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	<title>Elmar Leimgruber &#187; Behinderte</title>
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		<title>Euthanasie: Wird schon wieder über &#8220;lebensunwerte Menschen&#8221; gelästert?</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Feb 2015 23:02:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Natürlich muss nicht nur über ein Leben in Würde, sondern auch über ein Sterben in Würde gesprochen werden. Doch mit welchem Ziel? Menschen zu töten, die wir anderen nicht mehr für lebenswürdig oder lebenswert erachten? Natürlich wünschen sich manche Menschen mit massiven Qualen manchmal vorübergehend den Tod, aber der Schmerzen wegen und nicht weil wie tatsächlich sterben möchten. Und natürlich muss die Medizin hier Mittel und Wege finden, um Menschen möglichst wenig leiden zu lassen und  ihre Schmerzen weitgehstenst zu lindern. Aber wollen wir anderen zugestehen, über Leben und vor allem Tod zu entscheiden oder wollen wir das gar selbst in die Hand nehmen?<span id="more-15983"></span><br />
</em></p>
<p><em>Diese Diskussion, in der andere (natürlich ebenfalls mit schönen Worten begründet) darüber entschieden, wer (noch) lebenswert ist, hatten wir doch schon mal. Und die Folge waren unzählige Ermordete: Menschen anderer Völker, anderer Religionen oder Meinung, anderer sexueller Orientierung, Behinderte und eigentlich jeder, der nicht in ein ach so perfekten System passte.</em><em> Der aktuelle Vorschlag der Bioethik-Kommission (was steckt da für eine &#8220;Ehtik&#8221; dahinter?), in gewissen Fällen bei Euthanasie Straffreiheit zu gewähren, kann daher nur entschieden abgelehnt werden.</em></p>
<p><em>Haben wir nicht dazugelernt? Wollen wir tatsächlich so eine Diskussion, wer es noch wert ist zu leben, von vorne beginnen? Keinesfalls! Jeder Mensch hat das Recht auf eine würdige Begleitung auch auf seinem letzten Lebensweg und zwar ohne dass man sein Leben verkürzt. Alles andere mag vielleicht wirtschaftlich sinnvoll erscheinen, widerspricht aber allen humanistischen Werten.<br />
</em></p>
<p><em>Heute sind es Schwerkranke, denen durch den Tod &#8220;geholfen&#8221; werden soll, morgen sind es Behinderte und schon übermorgen kann es jeden von uns treffen. Der aktuelle Widerstand ist also gerechtfertigt: Auf das unmenschliche Niveau, auch nur über &#8220;lebensunwerte&#8221; Menschen nachzudenken,  bewegen wir uns in der Geschichte hoffentlich nie wieder zu: nie wieder!<br />
</em></p>
<p><em>Elmar Leimgruber</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zum Mehrheitsvotum der  Bioethikkommission, in &#8220;Härtefällen&#8221; Ausnahmeregelungen zur assistierten  Selbsttötung im Strafrecht durchzuführen, gab es am Donnerstag  auch zahlreiche Reaktionen aus Politik und Zivilgesellschaft. Gegen jedwede  Lockerung des Verbotes aktiver Sterbehilfe, insbesondere auch der  straffreie Beteiligung von Ärzten daran, sprachen sich die Ärztekammer,  Behindertenorganisationen sowie auch das kirchliche Bioethikinstitut  IMABE aus.</p>
<p>&#8220;Es muss möglich sein, dass Kranke „an der Hand und nicht durch die Hand eines anderen Menschen  sterben&#8221;, zitiert Alfred Trendl vom Katholischen Familienverband eine Aussage des früheren Kardinals von Wien, Franz König und fordert einen Rechtsanspruch auf Palliativ- und Hospizversorgung: &#8220;Über Leben und Tod zu entscheiden steht uns schlicht nicht zu&#8221;, so Trendl.</p>
<p>Leben zu beenden widerspreche dem ärztlichen  Berufsethos und  dürfe  nicht Bestandteil ärztlichen Handelns sein, reagiert die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) und lehnt die von der  Bioethik-Kommission empfohlene Lockerung des Verbotes der  aktiven  Sterbehilfe ab.  Vielmehr  sei es die Pflicht jedes Arztes, Leben zu  erhalten und  Sterbende  palliativmedizinisch zu begleiten. Dazu sei ein  umfassender  Ausbau der  Palliativmedizin in Österreich dringend  erforderlich, so die Ärztekammer. Von  einem &#8220;offenen Schlag ins Gesicht von Menschen, die sich in der  letzten  Phase ihres Lebens befinden&#8221;, sprach Marianne Karner vom   Behindertenberatungszentrum &#8220;Bizeps&#8221; mit Blick auf das Mehrheitsvotum   der Bioethikkomission.</p>
