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	<title>Elmar Leimgruber &#187; Berufsschule</title>
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		<title>UNESCO-Weltbildungsbericht 2012: 71 Mio. Jugendliche ohne ausreichende Schulbildung</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Oct 2012 22:06:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[71 Millionen Jugendliche besuchen keine Sekundarschule und genießen demnach keine ausreichende Schulbildung. Dies geht aus dem UNESCO-Weltbildungsbericht 2012 vor. Demnach ist jeder achte Jugendliche weltweit arbeitslos. Über ein Viertel aller Jugendlichen übt eine Tätigkeit aus, die ihn an oder unter der Armutsgrenze leben lässt. Der UNESCO-Weltbildungsbericht 2012 fordert daher mehr Investitionen in die berufliche Qualifikation [...]]]></description>
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<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Schule-PICT29241.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11276" title="Schule Wien" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Schule-PICT29241-300x224.jpg" alt="" width="240" height="179" /></a>71 Millionen Jugendliche besuchen keine Sekundarschule und genießen demnach keine ausreichende Schulbildung. Dies geht aus dem UNESCO-Weltbildungsbericht 2012 vor. Demnach ist jeder achte Jugendliche  weltweit arbeitslos. Über ein Viertel aller  Jugendlichen übt eine  Tätigkeit aus, die ihn an oder unter der  Armutsgrenze leben lässt. Der UNESCO-Weltbildungsbericht 2012 fordert daher mehr Investitionen in die  berufliche Qualifikation von Jugendlichen.</p>
</div>
<p>Die Vernachlässigung der Qualifikation Jugendlicher hat langfristige Folgen. Auf der Basis von <acronym title="Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung">OECD</acronym>-Daten   schätzt der Weltbildungsbericht, dass auch in den Industrieländern 160   Millionen Erwachsene nicht in der Lage sind, eine Zeitung zu lesen  oder  sich für eine Stelle zu bewerben, weil ihnen die entsprechenden   Kenntnisse fehlen.<span id="more-13593"></span></p>
<p>Der Weltbildungsbericht 2012, dessen Schwerpunkt 2012 die Qualifikation Jugendlicher ist betont, dass der Abschluss der  unteren Sekundarstufe das Minimum ist, um die Kenntnisse zu erlangen,  die man für die Ausübung eines guten Berufs braucht. 250 Millionen  Kinder im Grundschulalter können weder lesen noch schreiben. 71  Millionen Teenager besuchen keine Sekundarschule und haben daher keine  Chance, sich die nötigen Kenntnisse für eine berufliche Perspektive  anzueignen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Alle Jugendlichen weltweit, so fordert der Bericht, müssen eine  qualitativ gute Sekundarschulbildung erhalten. Berufsrelevante  Kenntnisse und Schlüsselqualifikationen müssen vermittelt werden. Es sei  dringend notwendig, mehr Mittel für die Qualifikation Jugendlicher  bereitzustellen. Diese Investition lohnt sich auch aus  volkswirtschaftlicher Sicht: Der Bericht schätzt, dass jeder US-Dollar,  der für die Bildung eines Menschen ausgegeben wird, während dessen  Arbeitslebens zwischen 10 und 15 US-Dollar Wirtschaftswachstum erbringt.</p>
<p>Das duale Berufsbildungssystem in Deutschland, das den Besuch einer  Berufsschule mit einer praktischen Ausbildung in einem Betrieb  kombiniert, wird in dem Bericht positiv hervorgehoben. Es habe dazu  beigetragen, dass die Arbeitslosenquote bei Jugendlichen in Deutschland  im Januar 2012 bei vergleichsweise geringen 8 Prozent lag, im Vergleich  zu 23 Prozent in Frankreich und 22 Prozent in Großbritannien.</p>
<p>&#8220;Die hohe Jugendarbeitslosigkeit in vielen Ländern der Europäischen  Union ist beunruhigend. Daher müssen auch wir in Europa der beruflichen  Bildung in Zukunft hohe Aufmerksamkeit schenken, damit wir nicht in  wenigen Jahren schon von einer verlorenen Generation sprechen müssen&#8221;,  sagt Dieter Offenhäußer, stellvertretender Generalsekretär der Deutschen  UNESCO-Kommission.</p>
