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	<title>Elmar Leimgruber &#187; Dolomiten</title>
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		<title>Zum Skandal um die Kastelruther Spatzen: Hintergrund und Kommentar</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Nov 2012 23:04:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Bild-7.11.-IMG_2110.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-13775" title="Bild-Zeitung 7.11. IMG_2110" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Bild-7.11.-IMG_2110-294x300.jpg" alt="" width="294" height="300" /></a>Ein regelrechter Skandal plagt seit Tagen die Welt des volkstümlichen Schlagers: Die <a title="Kastelruther Spatzen" href="http://www.amazon.de/s/?_encoding=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;field-keywords=Kastelruther%20Spatzen&amp;linkCode=ur2&amp;site-redirect=de&amp;tag=elmarswunderb-21&amp;url=search-alias%3Dpopular" target="_blank">Kastelruther Spatzen</a>, mit mehr als 15 Mio. verkauften Tonträgern und 13 Echo-Preisverleihungen seit Jahrzehnten erfolgreichste volkstümliche Gruppe überhaupt und dafür auch mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, haben seit vielen Jahren keine einzige ihrer Erfolgs-CDs mit ihren Instrumenten selbst eingespielt, sondern das waren Studiomusiker. Einzig Sänger Norbert Rier, der die Vorwürfe als &#8220;in der Branche üblich&#8221; bestätigt, hat jeweils gesungen. Alles in allem also jahrelanger &#8220;Betrug&#8221;, behauptet nun Walter Widemair, Studioleiter von Koch Universal in Osttirol.</p>
<p>Widemair hatte zunächst ein eigenes, trotz der damaligen Einmaligkeit des Sounds erstaunlicherweise nur wenig erfolgreiches eigenes Musikprojekt, das <a title="Dolomiten Sextett Lienz" href="http://www.amazon.de/s/?_encoding=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;field-keywords=Dolomiten%20Sextett%20Lienz&amp;linkCode=ur2&amp;rh=n%3A255882%2Ck%3ADolomiten%20Sextett%20Lienz&amp;site-redirect=de&amp;tag=elmarswunderb-21&amp;url=search-alias%3Dpopular" target="_blank">Dolomiten Sextett Lienz</a>, beschäftigte sich dann aber zuehmend mit der Arbeit im Tonstudio von Koch. Seit dieser Zeit komponierte und arrangierte (und spielte auch selbst großteils die Trompete) Widemair zahlreiche der erfolgreichsten Spatzen-Hits. Zudem arbeitete er aber auch für andere volkstümliche Gruppen wie beispielsweise das <a title="Nockalm Quinett" href="http://www.amazon.de/s/?_encoding=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;field-keywords=Nockalm%20Quintett&amp;linkCode=ur2&amp;rh=n%3A255882%2Ck%3ANockalm%20Quintett&amp;site-redirect=de&amp;tag=elmarswunderb-21&amp;url=search-alias%3Dpopular" target="_blank">Nockalm Quintett</a>; daher auch die musikalische Ähnlichkeit des &#8220;Spatzen-Sounds&#8221; mit anderen  volkstümlichen Gruppen.<span id="more-13770"></span></p>
<p>Am Beginn der Karriere der Spatzen war der Südtiroler Privatradio-Pionier, Charly Mazagg, maßgeblich für ihren, auch internationalen Erfolg, verantwortlich: er verschaffte ihnen einen Plattenvertrag und organisierte ihnen Auftritte auch in TV-Sendungen, welche ihnen eine Bekanntheit über Südtirol hinaus beschwerte. Endlich international bekannt, trennten sich die Spatzen von ihrem Manager Mazagg, was diesen vor allem persönlich sehr verletzt.</p>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Dolomiten-7.11.-IMG_2103.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-13776" title="Dolomiten 7.11. IMG_2103" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Dolomiten-7.11.