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	<title>Elmar Leimgruber &#187; Ferrero</title>
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		<title>Die dreisteste Werbelüge des Jahres: foodwatch bläst zur Wahl</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Apr 2013 22:01:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist soweit: Ab sofort können die Verbraucher online einen Monat lang abstimmen, welches Unternehmen den Preis für die dreisteste Werbelüge des Jahres bei einem Kinderprodukt erhalten soll: Nominiert sind &#8220;Capri Sonne&#8221;, &#8220;Monster-Backe&#8221;, &#8220;Pom-Bär&#8221;, &#8220;Kosmostars&#8221; und &#8220;Paula&#8221;. Die Wahl zum Goldenen Windbeutel 2013 ist eröffnet. Mit der Kür der dreistesten Werbemasche bei Kinderprodukten in diesem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Bewerber-Goldener-Windbeutel2013.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-14760" title="Foodwatch: Bewerber-Goldener Windbeutel2013" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Bewerber-Goldener-Windbeutel2013-300x240.jpg" alt="" width="300" height="240" /></a>Es ist soweit: Ab sofort können die Verbraucher <a title="Goldener Windbeutel" href="http://www.goldener-windbeutel.de/die_wahl/index_ger.html" target="_blank">online</a> einen  Monat lang abstimmen, welches  Unternehmen den Preis für die dreisteste  <a title="Werbelüge" href="http://www.redakteur.cc/?s=werbel%C3%BCge" target="_blank">Werbelüge</a> des Jahres bei  einem Kinderprodukt erhalten soll: Nominiert sind &#8220;Capri Sonne&#8221;, &#8220;Monster-Backe&#8221;, &#8220;Pom-Bär&#8221;, &#8220;Kosmostars&#8221; und &#8220;Paula&#8221;.</p>
<p>Die Wahl zum  <a title="Goldener Windbeutel" href="http://www.redakteur.cc/?s=Windbeutel" target="_blank">Goldenen Windbeutel</a> 2013 ist eröffnet. Mit  der Kür der dreistesten Werbemasche bei Kinderprodukten in diesem  Jahr rückt die Verbraucherschutzorganisation <a title="Foodwatch" href="http://www.redakteur.cc/?s=foodwatch" target="_blank">foodwatch</a> das Thema Kinderlebensmittel in den Fokus.</p>
<p><span id="more-14755"></span></p>
<p>foodwatch vergibt den Goldenen  Windbeutel 2013 bereits zum fünften  Mal, in den vergangenen Jahren immer  als Negativpreis für die Werbelüge  des Jahres. 2012 entfiel eine  Mehrheit der fast 130.000 abgegebenen  Stimmen auf Hipp. Die vorherigen  &#8220;Preisträger&#8221; waren Ferrero (2011), Zott  (2010) und Danone (2009).</p>
<p>Während auf der einen Seite Fehlentwicklungen bei der Kinderernährung,    insbesondere grassierendes Übergewicht, beklagt werden, wird die    Lebensmittelindustrie nicht zur Verantwortung gezogen, kritisieren die  Verbraucherschützer. In einem   Marktcheck mit mehr als 1.500  Kinderprodukten hatte foodwatch 2012   nachgewiesen, dass drei Viertel  der gezielt an Kinder vermarkteten   Industrieprodukte süße und fettige  Snacks sind. Mit Werbung fast   ausschließlich für unausgewogene  Produkte verstärkt die   Lebensmittelindustrie diesen Trend &#8211;  gleichzeitig setzt sie darauf, die   Erziehungshoheit der Eltern zu  umgehen, indem sie Kinder über   Sportvereine, Schulen und Kindergärten  oder digitale Medien anspricht, kritisiert foodwatch:</p>
<p>&#8220;Kinder sind die Zielscheibe der perfidesten Webestrategien von Lebensmittelherstellern&#8221;, sagt Oliver Huizinga, Experte für Lebensmittelwerbung bei der Verbraucherorganisation foodwatch. &#8220;Mit  allen Mitteln versuchen die Unternehmen, den Einfluss der Eltern zu  umgehen und Kinder für jene Produkte anzufixen, die die höchsten  Gewinnmargen versprechen &#8211; und das sind nun einmal Süßigkeiten und  Snacks.&#8221;</p>
<p>Für den Goldenen Windbeutel 2013 hat foodwatch fünf Produkte nominiert:</p>
<p><strong>1. Capri-Sonne von Wild/SiSi-Werke, nominiert für Schul-Marketing und Sport-Schwindel:</strong> Für die Wasser-Zucker-Aroma-Mixtur mit ein bisschen Fruchtsaft setzt  Hersteller Wild auf die Nähe zum Sport: Er spricht Kinder bei  gesponserten Sport-Events an, vergibt ein eigenes Schwimmabzeichen.  Außerdem verbreitet Capri-Sonne Unterrichtsmaterial mit Markenlogo und  Lernaufgaben zum Produkt &#8211; indirekte Werbung an den Eltern vorbei.</p>