<p>In einigen Regionen sind in der Bildung deutliche Fortschritte  erzielt worden. Dennoch sind viele Entwicklungsländer weit davon  entfernt, die Ziele des weltweiten Aktionsprogramms &#8220;Bildung für alle&#8221;  bis 2015 zu erreichen: Trotzdem die Zahl der Kinder in vorschulischen  Einrichtungen stark gestiegen ist, profitiert nur eines von zwei Kindern  von frühkindlicher Förderung. Die Zahl der Kinder, die keine  Grundschule besuchen, ist seit 1999 von 108 Millionen auf 61 Millionen  gesunken, doch seit 2010 stagniert diese Zahl. Die weltweite  Analphabetenrate sinkt, aber zu langsam: Nach wie vor sind 775 Millionen  Erwachsene weltweit Analphabeten, zwei Drittel davon Frauen.  Lehrermangel und schlechte Lehrerausbildung führen in vielen Regionen zu  Problemen bei der Bildungsqualität.</p>
<p>Der Weltbericht &#8220;Education for all – Global Monitoring Report&#8221; wird  im Auftrag der UNESCO von einem unabhängigen Team verfasst. Er liefert  jährlich einen Zwischenstand zur Umsetzung des weltweiten  Aktionsprogramms &#8220;Bildung für alle&#8221;. 164 Länder haben sich auf dem  Weltbildungsforum in Dakar 2000 verpflichtet, sechs Bildungsziele bis  zum Jahr 2015 zu erreichen: Ausbau der frühkindlichen Förderung und  Erziehung, Grundschulbildung für alle Kinder weltweit, Absicherung der  Lernbedürfnisse von Jugendlichen und Erwachsenen, Halbierung der  Analphabetenrate unter Erwachsenen, Gleichberechtigung der Geschlechter  und Verbesserung der Bildungsqualität.</p>
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		<title>Schulstreit in Südtirol</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 23:05:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Grundschule Girlan in der Gemeide Eppan in Südtirol Foto: Gemeinde Eppan In Südtirol herrscht derzeit ein offener Schulstreit zwischen der Landesregierung und Eltern: Die Südtiroler Landesregierung hatte sich, um Verwaltungskosten zu sparen, am 5. Dezember 2011 grundsätzlich für die 5-Tage-Woche an den Schulen ausgesprochen und den endgültigen Beschluss hierzu mit Ende Januar geplant. Die Brixner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_11649" class="wp-caption alignright" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Grundschule-Girlan_Gemeinde-Eppan.jpg"><img class="size-medium wp-image-11649" title="Grundschule Girlan_Gemeinde Eppan" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Grundschule-Girlan_Gemeinde-Eppan-300x198.jpg" alt="" width="300" height="198" /></a></dt>
<h4 class="wp-caption-dd">Grundschule Girlan in der Gemeide Eppan in Südtirol<br />
Foto: Gemeinde Eppan</h4>
</dl>
</div>
<p>In Südtirol herrscht derzeit ein offener Schulstreit zwischen der Landesregierung und Eltern: Die Südtiroler Landesregierung hatte sich, um Verwaltungskosten zu  sparen, am 5. Dezember 2011 grundsätzlich für die 5-Tage-Woche an den Schulen  ausgesprochen und den endgültigen Beschluss hierzu mit Ende Januar geplant.  Die Brixner Ärztin Veronika Dellasega hat daher eine <a title="Online-Unterschriftenaktion gegen die 5-Tagewoche an Südtirols Schulen" href="http://openpetition.de/petition/online/eltern-fuer-die-6tagewoche-an-den-schulen-suedtirols-genitori-per-i-6-giorni-lavorativi-a-scuola" target="_blank">Online-Unterschriftenaktion</a> gegen das Vorhaben der Südtiroler Landesregierung gestartet. Bislang wird in den vielen Schulen Südtirols von Montag bis Samstag unterrichtet, künftig soll auch der Samstag unterrichtsfrei werden.  Dagegen wehren sich Eltern nun mit einer Petition, die noch 171 Tage andauert. Bis Redaktionsschluss dieses Beitrags gab es 850 Unterschriften.<strong><br />
</strong></p>
