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	<title>Elmar Leimgruber &#187; Armut</title>
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		<title>Apocalypse Now &#8211; Analyse zum Zeitgeschehen</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jun 2021 21:34:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ja, es sieht düster aus in Europa und auf der Erde: Wir tun zwar so, von Politikern -egal welcher Farbe- ermutigt, als ob alles in Ordnung wäre und wir alles geschafft hätten. Aber: Geben wir uns vielleicht einer Illusion hin? Keine Frage: Wir benötigen Illusionen, Hoffnungen und Träume, ja gar Visionen, um nicht zu resignieren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Apocalypse-Now-Ak-IMG_2053.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-16633" title="Apocalypse Now Ak IMG_2053" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Apocalypse-Now-Ak-IMG_2053-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Ja, es sieht düster aus in Europa und auf der Erde:<br />
Wir tun zwar so, von Politikern -egal welcher Farbe- ermutigt, als ob alles in Ordnung wäre und wir alles geschafft hätten.</p>
<p>Aber: Geben wir uns vielleicht einer Illusion hin?</p>
<p>Keine Frage: Wir benötigen Illusionen, Hoffnungen und Träume, ja gar Visionen, um nicht zu resignieren und unterzugehen.<br />
Aber was haben wir jetzt in den letzten Monaten -rational betrachtet- geschafft?</p>
<p>Haben wir die <a title="Corona" href="https://www.redakteur.cc/?s=Corona" target="_blank">Corona</a>-Pandemie -deren Gefährlichkeit (für mich vollkommen nicht nachvollziehbar!) nach wie vor sehr viele Menschen anzweifeln- inzwischen bewältigt?</p>
<p>Hat der gemeinsame Kampf ums eigene Überleben uns zu besseren, sozialeren, mitfühlenderen Menschen gemacht, denen es zunehmend nicht mehr um uns selbst geht, sondern um das Gemeinwohl?<span id="more-16631"></span><br />
Ich fürchte, vielfach ist das Gegenteil dessen eingetreten:</p>
<p>Die &#8220;Werte&#8221; haben sich offenbar verändert:</p>
<p>So manche der Menschen, die ich teils seit Jahrzehnten vor allem  aufgrund jahrelanger ähnlicher politischer und gesellschaftlicher  Standpunkte ausserordentlich schätze, habe ich entweder jahrelang  vollkommen falsch eingeschätzt oder sie haben aufgrund der aktuellen  Situation ihre bisherige Einstellung vollkommen über Bord geworfen.</p>
<p>Anstatt wie in manchem anderen Staat -zu Recht- die Menschen auf die Strassen gegangen sind, weil ihre Regierung nichts unternommen hat, um sie und ihre Lieben gegen eine weltweite Epidemie zu schützen und das Virus in Folge Millionen an Menschen getötet hat, stört bei uns viele selbst schon ein kleines Stück Stoff, das vor allem im Sommer zwar sehr unangenehm ist, aber Menschen schützt:</p>
<p>Und auch wenn jetzt so manche mit einem verständnislosen Kopfschütteln reagieren mögen:</p>
<p>Unsere Regierenden in Europa haben jetzt sicher nicht immer alles richtig oder klug gemacht und vor allem nicht nachvollziehbar erläutert. Aber dennoch sollten wir ihnen dafür dankbar sein, dass sie selbst einen schweren Wirtschaftseinbruch in Kauf nahmen, um unser aller Leben zu schützen. Die Gefahr kommt wohl nicht von 3G oder 5G, sondern vielfach daher, dass wir einfach gern das lesen und das glauben, was unsere Einstellung bestätigt, anstatt das zu suchen, was Fakt ist, ob es uns nun passt oder nicht, selbst dann, wenn wir uns dabei selbst hinterfragen müssen.</p>
<p>Eigentlich hätte ich mir ja erwartet, dass wir alle aufgrund unserer  gemeinsamen Auslieferung an ein heimtückisches Virus näher  zusammenrücken und uns mit allen nötigen Massnahmen alle gegenseitig  darin unterstützen, dass wir möglichst alle heil durch diese Pandemie  kommen.Ich dachte immer, wir sind uns alle darin einig, dass das Gemeinwohl ein hohes Gut ist und zuweilen gerade in Krisenzeiten über dem eigenen Wohlbefinden stehen darf und muss. Ich dachte bislang, Eigenverantwortung bedeutet, dass wenn es Probleme gibt, die Menschheit -gerade wenn reale Nähe gefährlich ist- zumindest gedanklich eng zusammenrückt und ausnahmslos alle alles unternehmen, um nicht nur sich selbst, sondern auch alle anderen zu schützen.</p>
<p>Und wie sieht die Realität aus? Die Ernüchterung ist fatal: Die Uralt-Floskel ist realer denn je: „Jeder ist sich selbst der Nächste und wenns drauf ankommt, ist es mir egal, was dem anderen passiert, Hauptsache, mir selbst gehts gut.“ Das jedoch war immer schon und ist immer der beste Nährboden für Diktaturen.</p>
<p>Alle Menschen sind gleich, aber es gibt offensichtlich auch die anderen, die auf dem Standpunkt stehen , dass Eigenverantwortung nicht das bedeutet, was es eigentlich bedeutet (für sich UND für andere Verantwortung zu übernehmen), sondern naiv frei nach Pippi Langstrumpf: „Ich mache mir das Leben, wie es mir gefällt“; und wenn ich andere damit gefährde: mir auch egal: es geht ja nur um mich.</p>
<p>Jetzt möchte man vielleicht annehmen, dass wir es hier um eine ideologische Kluft zwischen den so genannten Reichen und den so genannten Armen handelt. Aber nein: dem ist nicht so:</p>
<p>Diese problematische und unsolidarische Einstellung, die zutiefst unserer menschlichen Würde entgegensteht, zieht sich über alle Gesellschaftsschichten von reich bis arm und auch durch alle politischen Lager von ganz links bis ganz rechts. Und den Verantwortlichen wird abverlangt, diese Egomanie-Politik ebenfalls zu forcieren.</p>
<p>Diese für mich ernsthaft problematische Grundeinstellung in der westlichen Welt schockiert mich zutiefst.</p>
<p>Ja ok: Natürlich ist in Europa nicht unendlich Platz für Menschen aus vollkommen fremden Kulturen, die ihre eigene Heimat -vor allem mit europäischer Hilfe weit besser vor Ort- verändern könnten. Ich habe vollstes Verständnis für den Standpunkt, dass in Europa nicht Platz auch für den Rest der Welt ist.<br />
Dennoch ist damit zu rechnen, dass spätestens ab Sommer 2022 weitere Hunderttausende an Menschen aus Afrika nach Europa drängen werden und das wirtschaftlich geschwächte Europa wird sehen müssen, nach der Corona-Epidemie im Frühjahr kommenden Jahres sich wirtschaftlich wieder zu erholen und auch nicht Probleme aus anderen problematischen Ländern zu importieren.</p>
<p>Aber warum ticken die Menschen auch im eigenen Umfeld hier in Europa zunehmend so egoistisch, nicht nur Zuwanderern aus Drittländern gegenüber, sondern sonderbarerweise auch der eigenen einheimischen Bevölkerung, ja sogar dem eigenen gesellschaftlichen privaten Umfeld gegenüber? Darüber sollten wir uns ernsthaft Gedanken machen.</p>
<p>Und Ja: Natürlich gibt es zusätzlich auch eine immer stärker werdende Kluft zwischen arm und reich.<br />
Aber eine so genannte „Umverteilung von oben nach unten“ ist nicht nur irrational und unrealistisch, sondern führte zu einem vollkommenen Zusammenbruch des Wirtschaftslebens:</p>
<p>Nur wer die entsprechenden finanziellen Mittel hat (also nicht staatsseitig immer mehr steuerlich enteignet wird), kann neue Betriebe eröffnen und damit neue Arbeitsplätze schaffen und damit den langfristigen Wohlstand möglichst Vieler sichern. Vereinfacht ausgedrückt: Grosser Wohlstand Einiger schafft Wohlstand für viele.</p>
<p>Natürlich klingt es schön und vorbildlich, wenn jetzt selbst Superreiche fordern, höher besteuert  zu werden. Aber wie sieht die Realität aus?</p>
<p>Je mehr einer hat, desto mehr versucht er, Steuern zu „sparen“:<br />
