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	<title>Elmar Leimgruber &#187; Fremdenfeindlichkeit</title>
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		<title>UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon zum UN-Weltjugendtag 2013</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Aug 2013 22:08:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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<p>UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon appelliert an die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen, sich intensiver mit dem Thema Jugend-Migration zu beschäftigen: &#8220;Die Arbeit mit und für junge Menschen ist  eine meiner obersten Prioritäten&#8221;. Dies geht aus seiner Erklärung zum heutigen Internationalen Tag der Jugend, 12.8.2013, welcher unter dem Motto <em>„Youth Migration: Moving Development Forward“ </em>steht<em>, </em> hervor: &#8220;Es ist wichtig, auf die positiven  Beiträge hinzuweisen, die junge  Migranten für die Gesellschaften in  ihren Herkunfts-, Transit- und  Zielländern leisten – sowohl in  wirtschaftlicher, aber auch in  soziokultureller Hinsicht&#8221;, erklärt der UN-Generalsekretär.</p>
<p>Lesen Sie hier die Erklärung von UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon anlässlich des heutigen UN-Weltjugendtags im Wortlaut:<span id="more-15153"></span></p>
</div>
<p><em>&#8220;Am Internationalen Tag der Jugend  blicken wir in diesem Jahr vor allem auf das Thema Jugendmigration.  Junge Menschen machen mehr als zehn Prozent der jährlich insgesamt 214  Millionen internationalen Migranten aus, doch wissen wir immer noch zu  wenig über ihre Anstrengungen und Erfahrungen.</em></p>
<p><em>Gründe, warum junge Menschen ihre Heimat  verlassen, gibt es viele. Manche fliehen vor Verfolgung, andere  entfliehen wirtschaftlicher Not. Manche sind allein, andere sind Teil  einer Familie – mit Eltern, Geschwistern oder vielleicht sogar mit  eigenen Kindern. Manche können sich bestehenden Gemeinschaften  anschließen, andere müssen erst noch Anschluss suchen. Ob auf der  Durchreise oder am Zielort angekommen, viele junge Migranten sind  schwierigen Bedingungen ausgesetzt, leiden etwa unter Rassismus,  Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung oder Menschenrechtsverletzungen.  Besonders jungen Frauen droht zudem die Gefahr der sexuellen Ausbeutung  oder des sexuellen Missbrauchs.</em></p>
<p><em>Armut, überfüllte und unhygienische  Unterkünfte sowie die schwierige Suche nach anständiger Arbeit sind  Erfahrungen, die viele junge Migranten teilen. Diese werden durch die  gegenwärtige Wirtschafts- und Finanzkrise noch verschlimmert. Oftmals  werden Migranten beschuldigt, der lokalen Bevölkerung die Arbeit  wegzunehmen, was dann wiederum zu noch größerer Diskriminierung führt.  Aber auch Kinder, die von ihren ausgewanderten Eltern in der Heimat  zurückgelassen wurden, stehen unter besonderem psychischem und sozialem  Druck.</em></p>
<p><em>Es ist wichtig, auf die positiven  Beiträge hinzuweisen, die junge Migranten für die Gesellschaften in  ihren Herkunfts-, Transit- und Zielländern leisten – sowohl in  wirtschaftlicher, aber auch in soziokultureller Hinsicht. Die meisten  von ihnen arbeiten hart, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen und ihre  Lebensbedingungen zu verbessern. Die von ihnen in ihre Heimat  überwiesenen Geldsummen sind weltweit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.  Wenn sie in ihre Herkunftsländer zurückkehren, treiben junge Migranten  mit ihren neuen Ideen und Fähigkeiten dort zudem oftmals wichtige  Entwicklungsprozesse voran. Durch Migration werden auch gerade Frauen  gestärkt, da sie so oftmals finanzielle und soziale Unabhängigkeit  erreichen.</em></p>
