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	<title>Elmar Leimgruber &#187; Boljoo</title>
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		<title>Reporter ohne Grenzen verurteilt chinesische Internet-Zensur</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Nov 2011 23:06:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Chinas Regierungschef Wen Jiabao Foto: World Economic Forum Rund 40 führende Köpfe chinesischer Internet- und Telekommunikationsfirmen haben sich bereit erklärt, Verordnungen der Onlinekontrolle umzusetzen, welche ihnen die chinesische Regierung vorschreibt. Reporter ohne Grenzen (ROG) missbilligt eine geplante Kooperation zwischen führenden chinesischen Technologieunternehmen und der Regierung der Volksrepublik. Offiziell handelt es sich bei der geplanten Webüberwachung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_11109" class="wp-caption alignleft" style="width: 169px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Wen_Jiabao_k_World_Economic_Forum.jpg"><img class="size-medium wp-image-11109 " title="Special Session with Wen Jiabao" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Wen_Jiabao_k_World_Economic_Forum-199x300.jpg" alt="" width="159" height="240" /></a></dt>
<h4 class="wp-caption-dd">Chinas Regierungschef Wen Jiabao<br />
Foto: World Economic Forum</h4>
</dl>
</div>
<p>Rund 40 führende Köpfe chinesischer Internet- und   Telekommunikationsfirmen haben sich bereit erklärt, Verordnungen der   Onlinekontrolle umzusetzen, welche ihnen die chinesische Regierung vorschreibt. Reporter ohne Grenzen (ROG) missbilligt eine geplante Kooperation   zwischen führenden chinesischen Technologieunternehmen und der Regierung   der Volksrepublik.</p>
<p>Offiziell handelt es sich bei der geplanten Webüberwachung um Richtlinien zur   „Bekämpfung von Pornografie&#8221; und „Betrügereien&#8221;, sowie um „Eindämmung der   Verbreitung von Gerüchten und Falschinformationen&#8221;. Nach Beobachtung von ROG werden solche Vorschriften in der kommunistischen Volksrepublik China jedoch auch  dazu missbraucht, um Kritik an der Regierung und um Diskussionen zu politischen und sozialen Tabuthemen zu unterdrücken. ROG hatte schon bisher <a title="China verschärft Internet-Zensur" href="http://www.redakteur.cc/rog-china-verstaerkt-internet-zensur/" target="_blank">-wie berichtet-</a> vor einer zunehmenden Internetzensur in China gewarnt und verurteilt deswegen auch die von den  Unternehmen zugesagte Zusammenarbeit. „Damit werden die Unternehmen zu  Komplizen staatlicher Internetzensur&#8221;, so ROG.<span id="more-11105"></span></p>
<p>Erst vor kurzem hat ROG in China wieder  Einschränkungen des freien  Nachrichten- und Informationsfluss im  Internet dokumentiert: Ende  Oktober sind Online-Berichte und  Suchanfragen nach „Zhili&#8221;, einer Stadt  im Südosten des Landes, in der  Unruhen ausgebrochen waren, blockiert  worden. Die kommunistischen Behörden  verstärkten nach Protesten  außerdem Ihre Internetkontrollen in der  Inneren Mongolei, ein autonomes  Gebiet in der Volksrepublik. Mongolische  Webseiten riefen nach dem Tod  eines Hirten, der traditionelles  Weideland vor Zerstörung durch  Öltransporte schützen wollte, am 20.  Oktober zu Demonstrationen auf.  Mehrere Seiten wie etwa „Boljoo&#8221;,  „Mongolian BBS&#8221; und „Medege&#8221; wurden  daraufhin blockiert.</p>
<p>Die  Anzahl der chinesischen Internetnutzer  hat mittlerweile die  500-Millionen-Marke erreicht. Elektronische Medien  sind zu wichtigen  Kanälen für die öffentliche Meinungsbildung  geworden. ROG kritisiert die  obsessiven staatlichen Internetkontrollen  und die massive Streuung von  Regierungs-Propaganda im Internet. China  gehört schon seit Jahren zu den größten  „Feinden des Internets&#8221;.              Unter den Kooperationspartnern der Regierung sind nun  vielgenutzte Internet- und Telekommunikationsdienstleister wie „Sina  Corp&#8221;, Betreiber des Microbloggingservice „Sina Weibo&#8221;, „Baidu&#8221;, die  führende Suchmaschine in China, und „Tencent&#8221;, Betreiber eines Live-Chat  Service. Bei einem dreitägigen Treffen in Peking mit  Regierungsvertretern in der vergangenen Woche erklärten unter anderem diese Technologieunternehmen zu der  Zusammenarbeit mit der Regierung bereit.</p>
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