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	<title>Kommentare zu: Neujahrskonzert 2012: So muss Musik erklingen</title>
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	<description>Elmar Leimgruber online</description>
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		<title>Von: marcel prawy2</title>
		<link>http://www.redakteur.cc/kritik-neujahrskonzert-2012/comment-page-1/#comment-1496</link>
		<dc:creator>marcel prawy2</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Jan 2012 11:22:41 +0000</pubDate>
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		<description>Der s.g. geehrte Redakteur Herr Leimgruber hat  offensichtlich wirklich einen sehr positiven  Zugang zur Kultur und dafür danke ich ihm im Namen der Musik(er)! -  Es ist immer sehr nützlich, wenn sich jemand traut, seine Meinung offen und differenziert auszusprechen und damit den Musikliebhabern gute Denkansätze liefert.

Ich erlaube mir - sozusagen aus dem Blickwinkel &quot;on stage&quot; - zur Kritik zum 2012-er NJK Stellung zu nehmen, gleichzeitig auch Bezug nehmend auf die Rezensionen zu Maitre George Prétre:

Bezüglich Meister Jansons bin ich weitgehend seiner Meinung, allerdings könnten nach meiner Überzeugung andere Dirigenten sehr wohl doch noch etwas authentischer jenen &quot;Originalton&quot;-Charakter für dieses spezielle Genre einbringen, der so essentiell auf  dem typischen &quot;Wiener Schmäh&quot;, sowie dem &quot;Weana Gmüath&quot; basiert?



In Bezug auf Maestro Prétre muß ich zugeben, etwas befangen zu sein, da ich gerade mit ihm persönlich gut bekannt bin: Auf alle Fälle empfand ich seine NJKonzerte stets als großartig und sie paßten bestens zu diesem speziellen Anlaß. Maitre Prétre verfügt auch über ein geradezu phantastisches Einfühlungsvermögen und gehört zu jenen großen Dirigenten, die (mit höchstem musikantischen G´spür) nicht bloß den Takt schlagen, sondern einfach zu urwüchsigem gemeinsamen Musizieren ohne Stress animieren und dieses  zulassen. Dadurch bewahrt er der Musik stets einen gemeinsamen natürlichen freien Atem. Geschmacklose oberflächliche Posen (wie sie dieser oberflächliche Showman Rieu stets sicht- u. hörbar anwendet) sind ihm vollkommen fremd und ich kann bestätigen, dass Maitre Prétre auch privat einfach ehrlich ist. - Geschmäcker sind verschieden, aber BITTE STETS &quot;der Kunst ihre Freiheit, der Freiheit ihre Kunst!&quot;.



Ich möchte die Philharmoniker bitte verteidigen, denn gerade undifferenziertes &quot;Dreschen&quot; ist ihnen grunsätzlich fremd. Bitte seien wir froh, dass ihr Forte stark (jedoch keinesfalls brutal) und dass selbst Pianissimo stets vernehmbar &quot;weich singt&quot;, anstatt schwächlich-blass zu klingen!