Wenn also jene Supereichen tatsächlich so freigiebig wären, wie sie sich gern darstellen: warum zahlen sie dann nicht freiwillig einen Grossteil ihres Vermögens an den jeweiligen Staat (also weder an Parteien, noch an Politiker, sondern an den Staat als Institution), von dem sie -zumindest in einer Demokratie- zu Recht erwarten können, dass er damit ihre Steuern sinnvoll nach „unten“ verteilt? Das wäre doch mal innovativ und glaubwürdig und nicht nur plakativ. Dies wäre vorbildlich und würde die europäischen Staaten darin unterstützen, die durch die Bekämpfung der Pandemie angehäuften Schuldenstände effektiv abzubauen:<br />
Also liebe steuerfordernde und -willige Superreiche: Bitte schnell selbst freiwillig erhöhte Steuern zahlen: Also zahlen anstatt zu fordern.</p>
<p>Und was mich in diesem Zusammenhang ebenfalls massiv stört:<br />
Seit Jahren mehren sich die Stimmen jener, die Verteuerungen in allen Bereichen fordern. Und was seit einem Jahr zu erwarten war, ist bereits jetzt Realität: Wir haben bereits eine massive Teuerung in allen Bereichen, was aktuell -trotz keiner Erdölkrise- besonders an der Zapfsäule bemerkbar ist.</p>
<p>Obwohl sie erwartbar war: die Inflation darf so nicht weitergehen. Dies würde immer mehr Menschen in die Armut treiben.<br />
Aber selbst die zunehmenden Forderungen nach Verteuerungen und Preiserhöhungen kommen inzwischen quer über alle politischen Lager. Warum regt sich dagegen kein Widerstand der sonst oft so übereifrigen Demonstranten?</p>
<p>Als besonderes Argument pro Preiserhöhungen muss  zunehmend die Klimakrise herhalten. Mal abgesehen davon, dass niemals alle Staaten der Erde (beinahe nur Europa ist so naiv) sich im Kampf gegen den Klimawandel beteiligen würden: Und obwohl fast allen klar ist, dass es sehr unrealistisch ist, dieses Phänomen tatsächlich nachhaltig aufzuhalten, treibt man durch sinnlose öffentliche Angstdebatten Kinder und Jugendliche in die Psychiatrie und durch Straf-Steuern die Staaten zunehmend noch mehr in die Schuldenfalle.</p>
<p>Zudem: Wir alle brauchen immer mehr Energie in jeder Hinsicht. Und Energie -egal wie hergestellt- ist nun mal teuer und kann -allseitig betrachtet- gar nicht klimaneutral sein.</p>
<p>Natürlich sind Investitionen in nachhaltige Energien langfristig sinnvoll. Forschung und Entwicklung müssen auch in diese Richtung gehen, jedoch nicht um jeden Preis:</p>
<p>Es kann und darf -entgegen dem öffentlichen Bestreben fast aller Parteien- nicht eine Entwicklung forciert werden, in der nur mehr Reiche fliegen dürfen, nur mehr Superreiche sich Fahrzeuge Sprit, Strom, Fleisch und andere Nahrungsmittel leisten können:</p>
<p>Ich mache mir also ernsthafte Sorgen um unsere Zukunft und um die unserer Nachkommen:<br />
Angst ist zuweilen notwendig, um uns auch vor tödlichen Gefahren zu schützen, aber sie darf nicht unser Leben bestimmen.</p>
<p>Wir sind -einfach ausgedrückt- vielfach ein verwöhntes undankbares Pack, welches es gewohnt ist, immer alles gleich und sofort zu haben, was wir uns einbilden haben zu müssen.<br />
Aber Einschränkungen unserer persönlichen Freiheit -zuweilen auch selbstgewählte- gehören zu unserem Leben dazu: Sie sind manchmal lästig, aber oft dennoch nötig: auf der Beziehungsebene genauso wie im Alltag mit unbekannten Menschen.</p>
<p>In Zeiten der Corona-Pandemie ist es daher eine Frage auch unserer Eigen-Verantwortung, selbst jetzt im Sommer nicht nur uns selbst, sondern auch unser auch unbekanntes Umfeld unter anderem durch das lästige, aber sinnvolle Tragen von Masken, durch Impfungen und Tests zu schützen, um zu verhindern, dass wir in diesem Herbst und Winter die Spitäler mit Kindern und Jugendlichen gefüllt haben: Mit Letzterem rechne ich leider.</p>
<p>Genauso müssen wir uns aber auch jetzt schon politischen Plänen widersetzen, die darauf hinauslaufen, dass wir in Zukunft zunehmend immer mehr Arme unter uns haben werden, die sich ihr Leben kaum leisten können: Wer Preiserhöhungen, egal ob bei Fleisch oder Energie -in welcher Form auch immer- oder Flüge oder Kleidung oder andere Waren fordert, treibt damit unweigerlich Menschen sogar im eigenen Land und in der eigenen Stadt mit Sicherheit nachhaltig in die Armut.</p>
<p>Also was jetzt?<br />
„Apocalypse Now“?</p>
<p>Was den Klimawandel betrifft, mit Sicherheit nicht: Unsere Mutter Erde ist seeehr geduldig mit uns Menschen und wird sich auch weiterhin immer den Umständen anpassen.</p>
<p>Und was Armut und Wohlstand betrifft:<br />
Die vor allem von linken Parteien und Organisationen angeheizte Neiddebatte, löst keine Probleme und hilft niemanden, ist jedoch gesellschaftlich brandgefährlich.<br />
Eine freiwillige „Umverteilung“ von oben nach unten ist jedoch durchaus sinnvoll, um zu verhindern, dass die Unterschiede zwischen arm und reich zu groß werden: Wer Milliarden hat und sie samt Erben niemals konsumieren könnte, darf und soll diese gern anderen zur Verfügung stellen, damit diese auch menschenwürdig leben können. Das würde menschliche Größe beweisen.<br />
Und wir alle sind mitverantwortlich, Politiker (nicht Parteien!) zu fördern und zu unterstützen, welche gegen Verteuerungen auftreten und die damit verhindern, dass Menschen zunehmend in die Armutsfalle tappen.<br />
Weil wir mehr in der Hand haben, als uns vielleicht bewusst ist: in fast allen Fragen. Noch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Weitere interessante Kommentare und Analysen:</p>
<p>- <a title="America First" href="https://www.redakteur.cc/analyse-eu-sei-bereit-america-first-besteht/" target="_blank">EU sei bereit: Analyse zum Wahlsieg von Joe Biden</a></p>
<p>- <a title="Corona: So schaffen wirs" href="https://www.redakteur.cc/kommentar-wie-entkommen-wir-corona/" target="_blank">Corona: So schaffen wirs!</a></p>
<p>- <a title="Die Corona der Schöpfung" href="https://www.redakteur.cc/analyse-die-corona-der-schoepfung/" target="_blank">Die Corona der Schöpfung</a></p>
<p>- <a title="Ja zum Leben" href="https://www.redakteur.cc/entscheiden-wir-uns-fuer-das-leben/" target="_blank">Osterkommentar 2020: Entscheiden wir uns für das Leben!</a></p>
<p>- <a title="Die große Depression" href="https://www.redakteur.cc/analyse-die-gegenwart-der-depression/" target="_blank">Analyse: Die Allgegenwart der großen Depression</a></p>
<p>- <a title="Keep Cool" href="https://www.redakteur.cc/trump-keep-cool/" target="_blank">Analyse zum Wahlsieg von Donald Trump: Don’t Worry and Keep Cool</a></p>
<p>- <a title="Die kapitalistischen Alt-68er und die Vernunft des Volkes" href="http://www.redakteur.cc/die-kapitalistischen-alt-68er-und-die-vernunft-des-volkes/" target="_blank">Die kapitalistischen Alt-68er und die Vernunft des Volkes</a></p>
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		<item>
		<title>UNICEF: Welt braucht Kinder-Agenda</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Sep 2015 23:10:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[570 Millionen Kinder weltweit leben in extremer Armut. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, UNICEF, fordert daher einen Nachhaltigkeitsgipfel der Staats- und Regierungschefs in New York. Die so genannten &#8220;Nachhaltigen Entwicklungsziele&#8221; (&#8220;Sustainable Development Goals&#8221;) tragen der Tatsache Rechnung, dass globale Probleme nur gemeinsam zu lösen sind. Sie sind Ausdruck des Willens der Regierungen, trotz aller unterschiedlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>570 Millionen Kinder weltweit leben in extremer Armut. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, UNICEF, fordert daher einen Nachhaltigkeitsgipfel der Staats- und Regierungschefs in New York. Die  so genannten &#8220;Nachhaltigen Entwicklungsziele&#8221; (&#8220;Sustainable  Development  Goals&#8221;) tragen der Tatsache Rechnung, dass globale Probleme  nur  gemeinsam zu lösen sind. Sie sind Ausdruck des Willens der  Regierungen,  trotz aller unterschiedlichen Interessen die  internationale  Zusammenarbeit zu stärken.<span id="more-16244"></span></p>