<p><strong>2. Monster-Backe Knister von Ehrmann für die Vermarktung überzuckerter Produkte als Spielzeug:</strong> Der Hersteller setzt alles daran, überzuckerte Produkte als Spielzeug  zu vermarkten. Bei all den Knister-, Blubber- oder  Zunge-Färb-Applikationen gerät schnell in Vergessenheit, dass der &#8220;Fun-  und Action-Joghurt&#8221; mit acht Stück Würfelzucker pro 135-Gramm-Becher  ganz einfach eine Süßigkeit ist.</p>
<p><strong>3. Pom-Bär von Funnyfrisch für ein Paradebeispiel scheinheiliger Werbebeschränkungen:</strong> Der Hersteller hat sich eine Selbstbeschränkung für  &#8220;verantwortungsvolles Marketing&#8221; auferlegt, die Werbung an Kinder unter  12 Jahren grundsätzlich ausschließt. Außer, wenn die Produkte besondere  Nährwert-Eigenschaften erfüllen. Diese Hürde überspringt nach  funnyfrischs kreativer Definition aber selbst der fettig-salzige  Pom-Bär-Snack (2,5 Prozent Salz, 28 Prozent Fett &#8211; und damit mehr als  fünf Mal so salzig und doppelt so fettig wie Pommes frites von  McDonald&#8217;s). Der wird mal eben als &#8220;kindgerecht&#8221; umgedeutet &#8211; und  kräftig weiter direkt an Kinder beworben.</p>
<p><strong>4. Nestlé Kosmostars für Zucker-Kleinrechen-Tricks:</strong> Laut Nestlé ein &#8220;vollwertiger Start in den Tag&#8221; mit &#8220;Vollkorngarantie&#8221; &#8211;  in Wahrheit schlicht eine Süßigkeit. &#8220;Weniger als 9 Gramm Zucker pro  Portion&#8221;, wirbt Nestlé für seine Kinder-Frühstücksflocken &#8211; rechnet die  &#8220;Portion&#8221; aber auf gerade einmal 30 Gramm klein. Tatsächlich stecken 25  Prozent Zucker in den Kosmostars, mehr zum Beispiel als in Butterkeksen.  Das stolz verkündete Zuckerreduktionsprogramm brachte nur eine  Verbesserung von sehr viel zu viel auf viel zu viel.</p>
<p><strong>5. Paula von Dr. Oetker für digitalen Kinderfang:</strong> Für den &#8220;Kuhflecken&#8221;-Pudding (mit 13 Prozent Zucker &#8211; mehr als in Dr.  Oetkers Schokopudding) schlägt der Hersteller eine wahre  Materialschlacht: Von Klingeltönen über eine iPhone-App bis  Online-Karaoke zum Auswendiglernen des Paula-Kinder-Raps aus dem  Werbespot. Höhepunkt: Internetspiele wie die &#8220;Flecken-Jagd&#8221;, bei der  virtuelle Paulas so viele Puddings wie möglich einsammeln sollen. Zur  Erinnerung: Kinder essen bereits doppelt so viele Süßigkeiten wie von  Ernährungsexperten empfohlen.</p>
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		<title>Wie aus Kindern Fastfood-Junkies werden</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Mar 2012 23:05:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/3_Kinderprodukte.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-12294" title="3_Kinderprodukte" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/3_Kinderprodukte-300x206.jpg" alt="" width="300" height="206" /></a>Wie medizinische Untersuchungen zeigen, leben Kinder vielfach ungesund und sind zudem oft übergewichtig, weil sie sich fehlerhaft ernähren. Und dies ist kein Zufall, sondern die Lebensmittelindustrie macht selbst Kinder schon zu Junkfood-Junkies. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie &#8220;Kinder kaufen&#8221; der Konsumentenschutzoganisation <a title="Foodwatch" href="http://www.redakteur.cc/?s=foodwatch" target="_blank">foodwatch</a>, welche 1500 Nahrungsmittel für Kinder mit den Kategorien der aid-Pyramide untersucht und bewertet hat. Mit dem industriellen Angebot an Kinderlebensmitteln ist demnach eine   ausgewogene Ernährung praktisch unmöglich, denn es besteht fast   ausschließlich aus Süßigkeiten und ungesunden Snacks.</p>
<p>Das Ergebnis: Fast drei Viertel der  Produkte (73,3 Prozent) fallen in die &#8220;rote&#8221; Kategorie an der Spitze der  Pyramide. Es handelt sich um süße und fette Snacks, die nach den  Empfehlungen des vom Bundesernährungsministerium geförderten &#8220;aid  infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz&#8221; nur &#8220;sparsam&#8221;  verzehrt werden sollten. Gerade einmal 12,4 Prozent der Produkte können  der grünen Kategorie an der Basis der Pyramide zugeordnet werden &#8211;  solche Lebensmittel sollten Kinder eigentlich &#8220;reichlich&#8221; verzehren. Die Hersteller  stellen also die Ernährungspyramide auf den Kopf: Ihre Produktpalette im  Kinder-Segment entspricht ziemlich genau dem Gegenteil der  ernährungsphysiologischen Empfehlungen.<span id="more-12287"></span></p>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/6_So-sollten-sich-Kinder-ernaehren.