<p>&#8220;Die Vertrauensbasis zwischen Arzt und Patient würde dabei  völlig untergraben&#8221;, betont die Geschäftsführerin des Bioetikinstituts Imabe, Susanne Kummer  gegenüber &#8220;Kathpress&#8221;. In der  Gesellschaft würde die Legalisierung in einem &#8220;breiten Konsens&#8221;  abgelehnt, und es mute &#8220;eigenartig&#8221; an, &#8220;dass eine nicht demokratisch  legitimierte Kommission diesen bestehenden Konsens brechen will&#8221;. Es sei gefährlich, wenn gemäß des  Minderheitenvotums beim Sterbewunsch eines Patienten diesem automatisch  ein Suizidwunsch unterstellt würde, da dies Unterschiede verwische, erklärt  Kummer. Auch im Wortgebrauch ziele man scheinbar auf eine Entwicklung  wie in Großbritannien ab, wo der Begriff &#8220;assistierter Suizid&#8221;  mittlerweile verboten und nur noch die Rede von &#8220;Selbstbestimmung&#8221; sei.  &#8220;Fakten werden somit komplett verschleiert&#8221;, so Kummer.</p>
<p>Die Empfehlung der Bioethik-Kommission bezüglich Euthanasie kann online unter <a href="http://www.bundeskanzleramt.at/bioethik/" target="_blank">www.bundeskanzleramt.at/bioethik/</a> nachgelesen werden.</p>
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		<title>EU: Fahrgäste im Autobusfernverkehr erhalten mehr Rechte</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Feb 2011 23:16:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Busbahnhof Wien Südtiroler Platz Die Passagierrechte bei Reisen in Flugzeugen, der Bahn und auf Schiffen wurden bereits -wie berichtet- geklärt. Nun gibts neue Rechte auch für Benützer von internationalen Buslinien: Das Europäische Parlament im Februar 2011 beschlossen, den Fahrgästen im innereuropäischen Autobusfernverkehr ebenfalls mehr Rechte zuzusprechen. Die neuen Bestimmungen treten in zwei Jahren in Kraft; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4 class="mceTemp">
<dl id="attachment_8531" class="wp-caption alignright" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Busbahnhof-Südtiroler-Platz-Wien-DSCN5368.jpg"><img class="size-medium wp-image-8531" title="Busbahnhof Südtiroler Platz Wien DSCN5368" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Busbahnhof-Südtiroler-Platz-Wien-DSCN5368-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Busbahnhof Wien Südtiroler Platz</dd>
</dl>
</h4>
<p>Die Passagierrechte bei Reisen in Flugzeugen, der Bahn und auf Schiffen wurden bereits <a title="Passagierrechte in der EU" href="http://www.redakteur.cc/fahrgaste-in-der-eu-und-ihre-rechte/" target="_blank">-wie berichtet-</a> geklärt. Nun gibts neue Rechte auch für Benützer von internationalen Buslinien: Das Europäische Parlament im Februar 2011 beschlossen, den Fahrgästen im innereuropäischen Autobusfernverkehr ebenfalls mehr Rechte zuzusprechen. Die neuen Bestimmungen treten in zwei  Jahren in Kraft; in gewissen   Fällen können die Mitgliedsstaaten aber  noch vier Jahre eine Befreiung   erhalten, um die neuen Vorschriften voll  umsetzen zu können.</p>
<p>Den Reisenden im Autobusfernverkehr in der Europäischen Union wird in   der Zukunft auch bei der Stornierung von Busverbindungen, bei   Überbelegungen und bei Verspätungen von über zwei Stunden ein   Schadensersatz zustehen, nachdem das Europäische Parlament auf seiner   Sitzung am 15. Februar in Straßburg die EU-Verordnung zur Regelung der   Fahrgastrechte für den Busverkehr verabschiedet hat. Die Verordnung  schreibt den Gesellschaften für Autobusfernverkehr bei  Fahrstrecken von  mehr als 250 Kilometer vor, in welchen Fällen den  Fahrgästen eine  Kompensation zusteht.<span id="more-8521"></span></p>
<p>Bei einer Verspätung von mehr als  zwei Stunden  oder wenn die Busgesellschaft ihren Linienbus nicht sicher  starten  kann, kann der Fahrgast zwischen der Rückerstattung des vollen   Fahrpreises und einer Alternativstrecke wählen, um sein Reiseziel zu   erreichen. Das ist auch dann der Fall, wenn der Fahrgast, der über eine   gültige Fahrkarte verfügt, im Bus keinen Platz mehr bekommt, wenn die   Busgesellschaft eine Überbelegung zu verantworten hat.</p>
<p>Bietet die Gesellschaft nur eine Kostenerstattung an, hat der  Fahrgast  auch Schadensersatzanspruch in Höhe des halben Fahrpreises.  Bei einer  Fahrzeit von mehr als drei Stunden hat der Betreiber die  Fahrgäste mit  Speisen und Getränke zu versorgen, vorausgesetzt der  Linienbus hat mehr  als eineinhalb Stunden Verspätung. Bei gewissen  Verspätungen oder  Stornierungen hat die Busgesellschaft auch das  Hotelzimmer des  Fahrgastes für höchstens zwei Übernachtungen zu tragen.  Von diesen  Verpflichtungen werden die Gesellschaften im Falle von  extremen  Witterungsbedingungen und Naturkatastrophen befreit. Fahrgäste  können ausserdem bei Verlust oder Beschädigung des Gepäcks mit  einer  Kompensation rechnen. Die Busgesellschaft ist verpflichtet,  Schäden am  Gepäck bis zu einer Höhe von 1.200 Euro zu erstatten.</p>
