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	<title>Elmar Leimgruber &#187; Dietrich Baumgart</title>
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		<title>Online-Diagnosen durch Nicht-Mediziner sind gefährlich</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Jan 2011 23:09:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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Internet-Gesundheitsportale haben Hochkonjunktur: Immer mehr Menschen gehen bei gesundheitlichen Beschwerden schneller  ins Internet als zu einem Arzt. Doch die  Online-Diagnosen sind häufig alles andere als seriös, berichtet das Männer-Lifestylemagazin &#8220;Men&#8217;s  Health&#8221; (Ausgabe 2/2011, EVT 12.01.2011): &#8220;Ein großer Teil der Informationen wird von  Nichtmedizinern  geschrieben, und viele von den so genannten Experten  sind in Wahrheit  keine&#8221;, sagte der Mediziner Professor Dietrich  Baumgart, Ärztlicher Direktor der Klinik für Diagnostik Preventicum in  Essen der Zeitschrift.</p>
<p>Darum: Wer bei der  Internet-Suche nach den Ursachen seiner  Kopfschmerzen auf den Verdacht  eines bösartigen Hirntumors stößt, muss  deswegen noch lange nicht sein  Testament schreiben. &#8220;Da ist es viel  wahrscheinlicher, dass ein Mann im  Alter von 20 bis 40 Jahren mit  solchen Kopfschmerzen über den Tag zu  wenig Sauerstoff bekommen oder zu  viel Stress hat&#8221;, so Baumgart. Auch  wenn Dr. Internet behauptet, dass  man sterbenskrank ist: Diagnosen, die  nicht von einem Arzt bestätigt  wurden, sollte man in keinem Falle  glauben.<span id="more-8052"></span></p>
<p>Die  Erlanger Studie wird durch eine Untersuchung der Stiftung Warentest  aus  dem vergangenen Jahr bestätigt. Danach kommen die zwölf getesteten   Gesundheitsportale auf knapp sechs Millionen Besucher pro Monat &#8211; mit   deutlich steigender Tendenz. Aber nur die Portale gesundheitpro.de   (Web-Angebot der &#8220;Apotheken-Umschau&#8221;), vitanet.de und netdoktor.de   erhielten bei der Untersuchung jeweils die Note &#8220;gut&#8221; (2,5). Alle   anderen schnitten schlechter ab.</p>
<p>Innerhalb von drei Jahren einer Langzeit-Studie der Universität Erlangen-Nürnberg stieg die  Anzahl derer, die bei Beschwerden zuerst bei der Internet-Suchmaschine ihres  Vertrauens Rat suchten, von 44 auf 57 Prozent. &#8220;Mittlerweile dürfte die  Zahl weiter gestiegen sein&#8221;, schätzt der Studienleiter, Professor  Hans-Ulrich Prokosch vom Lehrstuhl für Medizinische Informatik. Etwa  jeder dritte Deutsche konsultiert das Internet mindestens einmal im  Monat zu Gesundheitsfragen. Für fast 40 Prozent  war das Netz die  wichtigste Quelle für Gesundheitsinformationen.</p>
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