<p>UNICEF ruft Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft daher dazu auf, sich im  Interesse der Kinder hinter die neue Agenda für nachhaltige Entwicklung  der Vereinten Nationen zu stellen. Am kommenden Wochenende werden die  Regierungen in New York erstmals gemeinsame Entwicklungsziele  verabschieden, die für Entwicklungs- und Industrieländer gleichermaßen  gelten. Sie versprechen, bis zum Jahr 2030 Armut und Hunger zu besiegen,  alle Kinder in die Schule zu bringen, Erde und Umwelt zu schützen und  Ungleichheit zu bekämpfen.</p>
<p>&#8220;Nachhaltige  Entwicklung beginnt mit der heranwachsenden Generation. Es ist unsere  Aufgabe Kinder in den Fokus der neuen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten  Nationen zu setzen&#8221;, erklärt Geschäftsführerin von UNICEF Österreich Gudrun Berger. &#8220;Millionen Kinder sind auf der Flucht, schützen wir  sie nicht, können globale Zukunftsperspektiven für eine friedliche  Entwicklung nicht geschaffen werden.&#8221;</p>
<p>Anlässlich des UN-Gipfels weist UNICEF auf die enormen weltweiten Herausforderungen für Kinder hin:</p>
<ul>
<li>Fast die Hälfte aller Menschen in Armut sind Kinder und Jugendliche</li>
<li>rund 570 Millionen Kinder müssen sogar von weniger als 1,25 Dollar  am Tag leben. Arme Kinder sind häufiger krank und haben geringere  Überlebenschancen. Sie sind vielfach von Bildung ausgeschlossen oder in  der Schule benachteiligt. Das Risiko, dass sie ausgebeutet oder nicht  richtig am Leben ihrer Gesellschaft teilhaben, ist hoch.</li>
</ul>
<p>• Weltweit wachsen 230 Millionen  Kinder und Jugendliche in Ländern auf, in denen Krieg herrscht oder  bewaffnete Konflikte an der Tagesordnung sind. Auf diese Länder  entfallen weltweit fast die Hälfte aller Todesfälle bei Kindern und die  Hälfte aller Kinder, die keine Schule besuchen.</p>
<p>•  Immer mehr Kinder sind auch durch Naturkatastrophen bedroht -vielfach  in Folge des Klimawandels. Zwischen 1990 und 2000 waren jedes Jahr 66,5  Millionen Kinder von Naturkatastrophen betroffen &#8211; im kommenden  Jahrzehnt werden es 175 Millionen Kinder sein.</p>
<p>•  Diese Krisen und Katastrophen drohen, wichtige Entwicklungsfortschritte  zu zerstören. Sie treiben Millionen dazu, ihre Heimat zu verlassen und  als Flüchtling oder Migrant eine bessere Zukunft zu suchen. Die Hälfte  der weltweit fast 60 Millionen Flüchtlinge und Vertriebenen sind Kinder  und Jugendliche. Es besteht die Gefahr, dass viele von ihnen  dauerhaft  ausgeschlossen bleiben -zum Beispiel, weil ihnen Bildung und  medizinische Hilfe vorenthalten werden.</p>
<p>Nach  mehrjährigen weltweiten Beratungen und unter intensiver Beteiligung der  Zivilgesellschaft wurden 17 Ziele und 169 Unterziele vereinbart. Der  Aktionsplan hat das Ziel die &#8220;Tyrannei der Armut zu überwinden&#8221; und &#8221;  die Zukunft unseres Planeten zu sichern&#8221;. Um dies zu erreichen,  verbindet er wirtschaftliche und soziale Ziele mit der Notwendigkeit,  die Umwelt zu schützen. Die neuen Entwicklungsziele gelten sowohl für  Entwicklungs- und Schwellenländer als auch für Industrieländer, die ihre  eigene Wirtschafts-, Konsum- und Lebensweise nachhaltiger gestalten  müssen.</p>
<p>Sie lösen die so  genannten Millenniums-Entwicklungsziele ab. Diese haben in den  vergangenen fünfzehn Jahren den Rahmen für den Kampf gegen Armut und  Unterentwicklung gestellt. Auch wenn nicht alle Millenniumsziele  erreicht wurden, haben sie doch maßgebliche Fortschritte für Millionen  Menschen gebracht. So wurde die weltweite Kindersterblichkeit halbiert,  die Ernährung und der Zugang zu sauberem Wasser und zu Bildung  verbessert. Allerdings sind diese Fortschritte sehr ungleich verteilt &#8211;  sowohl in den verschiedenen Weltregionen als auch innerhalb der  einzelnen Länder.</p>
<p>Die neue  Agenda der Vereinten Nationen eröffnet die Chance, globale  Herausforderungen gemeinsam anzugehen &#8211; und das Leben der zukünftigen  Generationen nachhaltig zu verbessern. UNICEF fordert dazu:</p>
<p>•  Die Regierungen müssen gezielt und verlässlich in Bildung, Gesundheit  und Schutz der Kinder aus den ärmsten Familien investieren. Insbesondere  bessere Bildung und Ausbildung bringen den größten Ertrag im Kampf  gegen die Armut &#8211; für die Kinder und für die ganze Gesellschaft.</p>
<p>•  Österreich muss Nachhaltigkeit fördern. Als Industrieland tragen wir  eine doppelte Verantwortung: Wir müssen die ärmsten Länder stärker dabei  unterstützen, die Umweltzerstörung zu stoppen und die Folgen des  Klimawandels zu bewältigen. Gleichzeitig müssen wir glaubwürdig sein und  unsere eigene Wirtschafts- und Konsumweise nachhaltiger gestalten.</p>
<p>•  Wir müssen allen Kindern einen fairen Start ins Leben ermöglichen und  den Kampf gegen Kinderarmut  verstärken &#8211; auch in Österreich. Denn das  Wohlergehen der Kinder ist Maßstab für die Zukunftsfähigkeit einer jeden  Gesellschaft.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Sozialbericht: Ist sozialer Ausgleich in Österreich gut ausgeprägt?</title>
		<link>http://www.redakteur.cc/sozialbericht-ist-sozialer-ausgleich-in-oesterreich-gut-ausgepraegt/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Jan 2015 23:09:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern Mittwoch wurde der alle zwei Jahre erscheinende vom Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO), der Statistik Austria und dem Sozialministerium erstellte Sozialbericht vorgestellt. &#8220;Im Vergleich zu anderen EU-Staaten haben sich in Österreich die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise bislang relativ moderat ausgewirkt. Dies ist sowohl auf wirtschafts-, fiskal- und beschäftigungspolitische Maßnahmen als auch wohlfahrtsstaatliche Strukturen und die Sozialausgaben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Sozialbericht-2013-2014.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-15926" title="Sozialbericht 2013-2014" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Sozialbericht-2013-2014.jpg" alt="" width="334" height="476" /></a>Gestern Mittwoch wurde der alle zwei Jahre erscheinende vom Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO), der Statistik Austria und dem Sozialministerium erstellte Sozialbericht vorgestellt. &#8220;Im Vergleich zu anderen EU-Staaten haben sich in Österreich die Folgen  der Finanz- und Wirtschaftskrise bislang relativ moderat ausgewirkt.  Dies ist sowohl auf wirtschafts-, fiskal- und beschäftigungspolitische  Maßnahmen als auch wohlfahrtsstaatliche Strukturen und die  Sozialausgaben als konjunkturstabilisierende Faktoren zurückzuführen&#8221;,  unterstrich Sozialminister Rudolf Hundstorfer.</p>
<p>Im Gegensatz zum Sozialminister aber, der seit drei Jahrzehnten die Unternehmens- und Vermögenseinkommen stärker ansteigen sieht als die Einkommen aus Arbeit, betont die Wirtschaftskammer (WKO), dass die österreichische Einkommensverteilung im internationalen Vergleich sehr gut abschneidet: &#8220;Der soziale  Ausgleich ist in Österreich besonders stark ausgeprägt&#8221;, erklärt Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer:  Wird die Umverteilungswirkung anhand des international anerkannten GINI-Koeffizienten betrachtet, so  befinde sich Österreich im  OECD-Vergleich sogar an erster Stelle.<span id="more-15923"></span></p>
