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	<title>Elmar Leimgruber &#187; Aserbaidschan</title>
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		<title>Internationaler Tag und Feinde der Pressefreiheit 2013</title>
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		<pubDate>Fri, 03 May 2013 07:31:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zum heutigen Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai stellt Reporter ohne Grenzen (ROG) die neue Liste der „Feinde der Pressefreiheit“ vor. Sie umfasst rund 40 Staatschefs, paramilitärische Gruppen und kriminelle Netzwerke, die unabhängige Journalisten verfolgen und versuchen, Medien gleichzuschalten. Neue „Feinde der Pressefreiheit“ sind demnach Ägypten, Syrien und Pakistan. Die Liste ist hier abrufbar. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Top-Pressefreiheit-2013.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-14860" title="Top-Pressefreiheit 2013" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Top-Pressefreiheit-2013-161x300.jpg" alt="" width="129" height="240" /></a>Zum heutigen Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai stellt <em>Reporter ohne Grenzen</em> (ROG) die neue Liste der „Feinde der Pressefreiheit“ vor. Sie umfasst  rund 40 Staatschefs, paramilitärische Gruppen und kriminelle Netzwerke,  die unabhängige Journalisten verfolgen und versuchen, Medien  gleichzuschalten. Neue „Feinde der Pressefreiheit“ sind demnach Ägypten, Syrien und Pakistan. <a title="ROG-Liste der Pressefreiheit 2013" href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/docs/130502_Feinde_der_Pressefreiheit_final.pdf" target="_blank">Die Liste ist hier abrufbar.</a></p>
<p>Zahlreiche Organisationen beziehen zum heutigen Welttag der Pressefreiheit Stellung, darunter der Österreichische Journalisten Club (ÖJC): &#8220;Pressefreiheit ist unteilbar. Wenn man die Morde an Journalisten in  Mexiko, Syrien und Afghanistan verurteilt, dann muss man auch im eigenen  Haus, zum Beispiel bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für freie  und demokratische Medien, für Ordnung sorgen&#8221;, argumentiert  ÖJC-Präsident Fred Turnheim und fordert einen &#8220;Runden Tisch zur Verbesserung der Pressefreiheit in Österreich&#8221;.<span id="more-14856"></span></p>
<p>Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) appelliert aus Anlass des Internationalen  Tags der Pressefreiheit an die Medienunternehmer in  Deutschland, die Arbeitsbelastung der Journalisten zu  reduzieren und die redaktionelle Personalausstattung zu verbessern: „Die Pressefreiheit muss gelebt werden“, forderte  DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. „Das ist nur möglich, wenn  Journalistinnen und Journalisten die Möglichkeit haben, frei und  kritisch zu recherchieren.“ Eine unterbesetzte Redaktion sei dazu ebenso  wenig in der Lage wie ein freier Journalist, der mehr auf Masse als auf  Klasse setzen müsse, um wirtschaftlich zu überleben, so Konken.</p>
<p>Die Österreichische Journalistengewerkschaft fordert zum heutigen Tag freien Zugang zu Information sowie die Sicherung der materiellen Basis der Medien und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. &#8220;Österreichs Politiker und Behörden betrachten die Information der Bürgerinnen und Bürger immer noch als Akt obrigkeitlicher Gnade. Wir fordern daher die gesetzliche Verankerung einer behördlichen Informationspflicht&#8221;, so Franz C. Bauer, Vorsitzender der Journalistengewerkschaft in der GPA-djp. Der freie Zugang zur Information dürfe nicht Gegenstand behördlicher und politischer Willkür bleiben.</p>