-IMG_2103-300x182.jpg" alt="" width="300" height="182" /></a>Einige Zeit nach der Trennung berichtete schließlich die deutsche BILD-Zeitung erstmals darüber, dass die Kastelruther Spatzen nicht live musizieren. In Folge fand damals in Südtirol eine &#8220;Krisensitzung&#8221; mit entscheidenden Medienvertretern statt, in welcher die Spatzen alle Vorwürfe als richtig bestätigten und als Rechtfertigung angaben, ja regulären Berufen nachzugehen und daher gar nicht die nötige Zeit zum Musizieren zu haben. Schließlich einigte man sich auf eine &#8220;Schadensbegrenzung&#8221;, die darin bestehen sollte, den zahllosen volkstümlichen Fans im gesamten deutschsprachigen Raum ihre bisherigen Illusionen der &#8220;heilen Welt&#8221; wieder zurückzugeben und die Berichterstattung darüber einzustellen. Und tatsächlich gab es seither bis vor wenigen Tagen keinen nennenswerten diesbezüglichen medialen Vorwurf mehr.</p>
<p>Und kaum thematisiert die BILD das Thema nach Jahrzehnten am 6.11. erneut (auf der Titelseite: siehe Screenshot), schon beginnt die Rechtfertigung von Neuem: Die wichtigste Südtiroler Tageszeitung, die &#8220;Dolomiten&#8221;, widmete den Spatzen am Mittwoch fast eine gesamte wohlwollende Seite (siehe Screen-Shot), was vielleicht ja noch nachvollziehbar wäre, weil es sich um den bekanntesten volkstümlichen Export Südtirols handelt. Etwas distanzierter berichtet die zweite, &#8220;Die Neue Südtiroler Tageszeitung&#8221; ebenfalls ausgiebiger über das Thema.</p>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Bild-Cover-6.11.-IMG_2086.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-13777" title="Bild-Cover 6.11. IMG_2086" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Bild-Cover-6.11.-IMG_2086-300x167.jpg" alt="" width="300" height="167" /></a>Die BILD aber legte am Mittwoch noch nach und fordert eine Rückgabe der 13 Echos, was die Deutsche Musikindustrie, die die Preise vergibt, natürlich verweigert. Laut &#8220;Oberspatz&#8221; Rier hat nämlich die Plattenfirma Koch Universal selbst darauf bestanden, dass die Produktionen von Profimusikern im Studio eingespielt wird und nicht von den Kastelruther Spatzen selbst.</p>
<p>Das eigentliche Problem der Volkstümlichen Musik ist aber ein ganz anderes, nämlich das, was Rier (und auch seine Kollege Albuin Gross gegenüber der &#8220;Tageszeitung&#8221;) als &#8220;in der Branche üblich&#8221; bezeichnet: Wie viele jene volkstümlichen Stars, die seit Jahren im &#8220;Musikantenstadl&#8221; und in anderen -sonderbarerweise höchst erfolgreichen- TV-Sendungen auftreten, sind wirklich echt? Wer spielt denn hier tatsächlich sein Instrument selbst? Und wer in TV-Shows singt wenigstens noch live? Kommerziell erfolgreiche Schlagermusik kommt aus dem Studio, bzw. vom Band und ist meistens nicht live.</p>
<p>Der aktuelle Skandal um die Kastelruther Spatzen ist jahrzehntealt und leider immer noch und wieder aktuell. Sie sind aber keinesfalls die einzigen: Im Falle des im volkstümlichen Kreisen äußerst beliebten  Trompeters <a title="Stefan Mross" href="http://www.amazon.de/s/?_encoding=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;field-keywords=Stefan%20Mross&amp;linkCode=ur2&amp;site-redirect=de&amp;tag=elmarswunderb-21&amp;url=search-alias%3Dpopular" target="_blank">Stefan Mross</a> kam es sogar zu einem neunjährigen Streit  vor Gericht, wo der Produzent bestätigte, dass ein belgischer Profitrompeter im Studio die Passagen von Mross gespielt hat. Und laut Mross-&#8221;Erfinder&#8221; <a title="Karl Moik" href="http://www.amazon.de/s/?_encoding=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;field-keywords=Karl%20Moik&amp;linkCode=ur2&amp;rh=n%3A255882%2Ck%3AKarl%20Moik&amp;site-redirect=de&amp;tag=elmarswunderb-21&amp;url=search-alias%3Dpopular" target="_blank">Karl Moik</a> soll selbst das Liebespaar Mross/Hertel nur inszeniert gewesen sein.</p>