<p>Die  Umverteilung durch das Steuer- und Transfersystem reduziere den   Gini-Koeffizienten für die Einkommensverteilung (0=völlige   Gleichverteilung, 1=maximale Ungleichverteilung) von 0,47   (Bruttoeinkommen) auf 0,26 (Nettoeinkommen). Somit liegt Österreich mit   einer Differenz des Gini-Koeffizienten zwischen Brutto- und   Nettoeinkommensverteilung von 0,21 an der OECD-Spitze. Das   Nettopensionsvermögen ist durch die gesetzliche Mindest- und   Höchstpension sogar noch gleicher verteilt als das Nettovermögen. &#8220;Wir stehen bei der sozialen  Sicherheit viel besser da als die meisten  europäischen Länder. Die  Wirtschaftskammer setzt sich daher im Rahmen  der Steuerreform für eine  Senkung des Eingangssteuersatzes bei der  Lohn- und Einkommensteuer ein,&#8221; betont Hochhauser.</p>
<p>Die  starke Umverteilung habe aber auch ihren Preis, so Hochhauser. Der   Anteil der Steuern und Sozialabgaben am BIP betrage in Österreich   bereits über 40 Prozent: &#8220;Wir sind damit im OECD-Vergleich ein absolutes   Hochsteuerland. Auch ist zu berücksichtigen, dass 10% der   Lohnsteuerpflichtigen 52% des Lohnsteueraufkommens zahlen. Die   Steuerschraube darf daher nicht noch weiter zugedreht werden. Noch   höhere Steuern oder neue Steuern auf Eigentum würden den Wirtschafts-und   Arbeitsstandort Österreich erheblich unter Druck setzen. Das kann sich   unser Land gerade in wirtschaftlich fordernden Zeiten nicht leisten&#8221;,  so  Hochhauser.</p>
<p>Anders bewertet die österreichische Armenkonferenz den aktuellen Sozialbericht: &#8220;Dauerhafte Armut bei steigendem Reichtum ist kein Naturgesetz&#8221;,  kommentiert die Armutskonferenz die Daten des aktuellen Sozialberichts.  &#8220;Armut und soziale Ungleichheit sind keine Naturereignisse, die es mit  jeder frischen Statistik neu zu bestaunen gilt. Es gibt genügend  Instrumente und Möglichkeiten in der Schule, beim Wohnen und mit  sozialen Dienstleistungen gegenzusteuern.&#8221;, so das österreichische  Netzwerk, das 500.000 Menschen im Jahr begleitet, unterstützt und mit  ihnen für eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen kämpft.</p>
<p><a title="Sozialbericht gesamt" href="http://www.sozialministerium.at/cms/site/attachments/8/1/9/CH2080/CMS1421741609102/sozialbericht_2013-2014_-_gesamtausgabe.pdf" target="_blank">Der aktuelle Sozialbericht ist hier vollständig online abrufbar.</a></p>
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		<title>WHO: 18 Mio. Kinder in Europa werden misshandelt</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Sep 2013 22:09:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Allein in der europäischen Region der Weltgesundheitsorganisation WHO werden über 18 Millionen Kinder im Alter von unter 18 Jahren misshandelt (physischer, sexueller oder emotionaler Missbrauch bzw. Vernachlässigung und Verelendung). Diese Zahlen entstammen einem neuen Bericht des Regionalbüros zur Prävention von Kindesmisshandlungen und sollten laut WHO jeden Politikgestalter wachrütteln, der mit der Umsetzung des Europäischen Rahmenkonzepts [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/WHO-Kindesmisshandlung-Europa.jpg"><img class="size-medium wp-image-15416 alignleft" title="WHO-Kindesmisshandlung-Europa" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/WHO-Kindesmisshandlung-Europa-300x237.jpg" alt="" width="300" height="237" /></a>Allein in der europäischen Region der Weltgesundheitsorganisation WHO werden über 18 Millionen Kinder im Alter von unter 18 Jahren misshandelt (physischer, sexueller oder emotionaler Missbrauch bzw. Vernachlässigung und Verelendung). Diese Zahlen entstammen  einem neuen Bericht des Regionalbüros zur Prävention von  Kindesmisshandlungen und sollten laut WHO jeden Politikgestalter wachrütteln, der  mit der Umsetzung des Europäischen Rahmenkonzepts für Gesundheit und  Wohlbefinden „Gesundheit 2020“ befasst ist.</p>
<p>Die Details: Die Misshandlungen der Kinder enden manchmal tödlich. 852 Kinder im  Alter von unter 15 Jahren sterben in der Region jedes Jahr auf diese  Weise. Doch diese Todesfälle sind nur die Spitze eines Eisbergs. In dem  auf der 63. Tagung des WHO-Regionalkomitees für Europa vorgelegten  Bericht wird davon ausgegangen, dass Misshandlungen sehr hohe  Prävalenzraten erreichen: 29,1% bei emotionalen Misshandlungen, 22,9%  bei physischen Misshandlungen und 13,4% bei sexuellem Missbrauch von  Mädchen bzw. 5,7% von Jungen.<span id="more-15415"></span></p>
<p>Junge, alleinstehende, arme und schlecht ausgebildete Eltern, die in   sozial benachteiligten Umfeldern leben, können laut WHO eher gefährdet sein, ihre   Kinder zu misshandeln. Die soziale und kulturelle Akzeptanz der   körperlichen Züchtigung von Kindern, Ungleichheit, wirtschaftliche   Sorgen und die Gesetzgebung üben alle einen Einfluss auf die   Misshandlung von Kindern aus. Kindesmisshandlungen sind auch eng   verknüpft mit Alkohol- sowie Drogenmissbrauch in der Familie,   Erziehungsstress und häuslicher Gewalt. Arme Kinder sind am härtesten   betroffen: die Raten tödlicher Misshandlungen sind in Ländern mit   niedrigem bis mittlerem Volkseinkommen doppelt so hoch wie andernorts   und innerhalb der Länder sind die Zahlen in Familien mit geringerem   Einkommen ein Mehrfaches derjenigen am oberen Ende der   Gesellschaftspyramide.</p>
<p>Kindesmisshandlungen wirken sich nicht nur verheerend auf das Leben  der  Opfer aus, sie verursachen auch einen gesellschaftlichen und   wirtschaftlichen Schaden in der Größenordnung von 10 Mrd. Euro. Die   Belege für einen Zusammenhang zwischen Misshandlungen und der Ausbildung   einer psychischen Erkrankung sind eindeutig. Kindesmisshandlung kann   die Ursache für bis zu ein Viertel der Krankheitslast durch psychische   Störungen wie Depressionen, Angstzustände, Essstörungen,   Verhaltensstörungen, Suizidversuche, Selbstbeschädigung sowie den Konsum   illegaler Drogen sein. Sie wirkt sich auf den Schulgang aus und führt   zu schlechteren Abschlüssen sowie geringeren  Beschäftigungsperspektiven.  Es besteht auch ein starker Zusammenhang  mit riskantem Sexualverhalten  und die Belege für eine Verknüpfung mit  der Ausbildung von Adipositas  und anderen nichtübertragbaren  Krankheiten häufen sich. Gewalttätigkeit  wird wie in einem Teufelskreis  von einer Generation zur nächsten  weitergegeben.</p>
<p>„Es ist an der Zeit, dass wir Kindesmisshandlung als ein Thema der  öffentlichen Gesundheit anerkennen und nicht ausschließlich als  Gegenstand der Kriminaljustiz oder des Sozialwesens behandeln. Gegen  Kindesmisshandlung kann ein ganzheitlicher gesundheitspolitischer Ansatz  präventiv wirken und diese Chance dürfen wir nicht verpassen. In den  kommenden Monaten werden wir eine Reihe von Maßnahmen vorbereiten,  welche die Länder hierzu ergreifen können, und wir sind gerne bereit,  sie hierin zu unterstützen“, sagt Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa.</p>
<p>Prävention kostet weniger als die Bewältigung der Folgen einer  Misshandlung. Ein Ansatz der öffentlichen Gesundheit und die nachhaltige  Umsetzung evidenzbasierter Maßnahmen wie der folgenden sind  erforderlich:</p>
<ul>
<li>Gezielte Interventionsprogramme für gefährdete Familien durch  Hausbesuche während der ersten Jahre zur Unterstützung der Eltern bei  der Erziehung,</li>
<li>Präventionsprogramme gegen Kopftraumata durch Misshandlung  (Schüttelsyndrom), Verringerung der Verfügbarkeit von Alkohol und  intensive soziale und medizinische Unterstützung für stark gefährdete  Familien.</li>