<p>Den diesjährigen Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai nimmt der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) zum Anlass, mit einer Kampagne die Bedeutung von unabhängigen Zeitungen und Magazinen für die Wahrung der Pressefreiheit hervor zu streichen. &#8220;Wenngleich Soziale Medien Möglichkeiten des Meinungsaustausches bieten und Suchmaschinen Werkzeuge zur Informationsbeschaffung sind, können sie keine objektive Information gewährleisten oder gar die &#8216;Watchdog&#8217;-Funktion der freien Presse ersetzen&#8221;, zeigt sich VÖZ-Präsident Thomas Kralinger überzeugt.</p>
<p>Auf Platz 1 des ROG-Rankings der Pressefreiheit steht nicht mehr Norwegen (jetzt Platz 3) wie im Vorjahr, sondern heuer Finnland, gefolgt von den Niederlanden. Österreich verliert 7 Positionen und stürzt von Platz 5 auf 12. Die Schweiz verliert 6 Positionen und und belegt nun den 14. Platz, während Deutschland nur leicht absackt und jetzt auf Rang 17 liegt.</p>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Schlusslichter-Pressefreiheit-2013.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-14861" title="Schlusslichter Pressefreiheit 2013" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Schlusslichter-Pressefreiheit-2013-222x300.jpg" alt="" width="222" height="300" /></a>Neu auf der ROG-Liste der &#8220;Feinde de Pressefreiheit stehen u.a. die  Muslimbruderschaft in Ägypten, die syrische Rebellengruppe  Al-Nusra-Front und bewaffnete Rebellen im pakistanischen Baluchistan.  Andere, wie die baskische Untergrundorganisation ETA und den  birmanischen Präsidenten Thein Sein, zählt <em>Reporter ohne Grenzen </em>hingegen nicht mehr zu den „Feinden der Pressefreiheit“. Andere  „Feinde der Pressefreiheit“ stehen seit Jahren unverändert auf  der  ROG-Liste. Dazu gehören RUSSLANDS Präsident Wladimir Putin, die   Staatschefs von ASERBAIDSCHAN und BELARUS, Ilcham Alijew und Alexander   Lukaschenko, Drogenkartelle aus MEXIKO, Mafiagruppen aus ITALIEN und   Taliban-Chef Mullah Omar. Neu ist in diesem Jahr die Form, in der ROG   die „Feinde“ präsentiert: Sie stellen sich in ironischen Selbstporträts   vor oder werden in Form fiktiver Anklagen für ihre Verbrechen gegen die   Pressefreiheit zur Rechenschaft gezogen.</p>
<p>In  ÄGYPTEN tauschten die Muslimbrüder mithilfe ihrer Mehrheit im Parlament  und ihrem Kandidaten Mohammed Mursi als Präsident die Herausgeber und  Chefredakteure staatlicher Zeitungen aus und ersetzten sie mit Getreuen.  Der von Mursi ernannte Generalstaatsanwalt Talaat Abdullah überzieht  kritische Journalisten mit Klagen wegen Verleumdung, Beleidigung des  Präsidenten und Verunglimpfung des Islam. Ausländische Korrespondenten  werden als Spione diffamiert, einheimische Kollegen mit Gewalt bedroht.</p>
<p>In  SYRIEN, wo seit Beginn des Aufstandes im März 2011 mindestens 23  Journalisten und 59 Bürgerjournalisten getötet wurden, zählt ROG  Präsident Baschar al-Assad seit Jahren zu den „Feinden der  Pressefreiheit“. Auf der aktuellen Liste stehen jedoch auch gegen ihn  kämpfende Rebellen. Die im April 2011 gegründete Al-Nusra-Front greift  systematisch Mitarbeiter syrischer Staatsmedien an, entführt  Journalisten und bedroht ausländische Korrespondenten, die die Rebellen  kritisieren. Neu hinzugekommen sind auf der Liste der „Feinde der  Pressefreiheit“ 2013 außerdem religiöse Extremisten auf den MALEDIVEN  und bewaffnete Gruppen in PAKISTAN, die in der rohstoffreichen Provinz  Baluchistan für mehr Unabhängigkeit kämpfen.</p>
