerade einmal 30 Gramm klein. Tatsächlich stecken 25  Prozent Zucker in den Kosmostars, mehr zum Beispiel als in Butterkeksen.  Das stolz verkündete Zuckerreduktionsprogramm brachte nur eine  Verbesserung von sehr viel zu viel auf viel zu viel.</p>
<p><strong>5. Paula von Dr. Oetker für digitalen Kinderfang:</strong> Für den &#8220;Kuhflecken&#8221;-Pudding (mit 13 Prozent Zucker &#8211; mehr als in Dr.  Oetkers Schokopudding) schlägt der Hersteller eine wahre  Materialschlacht: Von Klingeltönen über eine iPhone-App bis  Online-Karaoke zum Auswendiglernen des Paula-Kinder-Raps aus dem  Werbespot. Höhepunkt: Internetspiele wie die &#8220;Flecken-Jagd&#8221;, bei der  virtuelle Paulas so viele Puddings wie möglich einsammeln sollen. Zur  Erinnerung: Kinder essen bereits doppelt so viele Süßigkeiten wie von  Ernährungsexperten empfohlen.</p>
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		<title>Hipp erhält den Goldenen Windbeutel 2012 für die dreisteste Werbelüge des Jahres</title>
		<link>http://www.redakteur.cc/goldener-windbeutel-2012-fuer-hipp/</link>
		<comments>http://www.redakteur.cc/goldener-windbeutel-2012-fuer-hipp/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 19 Jun 2012 13:03:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/foodwatch-Werbelüge-Hipp-Instant-Tee.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-12959" title="foodwatch-Werbelüge-Hipp-Instant-Tee" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/foodwatch-Werbelüge-Hipp-Instant-Tee-300x204.jpg" alt="" width="300" height="204" /></a>Firmenchef Claus Hipp bürgt in der Werbung  für die Qualität seiner Produkte &#8220;mit seinem Namen&#8221;. Dennoch wurden seine Instant-Tees für Kinder mit über 44.000 Stimmen von Konsumentenschützern zur &#8220;Dreistesten Werbelüge des Jahres&#8221; gekürt. Hipp erhielt für dieses Produkt daher (Preisannahme verweigert) den von der Konsumentenschutzorganisation foodwatch alljährlich vergebenen &#8220;Goldenen Windbeutel&#8221;. An zweiter Stelle der Werbelügen-Charts steht die &#8220;Viva Vital Hackfleisch-Zubereitung&#8221; von Netto, gefolgt von Becel pro.activ von Unilever.</p>
<div>&#8220;Zuckrige  Instant-Tees bewirbt Hipp -trotz des Zuckergehalts von umgerechnet  zweieinhalb Stück Würfelzucker pro fertiger 200-Milliliter- Tasse- als geeignete Getränke für Kleinkinder schon ab dem  12. Monat: diese Irreführungskampagne haben Zehntausende Verbraucher zur  dreistesten Werbelüge des Jahres gewählt,&#8221; schreibt foodwatch dazu: &#8220;Zuckergranulat mit Wasser aufgegossen:  Eltern ein solches Produkt  für Kleinkinder zu empfehlen ist unverantwortlich und  passt in keiner  Weise zu dem so oft betonten Anspruch von Hipp, ,kindgerechte&#8217;  und  ,gesunde&#8217; Produkte anzubieten<em>&#8220;</em>, so Oliver Huizinga von  foodwatch. Experten  hingegen empfehlen, kleinen Kindern nur ungesüßte Getränke zu geben. <span id="more-12955"></span></div>
<div>
<p>Das  Ergebnis der Werbelügenwahl 2012 im Detail:</p>
<ol>
<li>Platz: Instant-Tees    ab dem 12. Monat von Hipp (44.013 Stimmen/34,1 Prozent)</li>
<li>Platz: Viva Vital    Hackfleisch-Zubereitung mit pflanzlichem Eiweiß von Netto-Markendiscount    (35.549 Stimmen/27,5 Prozent)</li>
<li>Platz: Becel    pro.activ von Unilever (28.686 Stimmen/22,2 Prozent)</li>
<li>Platz: Clausthaler    von Radeberger (13.104 Stimmen/10,1 Prozent)</li>
<li>Platz: Landlust    Mirabelle &amp; Birne von Teekanne (7.877 Stimmen/6,1 Prozent)</li>
