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	<title>Elmar Leimgruber &#187; Erbschaften</title>
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		<title>Weltspartag: 10 Prozent besitzen 54 Prozent des gesamten Vermögens</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Oct 2011 22:04:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Geld-IMG_1481.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-10967" title="Geld IMG_1481" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Geld-IMG_1481-300x209.jpg" alt="" width="300" height="209" /></a>Eine wenig erfreuliche Info zum Weltspartag 2011, der alljährlich am heutigen 31. Oktober begangen wird, bietet in diesem Jahr die österreichische <a title="Beiträge über Armut bei redakteur.cc" href="http://www.redakteur.cc/?s=Armut" target="_blank">Armut</a>skonferenz: Die reichsten 10 Prozent der  Bevölkerung besitzen über 54 Prozent des gesamten Geldvermögens. Wenn also berichtet wurde, dass jeder Österreicher durchschnittlich um die 50.000 Euro an Geldvermögen besitzt, so stimmt dies so nicht, so die Armutskonferenz. Insgesamt hätten nur zwei Prozent der Sparkonten Einlagen über 50.000       Euro.</p>
<p>Die soziale Ungleichheit wird in und nach Wirtschaftskrisen größer, wie  der renommierte britische Sozialwissenschafter Tony Atkinson anhand von  vierzig Wirtschaftskrisen beobachtet hat. Der World Wealth Report  berichtet bereits wieder von einem Anstieg des Reichtums der Reichsten  um 8%, bei gleichzeitiger Armut und Arbeitslosigkeit. &#8220;Wir sehen eine zunehmende Ungleichheit innerhalb der Arbeitseinkommen und gleichzeitig eine wachsende Schere durch wieder steigende Vermögenseinkommen bei wenigen ganz oben.&#8221;, so die Armutskonferenz, welche Daten der Österreichischen Nationalbank (ÖNB) zitiert:<span id="more-10961"></span></p>
<p>&#8220;Über zwei Drittel besitzen keine nennenswerten Geldvermögen. Die Hälfte der privaten Haushalte verfügt gar nur über 8% des gesamten Geldvermögens&#8221;. Das reichste Prozent (1%) der Haushalte hält demnach 27% des gesamten Geldvermögens. Und das oberste Promill (0,1%) besitzt 8% des Gesamtgeldvermögens. Das entspricht der gesamten unteren Hälfte aller Haushalte, die ebenfalls über 8% des Geldvermögens verfügt.Das Immobilienvermögen privater Haushalte in Österreich beträgt rund 880  Mrd. Euro. 10 Prozent der Österreicher besitzen 61 Prozent von diesem  Vermögen (530 Mrd. Euro). 40 Prozent der Menschen in Österreich besitzen  gar keine Immobilie. Nur 3 Prozent der Haushalte in Österreich besitzen  Anteile an GmbHs, deren Gesamtwert 18,6 Mrd. Euro beträgt. Innerhalb  dieser Gruppe ist der Besitz stark auf eine kleine Personengruppe  konzentriert: 10 Prozent der Anteilhaber besitzen 92 Prozent der  Anteile.</p>
<p>&#8220;Der Gini-Koeffizient zur Ungleichheit der Geldvermögensverteilung in Österreich beträgt 0,66 und &#8220;liegt damit im internationalen Vergleich eher hoch&#8221; so die Armutskonferenz. Der Gini-Koeffizient, ein Maß für Ungleichheit zwischen 0 und 1 (0 heißt alle haben genau gleich viel, 1 heißt einer hat alles) beträgt bei den Haushaltseinkommen europaweit geringe 0,33. Bei den Geldvermögen springt der Gini-Koeffizient auf hohe 0,66 hinauf, bei Immobilienvermögen auf 0,76, bei Unternehmensbeteiligungen auf 0,88 und bei der angeblichen Mittelschichtssache &#8220;Erbschaften&#8221; auf 0,94.</p>
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		<title>Über die &#8220;Gesundheit&#8221; von &#8220;gerechten Gesellschaften&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Nov 2010 22:03:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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<dl id="attachment_7358" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/IMG_7884001k.jpg"><img class="size-medium wp-image-7358 " title="IMG_7884001k" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/IMG_7884001k-300x199.jpg" alt="" width="240" height="159" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">WIFO-Chef Karl Aiginger<br />