<p>All dies (und auch vor Jahren aufgeflogene Koks-Affären im volkstümlichen Bereich) und vieles, was noch nicht öffentlich bekannt ist, zeigt jedoch eines ganz eindeutig und daran wird auch der aktuelle neue Fall nichts ändern: Das volkstümliche Publikum lebt vielfach in der Verdrängung der Realität: und daher: was nicht sein darf, ist auch nicht:</p>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Tageszeitung-7.11.-IMG_2111.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-13778" title="Neue Südtiroler Tageszeitung 7.11. IMG_2111" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Tageszeitung-7.11.-IMG_2111-276x300.jpg" alt="" width="276" height="300" /></a>Wenn über die heilige Maria der Berge oder über die Sonne des Rosengartens und der immerwährenden Liebe und der schönsten Alpenblumen gesungen wird, schmelzen die Herzen dahin und einer Droge ähnlich verfallen die Menschen in eine Art Trance-Zustand, der sie zumindest für einige TV-Stunden vergessen lässt, dass die Wirklichkeit oft eine vollkommen andere, eine triste und keinesfalls durchwegs romantische ist.</p>
<p>Was das Verhalten von Walter Widemair betrifft, ist jedenfalls nicht von Reue auszugehen, von der er in seinem Outing-Buch schreibt. Durch den jahrzehntelangen großen Erfolg der Spatzen hat er auch maßgeblich mitverdient. Der Verdienst steht ihm ja auch in vollem Maße zu. Und auch wenn ich seinerzeit die Musik seines eigenen Sextetts sehr schätzte und die folgenden für meine Ohren unerträglichen Schnulzenreihen für andere, vor allem die Kastelruther Spatzen nicht ausstehn kann: die Produktionen sind technisch perfekt und entsprechen seit langer Zeit zu Hundert Prozent dem Geschmack der betäubungswilligen volkstümlichen Zielgruppe: Insofern: grandiose Arbeit geleistet und diese ist bislang ja auch fürstlich entlohnt worden.</p>
<p>Dass Widemair nun nach solchen Welterfolgen der Spatzen, die maßgeblich auf ihn und seinen &#8220;Spatzen-Sound&#8221; zurückzuführen sind, laut Medienberichten maßgeblich die Gelder gekürzt wurden, wird wohl der eigentliche Grund für sein plötzliches öffentliches Outing sein. Dass er nun sehr sauer ist, kann ich nachvollziehen, zumal die Zielgruppe Volkstümliche Musik und Schlager eine der wenigen ist, wo die Leute noch mehrheitlich bereit sind, sich die Tonträger tatsächlich zu kaufen und zumindest hier keine Absatzkrise, sondern nach wie vor eine Goldmiene der Musikindustrie besteht. Dennoch ist auch Widermairs Weg, hier an die Öffentlichkeit zu gehn, nicht fair. Sinnvoller wäre es, seine weitere Arbeit mit diversen volkstümlichen Gruppen davon abhängig zu machen, inwieweit sie und Koch Universal ihn an den daraus resultierenden Einnahmen auch entsprechend beteiligen.</p>
<p>Positiv ist diese  aktuelle Diskussion über volkstümliche Musik (genauso wie auch über andere Musikrichtungen, wo gesoffen und gekifft und andere Drogen konsumiert werden) trotzdem, denn wachrütteln ist immer  sinnvoll, egal um welche  Zielgruppe es geht. <a title="Norbert Rier" href="http://www.amazon.de/s/?_encoding=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;field-keywords=Norbert%20Rier&amp;linkCode=ur2&amp;site-redirect=de&amp;tag=elmarswunderb-21&amp;url=search-alias%3Daps" target="_blank">Norbert Rier</a> hat eine  einmalige Stimme, welche die  Menschen zu tränen rührt: Das ist so und  natürlich wird das auch  entsprechend vermarktet (wie übrigens weitere  ex-Sänger der Spatzen,  <a title="Andreas Fulterer" href="http://www.amazon.de/s/?_encoding=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;field-keywords=Andreas%20Fulterer&amp;linkCode=ur2&amp;rh=n%3A255882%2Ck%3AAndreas%20Fulterer&amp;site-redirect=de&amp;tag=elmarswunderb-21&amp;url=search-alias%3Dpopular" target="_blank">Andreas Fulterer</a> und <a title="Oswald Sattler" href="http://www.amazon.de/s/?