</ol>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/2012-06-19Windbeutel-AktionHipp-Tor_ger.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-12960" title="2012-06-19Windbeutel-AktionHipp-Tor_ger" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/2012-06-19Windbeutel-AktionHipp-Tor_ger-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Bereits im Mai 2012 hatte foodwatch die  Hipp-Tees kritisiert und eine E-Mail-Aktion an den Hersteller gestartet. Mehr  als 10.000 Verbraucher beschwerten sich draufhin laut foodwatch direkt bei Unternehmenschef Claus Hipp.  Das Unternehmen kündigte daraufhin an, seine Zuckergranulat-Tees nicht länger  als &#8220;Durstlöscher&#8221; zu bewerben. In einer Antwort an Verbraucher bezeichnete sie  Hipp stattdessen als &#8220;Genussmittel&#8221;, die &#8220;gut für die Seele&#8221; der Kinder seien.  Nach Bekanntgabe der Nominierung für den Goldenen Windbeutel versprach der  Hersteller, die Produkte bis Ende des Jahres durch neue Produkte ohne  Zuckerzusatz ersetzen zu wollen.</p>
<p><em> </em></p>
<p>&#8220;Vom vermeintlich gesunden Durstlöscher zum  Genussmittel für die Seele &#8211; diese bemerkenswerte Umdeutung zeigt, dass die  Unternehmen offenbar nur durch den öffentlichen Druck der Verbraucher  reagieren&#8221;, sagte Oliver  Huizinga von foodwatch. Es sei  richtig, die völlig überflüssigen und für Kleinkinder ungeeigneten  Zuckergranulat-Tees aus dem Sortiment zu nehmen.</p>
<p>Inwieweit die Nachfolgeprodukte  dem Hipp-Anspruch von &#8220;kindgerechten&#8221; und &#8220;gesunden&#8221; Produkten genügen werden  und ob der Protest wirklich einen Fortschritt für die Verbraucher bringt, lasse  sich jedoch noch nicht beurteilen: Das Unternehmen hat die Zusammensetzung der  Ersatzprodukte noch nicht bekannt gegeben. &#8220;Eigentlich gibt es keine Notwendigkeit,  andere Produkte zu entwickeln, denn Hipp hat geeignete Kleinkind-Getränke längst  im Sortiment: die guten alten Teebeutel&#8221;, so Oliver Huizinga. Bis zur  Markteinführung der Ersatzprodukte will Hipp seine Zucker-Instant-Tees offenbar  weiterhin wider besseres Wissen im Kleinkind-Sortiment und mit der Empfehlung ab  dem 12. Lebensmonat verkaufen, so foodwatch.</p>
<p>Die Wahl zum Goldenen Windbeutel lief vom  22. Mai bis zum 18. Juni 2012 auf <a href="http://www.abgespeist.de/" target="_blank">www.abgespeist.de</a>. Insgesamt haben sich laut eigenen Angaben am  foodwatch-Portal gegen Etikettenschwindel, 129.229 Verbraucher an der Wahl zum  Goldenen Windbeutel 2012 beteiligt. foodwatch vergab den  Preis 2012 für die dreisteste Werbelüge des Jahres bereits zum vierten Mal. 2011  wählten die Verbraucher die &#8220;Milch-Schnitte&#8221; von Ferrero zum Windbeutel-Sieger,  2010 erhielt die Molkerei Zott die Negativ-Auszeichnung für ihren &#8220;Monte Drink&#8221;,  2009 Danone für seinen probiotischen Joghurt  &#8220;Actimel&#8221;.</p>
</div>
<p><strong> </strong></p>
</div>
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		<title>Dreisteste Werbelüge 2011 gesucht</title>