Foto: © Leimgruber</dd>
</dl>
</h4>
<p>Gesellschaften mit geringeren Unterschieden in der Bildung haben eine höhere Lebenserwartung, ein höheres Wachstum und auch mehr Beschäftigung. Dies erklärte der Leiter des Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO), Karl Aiginger bei der Sozialstaatsenqueste zum Thema &#8220;Sind gerechtere Gesellschaften gesünder ?&#8221; im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger. &#8220;Eine Erhöhung der Bildungschancen verringert die Einkommensdifferenzen, senkt die Gesundheitskosten, erhöht die Lebenserwartung und sichert die Beschäftigung. Den dadurch gewonnenen Vorteil hat die gesamte Gesellschaft und langfristig profitieren davon auch die Bezieher höherer Einkommen&#8221;, erklärte der WIFO-Chef.<span id="more-7447"></span></p>
<p>&#8220;Erbschaften und Vermögen bestimmen mehr als das Einkommen aus Beschäftigung über die individuelle Position in der Verteilungshierarchie&#8221; betonte Giacomo Corneo von der Freien Universität Berlin. Für Kontinentaleuropa (hier besonders für Grossbritannien) gelte, dass das Privatvermögen in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) stärker steigt und die Einkommenskonzentration zunimmt. Diese Zunahme der Ungleichheit sieht Corneo durch die Entwicklung von Vermögen und Erbschaften zu einem Großteil mitbestimmt.</p>
<p>&#8220;In jenen Ländern, in denen die Einkommen gerechter verteilt sind (allen voran in den nordischen Ländern), gibt es weniger psychische Erkrankungen, weniger Alkohol-  und Drogensucht, eine geringe Säuglingssterblichkeit, weniger Fettleibigkeit, weniger Teenager-Schwangerschaften, eine geringere Selbstmordrate und weniger Gefängnisstrafen&#8221;. Dies behauptete <a title="Richard Wilkinson" href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=Richard%20Wilkinson&amp;tag=elmarswunderb-21&amp;index=books&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">Richard Wilkinson</a>, Co-Autor des Buches <a title="Richard Wilkinson: The Spirit Level" href="http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FSpirit-Level-Equality-Societies-Stronger%2Fdp%2F1608190366%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks-intl-de%26qid%3D1289011636%26sr%3D1-2&amp;site-redirect=de&amp;tag=elmarswunderb-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">&#8220;The Spirit Level&#8221;</a> bei der Tagung.<br />
Eine gerechtere Einkommensverteilung kommt demnach nicht nur jenen zugute, die sozial und ökonomisch benachteiligt sind, sondern allen Einkommensschichten. Für die Zukunft sprach er sich für große soziale Veränderungen aus, die nicht ein mehr an Konsum sondern ein mehr Freizeit bedeutet, und auch eine Verbesserung in der sozialen Umwelt erfordert, so Wilkinson.</p>
<p>Der Vorsitzende des Verbandsvorstandes im Hauptverband, Hans Jörg Schelling, betonte, dass die Gesundheitsausgaben Österreichs &#8211; immerhin rund 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts &#8211; nur zu 20 Prozent die Gesundheit der Bevölkerung mitbestimmen. Der größere Teil wird von anderen Faktoren beeinflusst. &#8220;Um die Gesundheit in Österreich nach dem Motto &#8220;Länger leben bei guter Gesundheit&#8221; nachhaltig verbessern zu können, braucht es eine Gesundheitsorientierung in allen Politikbereichen (&#8220;Health in all politics&#8221;)&#8221;.</p>
<p>Die Wichtigkeit der Umverteilungsfunktion der öffentlichen Hand und den aktivierenden Sozialstaat als Startrampe betonte Sozialminister Rudolf Hundstorfer . Ohne Umverteilung des Staates würde das Armutsrisiko drei Mal so hoch sein als dieses gegenwärtig ist. Hauptmotor für mehr Verteilungsgerechtigkeit bleibe aber dennoch der Arbeitsmarkt: &#8220;In diesem Bereich werden wir auch in Zukunft verstärkt Maßnahmen setzen, die die Arbeitsmarktintegration von Arbeitslosen verbessern helfen&#8221;, versprach der Sozialminister.</p>
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