<p><em>Im Oktober wird die Generalversammlung  der Vereinten Nationen ihren zweiten Hochrangigen Dialog über  Internationale Migration und Entwicklung abhalten. Ich appelliere an die  Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen, sich mit dem Thema  Jugendmigration zu befassen. Die Arbeit mit und für junge Menschen ist  eine meiner obersten Prioritäten. An diesem Internationalen Tag der  Jugend ermutige ich die Mitgliedsstaaten, Jugendorganisationen und  andere wichtige Akteure, die Rechte alle jungen Migranten zu stärken und  das Entwicklungspotential von Jugendmigration zu vergrößern.&#8221;</em></p>
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		<title>Der Volkszorn und die Gerechtigkeit (Kommentar)</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Aug 2011 22:08:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor einigen Jahren brannte Paris, nun brennt London. Das wirft einige schwerwiegende Fragen auf: Was ist mit den jungen Menschen dort los, dass sie zerstören und plündern? In wie weit hat die Politik versagt, wenn es so weit gekommen ist? Und was hat nun zu geschehen? Eines ist sicher: Manche linken Revoluzzer freuen sich insgeheim [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Jahren brannte Paris, nun brennt London. Das wirft einige  schwerwiegende Fragen auf: Was ist mit den jungen Menschen dort los,  dass sie zerstören und plündern? In wie weit hat die Politik versagt,  wenn es so weit gekommen ist? Und was hat nun zu geschehen?</p>
<p>Eines ist sicher: Manche linken Revoluzzer freuen sich insgeheim  schon über die Aufstände und erwarten sich nun den lang erwünschten  &#8220;Sieg über den Kapitalismus&#8221;. Das ist fatal. Gewalt darf in einer  Demokratie niemals und unter gar keinen Umständen gerechtfertigt werden.  Der &#8220;Kapitalismus&#8221; ist zwar kein ideales  Gesellschaftssystem, aber  letztlich dennoch die einzige Alternative,  weil er beruflichen Einsatz  und Erfolg belohnt und Misserfolg bestraft und dies ist gerecht. Zumindest in Europa wird  Zweiteres sogar durch ein funktionierendes Sozialsystem  aufgefangen.  Und das ist gut, sinnvoll und auch notwendig. Die eigentlichen Probleme  aber liegen wo anders:<span id="more-10159"></span></p>
<p>Während so genannte konservative Parteien seit vielen Jahren vor zu  viel Zuwanderung warnen, was auf Dauer nur zu Konflikten führen kann  (und wohl auch bislang führte), ignorieren linke Parteien und  Regierungen diese Sorge der Bevölkerung systematisch. Nicht &#8220;Aufhetzung&#8221;  durch so genannte rechte Parteien führt zu einer  &#8220;Fremdenfeindlichkeit&#8221;, sondern die Chronologie ist eine andere: die all  zu großzügige Einwanderungspolitik vieler westlicher Regierungen seit  Jahrzehnten war durch eine folgende fast automatische systematische  Nichtintegration von vorne herein zum Scheitern verurteilt. Das daraus  folgende bei vielen Einheimischen beunruhigende Gefühl der Fremdheit im  eigenen Land führte in Folge dann erst zum Wählen rechter Parteien: wenn  die Anzahl von Zuwanderern so gering ist, dass sie sich schon aus einem  Bedürfnis der Zugehörigkeit gern integrieren, dann stellen sie für  niemanden -auch gefühlsmässig- keine Bedrohung dar. Wenn hingegen eine  große Anzahl von Einwanderen unter sich bleiben kann und es gar keine  Notwendigkeiten gibt, sich zu integrieren, dann sind soziale und  ethnische Konflikte nur eine Frage der Zeit.</p>