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		<pubDate>Tue, 17 May 2011 22:08:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Die Lebensmittelindustrie täuscht Verbraucher systematisch und führt sie in die Irre,&#8221; behauptet die Konsumentenschutzorganisation foodwatch. Gesucht wird daher auch in diesem Jahr &#8220;die dreisteste Werbelüge des Jahres&#8221;, die hierfür mit dem &#8220;Goldenen Windbeutel 2011&#8243; ausgezeichnet wird. Per Internet-Abstimmung können Verbraucher auf www.abgespeist.de und direkt hier auf redakteur.cc im Beitrag noch bis zum 16. Juni entscheiden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Kandidaten-Windbeutel-2011.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-9410" title="Kandidaten Windbeutel 2011" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Kandidaten-Windbeutel-2011-300x235.jpg" alt="" width="300" height="235" /></a>&#8220;Die Lebensmittelindustrie täuscht Verbraucher  systematisch und führt sie in die Irre,&#8221; behauptet die Konsumentenschutzorganisation foodwatch. Gesucht wird daher auch in diesem Jahr &#8220;die dreisteste Werbelüge des Jahres&#8221;, die hierfür mit dem &#8220;Goldenen Windbeutel 2011&#8243; ausgezeichnet wird.</p>
<p>Per Internet-Abstimmung können Verbraucher auf <a href="http://www.abgespeist.de/">www.abgespeist.de</a> und direkt hier auf redakteur.cc im Beitrag noch bis zum 16. Juni entscheiden, welcher  Lebensmittelhersteller den Preis für die dreisteste Werbelüge des Jahres  verdient. Nominiert sind Nimm2 von Storck, das Schlemmertöpfchen von Kühne, die Ferdi Fuchs Mini-Würstchen von Stockmeyer, <a title="Das Activia-Märchen" href="http://www.redakteur.cc/foodwatch-und-das-activia-marchen/" target="_blank">Activia von Danone</a> und <a title="Milchschnitte von Ferrero" href="http://www.redakteur.cc/foodwatch-gegen-junk-food/" target="_blank">Ferreros   Milch-Schnitte</a>.<span id="more-9404"></span></p>
<p>&#8220;Angesichts der alltäglichen Irreführung durch die  Lebensmittelindustrie haben die Verbraucher allen Grund, sauer zu sein.  Jede Stimme beim Goldenen Windbeutel zeigt den Herstellern, dass die  Menschen mit ihren Werbepraktiken nicht einverstanden sind&#8221;, erklärt  Anne Markwardt, Leiterin der foodwatch-Kampagne gegen  Etikettenschwindel. Der zweifelhafte Sieger 2010 war der <a title="Zott Monte Drink" href="http://www.redakteur.cc/verbraucher-finden-monte-von-zott-ist-dreisteste-werbeluge-des-jahres/" target="_blank">Monte Drink von Zott</a>, der von 2009 <a title="Danone Actimel" href="http://www.redakteur.cc/wahrheitsgehalt-werbung/" target="_blank">Actimel von Danone</a>.</p>
<p>Foodwatch wörtlich über die fünf nominierten Produkte 2011 im Einzelnen:</p>
<p><em>- &#8220;Activia&#8221;, das probiotische Märchenprodukt von Danone. Der Joghurt kann die Verdauung nicht mal eben regulieren, wie es Danone suggeriert. Minimale Effekte werden maximal aufgeblasen &#8211; und teuer verkauft.</em></p>
<p><em>- &#8220;Ferdi Fuchs&#8221;, Stockmeyers salziges Mini-Würstchen für Kinder. Die &#8220;Ferdi Fuchs&#8221;-Würstchen enthalten zu viel Salz für ein  Kinderprodukt &#8211; dennoch bewirbt sie Stockmeyer als &#8220;täglichen Beitrag für die gesunde Ernährung&#8221;.</em></p>
<p><em>- Kühnes &#8220;Schlemmertöpfchen Feine Gürkchen&#8221; &#8211; außen Tradition, innen modernste Lebensmitteltechnologie. Obwohl Farbstoff und Aromen drin stecken, verkauft Kühne die Gewürzgurken wie ein handwerkliches Produkt mit jahrhundertealter Tradition und &#8220;besten natürlichen Zutaten&#8221; zum Premium-Preis.</em></p>
<p><em>- &#8220;Milch-Schnitte&#8221; von Ferrero, die Schoko-Sahnetorte für zwischendurch. &#8220;Schmeckt leicht. Belastet nicht. Ideal für zwischendurch&#8221;, so der Werbeslogan &#8211; tatsächlich besteht die Milch-Schnitte zu etwa 60 Prozent aus Fett und Zucker. Dagegen ist sogar manche Schoko-Sahnetorte ein Diätprodukt.</em></p>
