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	<title>Elmar Leimgruber &#187; Emnid</title>
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	<description>Elmar Leimgruber online</description>
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		<title>Studie: Mittelstand entgehen 46 Milliarden Umsatz</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Aug 2015 22:08:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der deutsche Mittelstand nimmt sich selbst zu wenig ernst und unterschätzt seine Bedeutung für die Wirtschaft. Dies geht aus einer aktuellen Studie des internationalen Unternehemensberatung A.T. Kearney hervor. Dem deutschen Mittelstand könnte demnach bis 2020 ein Umsatzpotenzial von jährlich 46 Milliarden Euro entgehen. „Mittelstand=mittelwichtig?“ lautet der Titel der Publikation, die fehlende Veränderungsbereitschaft als größtes Wachstumshemmnis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="stcpDiv">
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Mittelstand1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-16216" title="A.T. Kearney: Mittelstand entgehen 46 Milliarden Euro pro Jahr" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Mittelstand1.jpg" alt="" width="261" height="340" /></a>Der deutsche Mittelstand nimmt sich selbst zu wenig ernst und unterschätzt seine Bedeutung für die Wirtschaft. Dies geht aus einer aktuellen Studie des internationalen Unternehemensberatung A.T. Kearney hervor. Dem  deutschen Mittelstand könnte demnach bis 2020 ein Umsatzpotenzial von jährlich  46 Milliarden Euro entgehen.</p>
<p>„Mittelstand=mittelwichtig?“ lautet der Titel der Publikation, die   fehlende Veränderungsbereitschaft als größtes Wachstumshemmnis   betrachtet. Die Untersuchung von A.T. Kearney in Zusammenarbeit mit dem   Marktforschungsinstitut TNS Emnid basiert auf einer Befragung von mehr   als 100 Führungspersönlichkeiten aus dem Mittelstand und nutzt Daten  des  Statistischen Bundesamtes und der Stiftung Familienunternehmen.<span id="more-16213"></span></p>
<p>„Der Mittelstand ist Herz  und Motor der deutschen Wirtschaft. Er hat großes Potenzial auch in  Zukunft die starke Mitte zu bilden, wenn alle Beteiligten Mut zur  Veränderung zeigen und der Staat Bürokratie abbaut“, sagt Martin  Sonnenschein, Managing Partner Central Europe bei A.T. Kearney.  „Aktuell sind nur 14 Prozent der Top 50 des Mittelstandes in  Zukunftsbranchen tätig. Nur 6 Prozent von diesen Unternehmen sind in den  letzten 50 Jahren gegründet worden. Das muss sich ändern.“.</p>
<p>Eingebettet ist die Untersuchung in die Zukunftsstudie von  A.T. Kearney „Deutschland 2064 – Die Welt unserer Kinder“: Der  Mittelstand ist einer der fünf zentralen Themenbereichen in den  kommenden fünf Jahrzehnten. „Unternehmen könnten 9 Milliarden Euro  zusätzlich generieren“, erläutert Götz Klink, Partner bei A.T. Kearney  und Mittelstandsexperte. „Das restliche Umsatzpotenzial von 35  Milliarden Euro erfordert, dass Mitarbeiter, Gesellschaft und Staat an  einem Strang ziehen und mehr Zukunft wagen.“</p>
<p>Viele bestehende Unternehmen investieren laut A.T. Kearney zu wenig  in die Zukunft. Während die Mehrzahl der deutschen Ökonomen  Investitionen in Wachstum grundsätzlich für notwendig hält, erkennt nur  jeder vierte Mittelständler diese Notwendigkeit.</p>
<p>Gleichzeitig entstehen zu wenig neue Unternehmen: Es fehlt es an  einer starken Gründerkultur. Gut jeder dritte Studierende würde am  liebsten im öffentlichen Dienst arbeiten. 72 Prozent der jungen  Deutschen wollen kein Unternehmer werden. 40 Prozent der Deutschen  halten ihr Land für unternehmerunfreundlich. Zwei Drittel der Deutschen  misstrauen Innovationen. „Dieses gesellschaftliche Klima schafft keinen  gesunden Nährboden für Unternehmertum und Innovationsfähigkeit“, so  Mittelstandsexperte Klink.</p>
<p>Gleichzeitig, so die Untersuchung, erfordern die Globalisierung,  kürzer werdende Produktlebenszyklen und steigende Kundenbedürfnisse,  dass auch Kunden, Lieferanten, branchenfremde Experten, Studierende oder  Gründer in den Innovationsprozess einbezogen werden. „Ein elementarer  Bestandteil des Innovationsprozesses sind Netzwerke“, erläutert Klink.  „Aber die Vernetzung zwischen mittelständischen Unternehmen innerhalb  einer Branche oder mit spezialisierten Forschungseinrichtungen ist oft  sehr regional geprägt. Hier wäre mehr auch globaler Weitblick  erforderlich.“</p>
