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	<title>Elmar Leimgruber &#187; Baschar Al-Assad</title>
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		<title>Reporter ohne Grenzen: UNO soll gegen Dschihadisten vorgehen</title>
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		<pubDate>Sun, 03 May 2015 07:58:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Saving-Independent-Journalism-thumb-350x412.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-16103" title="Saving Independent Journalism-thumb-350x412" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Saving-Independent-Journalism-thumb-350x412.jpg" alt="" width="279" height="330" /></a>Die internationale Journalistenorganisation &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221; (ROG) fordert den UN-Sicherheitsrat auf, dem internationalen Strafgerichtshof die Verbrechen an Journalisten im Irak und in Syrien vorzulegen: &#8220;Dschihadisten in Syrien und dem Irak, aber  auch das syrische Regime  begehen seit Jahren grausame Kriegsverbrechen  an Journalisten, ohne  irgendeine Strafverfolgung befürchten zu müssen“, kritisiert  ROG-Vorstandssprecherin Astrid Frohloff anlässlich des heutigen Internationalen Tages der Pressefreiheit: &#8220;Wenn Ankündigungen für  einen  besseren Schutz keine hohlen Phrasen sein sollen, muss der   UN-Sicherheitsrat jetzt konkrete Schritte unternehmen, um die Schuldigen   für Kriegsverbrechen an Medienschaffenden in Syrien und im Irak zur   Rechenschaft zu ziehen.&#8221;</p>
<p>Zum diesjährigen Tag der Pressefreiheit  veröffentlicht Reporter ohne  Grenzen einen Sonderbericht aus Anlass des  30-jährigen Bestehens der  Organisation. Darin blickt sie auf Erfolge  ihrer bisherigen Arbeit  zurück und umreißt wichtige aktuelle  Herausforderungen im Kampf für  mehr Pressefreiheit. <a title="30 Jahre Reporter ohne Grenzen" href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/uploads/tx_lfnews/media/30_Years_Defending_Media_-_RSF.pdf" target="_blank">Der Bericht &#8220;Saving Independent Journalism&#8221; ist hier (englisch) online abrufbar.</a> Im vergangenen Jahr  hatte die deutsche Sektion von  Reporter ohne Grenzen ihr 20-jähriges  Bestehen begangen. Laut ROG wurden seit Jahresbeginn bis heute (3. Mai) bereits 24 Journalisten getötet.<a title="30 Jahre Reporter ohne Grenzen" href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/uploads/tx_lfnews/media/30_Years_Defending_Media_-_RSF.pdf" target="_blank"><span id="more-16102"></span></a></p>
</div>
<div><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Fred-Anchormann.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-16108" title="Fred Anchormann" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Fred-Anchormann.jpg" alt="" width="340" height="241" /></a>&#8220;Ohne Pressefreiheit sind Nachrichten keine Nachrichten&#8221;: Unter diesem  Motto startet die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen in Österreich anläßlich des  Internationalen Tages der Pressefreiheit am 3. Mai eine neue Kampagne. Die Hauptrolle spielt  hierbei eine Handpuppe, Fred Anchormann. In einer fiktiven Nachrichtensendung treibt er  willenlos, inhaltslos und von unsichtbarer Hand geführt, sein Unwesen in TV-Spots, Anzeigen und  bei diversen Online- Aktionen:</div>