<p><em>- &#8220;Nimm2&#8243; von Storck, die Bonbons, die nicht nur süß, sondern auchnoch gesund sein wollen. Kinder lernen, dass sie ihren Vitaminbedarf auch mit Süßigkeiten statt mit Obst und Gemüse decken können. Dabei sind die zugesetzten, angeblich &#8220;wertvollen&#8221; Vitamine in Nimm2 überflüssig &#8211; und machen aus den Bonbons keine besseren Bonbons.</em></p>
<p>Und hier kann direkt die dreisteste Werbelüge des Jahres gewählt und damit miteintschieden werden, wer der Goldener Windbeutel- Träger 2011 wird:</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Das &#8220;Activia-Märchen&#8221; und die Verbraucherschützer</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Mar 2011 23:14:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Wirkung von Activia (nach eigenen Angaben) Grafik: foodwatch Eine &#8220;(fast) perfekte Werbelüge&#8221; und &#8220;Activia-Märchen&#8221; nennt die Verbraucherorganisation foodwatch die aktuelle Werbekampagne des Joghurtriesen Danone: Activia sei keine Wunderwaffe für Darmwohlbefinden und gegen &#8220;Blähbauch&#8221;: &#8220;Activia kann träge Verdauung nicht regulieren, wie das Danone in seiner Werbung suggeriert&#8221;, erklärt Anne Markwardt, Leiterin von abgespeist.de, der foodwatch-Kampagne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_8850" class="wp-caption alignright" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Foodwatch-05_...bleibt-ein-Joghurt_72dpi.jpg"><img class="size-medium wp-image-8850 " title="Foodwatch 05_...bleibt ein Joghurt_72dpi" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Foodwatch-05_...bleibt-ein-Joghurt_72dpi-300x235.jpg" alt="" width="300" height="235" /></a></dt>
<h4 class="wp-caption-dd">Die Wirkung von Activia (nach eigenen Angaben)<br />
Grafik: foodwatch</h4>
</dl>
</div>
<p>Eine &#8220;(fast) perfekte Werbelüge&#8221; und &#8220;Activia-Märchen&#8221; nennt die <a title="Foodwatch" href="http://www.redakteur.cc/?s=foodwatch" target="_blank">Verbraucherorganisation foodwatch</a> die aktuelle Werbekampagne des Joghurtriesen Danone: Activia sei keine Wunderwaffe für Darmwohlbefinden und gegen &#8220;Blähbauch&#8221;: &#8220;Activia kann träge Verdauung nicht regulieren, wie das Danone in  seiner Werbung  suggeriert&#8221;, erklärt Anne Markwardt, Leiterin von  abgespeist.de, der  foodwatch-Kampagne gegen Etikettenschwindel.</p>
<p>&#8220;Selbst  wenn sich bei  manchen subjektiv ein besseres Darmwohlbefinden einstellen  mag &#8211; das  kann man auch mit altbewährten Hausmitteln wie  Trockenpflaumen oder  einem Spaziergang haben, und zwar sehr viel  preisgünstiger. Das Geld  für den gefühlten Activia-Effekt wäre besser in  eine ausgewogene  Ernährung investiert&#8221;, betont Markwardt. &#8220;Ein   Joghurt ist ein Joghurt ist ein Joghurt &#8211; und kein Wunderprodukt&#8221;. Angesichts eines Zuckeranteils von bis zu 13,4  Prozent   (und damit mehr als Cola) könnten Activia-Produkte der  Gesundheit sogar   abträglich sein, so foodwatch.<span id="more-8845"></span></p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_8851" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/foodwatch-04_Ein-Joghurt-bleibt-ein-Joghurt..._72dpi.jpg"><img class="size-medium wp-image-8851 " title="foodwatch- 04_Ein Joghurt bleibt ein Joghurt..._72dpi" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/foodwatch-04_Ein-Joghurt-bleibt-ein-Joghurt..._72dpi-300x235.jpg" alt="" width="300" height="235" /></a></dt>
