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	<title>Elmar Leimgruber &#187; diktatorische Regimes</title>
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		<title>ROG: Organisiertes Verbrechen bedroht Journalismus</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 23:10:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/index.php?eID=tx_cms_showpic&amp;file=uploads%2Fpics%2Farton39608-36b79.jpg&amp;width=500m&amp;height=500&amp;bodyTag=%3Cbody%20bgColor%3D%22%23ffffff%22%3E&amp;wrap=%3Ca%20href%3D%22javascript%3Aclose%28%29%3B%22%3E%20%7C%20%3C%2Fa%3E&amp;md5=50e2044099f5ceb9f47f54c046efe6d9"><img style="border: 0pt none;" src="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/typo3temp/pics/ecd3100c56.jpg" border="0" alt="Foto: Reporter ohne Grenzen" width="240" height="121" /></a></dt>
<h4 class="wp-caption-dd">Foto: Reporter ohne Grenzen</h4>
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<p>Das Organisierte Verbrechen ist auf dem Vormarsch und zwar auch Journalisten und Medien gegenüber. Wie Reporter ohne Grenzen (ROG) berichtet, sind weltweit zwischen den Jahren 2000 und 2010 insgesamt 141  Journalisten ermordet worden, die sich in ihrer Arbeit mit dem Einfluss  und den Machenschaften krimineller Gruppen beschäftigt haben. Durch die Gewalt krimineller  Gruppen kommen demnach mehr Journalisten ums Leben als durch die Gewalt diktatorischer Regimes, heißt es  in dem zehnseitigen Bericht. Diese Entwicklung zeichne sich seit Ende  des Kalten Krieges ab.<span id="more-8572"></span></p>
<p>Die höchste Zahl an Todesopfern unter  Journalisten durch kriminelle Gewalt zählt ROG in Mexiko und auf den  Philippinen. 69 Journalisten, die seit dem Jahr 2000 in Mexiko ermordet  wurden, gehen auf das Konto der Drogenkartelle. Elf Reporter werden in  dem mittelamerikanischen Land seit 2003 vermisst. Dieser Trend zeichnet  sich auf den Philippinen schon seit den 80er Jahren ab: In dem  südostasiatischen Land ist die Organisierte Kriminalität für die  Mehrheit der 142 ermordeten Journalisten seit 1986 – das Jahr des Falls  des Diktators Ferdinand Marcos – direkt oder indirekt verantwortlich.</p>
<p>Mafia,  Kartelle sowie Warlords, Paramilitärs und separatistische Gruppen, die  illegalen Handel und Geschäfte betreiben, um sich selbst zu finanzieren,  „ haben die verbliebenen diktatorischen Regimes als größte Quelle  physischer Gefahren abgelöst“, schreibt ROG in dem Bericht.</p>
<p>Organisierte  Kriminalität ist nicht nur die größte körperliche Bedrohung für  Medienvertreter. Zugleich stellen die häufig undurchsichtigen  kriminellen Strukturen auch höchste Anforderungen an Berichterstatter.  Globalisierte Kriminalität stellt mittlerweile eine komplexe ökonomische  und geopolitische Realität dar, die sich unter anderem aus globalen  ökonomischen Netzwerken, Geldwäsche und Steuerparadiesen zusammensetzt.  „Es ist eine mächtige Parallelwirtschaft mit enormen Einfluss über die  legale Wirtschaft – eine, über die es für Medien höchst schwierig ist,  zu berichten“, so ROG in seiner jüngsten Publikation.</p>
<p>Aufgrund  des hohen Rechercheaufwands und der mit der Berichterstattung  verbundenen Gefahren beschäftigen sich viele Journalisten nur  oberflächlich mit dem Phänomen der Organisierten Kriminalität. Tiefer  gehende Berichte erscheinen in einigen Ländern erst, wenn ein  krimineller Skandal auffliegt und die Polizei tätig geworden ist oder  Chefs krimineller Banden gefasst worden sind.</p>
<p>Unter ständiger  Bedrohung und mit unzureichenden Ressourcen ausgestattet, beschränken  sich viele Medien darauf, gegenseitige Vorwürfe krimineller  Organisationen zu veröffentlichen oder offizielle Quellen zu zitieren.  Bei zahlreichen kriminelle Gruppen gehört es zum strategischen Ziel,  Medien für ihre Zwecke zu instrumentalisieren und zu unterwandern.</p>
<p>In  den von struktureller krimineller Gewalt betroffenen Ländern hat kaum  eine der Regierungen ausreichende Maßnahmen für den Schutz von  Journalisten vor krimineller Gewalt ergriffen. In den  Schlussempfehlungen des Berichts plädiert ROG deswegen unter anderem für  verstärkte Selbsthilfemaßnahmen von Medien und Journalisten:  Medienmitarbeiter, die in einer Konfliktzone arbeiten, sollten sich  zusammentun und einen gemeinsamen Pool für Informationen und Quellen  gründen. Redaktionen, Journalistenschulen und Universitäten sollten  spezifische Kurse zur Recherche und Berichterstattung über Organisierte  Kriminalität anbieten.</p>
<p>Der vollständige 10-seitige Bericht zur Organisierten Kriminalität und Pressefreiheit ist <a title="Initiates file download" href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/rte/docs/2011/110224_ROG_Bericht_organisierte_Kriminalitaet.pdf" target="_self">hier</a> downloadbar.</p>
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