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-12293" title="6_So-sollten-sich-Kinder-ernaehren" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/6_So-sollten-sich-Kinder-ernaehren-300x213.jpg" alt="" width="300" height="213" /></a>&#8220;Die Industrie will Kinder so früh wie möglich auf ungesundes Junkfood  programmieren&#8221;, sagt Anne Markwardt von foodwatch. &#8220;Dafür gibt es einen  logischen Grund: Mit Obst und Gemüse lässt sich nur wenig Profit machen &#8211;  mit Junkfood und Soft Drinks schon mehr. Es lohnt sich ganz einfach  nicht, gesunde Produkte ans Kind zu bringen.&#8221; Während die Hersteller mit  Obst und Gemüse Margen von weniger als 5 Prozent erzielen, erreichen  sie bei Süßwaren, Soft Drinks und Snacks Umsatzrenditen von 15 Prozent  und mehr. Entgegen dem von vielen Unternehmen formulierten Anspruch,  einen Beitrag zur ausgewogenen Ernährung von Kindern zu leisten, haben  sie betriebswirtschaftlich größtes Interesse daran, möglichst viele  unausgewogene Produkte zu verkaufen.</p>
<p>&#8220;Die Unternehmen tragen eine erhebliche Mitverantwortung für die  grassierende Fehlernährung von Kindern&#8221;, sagt Anne Markwardt von  foodwatch. &#8220;Die Lebensmittelindustrie ist nicht Teil der Lösung, sondern  Kern des Problems, weil sie Kindern massenhaft Junkfood aufdrängt und  sie zur falschen Ernährung verführt.&#8221; Dass sich Kinder in Deutschland  nicht gesund und ausgewogen ernähren, ist wissenschaftlich belegt: Kinder essen nur die Hälfte der empfohlenen Menge an Obst und Gemüse,  aber weit mehr als 200 Prozent der empfohlenen Menge an Süßwaren, Snacks  und Soft Drinks.</p>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/7_Angebot-Kinderlebensmittel.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-12292" title="7_Angebot-Kinderlebensmittel" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/7_Angebot-Kinderlebensmittel-300x213.jpg" alt="" width="300" height="213" /></a>Der Anteil übergewichtiger Kinder ist im Vergleich zu den 80er- und  90er-Jahren um 50 Prozent gestiegen. Heute gelten 15 Prozent der Kinder  als zu dick, 6 Prozent sogar als fettleibig (adipös). Folgen sind erhöhte Risiken für Diabetes, Herzkreislauf- und andere  schwerwiegende Krankheiten. Ein Prozent der Kinder leidet heute bereits  an Altersdiabetes. Mit perfiden Strategien versuchen die Unternehmen, Kinder so früh wie  möglich an die eigene Marke zu binden und in jungen Jahren  Geschmacksprägung möglichst für ein ganzes Leben zu erreichen.</p>
<p>Gleichzeitig treten Vertreter der Süßwaren-Konzerne auf Kongressen als  Experten für gesunde Kinderernährung auf und dienen sich dem Staat,  Sportverbänden, Schulen und sogar Kindergärten als Partner für  Anti-Übergewichtsprogramme und Bewegungsinitiativen an. &#8220;Der  Bock macht sich selbst zum Kindergärtner&#8221;, so Anne Markwardt von  foodwatch. &#8220;Wir dürfen nicht mehr darauf hereinfallen, wenn sich  Unternehmen, deren Ziel gar nicht anders lauten kann als immer mehr  Süßwaren und Junkfood zu verkaufen, zum Ratgeber in Sachen gesunder  Ernährung aufschwingen: Das sind scheinheilige Alibi- und  Ablenkungsmaßnahmen, die nicht viel kosten. Jedenfalls weniger, als die  omnipräsenten Junkfood-Produkte derselben Hersteller einspielen, die  selbst in Schulen ,Kauf mich&#8217; schreien. Es ist doch kein Zufall, dass  die ganzen Comicfiguren und Gimmicks nicht zum Verzehr von ungezuckerten  Haferflocken, sondern von pappsüßen Crispy-Pops verführen sollen.&#8221;</p>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/1_Uebergewicht-bei-Kindern-und-Jugendlichen.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-12295" title="1_Uebergewicht-bei-Kindern-und-Jugendlichen" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/1_Uebergewicht-bei-Kindern-und-Jugendlichen-233x300.jpg" alt="" width="233" height="300" /></a>Auch der Staat versagt beim Thema gesunde Kinderernährung. Anstelle  klarer Vorgaben für die Hersteller bindet die Bundesregierung die  Junkfood-Industrie in ihre Initiativen und Aktionspläne gegen  Übergewicht ein. So hat das Bundesernährungsministerium die &#8220;Plattform  Ernährung und Bewegung&#8221; (peb) initiiert, die sich dadurch auszeichnet,  vor allem den angeblichen Bewegungsmangel und nicht die schlechte  Ernährung von Kindern als Ursache für Übergewicht zu benennen.  Prominente Mitglieder von peb: Coca-Cola, Ferrero, der Bundesverband der  Deutschen Süßwarenindustrie, McDonald&#8217;s, die Wirtschaftliche  Vereinigung Zucker, PepsiCo, Mars &#8211; Firmen, die kein Interesse an  gesunder Ernährung, sondern am Verkauf von Snacks, Junkfood und Soft  Drinks haben.</p>