<h4 class="wp-caption-dd">Die &#8220;Wirkung&#8221; von Activia nach eigenen Angaben:<br />
Grafik: foodwatch</h4>
</dl>
</div>
<p>Die deutsche Verbraucherschutzorganisation foodwatch kämpft schon seit Langem gegen Werbelügen im Nahrungsbereich und vergibt einmal jährlich den <a title="Der goldene Wiindbeutel 2010" href="http://www.redakteur.cc/verbraucher-finden-monte-von-zott-ist-dreisteste-werbeluge-des-jahres/" target="_blank">&#8220;Goldenen Windbeutel&#8221;</a> für die dreisteste Werbelüge des Jahres. Bereits 2009 hatte Danone für seine damalige Actimel-Werbung &#8220;nur Actimel schützt ihre Abwehrkräfte&#8221; diese &#8220;Auszeichnung&#8221; erhalten. Im Winter 2009/2010 hatte dann <a title="Der Wahrheitsgahlt in der Werbung am Beispiel Danone" href="http://www.redakteur.cc/wahrheitsgehalt-werbung" target="_blank">-wie berichtet-</a> die Agrar Markt Austria (AMA), die in Österreich unter anderem ausschließlich einheimische Milchprodukte vermarktet, eine  Offensive für Joghurt aus Österreich gestartet und publizierte den Slogan “Jedes  Joghurt stärkt ihre Abwehrkräfte”, und auch das sei wissenschaftlich  erwiesen.</p>
<p>Danone verklagte daraufhin die AMA  in Wien auf Unterlassung, weil man in der Werbekampagne einen  Angriff auf ihr Produkt Actimel, das übrigens grossteils in Polen oder in  Belgien hergestellt wird, sah. Sowohl das Handelsgericht als auch die folgende Instanz, das Oberlandesgericht Wien, entschieden dann aufgrund der zu ähnlichen Werbeaussage zu Gunsten von Danone. Anschließlich gab es laut Danone eine gütliche Einigung mit der AMA.</p>
<p>Die Danone-Tochter Milupa, welche Babynahrung herstellt, die natürlich ebenfalls omnipräsent in der Werbung mit gesunden und glücklichen Babys durch ihre Produkte wirbt, hat übrigens vor Kurzem mehrere Chargen von Milumil Pre, Milumil HA 1 und Aptamil HA Pre aufgrund vermuteter zu hoher Mineralwerte und Vitamine eine Rückholaktion gestartet. Milupa schrieb hierzu unter anderem: &#8220;Grundsätzlich kann es bei erhöhten Mineralstoffwerten zu vorübergehenden Verdauungsproblemen wie Verstopfung, beim Verzehr über 5 &#8211; 7 Tage kann es im Extremfall auch zu Erbrechen oder Durchfall kommen. Bei diesen Symptomen rät Milupa einen Arzt aufzusuchen&#8221;.</p>
<p>Die Konsumentenschützer von foodwatch haben nun eine  Recherche zu Activia auf ihrer <a title="foodwatch: informieren und beschweren" href="http://www.abgespeist.de/activia/index_ger.html" target="_blank">Homepage</a> veröffentlicht: Verbraucher können sich hier mit  einer E-Mail-Aktion direkt beim Hersteller Danone aufgrund irreführender Werbung beschweren. &#8220;Dessen  Werbemasche basiert auf Formulierungskniffen und minimalen, aber umso  stärker aufgeblasenen Effekten. Auf seiner US-amerikanischen  Internetseite (siehe Screenshots) gibt der Konzern selbst zu, dass Activia Verstopfung und  andere Verdauungskrankheiten weder behandeln noch vor ihnen schützen  könne,&#8221; so foodwatch.</p>
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		<item>
		<title>Über den Wahrheitsgehalt von Werbeaussagen am Beispiel Danone</title>