<p>Die Rechtvorschrift gewährt zudem den Gehbehinderten und den  Behinderten im  Allgemeinen besonderen Schutz. Falls ihre Gehhilfen und   mobilitätsfördernden Gegenstände während der Reise beschädigt werden,   gibt es für die dafür zustehende Schadenserstattung keine Obergrenze.   Die Verordnung untersagt auch die Diskriminierung von Fahrgästen: an den   Endstationen und Haltestellen haben die Liniengesellschaften den   gehbehinderten Fahrgästen Hilfe zu gewähren. Das Verbot einer negativen   Diskriminierung schreibt auch die unentgeltliche Beförderung der   mobilitätsfördernden Ausrüstung vor. Diese Verordnung gilt auch bei   Strecken von unter 250 Kilometern, ebenso wie auch die umfassende   Informationder Fahrgäste sowie das Fahrgastrecht, Beschwerden   einzulegen.</p>
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		<title>27. Januar: Im Gedenken an die Opfer des Holocaust</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Jan 2011 23:02:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau: Niemals vergessen! Foto: Stiftung Auschwitz Birkenau Die Welt gedenkt am 27. Jänner seit 1946 alljährlich der Befreiung von Auschwitz-Birkenau, des grössten Konzentrationslagers des Nazi-Regimes. Wir gedenken &#8220;nicht nur der Millionen ermordeter Juden und Kriegsgefangenen, sondern auch der vielen politisch Andersdenkenden und Minderheiten,&#8221; erklärte UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon anlässlich des internationalen Gedenktags für die Opfer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4 class="mceTemp">
<dl id="attachment_8249" class="wp-caption alignright" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/stiftungauschwitz_birkenau2k.jpg"><img class="size-medium wp-image-8249 " title="STIFTUNG AUSCHWITZ-BIRKENAU startet die Kampagne &quot;INTERVENE NOW!&quot;" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/stiftungauschwitz_birkenau2k-300x216.jpg" alt="" width="300" height="216" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau:<br />
Niemals vergessen!<br />
Foto: Stiftung Auschwitz Birkenau</dd>
</dl>
</h4>
<p>Die Welt gedenkt am 27. Jänner  seit 1946 alljährlich der Befreiung von Auschwitz-Birkenau, des grössten Konzentrationslagers des Nazi-Regimes. Wir gedenken &#8220;nicht nur der Millionen ermordeter Juden und Kriegsgefangenen,  sondern auch der vielen politisch Andersdenkenden und Minderheiten,&#8221; erklärte UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon anlässlich des internationalen Gedenktags für die Opfer des Holocaust: &#8221; Neben unzähliger Sinti und Roma zählen auch Homosexuelle und behinderte  Menschen zu den Opfern der systematischen Ausrottungspolitik der Nazis  und ihrer Anhänger. Dieses Jahr gedenken wir besonders der weiblichen Opfer&#8221;.</p>
<p>Und nach wie vor gebe es Bedrohungen: &#8220;Überall auf dieser Welt sind Frauen und Mädchen Gewalt, Missbrauch und  Diskriminierung ausgesetzt. Die Vereinten Nationen haben sich dem Schutz  und der Aufrechterhaltung ihrer grundlegenden Menschenrechte  verschrieben. Indem wir Frauen stärken, stärken wir unsere Gesellschaft&#8221;. Aber jeder könne &#8220;– unabhängig von seinem Hintergrund oder seiner Ausbildung – ein Verfechter der Menschenrechte sein&#8221;, so der UNO-Generalsekretär.<span id="more-8244"></span></p>
<p>&#8220;Der Name Auschwitz  steht wie kein anderer für die Verbrechen Deutscher  an Millionen von  Menschen. Sie erfüllen uns Deutsche mit Abscheu und  Scham,&#8221; betonte der deutsche Bundespräsident Christian Wulff bei der offiziellen Gedenkveranstaltung in Auschwitz-Birkenau: &#8220;Das Wissen um das geschehene Grauen, die  Erkenntnis dessen, was Menschen  fähig waren anderen Menschen anzutun,  sind Mahnung und Verpflichtung  für die gegenwärtigen und kommenden  Generationen, die Würde des Menschen  unter allen Umständen zu wahren  und niemals mehr andere zu verfolgen,  zu erniedrigen oder gar zu töten,  weil sie anders sind in Glaube,  Volkszugehörigkeit, politischer  Überzeugung oder sexueller Orientierung,&#8221; sagte der deutsche Bundespräsident.</p>
<h4 class="mceTemp">
<dl id="attachment_8250" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Antifaschismus-Denkmal-Wien-PICT2817.jpg"><img class="size-medium wp-image-8250" title="Digital Camera" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Antifaschismus-Denkmal-Wien-PICT2817-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Den Opfern der Gestapo gewidmetes Denkmal am Wiener Morzinplatz</dd>
</dl>
</h4>
<p>&#8220;Für die Gräueltaten des NS-Regimes kann es keine Wiedergutmachung geben. Wir sehen das Gedenken aber als Verpflichtung an, alles daran zu setzen, um Rassismus, Antisemitismus und Gewalt gegen Minderheiten in Zukunft zu verhindern,&#8221; erklärte Österreichs Aussenminister Michael Spindelegger, der hier auch die vor ihrem Abschluss stehenden Zahlungen aus dem Allgemeinen Entschädigungsfonds und das 2010 in Kraft getretene Bundesgesetz über die Einrichtung des Fonds zur Instandsetzung der jüdischen Friedhöfe nannte.</p>