<div>&#8220;Eine Schreckensvision, die ohne schreckliche Bilder auskommt.  Dafür aber umso mehr der wachsenden Bedrohung der Medienfreiheit durch  Zensur, wirtschaftlichen Druck oder politischen Mißbrauch ein Gesicht  gibt, das zum Nachdenken und Diskutieren anregen soll. Ist doch  Pressefreiheit ein Bürgerrecht, das uns alle betrifft.&#8221;, so Rubina  Möhring, Präsidentin von Reporter ohne Grenzen Österreich, die zu dem  Thema auch eine umfassende Informations-Offensive ankündigt.</div>
<div>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div>Die  Kriegsverbrechen an Medienschaffenden im Irak und in Syrien müssten  aufgeklärt und die Konfliktparteien von weiteren Taten abgeschreckt  werden, heißt es in einem Brief von ROG an den UN-Botschafter  Litauens, das im Mai den Vorsitz des Sicherheitsrats führt. Namentlich  verweist das Schreiben auf Angriffe der Dschihadistengruppen Islamischer  Staat und Al-Nusra-Front sowie auf Übergriffe der syrischen Regierung  gegen Journalisten.</div>
<div>
<p>Der UN-Sicherheitsrat ist eine der wenigen  Instanzen, die bestimmte Völkerrechtsverbrechen an den Internationalen  Strafgerichtshof verweisen kann. Der Rat hat schon 2006 in seiner <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/Redaktion/Nothilfe/Sicherheit_von_Journalisten/06_UN_Resolution_1738_Eng.pdf">Resolution 1738</a> vorsätzliche Angriffe auf Journalisten und Medienmitarbeiter in  bewaffneten Konflikten verurteilt. 2013 und 2014 verabschiedete die  UN-Vollversammlung Resolutionen zur Sicherheit von Journalisten und zur  Notwendigkeit, Verbrechen gegen Medienschaffende zu bestrafen. Zuletzt  stellte ein Bericht der unabhängigen internationalen <a title="Externer Link: http://www.ohchr.org/EN/HRBodies/HRC/IICISyria/Pages/IndependentInternationalCommission.aspx" href="http://www.ohchr.org/EN/HRBodies/HRC/IICISyria/Pages/IndependentInternationalCommission.aspx" target="_blank">Syrien-Untersuchungskommission an den UN-Menschenrechtsrat</a> am 5. Februar fest, dass in dem Land Journalisten verschwinden sowie festgenommen, gefoltert und getötet werden.</p>
<p><a title="30 Jahre Reporter ohne Grenzen" href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/uploads/tx_lfnews/media/30_Years_Defending_Media_-_RSF.pdf" target="_blank"></a>Reporter ohne Grenzen genießt Beraterstatus  bei den Vereinten Nationen und setzt sich auf zahlreichen Ebenen dafür  ein, die in vielen Ländern verbreitete <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/themen/straflosigkeit/">Straflosigkeit für Verbrechen gegen Journalisten</a> zu beenden. Zu den Forderungen der Organisation gehört auch, beim  UN-Generalsekretär den Posten eines Sonderbeauftragten für den Schutz  von Journalisten zu schaffen.</p>
<p>Dschihadisten haben in <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/syrien/">Syrien</a> und dem <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/irak/">Irak</a> schon <a href="https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/is-fuehrt-erbarmungslosen-medienkrieg/?tx_lfnews_detail[action]=show&amp;tx_lfnews_detail[controller]=NewsItem&amp;cHash=6c94231fa993482f4cffbcb12ef8e78a">Dutzende Journalisten entführt oder getötet</a>. Unter anderem haben sie sich zu den Enthauptungen der US-Journalisten James Foley und Steven Sotloff sowie zu einem Selbstmordanschlag auf den Sitz von <em>Salaheddin TV</em> im irakischen Tikrit bekannt, bei dem mehrere Mitarbeiter des  Fernsehsenders starben. Im irakischen Samarra enthauptete sie öffentlich  den Fotografen und Kameramann Raad al-Asawi.</p>