<li>Interventionen wie Kampagnen in den Massenmedien, Programme für  soziale Normen und Maßnahmen zur Linderung der Armut sind viel  versprechend, allerdings ist in der Europäischen Region noch weitere  Forschung erforderlich.</li>
</ul>
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		<title>Bernd Hagenkord: &#8220;Papst Franziskus ist angstfrei&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 04 May 2013 22:09:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wollte man Papst Franziskus auf eine Grundeigenschaft beschränken, dann wohl diese: &#8220;Papst Franziskus ist angstfrei&#8221;, vor allem im Umgang mit kranken und gestrauchelten Menschen. Mit diesen Worten charakterisierte P. Bernd Hagenkord SJ, Leiter der deutschsprachigen Redaktion von Radio Vatikan in einem Hintergrundgespräch mit Journalisten auf Einladung des Verbandes katholischer Publizisten Österreichs in Wien. Armut und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Bernd-Hagenkord-DSCN0959.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-14872" title="Bernd Hagenkord DSCN0959" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Bernd-Hagenkord-DSCN0959-213x300.jpg" alt="" width="170" height="240" /></a>Wollte man Papst Franziskus auf eine Grundeigenschaft beschränken, dann wohl diese: &#8220;Papst Franziskus ist angstfrei&#8221;, vor allem im Umgang mit kranken und gestrauchelten Menschen. Mit diesen Worten charakterisierte P. Bernd Hagenkord SJ, Leiter der deutschsprachigen Redaktion von Radio Vatikan in einem Hintergrundgespräch mit Journalisten auf Einladung des Verbandes katholischer Publizisten Österreichs in Wien.</p>
<p>Armut und Gerechtigkeit zählten eindeutig zu den Schwerpunkten seiner pastoralen Tätigkeit. Franziskus sei ein &#8220;Hl. Geist-Papst&#8221;, während man dessen Vorgänger Benedikt XVI. als &#8220;Jesus-Papst&#8221; bezeichnen könne. Papst Franziskus sei -im Gegensatz zu seinem Vorgänger- auch kein &#8220;Intellektueller&#8221;, sondern ein &#8220;Seelsorger&#8221;: Die Geschichte der Kirche betrachte er daher als &#8220;Geschichte der Liebe mit Fehlern&#8221;, berichtete Hagenkord.<span id="more-14865"></span></p>
<p>Der aktuelle Papst thematisiere zudem unter dem Motto &#8220;Der Heilige Geist drängt und wir sind bequem&#8221; gezielt immer wieder die &#8220;Bequemlichkeit der Einzelnen&#8221; in der Kirche. Franziskus betone immer wieder, dass es &#8220;zu wenig Konzil&#8221; und gleichzeitig &#8220;zu wenig Kontinuität&#8221; in der Kirche gebe. Die Konzilstexte seien auch &#8220;nicht mehr in unserer Sprache&#8221;, ergänzte Hagenkord. Aber letztlich gehe es hier nicht um Worte, sondern um den Sinn, den Geist, den Hl. Geist: &#8220;Wir brauchen heute kein Konzil, keine langen Texte, sondern wir sollten uns bewegen lassen&#8221;, appellierte Hagenkord.</p>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Hagenkord-Wuthe-DSCN0970.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-14873" title="Hagenkord, Wuthe DSCN0970" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Hagenkord-Wuthe-DSCN0970-300x206.jpg" alt="" width="240" height="165" /></a>Das eigentliche Problem der so genannten Pius-Bruderschaft mit der Kirche sei auch ein liturgisches, sondern eines der Religionsfreiheit: &#8220;Und auch da stand Papst Benedikt voll auf Konzilslinie&#8221;.  Er, Hagenkord rechne daher auch nicht damit, dass dieser Konflikt mit den Traditionalisten bald lösbar sein werde.</p>
<p>Von Diskussionsleiter Paul Wuthe (Leiter der Kathpress) auf die Vorgänge um den <a title="Analyse zum Amtsverzicht von Papst Benedikt XVI." href="http://www.redakteur.cc/analyse-zu-papst-amtsverzicht/" target="_blank">Amtsverzicht von Papst Benedikt XVI.</a> angesprochen, meinte Hagenkord: &#8220;Durch dieses Konklave wurde die Kirche endlich zur Weltkirche&#8221;. Und jeder, der Papst Benedikt schon länger kannte, wusste, dass wenn wer zurücktreten könnte, dann er. Doch auch er selbst sei von diesem Schritt Benedikts überrascht worden, bekannte Hagenkord. Benedikt habe zudem auf seine bevorzugten geplanten Aktionen &#8220;Jahr des Glaubens&#8221; und eine neue Enzyklika verzichtet, weswegen sein Krankheitszustand als Begründung für seinen Rücktritt jedenfalls glaubwürdig sei, so Hagenkord. Benedikt XVI. habe durch diesen Schritt zudem auch eines deutlich gezeigt: &#8220;Jemand steht zu seiner Krankheit&#8221;.</p>
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		<title>EU: 27 Prozent der Kinder sind arm &#8211; Bildung entscheidend</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Feb 2013 23:03:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kinder sind in der EU27 am meisten (27%) von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht, die Bevölkerungsgruppe zwischen 18 und 65 Jahren folgt im Mittelfeld (24%), während Pensionisten häufig noch am besten abschneiden (21%). Dies geht aus den soeben veröffentlichten offiziellen Daten 2011 von Eurostat hervor, dem Statistischen Amt der Europäischen Union. Das Armutsgefährdungsrisiko sinkt demnach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Eurostat-Armut-in-EU.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-14593" title="Eurostat-Armut in EU" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Eurostat-Armut-in-EU-291x300.jpg" alt="" width="233" height="240" /></a>Kinder sind in der EU27 am meisten (27%) von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht, die Bevölkerungsgruppe zwischen 18 und 65 Jahren folgt im Mittelfeld (24%), während Pensionisten häufig noch am besten abschneiden (21%). Dies geht aus den soeben veröffentlichten offiziellen Daten 2011 von Eurostat hervor, dem Statistischen Amt der Europäischen Union. Das Armutsgefährdungsrisiko sinkt demnach mit dem steigenden Bildungsgrad der Eltern: Beinahe jedes zweite Kind in der EU27, dessen Eltern einen niedrige Berufsbildung haben, ist armutsgefährdet.</p>
<p>Im Jahr 2011 fanden sich die höchsten Anteile derjenigen unter 18   Jahren, die von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht waren, in   Bulgarien (52%), Rumänien (49%), Lettland (44%), Ungarn (40%) und Irland   (38% in 2010) und die niedrigsten Anteile in Schweden, Dänemark und   Finnland (je 16%), gefolgt von Slowenien (17%), den Niederlanden (18%)   und Österreich (19%). Im Nicht-EU-Land Norwegen sind 13 Prozent der Kinder (gegenüber 14,6% gesamt) arm. Personen, die von Armut oder sozialer Ausgrenzung  bedroht sind, sind von mindestens einer der folgenden drei Bedingungen  betroffen: von Armut gefährdet, unter erheblicher materieller Entbehrung  leiden oder in einem Haushalt mit sehr niedriger Erwerbstätigkeit  leben.<span id="more-14589"></span></p>
<p>Den höchsten Anteil an armen Senioren in der EU27 hat mit 61,1% Bulgarien (gesamt 49,1%), gefolgt von Zypern (40,4%) und Rumänien (35,3%). Die am wenigsten armutsgefährdeten Senioren hingegen leben laut EU27-Statistik (mit 4,5% noch besser liegt hier das Nicht-EU-Land Island) in Luxemburg (4,7% gegenüber 16,8 % gesamt in der Bevölkerung), gefolgt von den Niederlanden (6,9%) und Tschechien (10,7%). In Deutschland sind 15,3 Prozent der Senioren arm und 19,9% der Kinder, während hier die Armut 18-65-Jährige mit 21,3 Prozent am meisten trifft. In Österreich (gesamt 16,95) stehen Kinder (19,2%) an erster Stelle der Armutsgefährdung, gefolgt von Pensionisten (17,1%) und allen anderen (16,2%). Im Nicht-EU-Land Schweiz sind 28,3% der Semioren arm, gefolgt von 18,9 % Kindern und von jenen im erwerbsfähigen Alter mit 13,9%. In Südtirol sind etwa 21% der Bevölkerung armutsgefährdet, in Italien 28,2 %.</p>