<p>Ein weiteres wichtiges Element ist ein neues Rollenverständnis der  Arbeitnehmer, denen oftmals die emotionale Bindung zum Arbeitgeber  fehlt. Dazu könnten Unternehmen beitragen, indem sie mehr Mitarbeiter am  Kapital beteiligen, flachere Hierarchien einbauen,  selbstverantwortliches Handeln zulassen und die Beschäftigten in  Entscheidungsprozesse einbinden.</p>
<p>Würde der Staat mehr gestalten und weniger verwalten, könnte das dem  deutschen Mittelstand ein zusätzliches Umsatzpotenzial von 13 Milliarden  Euro im Jahr bringen. 70 Prozent der Mittelständler halten die  politischen Rahmenbedingungen und 90 Prozent die Verwaltung für eine  Innovationshürde.</p>
<p>Wir brauchen Risikobereitschaft, Trendgespür und Pioniergeist, “  resümiert Sonnenschein. „Wenn alle beteiligten Akteure an diesen  Schrauben drehen, sehe ich der Zukunft des Mittelstands und von  Deutschland insgesamt positiv entgegen.“</p>
<p><a title="A.T. Kearny-Studie: Mittelstand" href="http://www.atkearney.de/mittelstand-studie" target="_blank">Diese A.T. Kearney-Studie ist hier online abrufbar.</a></p>
</div>
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		<title>Witze über Religionen sind tabu</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 22:09:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Witze über Religionen sind für die meisten Deutschen tabu. Dies geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für das Magazin Reader&#8217;s Digest hervor. Die große Mehrheit der Menschen in Deutschland, nämlich 61 Prozent, lehnt demnach Witze auf Kosten der Religion ab. Wer beim Witzereißen nicht ins Fettnäpfchen treten will, sollte sich zudem Scherze über Ausländer, Homosexuelle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Readers-Digest-April-2012.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-12393" title="Reader's Digest April 2012" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Readers-Digest-April-2012.jpg" alt="" width="110" height="151" /></a>Witze über Religionen sind für die meisten Deutschen tabu. Dies geht aus einer Umfrage des  Meinungsforschungsinstituts Emnid für das Magazin Reader&#8217;s Digest hervor.  Die  große Mehrheit der Menschen in Deutschland, nämlich 61 Prozent, lehnt  demnach Witze auf Kosten der Religion ab. Wer  beim Witzereißen nicht ins Fettnäpfchen treten will, sollte sich  zudem  Scherze über Ausländer, Homosexuelle und Ostdeutsche verkneifen,  wie das  Magazin in seiner April-Ausgabe berichtet.</p>
<p>So gaben 58 Prozent  der 1002 repräsentativ ausgewählten Befragten an, das Thema Ausländer  eigne sich nicht für Witze. 57 Prozent meinten, man sollte nicht über  Homosexuelle lachen, und 50 Prozent wiesen darauf hin, beim Thema  Ostdeutsche könne man leicht ins Fettnäpfchen treten. Im Februar 2012 hatte das Meinungsforschungsinstitut TNS   Emnid im Auftrag von Reader&#8217;s Digest bundesweit repräsentativ 1002   Menschen befragt.<span id="more-12392"></span></p>
<p>Nur eine  Minderheit von 18 Prozent meint, Witze dürfe man über alles machen. Wie  Reader&#8217;s Digest berichtet, sind die Befragten im Alter zwischen 30 und  39 Jahren am tolerantesten, von denen 27 Prozent im Prinzip über jedes  Thema lachen. Besonders humorvoll zeigten sich in der Umfrage die  Teilnehmer mit dem höchsten Bildungsabschuss. Von ihnen sagten 31  Prozent, es gebe für sie bei Witzen keine Tabus.</p>
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		<title>Deutsch ist, wer deutsch spricht</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Mar 2011 23:10:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn es um die Frage geht, was nationale Identität ausmacht, ist den Deutschen ihre Sprache am wichtigsten. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für das Magazin Reader&#8217;s Digest (März-Ausgabe). Demnach ist für 43 Prozent der Menschen die deutsche Sprache das entscheidende Identitäts-Kriterium, gefolgt von der gemeinsamen Geschichte (35 Prozent) und den ähnlichen Werten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn  es um die Frage geht, was nationale Identität ausmacht, ist den  Deutschen ihre Sprache am wichtigsten. Das ergab eine repräsentative  Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für das Magazin Reader&#8217;s  Digest (März-Ausgabe). Demnach ist für 43 Prozent der Menschen die  deutsche Sprache das entscheidende Identitäts-Kriterium, gefolgt von der  gemeinsamen Geschichte (35 Prozent) und den ähnlichen Werten (14  Prozent). Nur drei Prozent der insgesamt 1002 Befragten gaben an, für  sie sei die Religion besonders identitätsstiftend.<span id="more-8540"></span></p>
