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	<title>Elmar Leimgruber &#187; freie Meinungsäusserung</title>
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		<title>Über rechte Ballbesucher und linke Demonstranten</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 23:03:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vorausgeschickt: Ich habe seit jeher keinerlei Sympathien für Burschenschaften, was auch daran liegen mag, dass ich mich nicht wirklich zu den &#8220;Gruppenmenschen&#8221; zähle. Weil mir also &#8220;Massenphänomene&#8221; grundsätzlich eher suspekt sind, bin ich seit jeher genauso auch nicht für Demonstrationen jeglicher Art oder für sonstige Massenaufläufe (z.B. Wahlveranstaltungen) zu haben. Dennoch halte ich die Möglichkeit, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Korporierte-IMG_3093.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11849" title="Korporierte IMG_3093" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Korporierte-IMG_3093-300x211.jpg" alt="" width="240" height="169" /></a>Vorausgeschickt: Ich habe seit jeher keinerlei Sympathien für Burschenschaften, was auch daran liegen mag, dass ich mich nicht wirklich zu den &#8220;Gruppenmenschen&#8221; zähle. Weil mir also &#8220;Massenphänomene&#8221; grundsätzlich eher suspekt sind, bin ich seit jeher genauso auch nicht für Demonstrationen jeglicher Art oder für sonstige Massenaufläufe (z.B. Wahlveranstaltungen) zu haben.</p>
<p>Dennoch halte ich die Möglichkeit, friedlich (!) zu demonstrieren, für richtig und in einer Demokratie auch für notwendig: Menschen müssen die Möglichkeit haben, auch in dieser Form ihre Meinung öffentlich kundzutun. Überhaupt ist die freie Meinungsäußerung ein Grundrecht, das niemanden streitig gemacht werden sollte, es sei denn er verletzt durch seine Aussagen oder Aktionen andere Menschen beziehungsweise geltendes Recht. Natürlich muss es also auch polizeilich erlaubt sein, gegen den WKR-Ball (Wiener Korporationsring) zu demonstrieren. Aber dabei muss polizeilich sichergestellt werden, dass die politischen Gegner möglichst nicht aufeinander stoßen.<span id="more-11842"></span></p>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Polizei-100_6257.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-11850" title="Polizei 100_6257" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Polizei-100_6257-300x217.jpg" alt="" width="240" height="174" /></a>Grundsätzlich aber gilt: Wer für sich und sein Handeln Toleranz einfordert (egal ob rechts oder links), aber nicht im selben Maße die nötige Toleranz aufbringen will oder kann, auch Andersdenkenden (im anderen politischen Lager) gegenüber diese Toleranz aufzubringen, hat ein äußerst zweifelhaftes Toleranz- und Demokratieverständnis und sollte daher dringendst seine eigene Einstellung überdenken. Leider sind hier rechtsaußen und linksaußen zu oft nicht allzuweit voneinander entfernt. Und der Polizei sei Dank, dass sie seit Jahren Zusammenstöße beider Gruppen erfolgreich verhindert: Kein überzeugter Demokrat kann ernsthaft Blutvergießen haben oder in Kauf nehmen wollen.</p>
<p>Obwohl die Burschenschaften zur Zeit des Nationalsozialismus verboten wurden und obwohl beispielsweise auch der Wiener Sozialdemokrat Victor Adler, die Philosophen, Autoren und Denker Friedrich Nietzsche und Theodor Storm und der Komponist Robert Schumann, die Industriellen Carl Bosch, Alfred Kärcher und Ferdinand Porsche, die beiden deutschen ex-SPD-Minister Dieter Haack und Friedhelm Farthmann und der SPD-Gründervater und Arbeiterführer Ferdinand Lassalle sowie einige NS-Widerstandskämpfer wie besipielsweise der in Folge des Hitler-Attentats hingerichtete Stabsoffizier Hermann Kaiser Burschenschafter waren, stehe ich dieser wohl ganz eigenen Welt und vor allem dem Wiener WKR-Ball sehr distanziert gegenüber.</p>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Strache-IMG_6873.