<p>foodwatch fordert daher:<br />
Die Lebensmittelindustrie muss dort Verantwortung übernehmen, wo ihre  Verantwortung tatsächlich liegt: Nicht in PR-trächtigen Alibi-Maßnahmen  wie Bewegungsinitiativen und Ernährungstipps für den Schulunterricht,  sondern in der Produktion ausgewogener Kinderlebensmittel. Die  Verantwortung für die Fehlernährung von Kindern kann nicht allein auf  Eltern abgewälzt werden. Produkte, die nicht ausgewogen sein können (wie Süßigkeiten), dürfen  nicht länger als Kinderprodukte beworben und mit Comicfiguren,  Spielzeugbeigaben, Gewinnspielen oder Idolen direkt an Kinder vermarktet  werden. Schulen und Kindergärten müssen werbe- und PR-freie Räume werden. Die Junkfood-Industrie ist kein geeigneter Partner für den Staat, für  Schulen und für Sportverbände wie den Deutschen Fußball-Bund (DFB).  Sponsoring-Partnerschaften und gemeinsame Programme zur  Bewegungsförderung oder Übergewichts-Bekämpfung dienen den Unternehmen  als Ablasshandel und müssen beendet werden.</p>
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		<title>foodwatch fordert: Becel pro activ in die Apotheke</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 23:02:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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<dl id="attachment_11097" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Becel_foodwatch.jpg"><img class="size-medium wp-image-11097 " title="Becel_foodwatch" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Becel_foodwatch-300x214.jpg" alt="" width="240" height="171" /></a></dt>
<h4 class="wp-caption-dd">Becel pro aktiv<br />
Foto: foodwatch</h4>
</dl>
</div>
<p>Nach ihrem Kampf unter anderem gegen Danone und Ferrero sagt die deutsche Verbraucherorganisation foodwatch nun Unilever den Kampf an: Ihr &#8220;Becel pro aktiv&#8221; verführe als cholesterinsenkende Margarine zu einer unkontrollierten Selbstmedikation mit unklaren Risiken und Nebenwirkungen. Die Verbraucherorganisation foodwatch fordert daher den Verkaufsstopp von Becel pro.activ im Supermarkt und hat hierfür <a title="Infos und Mailaktion gegen Unilever" href="http://www.abgespeist.de/becel_proactiv/index_ger.html" target="_blank">online eine  E-Mail-Aktion</a> an Unilever gestartet, bei der Verbraucher den Konzern  auffordern können, das Produkt aus dem Supermarktregal zu nehmen.</p>
<p>foodwatch fordert auch Hersteller anderer cholesterinsenkender  Produkte auf, diese als Medikament zu behandeln und nicht länger frei  als Lebensmittel zu verkaufen. Dazu gehören Deli Reform Active  von den  Walter Rau Lebensmittelwerken, Benecol von Emmi sowie Danacol von  Danone.<span id="more-11093"></span></p>
<p>Zu Becel pro aktiv: „Der gesundheitliche Nutzen ist nicht belegt, es gibt Hinweise auf beträchtliche Risiken und nicht zuletzt empfehlen das Bundesinstitut für Risikobewertung und die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA allen gesunden Menschen ohne erhöhten Cholesterinspiegel ausdrücklich, solche Produkte zu meiden“, erklärte Oliver Huizinga von foodwatch: „Becel pro.activ sollte nur auf ärztliche Empfehlung in der Apotheke abgegeben werden. Unilever sollte den freien Verkauf an Jedermann im Supermarkt stoppen und ein Zulassungsverfahren als Medikament anstrengen, damit die nach dem Arzneimittelrecht zuständigen Behörden den gesundheitlichen Nutzen sowie die Risiken und Nebenwirkungen beurteilen können.“</p>
<p>Becel pro.activ sind hochkonzentriert pflanzliche Phytosterine zugesetzt, bestimmte chemische Verbindungen, die praktisch baugleich sind mit Cholesterin. Unilever hat nachgewiesen, dass sie das „schlechte“ LDL-Cholesterin im Blut senken können. Doch Wirkung ist nicht gleich Nutzen, sagt foodwatch: Ob eine durch Pflanzensterine bewirkte Senkung des Cholesterinspiegels auch das Risiko für Herzinfarkte senkt, ist nicht belegt, anders als bei cholesterinsenkenden Arzneimitteln. In der Beeinflussung von Blut-Laborwerten allein jedoch liegt noch kein gesundheitlicher Nutzen. Im Gegenteil gibt es in Studien Hinweise auf erhebliche Nebenwirkungen von Pflanzensterinen. Diese könnten das Risiko für Herzerkrankungen sogar erhöhen, anstatt es zu senken, indem sie verursachen, was sie eigentlich verhindern sollen: Ablagerungen in Gefäßen. Im Herbst 2010 stellten Wissenschaftler in den Niederlanden außerdem erstmals vergrößerte Venenim menschlichen Auge durch Pflanzensterine fest – auch dies könnte für erhöhtes Infarktrisiko sprechen, was dringend eingehend erforscht werden sollte, fordern die Konsumentenschützer.</p>