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		<pubDate>Fri, 07 May 2010 00:45:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Stärkt (nur) Actimel von Danone die Abwehrkräfte? Bild: actimel.de Ja, der französische Joghurthersteller, aber vor allem -vermarkter Danone ist schon arm dran: Für seine Werbebotschaft, dass sein &#8220;Actimel&#8221; die &#8220;Abwehrkräfte stärkt&#8221; und zwar &#8220;nachweislich&#8221;, erhielt er 2009 den Goldenen Windbeutel von der Konsumentenschutzorganisation &#8220;Foodwatch&#8221; für die &#8220;dreisteste Werbelüge des Jahres&#8221;. &#8220;Etikettenschwindel lohnt sich nicht&#8221; schreibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4 class="mceTemp">
<dl id="attachment_4709" class="wp-caption alignleft" style="width: 243px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/actimel3.jpg"><img class="size-full wp-image-4709" title="actimel3" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/actimel3.jpg" alt="" width="233" height="169" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Stärkt (nur) Actimel von Danone die Abwehrkräfte?<br />
Bild: actimel.de</dd>
</dl>
</h4>
<p>Ja, der französische Joghurthersteller, aber vor allem -vermarkter Danone ist schon arm dran: Für seine Werbebotschaft, dass sein &#8220;Actimel&#8221; die &#8220;Abwehrkräfte stärkt&#8221; und zwar &#8220;nachweislich&#8221;, erhielt er 2009 den Goldenen Windbeutel von der Konsumentenschutzorganisation &#8220;Foodwatch&#8221; für die &#8220;dreisteste Werbelüge des Jahres&#8221;.</p>
<p>&#8220;Etikettenschwindel lohnt sich nicht&#8221; schreibt hierzu Foodwatch ein Jahr später: &#8220;Direkt nach der Wahl zum Goldenen Windbeutel 2009 sackten die Imagewerte der Marke Actimel ab &#8211; und blieben bis heute auf niedrigem Niveau. Aktuell (1. Quartal 2010) liegen die Imagewerte um rund 55 Prozent niedriger als vor der Wahl (4. Quartal 2008). Das belegt der BrandIndex des Kölner Marktforschungsinstituts YouGovPsychonomics.&#8221;<span id="more-4705"></span></p>
<p>Die Agrar Markt Austria (AMA), die in Österreich unter anderem auch für Milchprodukte zuständig ist, ging vor einigen Monaten in die Offensive für Joghurt aus Österreich und publizierte den Slogan &#8220;Jedes Joghurt stärkt ihre Abwehrkräfte&#8221;, und auch das sei wissenschaftlich erwiesen.  Danone aber beansprucht dieses Privileg für sich allein und hämmert dies in seinen Werbesports den Konsumenten auch unmissverständlich ein: &#8220;Nur Actimel stärkt ihre Abwehrkräfte&#8221;.</p>
<p>Doch damit nicht genug: Der französische Grosskonzern hat nun die AMA in Wien auf Unterlassung verklagt, weil er in der Werbekampagne einen Angriff auf sein Produkt Actimel, das grossteils in Polen oder in Belgien hergestellt wird, sieht. Laut der österreichischen &#8220;<a title="Bauernzeitung" href="http://www.bauernzeitung.at" target="_blank">Bauernzeitung</a>&#8221; soll das Wiener Handelsgericht nun rechtlich klären, ob tatsächlich jedes Joghurt oder eben nur das Danone-Produkt das körpereigene Immunsystem stimuliert und damit die Abwehrkräfte stärkt. Das Gericht hat beide Parteien wechselseitig zur Stellungnahme aufgefordert, ihre Standpunkte zu belegen. Die Stellungnahme von Danone wurde jetzt der AMA Marketing zugestellt, wobei diese nun bis zum 10. Mai Zeit hat, ihren Standpunkt zu untermauern beziehungsweise die Vorwürfe zu entkräften.</p>
<p>&#8220;Actimel stärkt nachweislich die Abwehrkräfte. Das ist in mehr als 30 wissenschaftlichen Studien belegt,&#8221; schrieb Danone bereits im vergangenen Jahr nach der Auszeichnung mit dem Goldenen Windbeutel. &#8220;Actimel ist damit der einzige probiotische Joghurt-Drink, dessen Wirkweise auf die Abwehrkräfte so intensiv untersucht wurde,&#8221; und daher distanzierte sich Danone auch &#8220;von dieser Form der gezielten Verbraucherverunsicherung&#8221;.</p>