<p>Das syrische Regime verschleppt, misshandelt und foltert seit Beginn der Proteste gegen Präsident Baschar al-Assad im März 2011  systematisch Journalisten und Bürgerjournalisten. Zu den bekanntesten  Fällen gehören Mazen Darwish, Hussein Ghareer und Hani Al-Zitani vom <em>Syrischen Zentrum für Medien- und Meinungsfreiheit</em>, die wegen ihres Einsatzes für Pressefreiheit in Syrien seit Februar 2012 ohne Gerichtsurteil festgehalten werden. Im Bürgerkrieg in Syrien sind bislang mehr  als 170 Medienschaffende wegen ihrer journalistischen Arbeit getötet  worden, die meisten davon syrische Bürgerjournalisten.</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
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		<title>USA beenden (hoffentlich!) Krieg Assads gegen sein Volk &#8211; Analyse zur Syrien-Krise</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Sep 2013 22:09:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[6.5 Mio. Flüchtlinge, darunter eine Million Kinder sowie über 100.000 Menschenleben innerhalb von zwei Jahren kostete schon bislang der Kampf des machtbesessenen Diktators Baschar Al-Assad gegen sein eigenes Volk. Selbst der vollkommen verrückte und sinnlose Irak-Krieg (gegen den ich übrigens war und bin), bedeutete letztlich 120.000 Tote, aber innerhalb von 10 Jahren. Und hier war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="6.5 Mio. Flüchtlinge: Spenden für Syrien" href="http://www.redakteur.cc/syrien-krieg-eine-million-fluechtlingskinder/" target="_blank">6.5 Mio. Flüchtlinge, darunter eine Million Kinder sowie über 100.000 Menschenleben innerhalb von zwei Jahren kostete schon bislang der Kampf des machtbesessenen Diktators Baschar Al-Assad gegen sein eigenes Volk. </a>Selbst der vollkommen verrückte und sinnlose Irak-Krieg (gegen den ich übrigens war und bin), bedeutete letztlich 120.000 Tote, aber innerhalb von 10 Jahren. Und hier war es es bald Anliegen der Weltgemeinschaft, diesen von vorne herein umstrittenen Krieg von US-Präsident George W. Bush gegen Saddam Hussein zu beenden.<span id="more-15338"></span></p>
<p>Die aktuelle Situation mit Syrien ist vollkommen anders: Ein lange Zeit angesehener und von der westlichen Welt geförderter Diktator (das verbindet Assad mit Hussein) droht, seine macht zu verlieren, weil der &#8220;Arabische Frühling&#8221;, spät aber doch auch sein Land erreicht. Da Reformen im eigenen Land und Demokratie unmöglich scheinen, formiert sich zunächst friedlicher Widerstand gegen den Diktator, der von vorne herein nicht toleriert wird, sondern blutig niedergeschlagen wird. Der Widerstand geht weiter und führt letztlich zum Bürgerkrieg, der bis heute bereits über zwei Jahre dauert. Möglich war dies vor allem deswegen, weil die EU ein Waffenembargo (das erst vor Kurzem gelockert wurde) verhängte, allen voran aber Russland dennoch Assad mit Waffen belieferte.</p>
<p>Im Westen wurde den Kämpfern für Freiheit und Demokratie in Syrien sofort Nähe zum Islamismus unterstellt, während man Assad als Garanten für die Religionsfreiheit in Syrien sah, was vor allem der christlichen Minderheit dort zugute komme. Daher dürfte man keinesfalls eingreifen, zumal diese Rebellen eh bald besiegt sein würden und somit die Stabilität im Nahen Osten gewährleistet sei. Doch: Kann es im Sinne Jesu Christi sein, 100.000 Tote zu &#8220;opfern&#8221;, um einen machtgeilen und rücksichtslosen Diktator zu &#8220;retten&#8221;,  nur weil dieser vielleicht auch Christen freie Religionsausüberung ermöglicht?</p>