<p>In Übereinstimmung mit der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA rät das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), „dass der Verzehr von Lebensmitteln mit Phytosterinen von gesunden Menschen, die keinen erhöhten Cholesterinspiegel haben, ausdrücklich vermieden werden sollte“. Dazu Oliver Huizinga: „Wenn das staatliche Bundesinstitut für Risikobewertung und sogar die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde so eindeutig vor dem Verzehr warnen, sollte sich Verbraucherministerin Ilse Aigner dafür einsetzen, dass medikamentenähnliche Lebensmittel wie Becel pro.activ nicht mehr frei im Supermarkt verkauft werden dürfen. Das Beispiel zeigt, dass man den Gesundheitsschutz nicht der Lebensmittelindustrie überlassen darf.“</p>
<p>Bisher ist gesetzlich zwar ein Hinweis auf der Verpackung vorgeschrieben, dass Lebensmittel mit Pflanzensterinzusatz für Personen gedacht sind, die ihren Cholesterinspiegel senken möchten. So steht auch auf der Becel-pro.activ-Verpackung im Kleingedruckten: „Exklusiv bestimmt für Personen mit überhöhtem Cholesterinspiegel.“ In seiner Werbung jedoch suggeriert der Konzern, mit der Margarine könnte praktisch Jedermann, der nur „ein wenig besorgt“ über seinen Cholesterinspiegel ist, vorsorglich – eben „pro activ“ – etwas Gutes für seine Gesundheit tun. Oliver Huizinga: „Wer sich Sorgen über seinen Cholesterinspiegel macht, sollte zum Arzt gehen und nicht in den Supermarkt – und zu Risiken und Nebenwirkungen fragt man auch besser nicht Unilever, dort redet man über diesen Aspekt von Becel pro.activ nämlich nicht so gerne.“</p>
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		<title>Ferreros Milchschnitte ist Werbelüge des Jahres</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jun 2011 22:04:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die &#8220;Milch-Schnitte&#8221; von Ferrero wurde von Konsumenten zur dreistesten Werbelüge des Jahres gewählt. Vertreter der Konsumentenschutzorganisation foodwatch begaben sich daher zum deutschen Firmengelände des italienischen Süßwarenproduzenten, um ihm den Goldenen Windbeutel 2011 zu überreichen. Die Annahme wurde verweigert. Laut Werbung eine leichte Zwischenmahlzeit, tatsächlich aber schwerer als Schoko-Sahnetorte: Zehntausende Verbraucher haben die &#8220;Milch-Schnitte&#8221; bei einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Header_Milchschnitte_final_fw.de_ger.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-9685" title="Header_Milchschnitte_final_fw.de_ger" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Header_Milchschnitte_final_fw.de_ger-300x235.jpg" alt="" width="300" height="235" /></a>Die &#8220;Milch-Schnitte&#8221; von Ferrero wurde von Konsumenten zur dreistesten Werbelüge des Jahres gewählt. Vertreter der Konsumentenschutzorganisation <a title="Foodwatch" href="http://www.redakteur.cc/?s=foodwatch" target="_blank">foodwatch</a> begaben sich daher zum deutschen Firmengelände des italienischen Süßwarenproduzenten, um ihm den Goldenen Windbeutel 2011 zu überreichen. Die Annahme wurde verweigert.</p>
<p>Laut  Werbung eine leichte Zwischenmahlzeit, tatsächlich aber schwerer als  Schoko-Sahnetorte: Zehntausende Verbraucher haben die &#8220;Milch-Schnitte&#8221; bei einer Online-Abstimmung auf <a href="http://www.abgespeist.de%20/">www.abgespeist.de</a> zur Werbelüge des Jahres 2011 gewählt. Der dreisteste Fall von  Etikettenschwindel geht damit in diesem Jahr auf das Konto von Ferrero.<span id="more-9682"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_9686" class="wp-caption alignright" style="width: 191px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/02_Goldener-Windbeutel-foodwatch1_ger.jpg"><img class="size-medium wp-image-9686 " title="2011_windbeutel" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/02_Goldener-Windbeutel-foodwatch1_ger-181x300.jpg" alt="" width="181" height="300" /></a></dt>
<h4 class="wp-caption-dd">Foodwatch vor dem deutschen Firmengelände von Ferrero mit dem Goldenen Windbeutel für die dreistete Werbelüge des Jahres<br />