_encoding=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;field-keywords=Oswald%20Sattler&amp;linkCode=ur2&amp;site-redirect=de&amp;tag=elmarswunderb-21&amp;url=search-alias%3Dpopular" target="_blank">Oswald Sattler</a> genauso).  Und Rier wird man sicher  im gesamten deutschsprachigen Raum weiter  singen hören wollen. Und es  wird den volkstümlichen Fans vollkommen  egal sein, wer seine Musik  komponiert, wer die Texte schreibt und wer  musiziert. Ich gehe daher  davon aus, dass Rier in Folge seine  Solo-Karriere weiter ausbauen wird.</p>
<p>Soll man die Menschen also nun wachrütteln, ihne ihre Realitäts-Verweigerungs-&#8221;Droge&#8221; vorhalten?  Ja natürlich! Aber ändern wird es nichts: Gewisse Menschen brauchen die einfachen,  immer gleich klingenden Melodien mit den möglichst naiven und kitschigen Texten,  um ihrer Wirklichkeit zumindest kurz zu entfliehen. Und sie wollen  auch weiterhin daran glauben, dass es zumindest in der volkstümlichen Musik  (nicht zu verwechseln mit echter historisch gewachsener und hochwertiger  und daher zu schätzender Volksmusik, die jedoch im Kommerz-TV äußerst selten vorkommt) noch echte  Liebe und echte Gefühle gibt. Und wer das braucht, dem sei es halt gelassen. Die Realität will man nicht: da werden  auch noch so große Skandale nichts ändern: Alles bleibt, wie es immer war. Leider.</p>
<p>Und wer jetzt doch noch reinhören will in den von Walter Widemair erfundenen Spatzen-Sound (auch im Vergleich zur Musik seines Dolomiten Sextetts Lienz und zum Nockalm Quintett) reinhören will:<br />
bittesehr:</p>
<p><object id="Player_ae60c0d2-6c5a-4081-8dc2-bd9e920f1878" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" width="336px" height="280px" codebase="http://fpdownload.macromedia.com/get/flashplayer/current/swflash.cab"><param name="movie" value="http://ws.amazon.de/widgets/q?rt=tf_w_mpw&amp;ServiceVersion=20070822&amp;MarketPlace=DE&amp;ID=V20070822%2FDE%2Felmarswunderb-21%2F8014%2Fae60c0d2-6c5a-4081-8dc2-bd9e920f1878&amp;Operation=GetDisplayTemplate" /><param name="quality" value="high" /><param name="bgcolor" value="#FFFFFF" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed id="Player_ae60c0d2-6c5a-4081-8dc2-bd9e920f1878" type="application/x-shockwave-flash" width="336px" height="280px" src="http://ws.amazon.de/widgets/q?rt=tf_w_mpw&amp;ServiceVersion=20070822&amp;MarketPlace=DE&amp;ID=V20070822%2FDE%2Felmarswunderb-21%2F8014%2Fae60c0d2-6c5a-4081-8dc2-bd9e920f1878&amp;Operation=GetDisplayTemplate" quality="high" bgcolor="#ffffff" name="Player_ae60c0d2-6c5a-4081-8dc2-bd9e920f1878" allowscriptaccess="always" align="middle"></embed></object> <noscript><A href="http://ws.amazon.de/widgets/q?rt=tf_w_mpw&#038;ServiceVersion=20070822&#038;MarketPlace=DE&#038;ID=V20070822%2FDE%2Felmarswunderb-21%2F8014%2Fae60c0d2-6c5a-4081-8dc2-bd9e920f1878&#038;Operation=NoScript" _mce_href="http://ws.amazon.de/widgets/q?rt=tf_w_mpw&amp;ServiceVersion=20070822&amp;MarketPlace=DE&amp;ID=V20070822%2FDE%2Felmarswunderb-21%2F8014%2Fae60c0d2-6c5a-4081-8dc2-bd9e920f1878&amp;Operation=NoScript">Amazon.de Widgets</A></noscript></p>
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		<title>Minderheitenfestival mit Ladinern, Katalanen und Bretonen</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 10:04:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Allianz für die Minderheiten: Aureli Argemi, Lauret Viérin, LR Florian Mussner und Pierre Le Berre FOTO: LPA/Deorsola Volks-Minderheiten sehen &#8220;im globalen Föderalismus -beruhend auf einem Initialpakt unter Ähnlichen- das beste Instrument für die Schaffung von echten föderalistischen Staaten, die Garanten für die Freiheit ihrer Mitglieder darstellen&#8221;. Dies geht aus einer gemeinsamen Erklärung der Teilnehmer am [...]]]></description>