<p>Ganz anders stellen sich die Verhältnisse in den beiden deutschsprachigen Nachbarländern dar. Eine Umfrage in Österreich ergab, dass hier nur etwa 16 Prozent der Bürger die Auffassung vertreten, dass die deutsche Sprache das entscheidende Kriterium für das Nationalbewusstsein ist. In der Schweiz, wo Reader&#8217;s Digest das Institut Isopublic mit einer repräsentativen Umfrage beauftragte, halten immerhin 22 Prozent die gemeinsame deutsche Sprache für besonders prägend.</p>
<p>Zurück zu Deutschland: Hier gibt es Unterschiede je nach Bildungsstand und Lebensmittelpunkt. Bei  den formal gebildetsten Befragten gaben 28 Prozent an, ihnen seien die  gemeinsamen Werte besonders wichtig. Hingegen waren nur acht Prozent der  Personen mit Hauptschulabschluss dieser Meinung.</p>
<p>Auch bei der  Frage, welchen Stellenwert die Geschichte einnimmt, gehen die Meinungen  auseinander. 46 Prozent der Sachsen und Thüringer sowie 43 Prozent der  Befragten in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt  nennen die gemeinsame Vergangenheit als wichtigste Grundlage der  deutschen Identität. Im Unterschied dazu scheinen die Menschen in  Baden-Württemberg mit 27 Prozent deutlich weniger geschichtsbewusst zu  sein.</p>
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		<title>Was ist bloß mit den Deutschen los?</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Feb 2011 23:04:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg Foto: bmvg.de Ich muss das jetzt echt mal sagen: Und auch wenn ich hier pauschaliere: ich meine hier natürlich nicht alle Deutschen, sondern nur jene, die sich eventuell davon betreffen oder vielleicht sogar gern gedanklich herausfordern lassen: Einerseits hatte die SPD Hamburg über Jahrzehnte hindurch in den Sumpf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4 class="mceTemp">
<dl id="attachment_8513" class="wp-caption alignright" style="width: 187px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Guttenberg-BMWi_01-k-bmvg.de_.jpg"><img class="size-medium wp-image-8513 " title="Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, Bundesminister für Wirtschaft" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Guttenberg-BMWi_01-k-bmvg.de_-221x300.jpg" alt="" width="177" height="240" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Der deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg<br />
Foto: bmvg.de</dd>
</dl>
</h4>
<p>Ich muss das jetzt echt mal sagen:</p>
<p>Und auch wenn ich hier pauschaliere: ich meine hier natürlich nicht alle Deutschen, sondern nur jene, die sich eventuell davon betreffen oder vielleicht sogar gern gedanklich herausfordern lassen:</p>
<p>Einerseits hatte die SPD Hamburg über Jahrzehnte hindurch in den Sumpf geritten, was die darauf folgende CDU beim besten Willen nicht wieder gut machen konnte. Dennoch, und obwohl die mitregierenden Grünen nach nur zwei Jahren die Koalition zum Platzen brachten, wurde die CDU (die zugegebenermaßen auch den falschen Spitzenkandidaten hatte)  jetzt bei den Wahlen in Hamburg abgestraft und die eigentlich Verantwortlichen für die Hamburger Misere, die Sozialdemokraten, erhielten die absolute Mehrheit. Dabei heisst es immer, dass besonders die Norddeutschen sehr rational agieren. Dies schien mir beim Hamburger Wahlergebnis wohl eher nicht der Fall zu sein.</p>
<p>Und in Sachsen-Anhalt, wo heuer ebenfalls gewählt wird, kam eine Emnid-Umfrage für Focus zum ernüchternden Ergebnis, dass die rechtsradikale NPD offenbar immer mehr Sympatisanten findet und unter den Jungwählern sogar ein Potential von 21 Prozent der Wählerstimmen hat. Und die Linke wird wohl dort auch noch an Stimmen zunehmen.<span id="more-8510"></span></p>
