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	<title>Elmar Leimgruber &#187; Freiwilligen-Organisationen</title>
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	<description>Elmar Leimgruber online</description>
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		<title>Über die Zukunft der Bundesheere</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Jan 2011 23:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Österreichs Heer bei der NATO? Abbildung: Werbeplakat des Bundesheeres Die aktuelle Causa Norbert Darabos &#8211; Edmund Entacher habe ich bereits kommentiert. Jetzt aber bleibt die Frage: Soll der Grundwehrdienst in Österreich abgeschafft werden? Nun: die Antwort drauf hängt davon ab, was man -längerfristig betrachtet- in der EU und/oder in Österreich will: Es ergibt Sinn, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4 class="mceTemp">
<dl id="attachment_8203" class="wp-caption alignleft" style="width: 167px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Bundesheer-NATO-Partnerschaft_Bundesheer.jpg"><img class="size-medium wp-image-8203 " title="Bundesheer-NATO-Partnerschaft_Bundesheer" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Bundesheer-NATO-Partnerschaft_Bundesheer-196x300.jpg" alt="" width="157" height="240" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Österreichs Heer bei der NATO?<br />
Abbildung: Werbeplakat des Bundesheeres</dd>
</dl>
</h4>
<p><a title="Norbert Darabos ist rücktrittsreif" href="http://www.redakteur.cc/das-bundesheer-und-der-totalitaere-minister/" target="_blank">Die aktuelle Causa Norbert Darabos &#8211; Edmund Entacher habe ich bereits kommentiert.</a> Jetzt aber bleibt die Frage: Soll der Grundwehrdienst in Österreich abgeschafft werden? Nun: die Antwort drauf hängt davon ab, was man -längerfristig betrachtet- in der EU und/oder in Österreich will:</p>
<p>Es ergibt Sinn, dass in den meisten Ländern der EU der  Grundwehrdienst zugunsten eines Berufsheeres abgeschafft wurde. Denn  eine europäische Verteidigungsstruktur, zusammengesetzt aus Heeren der  Mitgliedsländer ist schon längst vorgesehen. Mögliche künftige Kriegs-  besser Verteidigungseinsätze mit Grundwehrdienern würden aber fast  überall, vor allem im &#8220;neutralen&#8221; Österreich zu unverantwortbaren  massiven Protesten führen, wären demnach, weil zu viele Menschen direkt  oder indirekt davon betroffen wären, kaum, jedenfalls sicher nicht  schnell durchführbar.<span id="more-8205"></span></p>
<h4 class="mceTemp">
<dl id="attachment_8209" class="wp-caption alignright" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Bundesheer-Hubschrauber-IMG_7448001k.jpg"><img class="size-medium wp-image-8209" title="Bundesheer-Hubschrauber IMG_7448001k" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Bundesheer-Hubschrauber-IMG_7448001k-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Leistungsschau des Bundesheeres am Nationalfeiertag</dd>
</dl>
</h4>
<p>Ein Berufs- und Freiwilligenheer hingegen betrifft direkt nur die  Betroffenen selbst, die sich ja freiwillig und hoffentlich auch mit  Blick auf die möglichen Konsequenzen für das Heer entscheiden:  Massenwiderstände gegen Einsätze wären hier kaum zu erwarten. Und  natürlich ist es (auch finanziell) sinnvoller, das Verteidigungs-Budget  so zu vergeben, dass an der Verteidigung des Landes Interessierte nicht  nur ein paar Monate Grundwehrdienst leisten, sondern nach der Ausbildung  auch weiterhin für das Bundesheer tätig bleiben, so dass es  längerfristig betrachtet im Bedarfsfall auch einsetzbar ist.</p>
<p>Ob alle jenen nun in Österreich -die auch ausgelöst und gefördert  durch die massive Kampagne der Kronenzeitung- froh für die Abschaffung  des Grundwehrdienstes eintreten, auch die Konsequenzen ihres Wunsches  klar sind, wage ich sehr zu bezweifeln. Wer gesamteuropäisch denkt und  daher für die sichere Einbindung des österreichischen Bundesheeres in  ein europäisches Heer ist, kann auch beruhigt für die Abschaffung des  Grundwehrdienstes stimmen. Wer nicht dafür ist, möge aber nicht jetzt  für die Abschaffung des Grundwehrdienstes eintreten und sich dann über  über das Unvermeidbare (denkbar wären ja auch -für mich höchstbedenkliche- Inlandseinsätze,  beispielsweise bei Volksaufständen) wundern.</p>
<p>Letztlich aber werden vor der entsprechenden Volksabstimmung über die  Zukunft des Bundesheeres mit Sicherheit nicht nur die SPÖ, sondern auch  die (derzeit aus rein taktischen Gründen zurückhaltende) ÖVP und die  meisten anderen Parteien, unterstützt dann nicht nur von der  Kronen-Zeitung, sondern auch von allen anderen entscheidenden Medien des  Landes dafür sorgen, dass eine satte Mehrheit der Bevölkerung für die  Abschaffung des Grundwehrdienstes sein wird. Und auch alles Weitere wird  so kommen, wie es europaweit koordiniert vorgesehen ist, also kommen  &#8220;muss&#8221;. Diese Überlegungen müssten also entscheidend sein, ob man in  Österreich den Grundwehrdienst abschaffen will oder nicht.</p>
<p>Der Zivildienst hat hingegen nur indirekt mit dem Bundesheer zu tun.  Ein &#8220;freiwilliger&#8221; Sozialdienst ist bei einer ordnungsgemässen   Bezahlung von 1300 Euro monatlich (wie von Sozialminister Hundstorfer   angeregt) nicht  eigentlich freiwillig, sondern eine Anstellung, und  auch diese auszuschüttenden Gehälter müssten erst einmal aufgebracht  werden. Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl hingegen hat Recht:  Wenn es bislang möglich war, alle Männer zum Grundwehrdienst oder  wahlweise zum Zivildienst zu verpflichten, und dies nicht den  Menschenrechten widersprach, dann ist mit Sicherheit auch ein  verpflichtender Zivildienst für alle (Männer und Frauen) nicht nur  denkbar, sondern sogar sehr sinnvoll: schon aus Solidarität den  Sozialorganisationen gegenüber, die bei Abschaffung des  Grundwehrdienstes durch den Wegfall der vielen Zivildiener künftig schwer  überleben würden.</p>
<p>Und wenn Naturkatastrophen über Österreich hereinbrechen sollten, werden wir nach dem Wegfall des (dank Grundwehrdienern grossen Heeres) neben den Freiwilligen-Organisationen dann eben vermutlich auf ausländische Hilfe angewiesen sein.</p>
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