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<dl id="attachment_6477" class="wp-caption alignright" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/festival_aosta47w.jpg"><img class="size-medium wp-image-6477" title="festival_aosta47w" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/festival_aosta47w-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Allianz für die Minderheiten: Aureli Argemi, Lauret Viérin, LR Florian Mussner und Pierre Le Berre<br />
FOTO: LPA/Deorsola </dd>
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</h4>
<p>Volks-Minderheiten sehen &#8220;im globalen Föderalismus -beruhend auf einem Initialpakt unter Ähnlichen- das beste Instrument für die Schaffung von echten föderalistischen Staaten, die Garanten für die Freiheit ihrer Mitglieder darstellen&#8221;. Dies geht aus einer gemeinsamen Erklärung der Teilnehmer am &#8220;Festival Des Peuples Minoritaires&#8221; im Aostatal hervor, an dem die Bretonen, die Katalanen und die Ladiner im Mittelpunkt standen. Zudem sind alle Minderheiten dazu eingeladen, &#8220;ihre Sprache und Kultur ausdrücken zu wollen&#8221; und sich mit ihren Brüdern europaweit und weltweit zu vereinen. Zudem ergeht der Appell an die Staaten, allen Minderheiten die gleichen Möglichkeiten und Instrumente für den Erhalt ihrer Besonderheiten zuzusichern.</p>
<p>&#8220;Wir wollen eine Allianz der Minderheiten erreichen, um Synergien zu nutzen sowie die Kontakte und die Zusammenarbeit auszubauen&#8221;, betont der Südtiroler Ladinerlandesrat Florian Mussner, der die Dolomitenladiner beim Festival vertrat. Mussner hat gemeinsam mit dem Kulturassessor von Aosta Laurent Viérin sowie mit Aureli Argemi, dem Präsidenten des Minderheitenzentrums CIEMEM in Katalonien und Pierre Le Berre, dem Vizepräsidenten der Organisation &#8220;Quimper Comunita&#8221; aus der Bretagne eine Deklaration für eine Allianz der Minderheiten unterzeichnet.<span id="more-6476"></span></p>
<p>&#8220;Europa wird unsere Zukunft sein, deshalb gilt es sich innerhalb dieses Rahmens zu positionieren und zwischen den vielen Minderheiten ein Netzwerk zu schaffen, um die verschiedenen Identitäten, Sprachen und Kulturen zu schützen und gleichzeitig ein Klima der Toleranz und des Respekts zu schaffen&#8221;, unterstrich Landesrat Mussner. &#8220;Minderheitenkultur muss gelebt und den neuen Gegebenheiten angepasst werden und nicht im Museum eingeschlossen werden&#8221;, sagte Assessor Viérin.</p>
<p>Die gemeinsame Deklaration der Minderheitenvertreter bildete den Abschluss des dreitägigen Minderheitenfestivals mit Einblicken in die Kulturen sowie in Probleme der teilnehmenden Minderheiten. Zu den wichtigsten Passagen des Dokuments gehören die Anerkennung sprachlicher und kultureller Unterschiede als universelles Erbe und die Pflicht aller Staaten, Minderheiten zu akzeptieren. Die Vertreter der Valdostaner, Ladiner, Bretonen, Katalanen, Walser, Provenzalen und Okzitanen hoben auch die wichtige Rolle der Schule als Ort der Verbreitung von Minderheitensprachen und Ort der Erziehung zur Toleranz hervor. &#8220;Bildung wird die Säule des Friedens in Europa sein, deshalb lohnt es sich, in Bildung zu investieren&#8221;, unterstrich Landesrat Mussner. Zugleich seien Schule und Bildung auch für Minderheiten wichtig, um die eigene Kultur und Sprache zu erhalten und zu leben, so Mussner.</p>
<p><a title="Minderheiten-Deklaration Aosta 2010" href="http://www.provinz.bz.it/lpa/285.asp?redas=yes&amp;aktuelles_action=300&amp;aktuelles_image_id=454981">Die Deklaration ist hier (im italienischen original) abrufbar</a>.</p>
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