<p>In anderen Ländern hat sich die Situation laut ROG verbessert. Den Präsidenten von BIRMA, Thein Sein, zählt <em>Reporter ohne Grenzen</em> nicht mehr zu den „Feinden der Pressefreiheit“. Im Zuge  innenpolitischer Reformen ließ er etliche regimekritische Journalisten  frei, schaffte die Vorzensur für Printmedien ab und erlaubt seit April  2013 die Herausgabe privater Tageszeitungen. Ebenfalls von der Liste  gestrichen wurde in SPANIEN die baskische Untergrundorganisation ETA,  die den bewaffneten Kampf weitgehend eingestellt und Ende 2012  angekündigt hat sich aufzulösen. Nach wie vor müssen einige Journalisten  im Baskenland unter Polizeischutz arbeiten, systematische Angriffe  gegen Medien beobachtete ROG allerdings im vergangenen Jahr nicht mehr.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Reporter Ohne Grenzen und der Eurovision Song Contest</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Feb 2012 11:25:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/LOgo-Eurovision-Songcontest-2012-Baku_eurovision.de_.jpg"><img class="size-medium wp-image-12041 " title="Eurovision Songcontest 2012 Baku_eurovision.de" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/LOgo-Eurovision-Songcontest-2012-Baku_eurovision.de_-300x136.jpg" alt="" width="300" height="136" /></a></dt>
<h4 class="wp-caption-dd">Der Eurovision Song Contest ist nicht unpolitisch, kritisieren Reporter ohne Grenzen<br />
Grafik: eurovision.de/NDR</h4>
</dl>
</div>
<p>&#8220;Der Eurovision Song Contest (ESC) ist nicht einfach eine unpolitische Musikveranstaltung, wie die Organisatoren uns weismachen wollen&#8221;, sagt ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske. &#8220;Er findet in einem Land statt, in dem es keine freie Berichterstattung  gibt und kritische Journalisten bedroht werden&#8221;, so Rediske. Reporter ohne Grenzen fordert daher von der aserbaidschanischen Regierung, die  Visavergabe und Akkreditierung für ausländische Journalisten frei und  transparent zu gestalten. Unbehinderte Recherche muss vor, während und  nach dem ESC sowohl in Baku als auch im Rest des Landes möglich sei.  Journalisten dürfen in ihrer Arbeit nicht thematisch beschränkt werden.</p>
<p>Einen Tag vor dem Deutschland-Finale des Eurovision Song Contests (ESC)  ruft Reporter ohne Grenzen (ROG) zudem alle am Contest daher alle Beteiligten auf, sich intensiv mit  dem Gastgeberland Aserbaidschan auseinanderzusetzen und öffentlich  Position zu den Verletzungen der Presse- und Meinungsfreiheit dort zu  beziehen. Rediske: &#8220;Jury,  Journalisten, Produzenten und Sänger – sie alle können und sollten dazu  beitragen, dass die Menschenrechtsverletzungen nicht ignoriert werden.&#8221;<span id="more-12040"></span><br />
Zum Eurovision Song Contest versucht die aserbaidschanische Regierung –  mit tatkräftiger Hilfe westlicher PR-Agenturen – ihr Land als modernen,  offenen Staat zu präsentieren. Als für den Bau einer millionenschweren  Veranstaltungshalle im Zentrum Bakus etliche Einwohner mit Gewalt aus  ihren Häusern vertrieben wurden, versuchten die Behörden hingegen, eine  unabhängige Berichterstattung zu verhindern. „Die Diskrepanz zwischen  der glitzernden PR-Fassade und der bitteren Wirklichkeit Aserbaidschans  kann nur eine unabhängige Presse sichtbar machen“, betont  ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske.</p>
<p>ROG zählt den aserbaidschanischen Präsidenten Ilcham Alijew zu den Feinden der Pressefreiheit, Journalisten arbeiten in dem südkaukasischen Land unter ständiger Bedrohung. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben lokaler NGOs über 50 Medienvertreter überfallen oder von der Polizei angegriffen, besonders während der Proteste gegen die Regierung im Frühjahr 2011. Immer wieder werden Journalisten und Blogger aus fadenscheinigen Gründen verhaftet. Awas Sejnalli, Chefredakteur der Zeitung Chural, sitzt seit Ende Oktober 2011 im Gefängnis, nachdem er in Artikeln den autokratisch regierenden Präsidenten Ilcham Alijew kritisiert hatte. Gegen mehrere Blogger, die im Frühjahr zu Protesten aufgerufen hatten, wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Morde an den Journalisten Elmar Husejnow (2005) und Rafik Tagi (2011) sind bis heute nicht aufgeklärt.</p>
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