<p>In allen Mitgliedstaaten war das Armutsgefährdungsrisiko von Kindern geringer, wenn die Eltern über einen hohen Bildungsgrad verfügten. Die größten Unterschiede zwischen dem Anteil armutsgefährdeter Kinder, die in einem Haushalt mit einem niedrigen und mit einem hohen Bildungsgrad lebten, fanden sich in Rumänien (78% der Kinder in einem Haushalt mit niedrigem Bildungsgrad und 2% in einem Haushalt mit hohen Bildungsgrad), der Tschechischen Republik (76% und 5%), der Slowakei (77% und 7%), Bulgarien (71% und 2%) und Ungarn (68% und 3%), und die geringsten Unterschiede gab es in Dänemark (17% und 5%) und Finnland (24% und 6%).</p>
<p>Beinahe jedes dritte Kind mit Migrationshintergrund in der EU27 ist armutsgefährdet: In der EU27 waren Kinder mit einem Migrationshintergrund (mindestens ein Elternteil im Ausland geboren) stärker von monetärer Armut bedroht als Kinder, deren Eltern im Inland geboren wurden, d.h. im Land des gegenwärtigen Wohnsitzes. Im Jahr 2011 waren 32% der Kinder, die mit mindestens einem im Ausland geborenen Elternteil zusammenlebten, in der EU27 von Armut bedroht, gegenüber 18% der Kinder, deren Eltern im Inland geboren wurden.</p>
<p>Dies traf auch in der Mehrzahl der Mitgliedstaaten zu: In Estland, Ungarn und Malta waren Kinder mit im Inland geborenen Eltern stärker von Armut bedroht, während es in der Tschechischen Republik fast keinen Unterschied zwischen den beiden Gruppen gab. Im Hinblick auf Kinder, die mit mindestens einem im Ausland geborenen Elternteil lebten, variierte der Anteil derer, die von Armut bedroht waren, im Jahr 2011 deutlich zwischen den Mitgliedstaaten. Er reichte von 15% in der Tschechischen Republik, 17% in Estland und 18% in Malta bis 46% in Spanien, 43% in Griechenland und 39% in Frankreich. Der Anteil der Kinder mit im Inland geborenen Eltern, die von Armut gedroht waren, war in<br />
Dänemark und Österreich (je 8%) am niedrigsten und in Rumänien (33%) am höchsten.</p>
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		<title>EU-Kommission fordert von Mitgliedsstaaten gezieltere Sozialausgaben</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Feb 2013 23:02:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die EU-Mitgliedstaaten sollen ihre Ausgaben für Sozialleistungen effektiver und effizienter einsetzen. Dies hat die Europäische Kommission in ihrem gestern (Mittwoch) vorgelegten Paket zu Sozialinvestitionen für Wachstum und sozialen Zusammenhalt gefordert. Zudem drängt die Kommission die Mitgliedstaaten, sich auf Wachstum und sozialen Zusammenhalt zu konzentrieren. &#160; Die Europäische Kommission hat die Mitgliedstaaten aufgefordert, Sozialinvestitionen prioritär zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die EU-Mitgliedstaaten sollen ihre Ausgaben für Sozialleistungen effektiver und effizienter einsetzen. Dies  hat die Europäische Kommission in ihrem gestern (Mittwoch) vorgelegten  Paket zu Sozialinvestitionen für Wachstum und sozialen Zusammenhalt  gefordert. Zudem drängt die Kommission die Mitgliedstaaten, sich auf Wachstum und sozialen Zusammenhalt zu konzentrieren.<span id="more-14545"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Europäische Kommission hat die  Mitgliedstaaten aufgefordert, Sozialinvestitionen prioritär zu behandeln  und ihre Systeme der sozialen Sicherheit zu modernisieren. Dazu gehören  bessere Strategien der aktiven Inklusion und ein effizienterer und  effektiverer Einsatz von Haushaltsmitteln im Sozialbereich. Diese  Aufforderung ist in einer Mitteilung zu Sozialinvestitionen für Wachstum  und sozialen Zusammenhalt formuliert, die die Kommission jetzt  verabschiedet hat. Die Kommission wird im Rahmen des  Europäischen Semesters die Leistung der Sozialschutzsysteme der  einzelnen Mitgliedstaaten aufmerksam beobachten und gegebenenfalls  länderspezifische Empfehlungen aussprechen.</p>
<p>„Sozialinvestitionen  sind der Schlüssel, wenn wir stärker, solidarischer und  wettbewerbsfähiger aus der aktuellen Krise hervorgehen wollen.  Angesichts der derzeitigen Haushaltszwänge müssen die Mitgliedstaaten  den Schwerpunkt auf Investitionen in Humankapital und sozialen  Zusammenhalt legen. Dies kann ausschlaggebend sein, wenn wir einen  echten Fortschritt zur Verwirklichung der Ziele der Strategie  Europa 2020 erzielen wollen. Sozialinvestitionen jetzt werden helfen zu  verhindern, dass die Mitgliedstaaten später einen sehr viel höheren –  finanziellen und sozialen – Preis zahlen müssen“, erkärt László Andor, Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration.</p>
<p>Die derzeitige Finanzkrise hat  gravierende soziale Folgen. Das Paket für Sozialinvestitionen, das jetzt  von der Kommission vorgelegt wurde, bietet den Mitgliedstaaten  Leitlinien für eine effizientere und effektivere Sozialpolitik  angesichts der enormen Herausforderungen, vor denen sie derzeit stehen.  Dazu gehören hohe finanzielle Belastungen, zunehmende Armut und soziale  Ausgrenzung sowie Arbeitslosigkeit auf Rekordniveau, vor allem bei  jungen Menschen. Hinzu kommen eine alternde Bevölkerung und ein  sinkender Anteil von Menschen im erwerbsfähigen Alter; all diese  Faktoren stellen die Nachhaltigkeit und Angemessenheit der nationalen  Sozialsysteme auf die Probe.</p>
<p>Zum Paket gehört eine Empfehlung  der Kommission zur Bekämpfung der Kinderarmut; dabei wird ein  integriertes Vorgehen für kinderfreundliche Sozialinvestitionen  vorgeschlagen. Investitionen in Kinder und junge Menschen sind ein  besonders wirksames Mittel, den generationenübergreifenden Kreislauf von  Armut und sozialer Ausgrenzung zu durchbrechen und die Chancen im  späteren Leben zu verbessern.</p>
<p>Das Paket für Sozialinvestitionen  stellt einen integrierten Politikrahmen dar, der den sozialen,  wirtschaftlichen und haushaltspolitischen Unterschieden zwischen den  Mitgliedstaaten Rechnung trägt. Schwerpunkte sind dabei:</p>
<p>- Sozialschutzsysteme, die den Bedürfnissen der Menschen an kritischen Punkten ihres Lebens gerecht werden.  Es muss mehr getan werden, um dem Risiko eines sozialen Zusammenbruchs  vorzubeugen und so höhere Sozialausgaben in der Zukunft zu vermeiden.</p>
<p>- Eine einfache und gezieltere Sozialpolitik, angemessene und nachhaltige Sozialschutzsysteme.  Manche Länder weisen trotz vergleichbarer oder geringerer  Haushaltsmittel bessere Ergebnisse im Sozialbereich auf und zeigen  damit, dass Spielraum für eine effizientere sozialpolitische  Ausgabenpolitik besteht.</p>
<p>- Eine Ausweitung der Strategien aktiver Inklusion in den Mitgliedstaaten. Erschwingliche  und hochwertige Kinderbetreuung und Bildung, Prävention von  Schulabbruch, Unterstützung bei Berufsbildung und Arbeitsplatzsuche,  Wohnungsförderung und Zugang zu Gesundheitsfürsorge – all dies sind  Politikfelder mit einer starken Sozialinvestitionskomponente.</p>
<p>Das Paket basiert auf der  Plattform gegen Armut und soziale Ausgrenzung und ergänzt die  Initiativen der Kommission zur Bewältigung der sozialen und  wirtschaftlichen Herausforderungen, vor denen Europa steht: <a href="http://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=1039&amp;langId=de">Beschäftigungspaket</a>, <a href="http://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=1036&amp;langId=de">Jugendbeschäftigungspaket</a> und <a href="http://ec.europa.eu/social/main.jsp?langId=de&amp;catId=89&amp;newsId=1194&amp;furtherNews=yes">Weißbuch zu Renten und Pensionen</a>.  Diese Initiativen bieten den Mitgliedstaaten zusätzliche Leitlinien für  nationale Reformen, die notwendig sind, um die Europa-2020-<a href="http://ec.europa.eu/europe2020/targets/eu-targets/index_de.htm">Ziele</a> zu erreichen.</p>