<p>Seit einigen Jahren gilt ja -wie berichtet- in der Europäischen Union die Vorschrift, dass gesundheitliche Aussagen in der Werbung nachgewiesen sein müssen. Danone hat diesbezüglich für seine Produkte Actimel, Activia und Danacol bei der Europäischen Agentur für Lebensmittelsicherheit (EFSA) Anträge eingebracht, letzthin aber erneut einen Antrag auf Zulassung von gesundheitsbezogenen Werbe-Aussagen (Health Claims) seiner Produkte &#8220;Actimel&#8221; und &#8220;Activia&#8221; bei der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA zurückgezogen.</p>
<p>&#8220;Offensichtlich dämmert es endlich auch den Marketing-Strategen von Danone, dass ihre völlig überzogene Werbekampagne einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht standhalten und auch von den Kunden nicht honoriert wird&#8221;, erklärte Anne Markwardt von foodwatch, Leiterin der Wahl zum Goldenen Windbeutel: &#8220;In der Actimel-Werbung wird irreführend suggeriert, Verbraucher könnten sich mit dem Getränk vor Erkältungen schützen. Doch dafür fehlt jeder Beleg. Die Wirkung von Actimel ist nicht viel besser als die von herkömmlichem Naturjoghurt. Actimel ist jedoch drei bis vier Mal so teuer und doppelt so zuckrig&#8221; und &#8220;der Image-Einbruch von Actimel sollte eine Warnung an andere Hersteller sein&#8221;. Actimel habe vor allem die &#8220;Abwehrkräfte gegen Mogelprodukte&#8221; gestärkt, so Anne Markwardt.</p>
<p>Neben der kritischen Berichterstattung über die Gesundheitswirkung seiner Joghurt-Drinks hat der Danone-Konzern aber derzeit auch noch ein weiteres Problem: Die Umweltschutzorganisation Greenpeace mobilisiert mit Aktionen und Aufklebern auf den entsprechenden Produkten gegen den Kauf von Babymilchpulver von Milupe (Danone-Gruppe): &#8220;Mit dem  Kauf von Gen-Milch unterstützen Verbraucher die Verbreitung der  riskanten Gentechnologie. Mit 65 Prozent Marktanteil haben Nestlé und Danone (Milupa) laut Greenpeace den  höchsten Absatz von Babymilchpulver in Deutschland. Gegenüber  Greenpeace erklärten die beiden Lebensmittelkonzerne, dass  Gen-Pflanzen in der Milchviehfütterung Standard sei. Und eine Umstellung  sei nicht in Planung.</p>
<p>Also kommen offenbar harte Zeiten auf Danone zu: Nun bleibt also vorerst abzuwarten, was das Wiener Handelsgericht in der Causa Daone gegen AMA entscheiden wird. Hoffentlich wird es es eine Entscheidung gegen irreführende Werbung und für Pluralismus treffen. Bis dahin aber wirbt Danone weiterhin mit &#8220;Stärkt die Abwehrkräfte&#8221; für Actimel und mit einem Wohlfühlbauch anstatt eines Blähbauchs durch den regelmässigen Verzehr von Activia&#8230;</p>
<p>Weitere Meldungen zum Thema:</p>
<p>- <a title="Goldener Windbeutel 2010" href="http://www.redakteur.cc/verbraucher-finden-monte-von-zott-ist-dreisteste-werbeluge-des-jahres/" target="_blank">&#8220;Monte Drink&#8221; von Zott erhält &#8220;Goldenen Windbeutel&#8221; 2010 für &#8220;dreisteste Werbelüge des Jahres&#8221;</a></p>
<p>- <a title="Gesunde lebensmittel müssen gesund sein" href="http://www.redakteur.cc/gesunde-nahrungsmittel-mussen-gesund-sein-ab-2009/" target="_blank">Irreführende Werbung ist bald Geschichte</a></p>
<p>- <a title="Gesunde Produkte in der Werbung" href="http://www.redakteur.cc/uber-gar-nicht-gesunde-produkte-in-der-werbung/" target="_blank">Über &#8220;gesunde&#8221; Produkte in der Werbung</a></p>
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