<p>Und dann gibt es da einen gewissen Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, seines Zeichens deutscher Verteidigungsminister (CSU): Während Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) meines Erachtens nicht nur seit Langem das Beste und Wohltuendste ist (sie schafft die aussergewöhnliche durch die ausgeglichene Balance zwischen Sozialstaat und Wirtschaftsförderung für alle Menschen Kanzlerin zu sein), das Deutschland und Europa passieren konnte, wird sie seit Jahren selbst von so genannten konservativen Medien (allen voran dem Axel Springer Verlag) gezielt öffentlichkeitswirksam demontiert, wohl weil sie geradlinig und eigenständig denkend ist, was vielen Mächtigen offenbar nicht in den Kram passt, weil lieber sie selbst vom Hintergrund aus die Fäden ziehen, als echte Persönlichkeiten zu fördern. Herr zu Guttenberg aber sieht nicht nur gut aus, wirkt wie ein Strahlemann, kann sich wohl gut verkaufen oder besser, er wird bestens verkauft und seit Merkel demontiert wird, wird er im gleichen Maße medial öffentlichkeitswirksam hofiert und aufgepuscht, wohl um ihn &#8220;kanzlerfähig&#8221; zu machen. Und ja: er wirkt leider so, dass er genau ins Konzept von jenen Mächtigen im Hintergrund passt, weil er das, was sie wollen (und was sich nicht unbedingt mit dem decken muss, was langfristig Deutschland und Europa gut tut), auch schön glaubwürdig von sich geben kann.</p>
<p>Einflussreiche &#8220;Freunde&#8221;, Gönner und Förderer hat er offenbar genug, sonst wäre er als Minister schon längst zurückgetreten worden. Nur von daher ist es auch zu erklären, dass grossangelegte Kampagnen für ihn gestartet wurden, er als armes Medienhetze-Opfer dargestellt wird und selbst (zweifelhafte?) Umfragen unter der Bevölkerung zu seinen Gunsten ausfallen: die Deutschen wollen ihn angeblich weiter als Minister: Für mich wäre dies nur nachvollziehbar, würde man pauschal alle Politiker für Gauner halten und ihm daher auch diese schwere Täuschung nachsehen.</p>
<p>Und ja: Meines Erachtens ist Herr zu Guttenberg -trotz der aktuellen Bestätigung als Minister durch die Kanzlerin- als Minister untragbar und daher rücktrittsreif. Und die Gründe sind so glasklar, dass sie eigentlich jeder nachvollziehen müsste. Doch in Macht-Strukturen ticken die Uhren wohl anders.</p>
<p>Guttenberg stand bislang -trotz vieler Anfeindungen und Probleme- nicht nur für Adel, für Intelligenz und für Schönheit, sondern auch für Integrität und Charakter und auch daher als &#8220;zu Höherem berufen&#8221;. Dass er sich seinen Doktortitel, noch dazu mit &#8220;Summa Cum Laude&#8221; aber offenbar erschlichen hat, beweist das Gegenteil von dem, wie er sich selbst in der Öffentlichkeit gibt und wie er vor allem seit Jahren auch medial dargestellt wird. Auf seinen zu Unrecht erworbenen Doktortitel zu verzichten ist nur das Mindeste; das reicht aber bei Weitem nicht. Wie glaubwürdig und wählbar wäre ein künftiger deutscher Bundeskanzler, der schon hier unlauter vorgegangen ist?</p>
<p>Wofür, für welche Werte, für welche Zukunft steht der Verteidigungsminister? Was will er für Deutschland und was für Europa? Wir wissen es leider nicht, weil er vielleicht keine eigenen Visionen ausser der eigenen Karriere hat. Das wäre in der Tat traurig. Er steht aber wohl leider für eine heute vielfach erwünschte Politikergeneration, die gepuscht wird für &#8220;höhere Ziele&#8221;, weil sie vielleicht charakterschwach und gerade deswegen als &#8220;würdig&#8221; gesehen werden, die aber andererseits für fotogen und öffentlichkeitswirksam genug gehalten werden, die Wünsche der ganz Mächtigen vom Hintergrund &#8220;glaubwürdig&#8221; als &#8220;das Richtige&#8221; zu vertreten und umzusetzen.</p>
<p>Der Adel steht im Allgemeinen für hohe Werte wie Integrität, Charakter und Linie. Guttenberg aber schadet nicht nur sich selbst und Deutschland, sondern indirekt auch dem Adel. Die Glaubwürdigkeit von Politikern ist essentiell. Und wir brauchen in Europa und in jedem einzelnen Staat-und davon bin ich zutiefst überzeugt- nicht irgendwelche &#8220;billigen&#8221; und unkritischen von Hintergrund-Mächtigen hochgepuschten Befehlsempfänger und Marionetten als Spitzenpolitiker. Sondern wir brauchen starke Persönlichkeiten, die sich ihrer Verantwortung für ihr eigenes Land und für Europa bewusst sind und die gewissenhafte Entscheidungen treffen, unabhängig davon, ob dies den ganz Mächtigen in den Kram passt oder nicht.</p>