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11851" title="Strache IMG_6873" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Strache-IMG_6873-222x300.jpg" alt="" width="178" height="240" /></a>Aber trotzdem verstehe ich auch diese pauschale vor allem auch medial massiv unterstützte Hysterie mancher linker Gruppierungen und Aktionen in diesem Zusammenhang nicht. Sicherlich war der diesjährige Termin ein äußerst sensibler und unglücklicher,  und es wäre wohl vernünftiger gewesen, einen anderen Tag zu wählen. Aber warum sollten sich die Rechten nicht genauso versammeln können wie die Linken? Sofern hier niemand gegen geltendes Recht verstößt, hat aus meiner Sicht auch im Bereich der Versammlung (zumal diese konkret ja nicht mal öffentlich stattfindet) gleiches Recht für alle zu gelten. Und falls wer Zweifel daran hat, dass es sich hier um eine Veranstaltung auf dem Fundament der österreichischen Verfassung handelt, möge er dies doch rechtlich prüfen lassen, um auch die rechtliche Sicherheit zu erhalten. Und sicherlich sind die Organisatoren dieses Balls gut beraten, auch ihre Gästeliste penibel zu prüfen, um zu verhindern, dass er auch von Leuten besucht wird, welche dem Ruf der gesamten Veranstaltung schaden könnten.</p>
<p>Was aber eindeutig die Grenzen auch meiner Toleranz überschreitet, ist das, was laut übereinstimmenden Zeugenaussagen FPÖ-Chef H.C. Strache am diesjährigen WKR-Ball (nicht öffentlich) gesagt haben soll: Sofern das Berichtete stimmt (es gilt natürlich die Unschuldsvermutung): Nein, Sie sind kein &#8220;neuer Jude&#8221;, Herr Strache. Und nein: das war erst recht keine &#8220;Reichskristallnacht&#8221;, die Sie erlebt haben beim WKR-Ball: Sind wir froh darüber, dass es nicht so ist.</p>
<p>Obwohl es keinesfalls anständig ist, private Statements an die Öffentlichkeit zu tragen: Bei aller Toleranz, Herr Strache: Solche Aussagen dürfen nicht kommen, niemals, auch nicht privat. Aus Achtung und Respekt vor jenen Menschen, die in einem ganz und gar unmenschlichen System in großer Zahl ihr Leben lassen mussten. Auch wenn ich Ihren Ärger über die Proteste und  dass man Sie und Ihre Gesinnungsgenossen medial so massiv verfolgt, durchaus nachvollziehen kann: Ihr Statement -falls es tatsächlich stimmt- ist (vor allem) eines gebildeten Spitzenpolitikers unwürdig. Ich erwarte mir in diesem Fall &#8211; und ich nehme an und hoffe sehr, dass dies auch der Großteil Ihrer Wähler so sieht- von Ihnen eine aufrichtige Entschuldigung. Wenn Sie dieses Feingefühl und den nötigen Respekt vor NS-Opfern hingegen nicht aufbringen können, sind Sie für ein Regierungsamt weiterhin ungeeignet.</p>
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		<title>WikiLeaks-Enthüllungen: Journalistenvereinigungen verurteilen Zensur</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Dec 2010 23:21:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wikileaks-Logo: www.wikileaks.org bzw. www.wikileaks.ch Nach den WikiLeaks-Enthüllungen von US-Botschaftsdepeschen haben mehrere Regierungen Webseiten und Medien zensiert. Reporter ohne Grenzen (ROG) kritisiert die staatlichen Maßnahmen, den Zugang zu WikiLeaks-Seiten zu sperren und Ausgaben von Printmedien mit Berichten über die Dokumente zu verbieten. Die Zensurmaßnahmen sind ROG zufolge &#8220;unverhältnismäßig&#8221; und &#8220;verletzen das Recht auf Informationsfreiheit&#8221;. Mit WikiLeaks [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4 class="mceTemp">
<dl id="attachment_7816" class="wp-caption alignleft" style="width: 92px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Wikileaks_logo.png"><img class="size-medium wp-image-7816  " title="Wikileaks_logo" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Wikileaks_logo-129x300.png" alt="" width="82" height="192" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Wikileaks-Logo: www.wikileaks.org bzw. www.wikileaks.ch</dd>