<p>&#8220;Den Holocaust-Gedenktag zu begehen heißt, die Erinnerung an den  Völkermord und die Grausamkeiten des Nationalsozialismus wach und  lebendig zu halten. Diese Erinnerung soll uns vor dem Missbrauch von  Ideologien bewahren, vor Manipulationen und Ausgrenzung&#8221;, betonte Südtirols  Landeshauptmann Luis Durnwalder. Es sei wichtig, den Jugendlichen das Geschehen  vor 70 Jahren in Erinnerung zu rufen, um sie vor den Gefahren  extremistischen Gedankenguts zu wappnen: &#8220;Unsere Jugend soll für eine  Gesellschaft der Toleranz und des Friedens eintreten und jede Form der  Unterdrückung und Gewalt bekämpfen,&#8221; so Durnwalder.</p>
<p>&#8220;Wer die Vergangenheit  vergisst, kann die Zukunft nicht gestalten. Kein Land kann seine  Vergangenheit ad acta legen. Sowohl die Licht- als auch die  Schattenseiten seiner Geschichte sind Teile des kollektiven  Gedächtnisses und somit Ausgangsbasis für die weitere Entwicklung,&#8221;  betonte Liechtensteins Aussen- und Kulturministerin Aurelia Frick bei einer Holocaust-Gedenkstunde in Vaduz.</p>
<p>Am 66. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers  Auschwitz-Birkenau im Jahre 1945 stellte die Stiftung Auschwitz-Birkenau  ihre Kampagne &#8220;Intervene Now!&#8221; vor. 120-Millionen-Euros sollen &#8220;zur Bewahrung der Zeugnisse des weltweit   bekanntesten Konzentrationslagers und zur Förderung der weltweiten   Toleranz&#8221; aufgewendet werden. Die Initiative &#8220;Intervene Now!&#8221;  richtet sich an Einzelpersonen, Organisationen und Regierungen auf der  ganzen Welt, um die Zeugnisse und das Andenken an das  vom Verfall bedrohte Konzentrationslager  Auschwitz-Birkenau  und die zahlreichen Opfer und  Überlebenden eines der abscheulichsten Verbrechen in der Menschheit  dauerhaft zu erhalten. Seit der Einrichtung der Stiftung Auschwitz-Birkenau haben laut Stiftung die  Regierungen der Bundesrepublik Deutschland, der Republik Österreich und  der Vereinigten Staaten von Amerika bereits signifikante Beträge,  insgesamt mehr als 78 Millionen Euro, in den Perpetual Capital Fund  eingezahlt.</p>
<p>Die &#8220;Intervene Now!&#8221;-Webseite ( <a href="http://www.facebook.com/AuschwitzInterveneNow">http://www.facebook.com/AuschwitzInterveneNow</a> ) wird nach eigenen Angaben Kunst, Musik und Literatur von Opfern und Überlebenden, neue und  archivierte Fotos von Auschwitz-Birkenau und pädagogische Materialien  bieten, die in Schulen, Gruppen und religiösen Organisationen verwendet  werden können.</p>
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		<title>Diakonie fordert: Behinderte endlich versichern</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Dec 2010 23:13:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diakonie-Direktor Michael Chalupka Foto: diakonie.at Barbara Krobath 20.000 Menschen mit Behinderung arbeiten zwar in Österreich, sind jedoch nicht sozialversichert. Auf diesen Misstand weist am heutigen internationalen Tag der Menschen mit Behinderung das österreichische evangelische Sozialhilfswerk Diakonie hin: &#8220;Menschen mit Behinderungen, die in Beschäftigungstherapie Werkstätten arbeiten, gelten immer noch nicht als gleichwertige Mitglieder unserer Gesellschaft. Obwohl [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/michael_chalupka-Barbara_Krobath.jpg"><img class="size-medium wp-image-7689" title="michael_chalupka-Barbara_Krobath" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/michael_chalupka-Barbara_Krobath-205x300.jpg" alt="" width="164" height="240" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Diakonie-Direktor Michael Chalupka<br />
Foto: diakonie.at Barbara Krobath</dd>
</dl>
</h4>
<p>20.000 Menschen mit Behinderung arbeiten zwar in Österreich, sind jedoch nicht sozialversichert. Auf diesen Misstand weist am heutigen internationalen Tag der Menschen mit Behinderung das österreichische evangelische Sozialhilfswerk Diakonie hin: &#8220;Menschen mit Behinderungen, die in Beschäftigungstherapie Werkstätten arbeiten, gelten immer noch nicht als gleichwertige Mitglieder unserer Gesellschaft. Obwohl sie oft jahrelang beschäftigt und längst erwachsen sind, können sie keinen eigenen Pensionsanspruch erwerben. Das liegt daran, dass diese Menschen in Österreich als &#8220;arbeitsunfähig&#8221; eingestuft werden und ihre Tätigkeit nicht als Erwerbstätigkeit anerkannt wird.&#8221;, kritisiert Diakonie-Direktor Michael Chalupka.<span id="more-7686"></span></p>