Foto: foodwatch</h4>
</dl>
</div>
<p>&#8220;Die <a title="Foodwatch gegen Ferrero und Milka" href="http://www.redakteur.cc/foodwatch-gegen-junk-food/" target="_blank">&#8220;Milch-Schnitte&#8221;</a> hat mehr  Zucker, mehr Fett und mehr Kalorien als Schoko-Sahnetorte &#8211; die  Ferrero-Manager täuschen ihre Kunden nach Strich und Faden, wenn sie ein  solches Produkt als sportlich-leichte Zwischenmahlzeit bewerben&#8221;,  kritisiert Anne Markwardt, Leiterin der foodwatch-Kampagne gegen  Etikettenschwindel. &#8220;Mit einer so krass irreführenden Werbung trägt  Ferrero eine erhebliche Mitverantwortung dafür, dass in Deutschland  bereits 15 Prozent der Kinder als übergewichtig gelten.&#8221; Ferrero bewirbt  die Milch-Schnitte mit dem Slogan &#8220;Schmeckt leicht. Belastet nicht.  Ideal für zwischendurch&#8221; und mit der Unterstützung wechselnder  Spitzensportler. Tatsächlich ist das Produkt mit einem Zucker- und  Fettgehalt von insgesamt rund 60 Prozent alles andere als sportlich oder  leicht, so Foodwatch.</p>
<p>117.688 Verbraucher haben bei der Wahl zum Goldenen Windbeutel 2011 ihre Stimme abgegeben. Das Ergebnis:</p>
<p>1. Platz/Goldener Windbeutel: &#8220;Milch-Schnitte&#8221; von Ferrero (51.139 Stimmen/43,5 Prozent)<br />
2. Platz: <a title="Das Activia-Märchen" href="http://www.redakteur.cc/foodwatch-und-das-activia-marchen/" target="_blank">&#8220;Activia&#8221;</a> von Danone (33.981 Stimmen/ 28,9 Prozent)<br />
3. Platz: &#8220;nimm2&#8243; von Storck (18.932 Stimmen/ 16,1 Prozent)<br />
4. Platz: &#8220;Ferdi Fuchs Mini-Würstchen&#8221; von Stockmeyer (6.887 Stimmen/ 5,9 Prozent)<br />
5. Platz: &#8220;Schlemmertöpfchen Feine Gürkchen&#8221; von Kühne (6.749 Stimmen/ 5,7 Prozent)</p>
<p>Die Wahl lief vom 16. Mai bis zum 16. Juni 2011 auf <a href="http://www.abgespeist.de/">www.abgespeist.de</a>.  Mit diesem Portal entlarvt foodwatch die legalen Werbelügen der  Lebensmittelhersteller anhand konkreter Beispiele. Verbraucher können  über die Internetseite Beschwerde-E-Mails direkt an die Hersteller  senden, Ferrero zum Gewinn des Goldenen Windbeutels 2011 &#8220;gratulieren&#8221;  und das Unternehmen zur Änderung seiner Werbepraktik auffordern. Im Jahr 2010 hatte die Molkerei Zott den Goldenen Windbeutel für ihren  <a title="Werbelüge: Monte von Zott" href="http://www.redakteur.cc/verbraucher-finden-monte-von-zott-ist-dreisteste-werbeluge-des-jahres/" target="_blank">&#8220;Monte Drink&#8221;</a> erhalten, 2009 wählten die Verbraucher Danones  probiotischen Joghurt <a title="Actimel schützt die Abwehrkräfte?" href="http://www.redakteur.cc/wahrheitsgehalt-werbung/" target="_blank">&#8220;Actimel&#8221;</a> zur Werbelüge des Jahres.</p>
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		<title>Foodwatch bläst zum Sturm gegen Milka, Nutella und Milchschnitte</title>
		<link>http://www.redakteur.cc/foodwatch-gegen-junk-food/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 May 2011 22:03:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vergleich: Milchschnitte und Schoko-Sahne-Torte Grafik: foodwatch.de Die Verbraucherorganisation foodwatch bläst zum Sturm gegen die Werbung von Spitzensportlern für Junk-Food. &#8220;Mit einem sportlichen Image lassen sich schnöde Süßigkeiten offenbar besser verkaufen. Vor allem Ferrero hat diese Marketingstrategie perfektioniert, als handle es sich dabei um eine olympische Disziplin&#8221;, kritisiert Anne Markwardt, Leiterin der foodwatch-Kampagne abgespeist.de gegen Etikettenschwindel: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_9286" class="wp-caption alignright" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/008_milchschnitte_tortenvergleich_72dpi_ger.jpg"><img class="size-medium wp-image-9286 " title="008_milchschnitte_tortenvergleich_72dpi_ger" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/008_milchschnitte_tortenvergleich_72dpi_ger-300x234.jpg" alt="" width="300" height="234" /></a></dt>
<h4 class="wp-caption-dd">Vergleich: Milchschnitte und Schoko-Sahne-Torte<br />
Grafik: foodwatch.de</h4>
</dl>
</div>