<p>Inzwischen sind zwei bittere Jahre vergangen und Assad schlachtet nach wie vor sein Volk ab und setzte nun (mit ziemlicher Sicherheit) bereits zweimal Giftgas gegen seine Bevölkerung ein und bedrohte zudem auch das benachbarte Israel. Und wären es wirklich nur irgendwelche wenigen &#8220;Rebellen&#8221; im Kampf gegen Assad, sie hätten garantiert schon längst aufgegeben: niemand führt auf Dauer einen sinnlosen Krieg, wo er noch dazu damit rechnen muss zu unterliegen.</p>
<p>Wie jeder andere Diktator ist es auch Assad gewohnt, seinen eigenen Willen durchzusetzen, andere Meinungen zu unterdrücken und mit Waffengewalt zu zeigen, wer der Stärkere ist. Und so bedauerlich und tragisch dies auch ist: Ein Diktator versteht leider nur die Macht des Stärkeren und nicht Diplomatie: Und: Entweder es hat in diesen beiden Jahren niemand versucht, ihn &#8220;diplomatisch&#8221; zur Vernunft zu bringen oder es war erfolglos. Wie sollte es auch eine diplomatische Lösung funktionieren, wenn die zwei ebenso diktatorischen Weltmächte Russland und China hinter Assad stehen und Maßnahmen gegen ihn in der UNO verhindern?</p>
<p>Und wenn jetzt, wo wenigstens die USA endlich tätig werden wollen, um dem Massenschlachten Assads ein Ende zu setzen, mehren sich die Stimmen all jener, die lautstark nach einer diplomatischen Lösung rufen und den USA ihre Unterstützung verweigern. Ich bin für jede diplomatische Maßnahme, die dazu führt, dass Assad seine Macht verliert und vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gestellt wird. Ich bin für und begrüße weltweites Gebet um den Frieden und gegen den Krieg. Aber was die USA hier versuchen ist nicht die Initiierung eines Krieges, sondern die Beendigung des Krieges von Assad gegen sein eigenes Volk.</p>
<p>Und zur Erinnerung: Hätten nicht die USA erst kürzlich in den Eroberungskrieg Serbiens am Balkan eingegriffen und ihn gewaltsam beendet, hätten wir vermutlich heute noch Krieg mitten in Europa. Man möge also den USA dankbar sein für ihr Eingreifen anstatt sie an ihrer Arbeit zur Friedenssicherung zu behindern. Jetzt also, wo die USA den Krieg Assads (hoffentlich!) beenden wollen, vor einem Krieg zu warnen ist eine Themenverfehlung: Dieser Krieg Assads findet bereits seit zwei Jahren statt und bedeutet 100.000 Tote. Diesen Krieg Assads gilt es endlich zu beenden: und wenns über den Weg der Diplomatie nicht klappt, dann eben mit Gewalt.</p>
<p>Es gibt daher im Prinzip nur drei Möglichkeiten, den Krieg in Syrien zu beenden: Entweder es gelingt, Assad zum Rücktritt zu bewegen, einen Plan, den ich für unrealistisch halte: Tyrannen lassen sich maximal zum Rücktritt zwingen aber sicher nicht dazu überreden. Oder man schafft es, ihn tatsächlich abzusetzen und festzunehmen, was ähnlich unwahrscheinlich ist. Oder aber man zwingt ihn militärisch zur Kapitulation, was wohl leider nur den USA gelingen dürfte. Auch wenn ersteres zu schön wäre und zweiteres wünschenswert: Ich fürchte bei allem Idealismus: es bleibt nur die militärische Gewalt, bei aller Tragik und bei allen offenen Fragen, wer dann in Syrien regieren wird: Und klar wird man diese Frage in Folge auch beantworten müssen.</p>
<p>Die westliche Welt möge sich aber in jedem Fall dazu durchringen, Assad zu entmachten und zur Verantwortung zu ziehen für seine Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Klar haben die Friedensappelle beiden Seiten zu gelten: Assad  und  den &#8220;Rebellen&#8221;. Aber wie könnte mit Assad ein Neubeginn in Syrien   stattfinden, einem unmenschlichen Diktator, der seit zwei Jahren sein   eigenes Volk abschlachtet? Syriens Zukunft muss daher garantiert ohne Assad sein. Hoffentlich!</p>