<p>Das Problem verschärft noch die Tatsache, dass ein Großteil der  Zuwanderer seit Jahrzehnten nicht eigentliche schutzwürdige Flüchtlinge  im Sinne der UNO sind, sondern aus der falschen Illusion heraus, im  freien Westen zu Wohlstand zu kommen, ihre Heimat verließen. Und hier  wäre es eine Frage der Verantwortung und des  Wohlwollens (die leider zu  oft nicht wahrgenommen werden), wenn man Einwanderungswillige nicht in  ihrer falschen  Wohlstandserwartung bestärkt, sondern indem man sie auf  den Boden der harten Realität  zurückholt, dass nämlich -genauso wie  anderswo- auch in Europa nur jene zu  Wohlstand kommen, die ihn sich  mühsam erarbeiten, und dass es für niemanden eine  Garantie dafür gibt,  dass er ihn tatsächlich je erreichen wird. Die dringende Empfehlung zur  raschen Rückkehr ins  Heimatland würde in vielen Fällen auch das zu  erwartende Leid der  Betroffenen von vorne herein lindern und wäre daher  sogar eine gute Tat. Wer hingegen falsche  Hoffnungen nährt, betrügt  den  Zuwanderungswilligen, was &#8211; wie man jetzt  sieht &#8211; auf Dauer nur zu  Frust und Enttäuschung oder vielleicht gar zu Gewalt führen  kann.  Europa ist nun mal genausowenig ein  Schlaraffenland wie andere Länder  auf der Welt.</p>
<p>Eine rigorose Einwanderungspolitik verbunden mit effektiven  Integrationsmaßnahmen ist daher dringend nötig: dies erkennen  mittlerweile endlich auch die meisten europäischen Staaten. Die  Beherrschung der jeweiligen Landessprache von Kind an muss für  Einwanderungswillige einfach selbstverständlich sein. Wer aber sich auf  Dauer nicht integrieren will und erst recht, wer kriminell ist/wird,  riskiert, seinen Anspruch auf Aufenthalt im Gastland zu verlieren: das  ist richtig so. Und Gewalt und Terror in einer Demokratie dürfen niemals  und unter gar keinen Umständen toleriert werden. In den Bereichen  Integration, Polizei, öffentliche Sicherheit (auch durch  Kamera-Überwachung des öffentlichen Raums) und Polizei dürfen daher auch  keinerlei &#8220;Einsparungen&#8221; vorgenommen werden.</p>
<p>Aber natürlich muss auch das aktuelle ungerechte soziale Pulverfass -vor allem  in Europas Großstädten- entschärft werden: Ja, es ist schwer zu  ertragen, wenn man selbst nichts hat und andere sich alles leisten können.  Aber Neid macht krank. Und so manches linke  Medium schürt in  verantwortungsloser Weise seit Jahren diesen Neid.  Dabei muss an dieser  Stelle mal gesagt werden, dass die allermeisten Menschen,  die heute in Europa  in einem gewissen Wohlstand leben, diesen nicht durch  Ungerechtigkeiten  und durch Ausbeutung der Armen (wie dies linke  Ideologen und Medien  immer wieder unterstellen) erworben haben, sondern  durch harte Arbeit  über Generationen hindurch: sie haben ihn sich also  verdient. Daher wäre  es auch falsch, ihnen das Erarbeitete wieder  wegzunehmen.</p>
<p>Und ja, es ist ungerecht, dass einige immer mehr haben (wollen) und manche andere kaum zum Überleben haben. Und vor allem ist es ungerecht, dass jene, die im   Überfluss leben, auch noch steuerlich begünstigt werden. Vor allem   ist es problematisch, dass manche so genannte Superreiche ungestraft im großen  Stil  mit dem Geld anderer spekulieren können und damit immer noch  reicher  werden.  Und manchmal entsteht sogar der Eindruck, dass auch die  Justiz  Jedermann frei spricht, wenn nur die finanziellen Zuwendungen (an  den  Staat) dafür entsprechend hoch sind. Natürlich gehören so genannte   Top-Manager vor Gericht gestellt und zu Schadensersatzleistungen verpflichtet, die ihre Banken und Unternehmen in  den  Ruin treiben, während sie selbst Millionen an Bonuszahlungen  erhalten.  Und dasselbe gilt noch viel mehr auch für jene, die am  Verlust anderer  groß kassieren. Natürlich also muss es in der so  genannten Oberschicht per Gesetz  drastische finanzielle Einschnitte  geben (<a title="Kommentar: Die staatlichen Großverdiener und der gemeine Pöbel" href="http://www.redakteur.cc/die-staatlichen-grossverdiener/" target="_blank">Dauerhafte Jahreseinkommen von über 500.000 Euro sind ja aus meiner Sicht sowieso unmoralisch</a> und daher nicht verantwortbar) und müssen Steuerlöcher  geschlossen werden.</p>