<p>Die Verbraucherorganisation foodwatch bläst zum Sturm gegen die Werbung von  Spitzensportlern für Junk-Food. &#8220;Mit einem sportlichen Image  lassen sich schnöde Süßigkeiten offenbar besser verkaufen. Vor allem  Ferrero hat diese Marketingstrategie perfektioniert, als handle es sich  dabei um eine olympische Disziplin&#8221;, kritisiert Anne Markwardt,  Leiterin der foodwatch-Kampagne abgespeist.de gegen Etikettenschwindel: Die Sport-Stars lassen sich von der Lebensmittelindustrie vor den Karren spannen. Doch &#8220;Werbung und Wirklichkeit klaffen weit  auseinander: Wenn Milchschnitte  eine leichte Zwischenmahlzeit ist, dann  ist Schoko-Sahne-Torte das  perfekte Diätprodukt &#8220;, erklärt Markwardt.<span id="more-9283"></span></p>
<p>Ganz oben auf dem Podium in der Kategorie irreführend-sportliche  Werbung steht laut foodwatch die Milch-Schnitte. Ferrero verkauft sie als  &#8220;Zwischenmahlzeit&#8221;, die Werbetrommel rühren dabei Box-Weltmeisterin Susianna  Kentikian sowie die Sportkletterer Alexander und Thomas Huber  (&#8220;Huberbuam&#8221;). Das sportliche Image unterstreicht der Slogan: &#8220;Schmeckt  leicht. Belastet nicht. Ideal für zwischendurch.&#8221;  Tatsächlich besteht  die Milch-Schnitte jedoch zu etwa 60 Prozent aus Fett und Zucker, betont foodwatch: Sie  enthält wesentlich mehr Zucker, wesentlich mehr Fett und wesentlich mehr  Kalorien als zum Beispiel ein Stück Schokoladen-Sahne-Festtagstorte von  Coppenrath &amp; Wiese.</p>
<p>Besonders stört foodwatch auch die Empfehlung  der Milchschnitte durch das „Institut für Sporternährung e.V.“ aus Bad Nauheim, was beim hohen Fett- und Zuckeranteil verwundere: &#8220;Die Doktoren empfehlen übrigens auch Nutella zum Frühstück. Klingt, als wären die Sportfreunde aus Bad Nauheim echte Ferrero-Fans.&#8221; Die Konsumentenschützer werfen dem Süsswarenhersteller zudem Auskunftverweigerung, was die effektiven Zutaten betrifft, vor. Kompakte Informationen von foodwatch zur Milchschnitte sind <a title="foodwatch-Kompaktinfo: Milchschnitte" href="http://www.abgespeist.de/abgespeist/content/e10875/e10876/kompaktinfomilch-schnitte_20110429_final_ger.pdf" target="_blank">hier</a> abrufbar, Fragen und Antworten des Herstellers Ferrero zum Produkt <a title="Ferrero Milchschnitte" href="http://www.ferrero.de/#/ms" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>Was Susi Kentikian und die &#8220;Huberbuam&#8221; für Ferrero sind, ist Skifahrerin  Maria Riesch für Milka (Kraft Foods) &#8211; es sei auffällig, dass viele Sportler  ausgerechnet für Produkte Werbung machen, die nicht gerade ausgewogen  sind, erklärt foodwatch. Besonders begehrte Junk-Food-Werbepaten sind Fußballstars. Die  Nationalelf wirbt für Nutella (ebenfalls Ferrero), Thomas Müller für  Bifi und Müllermilch Schoko, Bastian Schweinsteiger für Chipsfrisch von  funny-frisch und René Adler für <a title="Monte von Zott als Werbelüge des Jahres" href="http://www.redakteur.cc/verbraucher-finden-monte-von-zott-ist-dreisteste-werbeluge-des-jahres/" target="_blank">Zott Monte</a> &#8211; allesamt hochgradig  verarbeitete Produkte, die sich vor allem durch zu hohe Zucker-, Fett-  oder Salzgehalte auszeichnen. &#8220;Gerade Kindern wird so von ihren größten  Helden vermittelt, dass Schoko, Chips und Wurst besonders begehrenswert  sind und gut zu einem sportlichen Lebensstil passen. Dabei essen die  meisten deutschen Kinder schon zu viele Süßigkeiten und zu viel Fleisch,  aber zu wenig Obst und Gemüse. Ihrer Vorbildfunktion für Kinder werden  die Sportler nicht im Geringsten gerecht&#8221;, kritisiert Anne Markwardt von  foodwatch.</p>
<p>Mit sportlichen Werbefiguren lassen sich Kartoffelchips, Wurst, zuckrige Milchgetränke und andere Süßigkeiten offenbar besser verkaufen.<br />
Traurig sei, dass die Sportler ihre Vorbildfunktion nicht ernst zu nehmen scheinen – als Sympathieträger genießen sie besonders bei Kindern und Jugendlichen großes Vertrauen. Doch als Maskottchen für ganz und gar nicht ausgewogene Lebensmittel werden Sie dieser Verantwortung nicht gerecht – im Gegenteil. Sie kurbeln im Auftrag der Konzerne die Verkaufszahlen für deren Produkte an. Es sei armselig, dass sich Konzerne wie Ferrero mit Hilfe von Sportlern ein besseres Image erkaufen können, so foodwatch.</p>
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		<title>Über gesunde und moralische Nikolos</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Nov 2010 23:06:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Sieger-Nikolo von EZA Foto: © Greenpeace/Georg Mayer Nur zwei von 23 Nikolaus-Hohlfiguren sind bei Ökologie, Tierschutz und sozialen Aspekten uneingeschränkt empfehlenswert. Die anderen schneiden bei einem oder mehreren Kriterien mit &#8220;Kritisch&#8221; oder &#8220;Ungenügend&#8221; ab.  Zu diesem Ergebnis kommt der Greenpeace-Online-Ratgeber marktcheck.at. Greenpeace stellt demnach Schoko-Nikolaus-Herstellern die Rute ins Fenster. Alle konventionellen Nikolos aus Milchschokolade [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4 class="mceTemp">