</dl>
</h4>
<p>Nach den WikiLeaks-Enthüllungen von US-Botschaftsdepeschen haben mehrere Regierungen Webseiten und Medien zensiert. Reporter ohne Grenzen  (ROG) kritisiert die staatlichen Maßnahmen, den Zugang zu  WikiLeaks-Seiten zu sperren und Ausgaben von Printmedien mit Berichten  über die Dokumente zu verbieten. Die Zensurmaßnahmen sind ROG zufolge  &#8220;unverhältnismäßig&#8221; und &#8220;verletzen das Recht auf Informationsfreiheit&#8221;. Mit WikiLeaks solidarisieren sich mittlerweile auch weitere Journalistenorganisationen wie beispielsweise der Deutsche Journalisten Verband (DJV) und der österreichische Journalisten Club (ÖJC) (<a title="Wikileaks und die Folgen" href="http://www.redakteur.cc/wikileaks/" target="_blank">Zum Thema siehe auch den Kommentar auf meinsenf.net bzw. auf redakteur.cc</a>).</p>
<p>&#8220;Es ist mit den Grundsätzen der Meinungsfreiheit nicht vereinbar, wenn  Politik und Wirtschaft versuchen, Zensur auszuüben&#8221;, mahnt  DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. &#8220;Dies wird im Fall Wikileaks in  massiver Weise praktiziert.&#8221; Es sei deshalb gut und notwendig, dass sich  einige Zeitungen jetzt klar zu den gegen Wikileaks gerichteten  Zensurversuchen positionierten. Das WikiLeaks-Material entbinde Journalisten nicht von ihrer Pflicht zur  Recherche. &#8220;Die Leser und Zuschauer müssen sich darauf verlassen  können, dass das Material authentisch ist.&#8221; Deshalb ersetze WikiLeaks  keineswegs den Journalismus, sondern bereichere ihn. &#8220;Wer die Quelle  unterdrückt, schadet dem Journalismus&#8221;, so DJV-Vorsitzender Konken.<span id="more-7813"></span></p>
<p>WikiLeaks sei zwar kein journalistisches Produkt,  aber ein wichtiger Informant für Journalisten und &#8220;der Informantenschutz ist einer der Grundpfeiler der journalistischen Arbeit und damit Bestandteil der Pressefreiheit,&#8221; schreibt der ÖJC. &#8220;Die Einschränkung der Verbreitung von Information widerspricht  der freien Meinungsäußerung und ist daher ein Anschlag auf die Pressefreiheit und die Grundrechte&#8221;, begründet ÖJC-Präsident Fred Turnheim die Solidarität des ÖJC mit WikiLeaks.</p>
<p>Mit  Online-Sperrungen will die US-amerikanische Luftwaffe laut ROG Soldaten und   Angestellte der Armee daran hindern, die veröffentlichten Dokumente des   Außenministeriums einzusehen. Nach Informationen des &#8220;Wall Street   Journal&#8221; ließ die Air Force den Zugang zu mindestens 25 Internetseiten   von Medien und Blogs blockieren. Damit sind unter anderem die   Online-Ausgaben von Zeitungen und Zeitschriften wie &#8220;The Guardian&#8221;, &#8220;Le   Monde&#8221;, &#8220;Der Spiegel&#8221; und &#8220;El País&#8221; ohne Sondergenehmigung nicht mehr   von Computern des Militärs aus zugänglich.</p>
<p>Zuvor hatte am 3.  Dezember das Weiße Haus die Bundesbehörden  angewiesen, Beschäftigten  nicht ohne Genehmigung den Zugriff auf die  Dokumente von  Arbeitscomputern aus zu erlauben. Wenige Stunden später  ließ die  Kongressbibliothek (Library of Congress) den Zugang zu  WikiLeaks von  ihren Computern aus sperren.&#8221; Die Zensurmaßnahmen sind eine  unverhältnismäßige und gefährliche  Antwort und verletzen das Recht auf  Informationsfreiheit&#8221;, so ROG. Mit  ihren Zensurmaßnahmen gerieten die  USA in die Nähe von autoritären  Staaten wie China, wo Seitensperrungen  Alltag sind.</p>
<p>In Ländern mit starker Online-Überwachung wie China  oder Thailand sind die Internetseiten von WikiLeaks seit  Veröffentlichung der Geheimdokumente laut ROG nicht mehr erreichbar. Pakistan hat Seiten der Internet-Plattform blockieren lassen, die Dokumente zu dem südasiatischen Land enthalten. Und in Marokko wurden laut ROG mehrere Zeitungsausgaben verboten, die über die  WikiLeaks-Veröffentlichungen berichtet hatten.</p>
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