<p>Die Diakonie hat daher im November 2010 eine österreichweite Kampagne gestartet und ruft dazu auf, ihr Anliegen für Menschen mit<br />
Behinderungen gegenüber Sozialminister Rudolf Hundstorfer zu unterstützen. Aus Anlass des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen am 3. Dezember erinnert Chalupka daran, dass in Österreich immer noch 20.000 Menschen arbeiten, ohne Anspruch auf eine eigenständige Sozialversicherung zu erlangen.</p>
<p>Vor zwei Jahren ratifizierte Österreich die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, die das Recht auf Arbeit und ein selbstbestimmtes Leben für Menschen mit Behinderungen deklariert. Auch im aktuellen Regierungsprogramm ist eine eigenständige Sozialversicherung für Menschen mit Behinderungen in Werkstätten vorgesehen.</p>
<p>Chalupka dazu: &#8220;Bis jetzt konnte lediglich eine Unfallversicherung erreicht werden. Das ist ein guter erster Schritt, aber es braucht<br />
noch mehr. Menschen mit Behinderung wollen und können in die Arbeitswelt integriert werden, und das muss auch als Erwerbsarbeit<br />
anerkannt werden. Damit sich daraus Arbeitnehmerrechte ableiten lassen, wie sie heute selbstverständlich sind: Kranken- und Pensionsversicherung, Urlaubs- und Gehaltsansprüche, Arbeitsschutzgesetze und gesetzliche Selbstvertretungsrechte.&#8221;<br />
<a href="http://www.diakonie.at/" target="_blank"></a></p>
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		<title>Dr. Karl Renner Publizistikpreis 2010 und ÖZIV Medienpreis ausgeschrieben</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Aug 2010 14:41:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ÖJC-Präsident Fred Turnheim Foto: © Leimgruber Der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) hat den &#8220;Dr. Karl Renner Publizistikpreis 2010&#8243; ausgeschrieben. Der Preis wird ab sofort wieder jährlich vergeben. Neu ist auch, dass die nach eigenen Angaben höchste Auszeichnung im österreichischen Journalismus nun in den Kategorien Print, Radio, Fernsehen und Online vergeben wird. &#8220;Wir wollen damit auf [...]]]></description>
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<dd class="wp-caption-dd">ÖJC-Präsident Fred Turnheim<br />
Foto: © Leimgruber</dd>
</dl>
</h4>
<p>Der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) hat den &#8220;Dr. Karl Renner Publizistikpreis 2010&#8243; ausgeschrieben. Der Preis wird ab sofort wieder jährlich vergeben. Neu ist auch, dass die nach eigenen Angaben höchste Auszeichnung im österreichischen Journalismus nun in den Kategorien Print, Radio, Fernsehen und Online vergeben wird. &#8220;Wir wollen damit auf die geänderte Medienlandschaft reagieren&#8221;, begründete ÖJC-Präsident Fred Turnheim die Umstellung des traditionsreichen Preises. Ende der Einreichfrist ist der 30. September 2010.</p>
<p>Vorschläge für Preisträger können alle Mitglieder des Österreichischen Journalisten Clubs sowie die Redaktionen aller Print-, Online- und Funkmedien in Österreich, sowie alle österreichischen Journalistinnen und Journalisten einreichen. Einreichungen sind an Österreichischer Journalisten Club, Kennwort: &#8220;Rennerpreis 2010&#8243;, Blutgasse 3, 1010 Wien zu richten. Film- und Fernsehproduktionen sind auf DVD einzusenden, Hörfunksendungen auf Audio-CD und Online-Medien auf CD-ROM/DVD.<span id="more-6192"></span></p>
<p>Die Jury entscheidet am 13.Oktober 2010. Die Nominierten werden telefonisch verständigt. Die eingereichten Bewerbungsunterlagen werden nicht zurückgesandt und gehen in das Eigentum des ÖJC über. Die Verleihung des Dr. Karl Renner-Journalistenpreises 2010 findet Ende Oktober in Wien statt.</p>
<p>Mit einem geänderten Einreichschluss geht der diesjährige ÖZIV Medienpreis (in Zusammenarbeit mit dem ÖJC) in seine fünfte Auflage. Für den Preis, mit dem herausragende Berichterstattung über Menschen mit Behinderungen im Arbeitsleben/in der Wirtschaft ausgezeichnet wird, kann bis 31.12.2010 eingereicht werden. Der Galaabend mit der Prämierung des besten Beitrages geht am 31.3.2011 über die Bühne. Ausgelobt sind die Statue &#8220;Schuasch&#8221; des Künstlers Rudolf Pinter sowie ein Preisgeld in Höhe von 1.000,- Euro.</p>
<p>&#8220;Mit den vielen aktuellen Themen heuer, wie z.B. dem Europäische Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung, den Debatten um Pflegegeld und Kündigungsschutz sowie der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen steht eine breite Palette an Ansatzmöglichkeiten für interessante Stories zur Verfügung,&#8221; erklärte ÖZIV Präsident Klaus Voget.</p>