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		<title>Syrien-Krieg: Eine Million Flüchtlingskinder</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Aug 2013 22:07:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[US-Präsident Barack Obama zögert noch. Europäische Staaten wie Frankreich und Großbritannien überlegen, die Rebellen mit Waffen zu versorgen, während Russland Waffen an die Regierung Syriens schickt. Und auch der Iran solidarisiert sich mit Syriens Diktator Baschar Al-Assad. Doch während sich die restliche Welt -trotz schätzungsweise 100.000 Toten und über 6,5 Mio. Menschen auf der Flucht- [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Eine Million Flüchtlingskinder aus Syrien: Ein Junge im Zelt eines Flüchtlingscamps. © UNICEF/Wreford." href="http://www.unicef.de/#"><img class="alignright" style="border: 0px none;" title="Eine Million Flüchtlingskinder aus Syrien: Ein Junge im Zelt eines Flüchtlingscamps. © UNICEF/Wreford. " src="http://www.unicef.de/typo3temp/pics/c7e585d2c3.jpg" border="0" alt="Eine Million Flüchtlingskinder aus Syrien: Ein Junge im Zelt eines Flüchtlingscamps. © UNICEF/Wreford. " width="250" height="166" /></a>US-Präsident Barack Obama zögert noch. Europäische Staaten wie Frankreich und Großbritannien überlegen, die Rebellen mit Waffen zu versorgen, während Russland Waffen an die Regierung Syriens schickt. Und auch der Iran solidarisiert sich mit Syriens Diktator Baschar Al-Assad.</p>
<p>Doch während sich die restliche Welt -trotz schätzungsweise 100.000 Toten und über 6,5 Mio. Menschen auf der Flucht- immer noch nicht darauf einigen kann, den sinnlosen Krieg in Syrien endlich zu beenden, wird die Situation vor allem der Flüchtlingskinder aus Syrien immer dramatischer:<span id="more-15267"></span></p>
<p>Nach Angaben des Büros von UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay wurden während   des Krieges in Syrien bislang rund 7.000 Kinder getötet. UNHCR und  UNICEF  schätzen, dass zusätzlich innerhalb Syriens mehr als zwei  Millionen  Kinder als so genannte Binnenvertriebene auf der Flucht sind. Und die  Zahl syrischer Flüchtlingskinder, die ihre Heimat wegen der  Gewalt   verlassen mussten, ist indes auf eine Million gestiegen. Darauf weisen UNICEF-Exekutivdirektor Anthony Lake und   UN-Flüchtlingskommissar António Guterres in einer gemeinsamen Erklärung hin<strong>: </strong></p>
<p>„Dieses  einmillionste Flüchtlingskind ist nicht nur Statistik“, betont  UNICEF-Exekutivdirektor Anthony Lake. „Es ist ein reales Kind, dass aus  seiner vertrauten Umgebung gerissen wurde, vielleicht sogar aus seiner  Familie, konfrontiert mit schrecklichen Erlebnissen, die wir kaum  nachvollziehen können.&#8221; Nach Angaben beider UN-Organisationen sind die Hälfte aller syrischer  Flüchtlinge Kinder. Die Meisten von ihnen befinden sich in Libanon,  Jordanien, in der Türkei, in Irak und Ägypten. Vermehrt fliehen Syrer  auch nach Nordafrika und Europa. Mehr als 740.000 syrische  Kinderflüchtlinge sind laut UN-Angaben unter elf Jahren.</p>
