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	<title>Elmar Leimgruber &#187; Berufsbildung</title>
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		<title>Südtirol führt Matura an Berufsschulen ein</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2013 23:02:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ab dem Schuljahr 2014/2015 können auch Südtirols Berufsschüler ihre Ausbildung mit der Matura abschließen, die erste Maturaprüfung an der Berufsschule somit wird somit im Sommer 2015 abgehalten werden. Nach jahrelangem Bemühen Südtirols Rom gegenüber ist es so weit: Der Weg für die Matura an den Berufsschulen ist nach der Unterzeichnung des Einvernehmensprotokolls im Bildungsministeriumgeebnet. Nun können [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Berufsschulen-Matura_C_LPA.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-14527" title="Berufsschulen-Matura Foto: CLPA" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Berufsschulen-Matura_C_LPA-300x144.jpg" alt="" width="300" height="144" /></a>Ab dem Schuljahr 2014/2015 können auch Südtirols Berufsschüler ihre Ausbildung mit der Matura abschließen, die erste  Maturaprüfung an der Berufsschule somit wird somit im Sommer 2015 abgehalten werden. Nach jahrelangem Bemühen Südtirols Rom gegenüber ist es so weit: Der Weg für die  Matura an den Berufsschulen ist nach der Unterzeichnung des  Einvernehmensprotokolls im Bildungsministeriumgeebnet. Nun können Südtirol (und neben ihm auch das Trentino) die staatliche  Abschlussprüfung (Matura) innerhalb der Berufsbildung einführen.</p>
<p>Die  Vereinbarung baut auf die Neuregelung der staatlichen   Lehranstalten  auf, die vorsieht, dass in Südtirol und dem Trentino  einjährige  Lehrgänge für Schüler und Schülerinnen organisiert werden  können, die im  Besitze des Berufsbildungsdiploms (Abschluss einer  vierjährigen  Ausbildung) sind, um sie auf die Abschlussprüfung  vorzubereiten.<span id="more-14526"></span></p>
<p>Schwerpunkt der  Berufsbildung ist und bleibt  auch weiterhin die (drei- oder vierjährige)  Grundausbildung: also die  Vermittlung jener Kenntnisse und  Fertigkeiten, die zum Erreichen einer  beruflichen Qualifikation  notwendig sind und die Grundlage für gute  Arbeitsplatzchancen bilden. Im  Sinne der Begabungsförderung stellt  diese neue und zusätzliche  Möglichkeit jedoch einen beträchtlichen  Mehrwert für die Jugendlichen  dar, und auch für die berufliche Bildung,  für die sich immerhin über ein  Drittel der Südtiroler Jugendlichen  entscheidet.</p>
<p>Für den  Zugang zum einjährigen Lehrgang ist ein Aufnahmeverfahren   vorgesehen,  über das die Beweggründe der Jugendlichen erhoben und die    Voraussetzungen für den Bildungserfolg sichergestellt werden. In der    Vereinbarung werden die allgemeinen Kriterien für die Gestaltung der    Lehrgänge und der Prüfung festgelegt. So bauen die entsprechenden    Lehrgänge stimmig auf die bisherigen Bildungswege auf. Sie gliedern sich    in vier Schwerpunktbereiche (Industrie und Handwerk; Verwaltung,    Handel, Tourismus und personenbezogene Dienstleistungen; Soziale    Dienste; Landwirtschaft und Umwelt) und decken vorwiegend den allgemein    bildenden Bereich ab. Dem besonderen Charakter der Berufsbildung wird    durch den handlungs- und praxisorientierten Unterricht Rechnung    getragen, der unter anderem die Durchführung eines Projekts aus dem    beruflichen Kontext des Schülers vorsieht.</p>
<p>Die Prüfung, die an    den Landesberufsschulen abgenommen wird, entspricht von der Struktur    her jener der Oberschulen: Vorgesehen sind drei schriftliche Prüfungen    und ein Kolloquium. Inhaltlich bestehen verschiedene Spielräume, um die    Besonderheiten der Berufsbildung zu berücksichtigen: So werden die    Themen der schriftlichen Arbeiten in Südtirol ausgearbeitet, und das    Kolloquium umfasst die Präsentation einer Projektarbeit aus dem eigenen    beruflichen Kontext.</p>
<p>Fachleute  aus Südtirol, dem Trentino und dem  Bildungsministerium haben in den  vergangenen Monaten die nun  verabschiedete Vereinbarung ausgearbeitet,  mit deren Unterzeichnung ein  lang angestrebtes Ziel erreicht wird: dass  nämlich auch für geeignete  und motivierte Absolventen einer beruflichen  Ausbildung der Weg nach  oben offen ist und ein Maturaabschluss und  anschließendes Studium  ermöglicht werden.</p>
<p>Die Ermächtigung zur Einführung der Matura an den Berufsschulen durch  das Bildungsministerium wertet Südtirols Bildungslandesrätin Sabina Kasslatter  Mur als wichtigen Schritt zu mehr Eigenständigkeit im Bildungswesen:  &#8220;Immerhin ist es absolutes Novum, dass ein staatlicher Abschluss wie  jener der Matura über die Berufsschulen erreicht werden kann,  zumal diese Schulen bekanntlich autonom geregelt werden können.&#8221;</p>
<p>Kasslatter Mur  spricht von einer wichtigen autonomiepolitischen Errungenschaft: &#8220;Die  Berufsbildung ist nun keine Einbahnstraße mehr und eröffnet den  Jugendlichen zusätzliche Chancen. Das Bildungssystem in Südtirol  wurde um einen wesentlichen Baustein erweitert und qualitativ  verbessert.&#8221;</p>
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