<p>Dennoch jedoch gibt es keine gerechtere Gesellschaftsform  als die,  in der jener mehr verdient und sich in Folge ein Vermögen aufbauen kann,  der  mehr und tüchtiger arbeitet als ein anderer. Dass allen alles in   gleichem Maße zuteil kommen sollte, wie dies so manche linken Ideologen   seit Jahren propagieren, ist folglich sicher der falsche Weg, weil es ungerecht wäre und weil es in der   Natur des Menschen liegt, sich selbst was zu erarbeiten und aufzubauen: und das ist gut so. Wenn aber das Gesellschaftsystem jedem, der tüchtiger und fleissiger ist, wieder   wegnimmt, was er sich erarbeitet hat, dann führt dies zu beruflicher   Passivität und zu einer reinen Empfängermentalität dem Staat gegenüber: wieso   sollte man auch fleissig sein und arbeiten, wenn man die Früchte dessen   nicht verkosten darf?</p>
<p>Auch deshalb waren (sind und werden sein) alle  sozialistischen und  kommunistischen Systeme zum Scheitern verurteilt und  führ(t)en entgegen  dem verkündeten hohen Ideal der Herrschaft des  Proletariats zur  diktatorischen Herrschaft einiger weniger über die  bewusst dumm gehaltenen Massen. Zu glauben, Kommunismus/Sozialismus  könnten auch  anders funtionieren (als die triste Wirklichkeit in allen  bisherigen  Versuchen weltweit gezeigt hat) und dies wäre anzustreben,  entspräche  einer problematischen Wirklichkeitsverweigerung.</p>
<p>Das Ziel aber muss dennoch eine möglichst gerechte Gesellschaftsform  sein, wo jeder die selben Chancen hat, sich (nicht auf Kosten von  anderen, sondern) durch Arbeit und Fleiß ein Leben in Würde zu  ermöglichen. Wirklich &#8220;Wohlhabende&#8221; (also nicht die so genannte Mittelschicht) durch Steuerbegünstigungen und Ähnliches zu  privilegieren, ist also genauso sicher der falsche Weg, wie &#8220;Armen&#8221;  dadurch &#8220;helfen&#8221; zu wollen, indem man sie ins Sozialschmarotzertum  treibt, weil man so mehr Geld zur Verfügung hat als wie wenn man einer geregelten Arbeit nachgeht). Wer weniger leistet, soll auch weniger verdienen und Arbeit und  Fleiß müssen sich auch finanziell (auch durch gerechte Löhne) lohnen. Das ist gerecht und richtig  so.</p>
<p>Zudem muss Großspekulantentum strafbar werden genauso wie zu hohe Einkommen (nicht gleichzusetzen mit dem Wert des Eigentums) gerechter besteuert werden müssen. Und tatsächlich einwandern (nicht zu verwechseln mit einer befristeten Aufnahme von tatsächlichen Flüchtlingen im Sinne der UNO) und erst recht eine europäische Staatsbürgerschaft erhalten sollte nur der, der sich durch aktive Integration und fleissige Arbeit bewährt hat. Und dieses ständige Neidpredigen linker Kreise muss auch endlich aufhören. Dann sollte es -zumindest längerfristig- möglich sein, dass die Schere zwischen arm und reich wieder kleiner wird, es daher auch keinen realen Grund für Neid und Eifersucht mehr gibt. Und dann ist -zumindest in Ansätzen- eine gerechtere Welt für alle möglich. Und diese ist anzustreben: in Europa und weltweit.</p>
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		<title>Die SPÖ und die unwiderstehliche Versuchung des Populismus</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 11:12:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schon unlängst hatte ich über das von Innenministerin Fekter geplante Flüchtlingserstaufnahmezentrum in Eberau (Südburgenland) berichtet. Nun hat sich, wie ich schon in meinem Beitrag vom 22. Dezember befürchtete, die politische Konfrontation -natürlich aufgrund der dortigen Landtagswahlen im heurigen Jahr- drastisch verschärft: Burgenlands Landeshauptmann Niessl (SPÖ) Foto: burgenland.at Gestern, Montag hat ausgerechnet SPÖ-Landeshauptmann Niessl, dessen Partei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon <a title="Die stählerne Maria Theresia und die Genossen" href="http://www.redakteur.cc/die-stahlerne-maria-theresia-und-die-genossen/" target="_blank">unlängst</a> hatte ich über das von Innenministerin Fekter geplante Flüchtlingserstaufnahmezentrum in Eberau  (Südburgenland) berichtet. Nun hat sich, wie ich schon in meinem Beitrag vom 22. Dezember befürchtete, die politische Konfrontation -natürlich aufgrund der dortigen Landtagswahlen im heurigen Jahr- drastisch verschärft:</p>
<h5 class="mceTemp">
<dl id="attachment_1805" class="wp-caption alignright" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Niessl_burgenland.at_.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1805" title="Niessl_burgenland.at" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Niessl_burgenland.at_-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Burgenlands Landeshauptmann Niessl (SPÖ)<br />
Foto: burgenland.at</dd>
</dl>
</h5>
<p>Gestern, Montag hat ausgerechnet SPÖ-Landeshauptmann Niessl, dessen Partei sonst immer der FPÖ vorwirft, gegen Ausländer zu hetzen, seine Bevölkerung darauf eingeschworen, bei seiner geplanten Volksabstimmung ja gegen dieses Zentrum zu stimmen. Ist ja echt amüsant zu sehen, wie hier SPÖ, FPÖ und BZÖ gemeinsam gegen Flüchtlinge mobilisieren. Und wie auf der anderen Seite die ÖVP die einzige Partei ist, <span id="more-1795"></span>die hier nicht populistisch agiert.</p>
<p>Ich gebe zu: die Situation ist verfahren: Ok, die Innenministerin hat autoritär und im Alleingang gehandelt und sie geht notfalls mit ihrem Vorhaben auch bis zum Höchstgericht. Und ok: im Burgenland finden Landtagswahlen statt. Und ja ok: Nachdem derzeit Kärnten sowieso der Rammbock der Nation ist, schlägt SPÖ-Chef Fayman natürlich Kärnten als Standort für ein solches Erstaufnahmezentrum vor, und schon ist das Thema für die SPÖ verdrängt und verschoben. Wäre da nicht auch noch Verteidigungsminister Darabos (auch SPÖ), der zwar ebenfalls das Koalitionsabkommen unterschrieben hat, in dem diesbezüglich steht, dass ein drittes Erstaufnahmezentrum &#8220;im Süden&#8221; errichtet werden soll, der aber jetzt vorschlägt, die betroffenen 300 Flüchtlinge könnten ja &#8220;mit gutem Willen aller&#8221; auch auf die bestehenden Zentren aufgeteilt werden.</p>
<p>Das UN-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR hat übrigens indes die politisch Verantwortlichen in Österreich dazu aufgerufen, in der Diskussion um die Eröffnung einer Erstaufnahmeeinrichtung für Asylwerber in Eberau zu mehr Sachlichkeit zurückzukehren. Die öffentliche Polemik der letzten Tage sei &#8220;unvereinbar&#8221; mit der Asyltradition Österreichs, erklärte heute der UNHCR-Vertreter für Österreich und Deutschland, Michael Lindenbauer.</p>
<p>Einerseits ärgere ich mich, andererseits finde ich dieses Polit-Theater einfach nur lächerlich:</p>
<p>FPÖ und BZÖ vertreten ja ihren klassischen Anti-Ausländer-Standpunkt, was natürlich keine Überraschung ist: dafür werden sie auch gewählt. Dasselbe betrifft die Grünen, die von ihrer Wählerschaft auch dafür gewählt werden, dass sie einen sehr ausländerfreundlichen Standpunkt haben. Alle diese drei Parteien profitieren also von der derzeitigen Diskussion und stecken daher mitten im burgenländischen Wahlkampf. Die ÖVP kann mit ihrem Standpunkt derzeit im Prinzip eigentlich im Burgenland nur verlieren; es ist also mutig und antipopulistisch, was Fekter und ihre Partei die ÖVP derzeit praktizieren. Bei der SPÖ geht es bei dieser und bei der Wiener Landtagswahl (die ebenfalls heuer stattfindet) aber um Alles: Sie haben seit Jahren bei allen entscheidenden Wahlen drastisch verloren und im Burgenland und in Wien geht es nun darum, diesen Abwärtstrend nicht fortzusetzen.</p>