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		<title>20. Februar: Welttag der sozialen Gerechtigkeit</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Feb 2013 23:04:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der 20. Februar wird alljährlich als Welttag der sozialen Gerechtigkeit begangen. Die &#8220;Ungleichheit untergräbt die Bemühungen der internationalen Gemeinschaft, Millionen Menschen aus der Armut herauszuholen und eine gerechtere Welt zu schaffen,&#8221; erklärte UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon in seiner Botschaft zum Gedenktag und plädiert für &#8220;nachhaltige Entwicklung&#8221; &#8211; basierend auf Dialog, Transparenz und sozialer Gerechtigkeit&#8221;. Der 20. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der 20. Februar wird alljährlich als Welttag der sozialen Gerechtigkeit begangen. Die &#8220;Ungleichheit untergräbt die Bemühungen der internationalen  Gemeinschaft, Millionen Menschen aus der Armut herauszuholen und eine  gerechtere Welt zu schaffen,&#8221; erklärte UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon in seiner Botschaft zum Gedenktag und plädiert für &#8220;nachhaltige Entwicklung&#8221; &#8211; basierend auf Dialog, Transparenz und sozialer Gerechtigkeit&#8221;. Der 20. Februar wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen zum Welttag der Sozialen Gerechtigkeit ernannt und 2009 zum ersten Mal begangen.<span id="more-14539"></span></p>
<p>Die Botschaft von UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon zum diesjährigen Welttag der sozialen Gerechtigkeit (20. Februar 2013) im Wortlaut:</p>
<p><em>Wir begehen den Welttag der sozialen Gerechtigkeit und doch gibt es immer noch viel zu viele Orte auf der Welt, an denen sich nur wenige Menschen über ein Mehr an Möglichkeiten freuen können, die meisten Menschen aber unter wachsender Ungleichheit zu leiden haben.</em></p>
<p><em>Diese Ungleichheit untergräbt die Bemühungen der internationalen Gemeinschaft, Millionen Menschen aus der Armut herauszuholen und eine gerechtere Welt zu schaffen. </em></p>
<p><em>Die Verwerfungen werden sichtbar, wenn wir auf sinkende Löhne für Frauen und junge Menschen oder auf den eingeschränkten Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung oder anständiger Arbeit blicken.</em></p>
<p><em>Wir müssen Institutionen stärken und aufbauen bzw. Programme entwickeln, die inklusive Entwicklung vorantreiben.</em></p>
<p><em>Als sich die Staats- und Regierungschefs der Welt auf die Millenniums-Entwicklungsziele einigten, verpflichteten sie sich, auf eine Welt hinzuarbeiten, in der es gleichberechtigter und gerechter zugeht. Wir müssen unsere Bemühungen forcieren, um diese Ziele bis zur gesetzten Frist 2015 zu erreichen. Gleichzeitig sollten wir schon jetzt damit beginnen, über dieses Datum hinaus zu blicken und neue Ziele der nachhaltigen Entwicklung definieren.</em></p>
<p><em>Im Rahmen unserer Bemühungen hin zu einer Welt, wie wir sie wollen, lassen Sie uns unsere Anstrengungen intensivieren, um einen integrativeren, faireren und nachhaltigeren Weg der Entwicklung zu beschreiten – basierend auf Dialog, Transparenz und sozialer Gerechtigkeit.</em></p>
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		<title>Caritas: Armut in Österreich nimmt zu</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Nov 2012 23:02:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Zahl der &#8220;manifest armen Menschen&#8221; in Österreich nimmt stetig zu: Die schon bekannten Daten von EU-SILC (statistics on income and living conditions) 2010, rund eine Million Menschen sind armutsgefährdet (12,1 Prozent), 511.000 Menschen sind manifest arm (6,2 Prozent), spiegeln sich in den Caritas-Einrichtungen wider, zeigt sich Caritas-Präsident Franz Küberl besorgt: &#8220;Die Zunahme der manifesten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zahl der &#8220;manifest armen Menschen&#8221; in Österreich nimmt stetig zu: Die schon bekannten Daten von EU-SILC (statistics on income and living conditions) 2010, rund eine Million Menschen sind armutsgefährdet (12,1 Prozent), 511.000 Menschen sind manifest arm (6,2 Prozent), spiegeln sich in den Caritas-Einrichtungen wider, zeigt sich Caritas-Präsident Franz Küberl besorgt:<span id="more-13841"></span></p>
<p>&#8220;Die Zunahme der manifesten Armut ist deshalb so dramatisch, weil es hier um die täglichen Lebensbedingungen der Menschen geht: Manifest arm zu sein heißt konkret, dass sich Menschen nicht ordentlich ernähren können, ihre Wohnung nicht angemessen warm halten oder auch notwendige Zahnarztbesuche aus Kostengründen nicht wahrnehmen können.&#8221;</p>
<p>Franz Küberl sieht bei den Wohn- und Sonderbedarfen sowie bei den arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen die zentralen Herausforderungen bei der Bedarfsorientierten Mindestsicherung (BMS):  Die Probleme gestalten sich komplexer, die Notlagen sind existenzieller geworden. Je länger ein Mensch arm ist, desto knapper werden auch die persönlichen Ressourcen und desto schwieriger wird es, aus dieser Situation heraus zu kommen: Erst fällt die Arbeit weg, dann kann die Miete nicht mehr bezahlt werden, Geld wird bei Verwandten oder Freunden ausgeliehen und so nimmt die Abwärtsspirale ihren Lauf. &#8220;Hoffnungslosigkeit, psychische Probleme und soziale Ausgrenzung sind oft die Konsequenzen. Lang andauernde Armut ist für den Menschen entsetzlich, drängt ihn in die Einsamkeit und ist für den Staat gefährlich und teuer&#8221;, verweist Franz Küberl auf Folgeerscheinungen wie zusätzliche Ausgaben für Gesundheit, Arbeitsmarktpolitik und Sicherheit.</p>
<p>Sollte der Trend zu steigender und dauerhafter Armut anhalten, müsste man über die existenzsichernde Funktion der BMS ebenso neu nachdenken wie über die in der BMS verankerten Mechanismen zum Ausstieg aus der Armut. Die Bekämpfung von Armut kann nur mehrdimensional erfolgen, um den komplexen Notlagen effektiv entgegen zu wirken. Investitionen in die Bildung, der Ausbau sozialer Dienstleistungen, leistbarer Wohnraum, insbesondere die Wiedereinführung der Zweckbindung der Wohnbauförderungsmittel um den sozialen Wohnbau anzukurbeln, könnten Armut abfangen, ist Küberl überzeugt.</p>
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		<title>Europa braucht eine zweite Chance: Jetzt!</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jun 2012 22:03:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elmar Leimgruber</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ja, es stimmt leider: Jahrzehntelange verschwenderische sozialistische Politik hat Griechenland letztlich in den finanziellen Ruin getrieben. Aber man kann die Vergangenheit nicht ändern, sondern nur die Zukunft. Und ja: auch anderen EU-Staaten, allen vor an Frankreich unter seinem neuen sozialistischen Populisten Hollande, droht, wenn sich nicht maßgeblich was ändert, dasselbe Schicksal: Ich kann es nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Frankreich-EU-IMG_9943.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-12919" title="Frankreich-EU IMG_9943" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Frankreich-EU-IMG_9943-300x213.jpg" alt="" width="240" height="170" /></a>Ja, es stimmt leider: Jahrzehntelange verschwenderische sozialistische Politik hat Griechenland letztlich in den finanziellen Ruin getrieben. Aber man kann die Vergangenheit nicht ändern, sondern nur die Zukunft. Und ja: auch anderen EU-Staaten, allen vor an Frankreich unter seinem neuen sozialistischen Populisten Hollande, droht, wenn sich nicht maßgeblich was ändert, dasselbe Schicksal: Ich kann es nicht oft genug betonen: Es ist unmöglich, auf Dauer ständig mehr Geld auszugeben als man hat. Und vor allem ist es unverantwortlich den künftigen Generationen gegenüber.</p>