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		<title>13 Mio. Euro gegen die Krise und für Innovationen</title>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 22:02:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit 13,1 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) &#8211; 100.000 Euro mehr als noch im Vorjahr &#8211; stemmt man sich in Südtirol gegen die Krise und fördert die Innovationsfähigkeit heimischer Unternehmen. Die entsprechende Wettbewerbs-Ausschreibung ist letzthin in Bozen vorgestellt worden. Dabei wurde auch betont, dass die Entbürokratisierung vorangetrieben werden soll. Bis dato hat das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit 13,1 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) &#8211; 100.000 Euro mehr als noch im Vorjahr &#8211; stemmt man sich in Südtirol gegen die Krise und fördert die Innovationsfähigkeit heimischer Unternehmen. Die entsprechende Wettbewerbs-Ausschreibung ist letzthin in Bozen vorgestellt worden.</p>
<p>Dabei wurde auch betont, dass die Entbürokratisierung vorangetrieben werden soll. Bis dato hat das Land im Planungszeitraum 2007 bis 2013 rund die Hälfte der über den ESF zur Verfügung gestellten 160 Millionen Euro investiert.<span id="more-4897"></span></p>
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<div class="yui-content">
<div id="tab1">
<p>Die Gesamtsumme von 13,1 Millionen Euro fließt in vier ESF-Achsen: Anpassungsfähigkeit, Beschäftigung, Eingliederung und Humankapital. &#8220;Wir greifen mit dieser Ausschreibung auf die im Vorjahr mit dem Staat getroffene Vereinbarung zurück, die zwei primäre Verwendungszwecke für die Gelder vorsieht&#8221;, erklärte Laura Favaro, Koordinatorin der ESF-Dienststelle des Landes. Diese seien die Förderung der Aus- und Weiterbildung, mit der Krisenopfer wieder in den Arbeitsmarkt eingebunden werden sollten, sowie die Förderung der Innovationskraft heimischer Betriebe.</p>
<p>Diese Ziele unterstrich auch Landeshauptmann Luis Durnwalder: &#8220;Die EU stellt uns über ihre Programme Mittel für die verschiedensten Zwecke zur Verfügung, den ESF nutzen wir vor allem zur Steigerung der Chancen Einzelner auf dem Arbeitsmarkt&#8221;, so Durnwalder. Dabei reiche die Palette von der Eingliederung über die Umschulung bis hin zur Wieder-Eingliederung von Frauen, Menschen mit Behinderung und Älteren. &#8220;Bei uns herrscht praktisch Vollbeschäftigung und es ist unsere Aufgabe, dies auch in Zukunft beizubehalten bzw. die Situation dort noch zu verbessern, wo dies sinnvoll und möglich ist,&#8221; so der Landeshauptmann.</p>
</div>
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		<title>SPÖ-manipulierter ORF-Publikumsrat wählt SPÖ-Vorsitzenden und -Stellvertretende</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 05:04:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenigstens eine gute Meldung im Zusammenhang mit der Bestellung des ORF-Publikumsrates gibt es: Caritas-Präsident Franz Küberl wurde wieder in den ORF-Stiftungsrat bestellt. Die weiteren nun bestellten Mitglieder sind Siegfried Meryn (vom Publikum gewählt: SPÖ-nahe), Bernadette Tischler (vom Publikum gewählt: ÖVP-nahe), Gerhard Tötschinger (vom Publikum gewählt: ÖVP-nahe), Josef Kirchberger (Kunst/Vom Bundeskanzler ernannt: SPÖ) und Beate Wimmer-Puchinger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenigstens eine gute Meldung im Zusammenhang mit der Bestellung des ORF-Publikumsrates gibt es: Caritas-Präsident Franz Küberl wurde wieder in den ORF-Stiftungsrat bestellt. Die weiteren nun bestellten Mitglieder sind Siegfried Meryn (vom Publikum gewählt: SPÖ-nahe), Bernadette Tischler (vom Publikum gewählt: ÖVP-nahe), Gerhard Tötschinger (vom Publikum gewählt: ÖVP-nahe), Josef Kirchberger (Kunst/Vom Bundeskanzler ernannt: SPÖ) und Beate Wimmer-Puchinger (Hochschulen/Vom Bundeskanzler ernannt: SPÖ), was ich mal unkommentiert stehen lassen will, weil auch das für den kritischen Beobachter und demokratischen Denker schon für sich spricht.</p>
<p>Und nun zum Tragischen: Wie am 23.Februar berichtet, hat SPÖ-Chef Werner Fayman das demokratische Wahlergebnis des ORF-Publikums nicht nur ignoriert, sondern seine Machtposition als Bundeskanzler dazu missbraucht, alle  17 Kandidaten, die er dank seines Amtes nominieren konnte, aus den Kreisen seiner SPÖ in den ORF Publikumsrat zu schicken. Damit hat er den demokratischen Willen der ORF TV-Seher und -Hörer ausser Kraft gesetzt und neue Mehrheitsverhältnisse im ORF geschaffen, die ihm und seiner SPÖ eine uneingeschränkte Allein-Herrschaft über den ORF ermöglichen.<span id="more-3507"></span></p>