<dl id="attachment_7627" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/EZA-Nikolo_Greenpeace_Georg-Mayer.jpg"><img class="size-medium wp-image-7627" title="EZA-Nikolo_Greenpeace_Georg Mayer" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/EZA-Nikolo_Greenpeace_Georg-Mayer-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Der Sieger-Nikolo von EZA<br />
Foto: © Greenpeace/Georg Mayer</dd>
</dl>
</h4>
<p>Nur zwei von 23 Nikolaus-Hohlfiguren sind bei Ökologie, Tierschutz und sozialen Aspekten uneingeschränkt empfehlenswert. Die anderen schneiden bei einem oder mehreren Kriterien mit &#8220;Kritisch&#8221; oder &#8220;Ungenügend&#8221; ab.  Zu diesem Ergebnis kommt der Greenpeace-Online-Ratgeber marktcheck.at. Greenpeace stellt demnach Schoko-Nikolaus-Herstellern die Rute ins Fenster.</p>
<p>Alle konventionellen Nikolos aus Milchschokolade enthalten Milchpulver von Kühen, die Gentech-Futter gefressen haben, behauptet Greenpeace. Zudem stammten die Kühe, von denen das Milchpulver kommt, häufig aus Massentierhaltung und der in den Nikolos enthalte Kakao werde unter unfairen Bedingungen hergestellt, weshalb solche Schoko-Nikolos bei Tierschutz und bei sozialen Aspekten nur ein &#8220;Ungenügend&#8221; erzielen, so Greenpeace.<span id="more-7618"></span></p>
<p>&#8220;Bei der Recherche der Produkte versuchen wir von den Schokoladeproduzenten immer Informationen zur Herstellung und über die Zutaten zu erhalten. Viele Firmen reagieren entweder gar nicht oder wissen nicht einmal, wo ihre Zutaten herkommen und wie diese hergestellt werden&#8221;, kritisiert Greenpeace-Konsumentensprecherin Claudia Sprinz.</p>
<p>&#8220;Die meisten der für die verschiedenen Marken verantwortlichen Firmen kennen das Problem schon lange. Kein einziges Unternehmen hat bisher die Schokoladeprodukte auf gentechnikfreies Milchpulver umgestellt. Sie ignorieren also bereits seit Jahren die Bedürfnisse der österreichischen Konsumenten und Konsumentinnen&#8221;, ärgert sich Claudia Sprinz. Dabei lehnten neunzig Prozent der Österreicher und Österreicherinnen Gentechnik in Lebensmitteln jedoch strikt ab, weshalb fast die gesamte österreichische Trinkmilch mittlerweile gentechnikfrei sei.</p>
<p>&#8220;Für das Nikolaus-Sackerl empfehlen wir daher aus all diesen Gründen nur den EZA Bio Nikolo und den EZA Bio Weihnachtsmann. Beide schneiden bei Ökologie und Tierschutz &#8216;Gut&#8217; und bei sozialen Aspekten mit &#8216;Hervorragend&#8217; ab&#8221;, empfiehlt Sprinz den Konsumenten und Konsumentinnen abschließend.</p>
<p>Im Friedel Weihnachtsmann, im Hauswirth Nikolo, im Hosta Choco Nippon Weihnachtsmann und im Riegelein Schoko-Nikolo ist der problematische Emulgator E 476 also Polyglycerin-Polyricinoleat enthalten. Untersuchungen haben gezeigt, dass diese Substanz bei Tierversuchen in höheren Dosen zu Nieren- und Lebervergrößerungen geführt hat. Die erlaubte tägliche Höchstmenge kann beim Genuss von <a title="Schokolade macht glücklich" href="http://www.redakteur.cc/be-happy-with-a-stucki-schocki/" target="_blank">Schokolade</a> leicht erreicht &#8211; und bei Kindern gar überschritten werden. &#8220;In der Nikolaus-Schokolade anderer Hersteller ist dieser<br />
Zusatzstoff nicht enthalten. Man sieht also, dass er leicht durch harmlose Zutaten ersetzt werden kann. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum manche Firmen diese problematischen Zutaten immer noch verarbeiten&#8221;, sagt Sprinz.</p>
<p>Bei einigen Nikolos besteht zudem der Verdacht, dass es sich beim eingesetzten pflanzlichen Fett um Palmöl handelt. Es stammt zumeist aus Indonesien, wo großflächig Urwälder gerodet werden, nur um Palmöl-Plantagen anzulegen. Durch den Verlust der Urwälder geht auch der Lebensraum der bedrohten Orang-Utans verloren.</p>
<p>Untersucht wurden Schoko-Nikolos der Marken After Eight, Confiserie de Fries, EZA, Favorina, Ferrero, Friedel, Hauswirth, Heindl, Hosta, Lindt, Manner, Milka, Moser Roth, Nestlé, Riegelein, Rosengarten, Suchard und Vantastic Foods.</p>
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