<p>Und daher sind -wie schon öfters betont- <a title="Schuldenbremse" href="http://www.redakteur.cc/?s=schuldenbremse" target="_blank">Schuldenbremsen</a> in den einzelnen Euro-Staaten unumgänglich. Und das, was starrer Nationalismus der Einzelstaaten vor Jahren verhindert, muss endlich endlich umgesetzt werden: Man wird die Schuldensituation einer Staaten niemals in den Griff bekommen, wenn jeder Staat weiterhin ungehindert sein eigenes Wirtschafts-Süppchen kochen darf: Es führt kein zukunftsgerichteter Weg an einer europäischen Wirtschaftsregierung mit Fiskalpakt (<a title="Aus der Wirtschaftskrise durch eine EU-Zentralregierung" href="http://www.redakteur.cc/?s=zentralregierung" target="_blank">vgl. dazu diese Kommentare</a>) und mit unbedingter Steuerunion vorbei: Will man an einem gemeinsamen Europa bauen, muss man auch bereit sein, europäisch, anstatt provinziell zu agieren. Dann gibt es -vielleicht- noch eine Zukunft für den Euro und damit für ein gemeinsames und starkes Europa.<span id="more-12913"></span>Aber selbst wenn dies alles klappen sollte (woran ich inzwischen leider nicht mehr glaube, da der Nationalismus selbst heute noch in den Euro-Staaten zusehr ausgeprägt ist), bezweifle ich den langfristigen Erfolg des gemeinsamen Euro-Projekts: Ich befürchte, es ist für alle möglichen &#8220;Rettungs&#8221;-Maßnahmen bereits zu spät. Denn nicht nur die Einzelstaaten können nicht auf Dauer Geld ausgeben, das sie nicht haben, sondern auch die Gemeinschaft selbst hat nicht unbeschränkte Geldmittel. Bei aller notwenigen Solidarität in der Europäischen Gemeinschaft (Alle für einen und alle gemeinsam: nur so ist eine Union überhaupt sinnvoll) kann vermutlich also aktuell nicht mehr um &#8220;Rettung&#8221; gehen, sondern eher um Schadensbegrenzung.</p>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Griechenland-Welcome-IMG_6227.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-12920" title="Griechenland Welcome IMG_6227" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Griechenland-Welcome-IMG_6227-189x300.jpg" alt="" width="151" height="240" /></a>Griechenland ist bereits pleite, und zwar nicht erst jetzt, sondern seit Langem. Dasselbe betrifft -wenn auch nicht im selben Umfang- Zypern, Irland, Portugal, Spanien und Italien (<a title="EU-Länder in der Finanzkrise" href="http://www.redakteur.cc/eu-laender-in-troubles/" target="_blank">und -wie berichtet- auch weitere Länder</a>) und mit einem zu Geldverschwendung und -vernichtung tendierenden neuen französischen Präsidenten Hollande wohl bald auch Frankreich. Der Euro in seiner aktuellen Form (Staatszusammensetzung) hat keine Zukunft, auch und vor allem, weil den &#8220;gesunden&#8221; EU-Staaten auch irgendwann mal das Geld ausgeht: Kommt es soweit, stürzen alle in den Abgrund, und nicht nur die so genannten Pleitestaaten. Das kann ja wohl auch nicht das Ziel sein. Im Gegenteil: Europa sollte gemeinsam wirtschaftlich wachsen können und zwar bedingt durch das Wachstum seiner Mitglieder.</p>
<p>Da ich aber davon ausgehen muss, dass die meines Erchtens wünschenswerteste idealste Lösung, die einer echten Europäischen Union, nicht realistisch ist, weil von den Nationalstaaten boykottiert, bleibt nur die Alternative für das Gegenteil: wieder mehr Autonomie in Europa und zum Nationalstaatentum und letztlich weg mit dem Euro oder zumindest eine Beschränkung des Euro auf einen kleinen wirtschaftlich &#8220;gesunden&#8221; mitteleuropäischen Kern, zu dem jedenfalls Luxemburg, Deutschland und Österreich (seit dem Votum der Franzosen für Hollande zweifle ich auch am unbedingten Euro-Willen Frankreichs) unbedingt dazugehören müssen. Der Euro ist glücklicherweise eine sehr starke Währung, welche aber nur funktioniert, wenn möglichst alle Teilhaber dasselbe wirtschaftliche Level erreichen. Dies scheint -zumindest heute- unmöglich.</p>
<p>Wenn man nun die einzelnen Sünder-Staaten einfach nur dazwingen könnte und es funktionierte auch, -ohne schwerwiegende Folgen für die Bevölkerung- ihr Budget in Ordnung zu bringen, dann hätte man das Problem gelöst. Aber dem ist leider nicht so: Überall dort, wo Staaten drastisch &#8220;sparen&#8221; müssen, leidet die Bevölkerung. Griechenland ist das beste Beispiel dafür: Die drastischen unmenschlichen Gehaltskürzungen verbunden mit genauso drastischen Steuererhöhungen führen zu Armut und Elend ungeahnten Ausmaßes, wie sie Europa im 21. Jahrhundert nicht mehr erleben dürfte. Und auch Italiens Bevölkerung leidet jetzt schon unter den existenzgefährdenden Sparmaßnahmen der Expertenregierung Monti sosehr, dass sich dort viele wieder die Schande der Nation, Silvio Berlusconi als Regierungschef zurückwünschen.</p>
<p>Sicherlich ist eine gemeinsame Währung angenehm und ich bin begeisterter Anhänger des Euro. Doch die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben leider tragisch aufgezeigt, dass eben nicht jedes Euro-Land dasselbe wirtschaftliche Level haben kann und besonders in wirtschaftlichen Krisen unter der harten Währung mehr Schaden als Nutzen hat. Es wäre daher angebracht und es wäre kein Rückschritt, sondern ein Fortschritt, könnten Staaten mit schwerwiegenden finanziellen Problemen ihre Währung entwerten und damit konkurrenzfähig bleiben. Und nein, dafür muss man nicht erneut Grenzkontrollen einführen und auch den grenzüberschreitenden Zoll innerhalb der EU auch nicht.</p>
<p><a href="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Europa-Flagge-100_6636.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-9358" title="Europa-Flagge 100_6636" src="http://www.redakteur.cc/wp-content/uploads/Europa-Flagge-100_6636-212x300.jpg" alt="" width="170" height="240" /></a>Es ist jetzt wirklich der allerletzte Zeitpunkt um zu handeln und es gibt nur zwei Alternativen:<br />
Entweder jeder Euro-Staat ist bedingungslos bereit, auf seine wirtschaftliche Souveränität zugunsten einer europäischen Wirtschafts- und Steuerunion zu verzichten und die strengen EU-Vorgaben einzuhalten. Oder aber man trennt sich zwar nicht von der großen Vision eines gemeinsamen Europa, aber beendet besser heute als morgen diese Währungsunion, die bislang schon unnötig Leid, Armut und Unheil über viele Menschen gebracht hat, vor allem in den so genannten Pleitestaaten.</p>
<p>Da ich Ersteres für unrealistisch halte, erkläre ich das Projekt Euro hiermit als gescheitert und appelliere vor allem an die die europäische Gemeinschaft zusammenhaltene und inspirierende deutsche Kanzlerin Angela Merkel, zugunsten aller Menschen in Europa dem Schrecken ohne Ende ein rasches Ende zu bescheren und damit gleichzeitig allen auch ein Ende ohne Schrecken zu ermöglichen:</p>
<p>Die EU-Länder und vor allem die Menschen in der EU haben eine zweite Chance verdient:Es ist besser jetzt noch rechtzeitig einen leider traurigen Schlussstrich unter die gemeinsame Währung Euro zu setzen und so jeden einzelnen Staat die Möglichkeit einer raschen Genesung zu ermöglichen als dass letztlich auch noch die &#8220;gesunden&#8221; Staaten pleite gehen. Lassen wir Europa und seine Menschen leben!</p>
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