<p>Und nun wurde in einer Kampfabstimmung sowohl der Präsident als auch der Vizepräsident dieses Gremiums aus den Reihen der SPÖ gewählt: Neuer Vorsitzender des Publikumsrats ist nun AK-Mann Hans Preinfalk; er löst damit den bisherigen Vorsitzenden, den der ÖVP nahestehenden Georg Weißmann, ab.  Zur stellvertretenden Vorsitzenden kürte das Gremium Ilse Brandner- Radinger vom der SPÖ nahestehenden Renner-Institut.</p>
<p>Also der Bundeskanzler nützt seine Macht aus, indem er die Mehrheitsverhältnisse entgegen allen demokratischen Spielregeln umkrempelt. Und seine SPÖ-ler im ORF-Publikumsrat wählen dann natürlich auch wieder eine SPÖ-dominierte Spitze. Spätestens jetzt ist aber klar, dass der ORF keinesfalls politikerfrei ist, sondern eindeutig SPÖ-dominiert ist.</p>
<p>Und -man jeden Demokraten verwundern muss- niemand von den SOS-ORF-Initiatoren regt sich bislang über die eindeutig politisch umgefärbte ORF-Spitze auf. Gegen politische Umfärbung und Einflussnahme im ORF regt man sich zu Recht auf. Aber in diesem Fall schweigt man sonderbarerweise. Auch die Politik. Und auch keine ORF- Redaktionsvertretung und auch von ausserhalb des ORF schweigen all jene, die sonst immer lautstark für Pressefreiheit und für eine Entpolitisierung des ORF eintreten. Warum nur? Ist der ORF intern immer noch ein Rotfunk?</p>
<p>Wen wunderts angesichts solcher offenbar breit akzeptierter Umfärbung, dass die ORF-Berichtersttung in letzter Zeit immer tendenziöser und einseitiger wurde. Es muss ja schön sein für die SPÖ, wenn nicht nur die Kronenzeitung ihr wohlgesonnen ist, sondern wenn man zudem auch den ORF unter Kontrolle hat, was angesichts der noch stattfindenden wichtigigen Landtagswahlen natürlich von besonderer Bedeutung für die SPÖ ist.</p>
<p>Ich stehe auf dem Standpunkt: Ja zur politischen Unabhängigkeit des ORF und wenn schon sollten alle Politiker und politisch entsendeten Vertreter raus aus dem ORF. Aber wenn die Politik schon im ORF vertreten ist und dies auch offenbar Allgemeinkonsens ist, dann sollte keine Partei dominieren, dann sollte es ein klares Gleichgewicht der Parteien geben: alle Parlamentsparteien sollten im ORF Mitspracherecht haben und gemeinsam entscheiden, weil sie ja auch die Wahl-Bevölkerung des Landes vertreten.</p>
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		<title>SOS ORF: Warum wehren sich die ORF-Journalisten nicht gegen Faymanns Bevormundung?</title>
		<link>http://www.redakteur.cc/warum-wehren-sich-die-orf-journalisten-nicht-gegen-faymanns-bevormundung/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 05:08:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor einigen Tagen habe ich hier über das Ergebnis der ORF-Publikumsratwahl berichtet und offenbar entging es bisher meinen Kollegen aus der schreibenden Zunft, was hier geschah. Daher fühle ich mich berufen, meinen Senf dazu abzugeben: Es fällt inzwischen ja direkt schon auf: Also es im Dezember hiess, dass der der ÖVP nahestehende Chefredakteur des ORF [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Tagen habe ich hier über das <a title="Neue Zusammensetzung des ORF-Publikumsrates" href="http://www.redakteur.cc/neue-zusammensetzung-des-orf-publikumsrates/" target="_blank">Ergebnis der ORF-Publikumsratwahl </a>berichtet und offenbar entging es bisher meinen Kollegen aus der schreibenden Zunft, was hier geschah. Daher fühle ich mich berufen, meinen Senf dazu abzugeben:</p>
<p>Es fällt inzwischen ja direkt schon auf: Also es im Dezember hiess, dass der der ÖVP nahestehende Chefredakteur des ORF Landesstudios Niederösterreich, Richard Grasl, zurück kommt nach Wien und dass er hier Kaufmännischer Direktor des ORF werden soll, regte sich lautstarker Widerstand: Sofort vermutete man ausserhalb und ORF-intern, dass da Parteipolitik betrieben würde, obwohl Grasl keine redaktionelle Veranwortung erhalten sollte.</p>
<p>Vor einigen Wochen fanden dann ORF- Publikumsratwahlen statt. Und siehe da: Entgegen allen Erwartungen erhielten die meisten Stimmen ÖVP-nahe und unabhängige Kandidaten. Aber anstatt dieses demokratische Ergebnis nicht nur zur Kenntnis zu nehmen, sondern auch zu akzeptieren, präsentierte das Bundeskanzleramt von Werner Faymann und Staatssekretär Josef Ostermayer (beide SPÖ) am Freitag nicht nach objektiven und sachlichen Kriterien die restlichen 17 Mitglieder aus dem öffentlichen Leben, die der Kanzler vergeben darf, sondern er nominierte 17 ausschliesslich der SPÖ nahestehende Kandidaten (!).</p>
<p>Warum wundert mich das eigentlich nicht wirklich?</p>