<p><strong></strong>Per Beschluss des Landtags war die Landesregierung beauftragt worden,  den <a title="Schulkalender in Südtirol" href="http://www.provinz.bz.it/schulamt/service/schulkalender.asp" target="_blank">Schulkalender in Südtirol</a> zu vereinheitlichen. Von  den insgesamt 65.000 Kindern und Jugendlichen, die Kindergärten,  Grund-,  Mittel-, Ober- und Berufsschulen im Land besuchen, entfallen 44  Prozent  auf Schulen mit einer 5-Tage-Woche, 32 Prozent auf solche mit  einer  6-Tage-Woche, 13 Prozent gehen in Schulen, die das alternierende  Modell  anwenden, die verbleibenden elf Prozent besuchen schließlich  Schulen,  die die 6-Tage-Woche vorgeschrieben, allerdings einige freie  Samstage in  den Schulkalender eingebaut haben.<span id="more-11645"></span></p>
<p>&#8220;Die Fünf-Tage-Woche nimmt weder Rücksicht auf die unterschiedlichen   Bedürfnisse und Besonder­heiten der verschiedenen Schulstufen   (Grundschule, Mittelschule und Oberschule) noch der Altersstufen der   Schüler/innen&#8221;, kritisiert Dellasega und plädiert für die Schulauonomie: &#8220;Die bestmögliche Verteilung der Unterrichtszeit auf die Wochentage ist   aber wesentlich für  das Erreichen der Ziele der jeweiligen Schule&#8221;. Daher sollte -da das bisherige Sysem auch zu guten PISA-Ergbenissen geführt hat- jede Südtiroler Schule auch weiterhin selbst entscheiden können, welches   Modell sie aufgrund ihrer Bedürfnisse und Situation umsetzen will, so Dellasega.</p>
<p>Die 5-Tagewoche führe, da zusätzlich mehrmals pro Woche am Nachmittag ebenfalls unterrichtet werden müsse, zu einer massiven Überbelastung der Schüler: &#8220;Mit jedem Nachmittagsunterricht  wird ihnen das Lernen erschwert&#8221; und &#8220;Übermäßiger Stress kann bei Kindern und  Jugendlichen zu Psychosen führen, die sich negativ auf ihre Entwicklung  auswirken&#8221;. Vor allem Schülern von Mittel- und Oberschulen würde durch den Nachmittagsunterricht auch die Chance verweigert, ihren Hobbies nachzugehen: &#8220;Sportvereine, Musikkapellen und Feuerwehren müssen daher um ihren   Nachwuchs bangen, alles ehrenamtliche Einrichtungen, die im Laufe der   letzten Jahrzehnte erheblichen Zuspruch und Zuwachs erfahren haben und   nur durch den unermüdlichen Einsatz vieler Personen, auch Jugendlicher,   zu dem geworden sind, was sie heutzutage auch über unsere Landesgrenzen   darstellen&#8221;.</p>
<p>Der bei einer 5-Tage-Woche um eine Woche früher beginnende Schulbeginn und die eine Woche später beginnenden Ferien kann &#8220;das begehrte Sommerpraktikum von deutlich weniger  Oberschülern  in Anspruch genommen werden&#8221; und auch &#8220;die geliebte erste Ferienwoche der Familien im Juni (ab Mitte Juni),   in der sie zum Vorzugspreis ans Meer fahren können, fällt weg&#8221;. Und nicht zu unterschätzen sei auch die zusätzliche finanzielle  Belastung der Eltern, wenn durch die Ganztagsschule bedingt auch  für die Schulabspeisung bezahlt werden müsste, kritisiert Dellasega.</p>
<p>Während laut Plan der Südtiroler Landesregierung in Kindergarten und Grundschule die 5-Tagewoche künftig ohne Ausnahmen gilt, sollen nur in der deutschen Schule auch die Mittelschulen gänzlich auf  das 5-Tage-Modell umgestellt werden. In den italienischen Schulen regt sich dagegen schon seit einiger Zeit Widerstand. &#8220;Dieser ist auch bis zu einem gewissen  Grad verständlich, weil die Realitäten in Stadt und Land sehr  unterschiedlich sind&#8221;, reagierte Südtirols Landeshauptmann Luis Durnwalder. Künftig soll daher eine Ausnahme  von der 5-Tage-Woche vorgesehen werden. So kann sich der Schulrat mit Drei-Viertel-Mehrheit  für die 6-Tage-Woche aussprechen. &#8220;Nur dann ist eine solche auch  zulässig&#8221;, so der Landeshauptmann. Selbiges gelte auch für alle  Oberschulen.</p>
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