<p>„Worum es geht, ist nichts weniger als das Überleben und Wohlergehen   einer Generation von unschuldigen Menschen“, bekräftigt   UN-Flüchtlingskommissar António Guterres. „Die Jugend Syriens verliert   ihre Heimat, ihre Familien, ihre Zukunft. Selbst wenn sie Zuflucht in   einem anderen Land gefunden haben, so bleiben sie doch traumatisiert und   verzweifelt. Sie brauchen dringend einen Grund, Hoffnung zu haben.“ Beide UN-Organisationen weisen auf die Gefahr hin, dass   Flüchtlingskinder zur Kinderarbeit herangezogen werden; darüber hinaus   drohen Zwangsheirat, sexuelle Ausbeutung und Menschenhandel. Mehr als   3.500 syrische Kinder sind unbegleitet oder ohne ihre Eltern über die   Grenzen nach Jordanien, Libanon und Irak gekommen.</p>
<p>&#8220;Wir müssen uns alle schämen&#8221;, ergänzt Lake, „denn während wir daran  arbeiten, das durch diesen Krieg verursachte Leid zu mindern, hat die  Weltgemeinschaft es versäumt, die Verantwortung für dieses Kind zu  übernehmen. Wir sollten innehalten und uns fragen, ob wir weiterhin die  Kinder Syriens ihrem Schicksal überlassen können.&#8221; Wer den Verpflichtungen des humanitären Völkerrechts nicht gerecht wird,  soll für seine Taten zur Verantwortung gezogen werden, fordern die beiden  UN-Organisationen.</p>
<p>UNHCR hat bislang eine Million Kinder registriert und ihnen so eine   Identität gegeben. Neugeborene werden mit Geburtsurkunden und Dokumenten   ausgestattet, um sie vor Staatenlosigkeit zu schützen. UNHCR arbeitet   dafür, dass alle Familien und Kinder eine sichere Unterkunft finden   können. In einem ihrer größten Nothilfeeinsätze unterstützen UNHCR und UNICEF  Millionen betroffene Familien und Kinder. Beispielsweise konnten UNICEF  und seine Partner insgesamt 1,3 Millionen syrische Kinder in den  Nachbarstaaten gegen Masern impfen. 167.000 Kinder erhielten  psychologische Betreuung, mehr als 118.000 Kinder konnten auch im Exil  weiter zur Schule gehen, 222.000 mit Trinkwasser versorgt werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Insgesamt werden jedoch mehr als fünf Milliarden US-Dollar benötigt, um mit  den Engpässen im Bereich Bildung, Gesundheit und Versorgung sowohl der  Flüchtlingskinder als auch der Kinder in den Aufnahmegemeinden adäquat  umgehen zu können. Mehr Ressourcen müssen eingesetzt werden, um  gefährdete Flüchtlingskinder schneller ausfindig machen zu können, damit  sie und ihre Aufnahmegemeinden rechtzeitig Unterstützung erhalten, erklären die UN-Organisationen.</p>
<p>UNICEF ruft daher dringend zu Spenden für die syrischen Kinder auf: <a title="UNICEF-Spenden für syrische Flüchtlingskinder" href="https://www.unicef.de/spenden-helfen/einzelspende/bankeinzug-syrien/?no_cache=1" target="_blank">Hier online spenden</a>. Für 28 Euro kann UNICEF ein syrisches Flüchtlingskind mit Kleidung versorgen. Für 53 Euro erhält eine Flüchtlingsfamilie eine große Decke, eine Babydecke, warme Kinderkleidung und einen Kocher. 102 Euro kostet ein Hygieneset mit Wasserreinigungstabletten, Eimer, Kanister und Seife für zehn Flüchtlingsfamilien.</p>
<p>Gleichwohl gilt: Geld ist nur ein Teil der Antwort, die es braucht,  um der Not der Kinder gerecht zu werden. Während verstärkte  Anstrengungen benötigt werden, eine politische Lösung der Krise in  Syrien herbeizuführen, müssen die Konfliktparteien aufhören, Zivilisten  zur Zielscheibe zu machen und Kinder zwangsweise zu rekrutieren. Kinder  und ihre Familien müssen Syrien sicher verlassen können. Die Grenzen  müssen offen bleiben, damit sie eine sichere Zuflucht finden können, fordern UNICEF und UNHCR.</p>
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