<p>Was mich aber wirklich ärgert, ist die Tatsache, dass ORF-interne Vertretungen ansonsten immer lautstark an die Öffentlichkeit gehen, wenn irgendwelche Umbesetzungen geplant sind, die &#8220;politische Einflussnahmen&#8221; bzw. &#8220;Umfärbungen&#8221; vermuten lassen. Die SPÖ hat sich hier ein Publikumsrat-Monopol aufgebaut im ORF und trotzdem hat offenbar niemand beim ORF ein Problem damit, dass es nun im ORF eine rote Alleinregierung geben wird.</p>
<p>Und vor allem: Ich höre sonderbarerweise derzeit keinen Aufschrei jener, die sonst immer sofort rufen: Politiker raus aus dem ORF! Wo bleibt der Protest der unabhängigen Redakteure im ORF gegen diese politische Vereinnahmung und vor allem gegen das vollkommen unkorrekte und den Wählerwillen ignorierende undemokratische Verhalten der SPÖ?</p>
<p>Gibt es denn im ORF tatsächlich keine unabhängigen Redakteure mehr oder zumindest welche, die zwar der SPÖ nahe stehen, aber aus sachlichen Gründen da auch widersprechen müssen? Oder wird man dort zum Schweigen gebracht oder verurteilt?</p>
<p>Nur ausserhalb des ORF gab es kritische Stimmen gegen politische Machtbesessenheit:</p>
<p>Als &#8220;empörende Missachtung des Bürgerwillens&#8221; wertete Clemens Steindl, der Präsident des Katholischen Familienverbandes, der  selbst für den Bereich &#8220;Eltern bzw. Familien&#8221; bei den  Publikumsratswahlen Ende Jänner kandidiert hatte, im &#8220;Kathpress&#8221;- Interview die Tatsache, dass im Bereich &#8220;Eltern bzw.  Familien&#8221; mit Gerald Netzl der bei den Wahlen drittgereihte Kandidat zum Zuge kommt. Netzl hatte rund 29.000 Stimmen erreicht, während Steindl mit 75.532 Stimmen das fünftbeste Ergebnis aller Kandidaten bei der Publikumsratswahl einfuhr. Faymanns Verhalten sei &#8220;ein trauriges Signal dafür, dass der für viele Bürger hohe Stellenwert der Familie der Parteipolitik geopfert wurde&#8221;, so Steindl.</p>
<p>Auch der  ÖAMTC, nach eigenen Angaben mit über 1,7 Millionen Mitgliedern die mit Abstand größte, parteipolitisch unabhängige Kraftfahrer-Interessenvertretung in Österreich, wurde -trotz geeigneter Kandidaten- vom Kanzler ignoriert und zeigte sich daher ebenfalls enttäuscht und befremdet darüber.</p>
<p>Der Bereich &#8220;Behinderte Menschen&#8221; wird im neuen ORF-Publikumsrat von zwei nicht-behinderten Vertretern, Elisabeth Pittermann-Höcker und Erich Fenninger vertreten, kritisieren die Grünen: &#8220;Bundeskanzler Faymann hat dies zu verantworten, obwohl es mit dem Vizepräsidenten des Österreichischen Gehörlosenbundes Lukas Huber einen Kandidaten mit Behinderung gab,&#8221; so die Grünen.</p>
<p>Die ORF-Gebührenzahler haben sich bei der Publikumsratwahl für einen unabhängigen und selbstbewussten ORF und gegen eine Mehrheit der SPÖ im ORF entschieden, schreibt ÖVP- Generalsekretär Fritz Kaltenegger dazu. Angesichts dieser Tatsache und der vom Bundeskanzleramt bekanntgegebenen  Nominierung von 17 SP-nahen Kandidaten &#8220;soll die Faymann-SPÖ nie  wieder von Bürgerwillen und demokratischer Mitbestimmung sprechen&#8221;.</p>
<p>Bei der Neubesetzung des ORF-Publikumsrates offenbarte sich das wahre Demokratieverständnis des Bundeskanzlers, schreibt auch die Österreichische Schülerunion: Entgegen der bisherigen Praxis entsendet Bundeskanzler Werner Faymann nicht Bundesschulsprecherin Pia Bauer, die gesetzlich gewählte Vertreterin der 1,2 Millionen Schülerinnen und Schüler, sondern die Vorsitzende des SPÖ-Schülervereins &#8220;Aktion kritischer Schüler&#8221; als Vertreterin der Schülerinnen und Schüler in den Publikumsrat des ORF. Für Oliver Möllner, Bundesobmann der Österreichischen Schülerunion, welche mit 23 von 29 Mandaten klar die Mehrheit in der Bundesschülervertretung stellt, ist das ein demokratiepolitischer Skandal: &#8220;Die gewählte Österreichische Bundesschulsprecherin und mit ihr die österreichische Schuldemokratie wurde heute am Altar der parteipolitischen Postenschacherei geopfert,&#8221; kritisierte Möllner.</p>
<p>Unabhängig davon, wo man selbst politisch steht : So gehts in einer Demokratie nicht! Und wenn man sich schon im ORF -zu Recht- gegen politische Bevormundungen von schwarz, blau, orange oder grün wehrt: Dasselbe muss genauso auch für rot gelten. Und ich erwarte mir hier mehr Mut, vor allem von Seiten der durch diese Umfärbungen betroffenen ORF-Mitarbeiter, besonders der Redaktion.</p>
<p>Ich bin Mitglied keiner Partei. Und das ist sehr gut so: Nur so kann ich ohne parteipolitische Rücksichtnahme über alle Parteien schreiben, was zu schreiben ich für notwendig halte. Und ich wünsche mir einen von jeglicher Politik und Parteifarbe unabhängigen ORF. Wenn das aber, wie es scheint, nicht möglich ist, dann sollten zumndest alle Parlamentsparteien im ORF mitreden können.</p>
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