In Erinnerung an meine langjährige Orchestertätigkeit möchte ich bitte noch &quot;aus der Schule plaudern&quot;, wonach JEDES Orchester grundsätzlich gewissermaßen ähnlich einer KINDERGARTENGRUPPE funktioniert: Das System ist quasi mit einem &quot;Sonder-Kindergarten&quot; vergleichbar, welches sich eben aus speziellen &quot;Kindern&quot; zusammensetzt. Diese sind grundsätzlich nicht dumm, sondern zumeist sehr sensibel und ambitioniert. Ihre &quot;Tanten&quot; sollten deswegen wahrlich positive, weise und starke einfühlende Persönlichkeiten sein, um so einen &quot;netten Haufen&quot; in Ordnung zu halten, gut zu animieren und zu organisieren! So gesehen sind insbesonders am Dirigentenpult stets wahrhaftige und hochgebildete Persönlichkeiten gefragt, denn  Musiker können ohnehin z.B. in einem 3/4 Takt selber bis drei zählen. 
Alle ehrlichen Künstler verspüren stets einen wahren  Kulturauftrag und es ist immer ihr hehres Ziel, ein - auch mit dem Publikum gemeinsames - wertvolles  Kulturerlebnis zu bieten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der s.g. geehrte Redakteur Herr Leimgruber hat  offensichtlich wirklich einen sehr positiven  Zugang zur Kultur und dafür danke ich ihm im Namen der Musik(er)! &#8211;  Es ist immer sehr nützlich, wenn sich jemand traut, seine Meinung offen und differenziert auszusprechen und damit den Musikliebhabern gute Denkansätze liefert.</p>
<p>Ich erlaube mir &#8211; sozusagen aus dem Blickwinkel &#8220;on stage&#8221; &#8211; zur Kritik zum 2012-er NJK Stellung zu nehmen, gleichzeitig auch Bezug nehmend auf die Rezensionen zu Maitre George Prétre:</p>
<p>Bezüglich Meister Jansons bin ich weitgehend seiner Meinung, allerdings könnten nach meiner Überzeugung andere Dirigenten sehr wohl doch noch etwas authentischer jenen &#8220;Originalton&#8221;-Charakter für dieses spezielle Genre einbringen, der so essentiell auf  dem typischen &#8220;Wiener Schmäh&#8221;, sowie dem &#8220;Weana Gmüath&#8221; basiert?</p>
<p>In Bezug auf Maestro Prétre muß ich zugeben, etwas befangen zu sein, da ich gerade mit ihm persönlich gut bekannt bin: Auf alle Fälle empfand ich seine NJKonzerte stets als großartig und sie paßten bestens zu diesem speziellen Anlaß. Maitre Prétre verfügt auch über ein geradezu phantastisches Einfühlungsvermögen und gehört zu jenen großen Dirigenten, die (mit höchstem musikantischen G´spür) nicht bloß den Takt schlagen, sondern einfach zu urwüchsigem gemeinsamen Musizieren ohne Stress animieren und dieses  zulassen. Dadurch bewahrt er der Musik stets einen gemeinsamen natürlichen freien Atem. Geschmacklose oberflächliche Posen (wie sie dieser oberflächliche Showman Rieu stets sicht- u. hörbar anwendet) sind ihm vollkommen fremd und ich kann bestätigen, dass Maitre Prétre auch privat einfach ehrlich ist. &#8211; Geschmäcker sind verschieden, aber BITTE STETS &#8220;der Kunst ihre Freiheit, der Freiheit ihre Kunst!&#8221;.</p>
<p>Ich möchte die Philharmoniker bitte verteidigen, denn gerade undifferenziertes &#8220;Dreschen&#8221; ist ihnen grunsätzlich fremd. Bitte seien wir froh, dass ihr Forte stark (jedoch keinesfalls brutal) und dass selbst Pianissimo stets vernehmbar &#8220;weich singt&#8221;, anstatt schwächlich-blass zu klingen!</p>
<p>In Erinnerung an meine langjährige Orchestertätigkeit möchte ich bitte noch &#8220;aus der Schule plaudern&#8221;, wonach JEDES Orchester grundsätzlich gewissermaßen ähnlich einer KINDERGARTENGRUPPE funktioniert: Das System ist quasi mit einem &#8220;Sonder-Kindergarten&#8221; vergleichbar, welches sich eben aus speziellen &#8220;Kindern&#8221; zusammensetzt. Diese sind grundsätzlich nicht dumm, sondern zumeist sehr sensibel und ambitioniert. Ihre &#8220;Tanten&#8221; sollten deswegen wahrlich positive, weise und starke einfühlende Persönlichkeiten sein, um so einen &#8220;netten Haufen&#8221; in Ordnung zu halten, gut zu animieren und zu organisieren! So gesehen sind insbesonders am Dirigentenpult stets wahrhaftige und hochgebildete Persönlichkeiten gefragt, denn  Musiker können ohnehin z.B. in einem 3/4 Takt selber bis drei zählen.<br />
Alle ehrlichen Künstler verspüren stets einen wahren  Kulturauftrag und es ist immer ihr hehres Ziel, ein &#8211; auch mit dem Publikum gemeinsames &#8211; wertvolles  Kulturerlebnis zu bieten.</p>
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