<p>Darum geht es beim Koalitionsstreit derzeit also eigentlich: darum, dass die SPÖ im Burgenland um jeden Preis an der Macht bleibt, was im Prinzip nix Neues ist bei der SPÖ: Um bei den letzten Nationalratswahlen nicht noch schlechter abzuschneiden, entschied man sich bei den Genossen plötzlich für einen EU-kritischen Kurs. Und jetzt initiiert die SPÖ im Burgenland nicht nur einen Anti-Ausländer-, sondern auch noch einen Antiflüchtlings-Wahlkampf: Also ich muss schon sagen: von sozialdemokratischen Idealen ist da nicht mehr viel übriggeblieben. Aber vielleicht ist die SPÖ ja glücklich, nach den Landtagswahlen mit -nach meiner Einschätzung- ziemlichen Stimmverlusten dann eine Koalition mit ihren derzeitigen Gesinnungsgenossen FPÖ und BZÖ eingehen zu müssen.</p>
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		<title>Die stählerne Maria Theresia und die Genossen</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 12:03:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Österreichs Innenministerin Maria Theresia (wer denkt da nicht -was naheliegend ist- an die grosse gleichnamige Kaiserin) Fekter (ÖVP) sorgt wieder mal für politische Unwetter: Österreichs Innenministerin Maria Theresia Fekter (ÖVP) In Zusammenarbeit und mit Zustimmung des zuständigen Bürgermeisters soll im Südburgenland ein Erstaufnahmezentrum für Asylanten errichtet werden. Da im Burgenland aber 2010 Landtagswahlen stattfinden (und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/FekterBMIk.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1271 alignright" title="Fekter" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/FekterBMIk-150x150.jpg" alt="Österreichs Innenministerin Maria Theresia Fekter (ÖVP)" width="150" height="150" /></a>Österreichs Innenministerin Maria Theresia (wer denkt da nicht -was naheliegend ist- an die grosse gleichnamige Kaiserin) Fekter (ÖVP) sorgt wieder mal für politische Unwetter:</p>
<h5 class="mceTemp">
<dl id="attachment_1271" class="wp-caption alignright" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Österreichs Innenministerin Maria Theresia Fekter (ÖVP)</dd>
</dl>
</h5>
<p>In Zusammenarbeit und mit Zustimmung des zuständigen Bürgermeisters soll im Südburgenland ein Erstaufnahmezentrum für Asylanten errichtet werden.</p>
<p>Da im Burgenland aber 2010 Landtagswahlen stattfinden <span id="more-1270"></span>(und gestern wurde durch die SPÖ auch die Landtags-Legislaturperiode frühzeitig aufgelöst; welch ein Zufall) &#8220;musste&#8221; natürlich Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) dagegen protestieren: Die Bevölkerung sei übergangen worden und er werde daher eine Volksabstimmung darüber abhalten lassen, auch weil dann aus Sicherheitsgründen mehr Polizei nötig sei, meinte er gestern im ORF Fernsehen.</p>
<p>Solch fremdenfeindliche  Töne von einem Spitzen-SPÖ-Mann? Das überrascht mich wirklich.</p>
<p>Ich bin davon überzeugt, dass wo immer auch eine Volksabstimmung darüber stattfindet, ob ein Asylantenheim errichtet werden soll: die Mehrheit der betroffenen Bevölkerung wird -bei dieser aufgeheizten Stimmung- dagegen sein. Um das zu wissen, braucht man keine Volksabstimmung durchzuführen. Andererseits: Es braucht nun mal Flüchtlings-Heime. Und irgendwo müssen sie errichtet werden.</p>
<p>Und weil der Landshauptmann alles dran setzt, um dieses Zentrum im Südburgenland zu verhindern, wird die stählerne Lady Fekter die Höchstgerichte in dieser Causa anrufen&#8230;</p>
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