<p>Denn wir werden in Europa nach meiner Einschätzung noch äußerst unangenehme Zeiten erleben, die vor allem damit zusammenhängen, dass die eigentlich Mächtigen nichts aus der Wirtschaftskrise gelernt haben und weiter Macht, Einfluss und Geld auf sich konzentrieren. Das kann auf Dauer so nicht weitergehen: Wir brauchen endlich echt mutige Politiker, die zuerst an die Menschen denken und -ohne Rücksichten auf irgendwelche Einzel-Interessen- das Richtige tun zum Wohle der Menschen ihres Landes und auch Europas.</p>
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		<title>Österreicher sind Lieblingsnachbarn der Deutschen</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 22:04:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das liebste Nachbarland der Deutschen ist Österreich. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für das aktuelle Magazin Reader&#8217;s Digest (ab 26. Juli erhältlich). Demnach gaben 22 Prozent der 1002 Befragten an, sie würden Österreich am sympathischsten finden. Auf Platz zwei kamen die Schweiz und Frankreich mit jeweils 17 Prozent. Dahinter folgen die Niederlande [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das liebste Nachbarland der Deutschen ist Österreich. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für das aktuelle Magazin Reader&#8217;s Digest (ab 26. Juli erhältlich). Demnach gaben 22  Prozent der 1002 Befragten an, sie würden Österreich am  sympathischsten finden. Auf Platz zwei kamen die Schweiz und Frankreich mit jeweils 17 Prozent.</p>
<p>Dahinter folgen die Niederlande  (15 Prozent) und Dänemark (13 Prozent). Belgien, Luxemburg, Polen und Tschechien rangieren in der Sympathietabelle mit jeweils nicht einmal fünf Prozent weit abgeschlagen. <span id="more-5902"></span></p>
<p>Die Beliebtheit Österreichs bei den Deutschen ist laut Umfrage vor allem auf  die kulturellen Parallelen und die gleiche Sprache zurückzuführen. So gaben 97 Prozent der Österreich-Fans an, die Landsleute in der  Alpenrepublik seien freundlich, 90 Prozent halten sie für fleißig.  Nur 34 Prozent der Befragten meinten, die Nachbarn seien provinziell.</p>
<p>Ähnlich verhält es sich mit der Schweiz, die wegen ihrer imposanten Landschaften bei Deutschen sehr beliebt ist und obendrein für ihre Form der politischen Mitbestimmungsmöglichkeiten, zum Beispiel bei Volksabstimmungen, von vielen Deutschen überaus  geschätzt wird. Hinzu kommt: 92 Prozent der Schweiz-Fans halten die Eidgenossen für ehrlich.</p>
<p>Auch die gute Platzierung Frankreichs ist nachvollziehbar. So sagten 91 Prozent in der Umfrage, die Franzosen seien ein humorvolles Volk. 72 Prozent betonten, die Menschen dort seien weltoffen. &#8220;Mir  gefällt die französische Lebensart. Die sind einfach lockerer als wir Deutsche und sehen nicht alles so eng&#8221;, betonte ein Teilnehmer der Umfrage.</p>
<p>Dennoch sind die Sympathiewerte für die Nachbarländer regional ganz unterschiedlich verteilt, wie Reader&#8217;s Digest berichtet. So hegen überdurchschnittliche 40 Prozent der Bayern große Sympathien für die Österreicher, während 29 Prozent der Baden-Württemberger den direkten Nachbarn Frankreich auf Platz eins wählten. Im Norden Deutschlands hingegen stehen Dänemark und die Niederlande am höchsten im Kurs.</p>
<p>In der Umfrage wurde auch nach dem unsympathischsten Nachbarland gefragt. Zwar wollten sich 26 Prozent dabei für kein Land entscheiden, aber 33 Prozent nannten Polen und setzten es damit auf  Platz eins der Negativliste, gefolgt von Tschechien (13 Prozent). Besonders auffällig an diesem Ergebnis: Den negativen Spitzenwert erreicht Polen nicht in den angrenzenden deutschen Bundesländern, sondern im weit entfernten Bundesland Baden-Württemberg. Dabei räumten 56 Prozent der Polen-Kritiker ein, sie würden keinen Bewohner dort kennen, 58  Prozent waren obendrein noch nie in dem Land.</p>
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